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4,8 von 5 Sternen
Vollendet - Der Aufstand
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Februar 2015
Leider ist es oft so, dass bei einer Bücherreihe, das erste Buch einen umhaut und die folgenden Bänder selten damit mithalten können. Das habe ich auch bei Vollendet erwartet, da mich das erste Buch sehr begeistert hat und ich nicht genug bekommen konnte von dieser wahnsinnig interessanten Thematik. Doch der zweite Band "Vollendet-Der Aufstand" hat mich mehr als nur begeistert, es hat mich dermaßen in den Bann gezogen ich habe das Buch fast aufgegessen. Jedes Buch hat normalerweise die ein oder anderen Stellen die etwas langgezogen werden und man kann es kaum abwarten bis es endlich wieder richtig losgeht, was eignetlich auch nicht wirklich schlimm es solange es sich nicht über viele Seiten hinweg zieht, aber selbst dies ka, (jedenfalls für mich) in diesem Buch niemals vor- Jede Seite, jedes Kapitel, selbst jede Werbeanzeige usw- gehörte genau an die Stelle und hat das Buch einfach in ein Meisterwerk verschmolzen, jede einzelne Seite ist wichtig, jeder Satz.
Es ist ir schon im ersten Buch aufgefallen, dass Shusterman, wirklich wahnsinnig tolle authentische Charaktere erstellen kann, aber im zweiten Band, da mehr Nebencharaktere vorkommen fällt es nochmal deutlicher auf was für ein wahnsinniges Talent der Autor hat und wieviel Mühe er investiert hat um aus jeder ach so "unwichtigen" Nebenpersönlichkeit etwas rauszuholen, was unersetzlich für die Story wird. Und wie er es schafft, verschiedene Meinungen und Ansichten so wahnsinnig gut auszuformulieren, die sich widersprechen, aber beide Ansichten so logisch und tief verankert scheinen, dass man irgednwann selbst nicht mehr weiß welche Ansicht man selbst vertritt und man ist völlig hin und her gerissen. Normalerweise erkennt man schnell. gerade bei solchen "umstrittenen" moralischen Themen, auf wessen Seite der Autor sich im inneren schlägt und welchem Charakter er unbewusst die meiste bedeutung zuwirft, aber Schustermann schafft es, dass man niemanden als "böse" oder "gut" ansieht, sondern einfach Menschen mit verschiedenen Überzeugungen und das ist der Wahnsinn wie Shusterman sie rüberbringt. 100 Sterne
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. April 2015
COVER/GESTALTUNG Sehr, sehr passen zu dem Buch! Bei dem zweiten Teil der Vollendet-Trilogie gibt es nun deutlich mehr Blut auf der Schlachterbank des Covers. Ansonsten ist der Stil wie in Band 1 eingehalten – das Innenleben ist neben Textpassagen auch mit Werbeaufrufen, Verlautbarungen und einiges mehr ausgeschmückt, dass eine gute Abwechslung mithineinbringt. Die einzelnen Teile enthalten wieder Infotexte zu bestimmten Themen, vorrangig aus Internetquellen.

HANDLUNG Wieder einmal beweist der Autor, wie geschickt er die Fäden der einzelnen Schicksal ziehen kann, das diese schließlich alle langsam aber sicher zu einem groißen zusammenlaufen. Der Anfang beginnt ähnlich wie im ersten Band, nur eben nicht mit Lev, Risa und Connor, sondern mit drei neuen Gesichtern. Und jeder dieser neuen Charaktere trifft auf einen der drei Jugendlichen im Verlauf. Wie immer ist alles sehr spannend gehalten, es sterben Leute, die einem ans Herz gewachsen sind. Der Friedhof steht kurz davor, hochgenommen zu werden, Risa und Connor kämpfen zu gleich mit sich und ihren eigenen Problemen, Lev steckt unglaubliche Verluste und Enttäuschungen ein. Und im Hintergrund gibt es dann noch die Teilepiraten, die es auf Connor abgesehen haben. Interessant war auch die nähere Betrachtung des Heartland-Krieges mit dem Hintergrund der Terrorgeneration. Ich hoffe, dazu kommt im dritten Band noch mehr an Infos! Zusammengefasst kann man nicht mecker – der zweite Band steht dem ersten in nichts nach. Ich möchte an dieser Stelle wirklich nicht zu viel verraten, doch manche Dialoge sind wunderbar, auch, dass der Autor dem Leser zum Nachdenken in Bezug auf Cam anregt (oder des gesamten Systems). Die Handlung wirkt wie ein Puzzel, dass sich mit der Zeit mehr und mehr zusammensetzt und ein grausames Bild zum Vorschein bringt.

CHARAKTERE Neben den altbekannten Jugendlichen Connor, der inzwischen Anführer des Friedhofs geworden ist, Risa, die sich tapfer mit ihrem Rollstuhl durchs Leben kämpft, und Lev, der inzwischen Sozialstunden ableisten muss, gibt es auch noch Starkey, einen impulsiven, sehr aggressiven Storch, Miracolina, ein festgebissenes Zehntopfer, und Cam, der etwas vollkommen neues und schreckliches zugleich darstellt. Jeder einzelne von ihnen besitzt einen wunderbar ausgearbeiteten Charakter. Jeder kämpft mit seinen eigenen Problemen, sie haben Fehler und wirken unglaublich menschlich auf den Leser. Ich möchte hier nicht zu viel verraten, da man sie einfach selbst entdecken sollte!

SCHREIBSTIL Wunderbar! Im ersten Band fand ich den Stil von Shusterman noch gewöhnungsbedürftig und musste mich noch einleben, doch in diesem Teil war er absolut grandios. Er beschreibt weder beschönigend, noch zu brutal. Es wirkt klar, flüssig und überaus spannend. Man will einfach nicht aufhören zu lesen. Die kleinen Highlights wie die Werbeeinblendungen sind schrecklich überzeugend von ihm und runden das ganze Werk zusammen mit den Einleitungstexten der einzelnen Teile wunderbar ab.

FAZIT Der zweite Teil dieser Trilogie ist genauso mitreißend wie der erste. Er steht ihm in nichts nach und trumpft mit neuen Ideen und grandiosen Charakteren. Shusterman zauber hier etwas schrecklich Grausames, das erschreckend real wirkt. Eingebrachte Werbeanzeigen in dem Text tun ihr übriges. Der Autor zögert nicht, Charaktere sterben zu lassen und schreibt jedes seiner Worte mit Spannung. Das Finale naht und ich hab keine Ahnung, wie ich es noch so lange aushalten soll, bis Teil 3 auf Deutsch erscheint!
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Nachdem ich vom ersten Teil "Vollendet" damals total begeistert war, hatte ich auch große Erwartungen an diesen zweiten Teil. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt, allerdings muss ich fairerweise sagen, dass hier der Schock-Effekt nicht wirklich gegeben war, den ich im ersten Teil noch so krass fand, denn nun wusste ich ja bereits, worauf ich mich beim Lesen einlasse.
Aber auch, wenn ich diesen Punkt mal außer Acht lasse muss ich sagen, dass mich dieser Teil trotzdem nicht komplett überzeugen konnte. Mir war die Geschichte insgesamt an vielen Stellen einfach zu langatmig und insgesamt geschah einfach zu wenig.

Diesen dritten Teil, der in sieben große Abschnitte unterteilt ist und diese wiederum wieder in zahlreiche Kapitel, erleben wir aus vielen unterschiedlichen Perspektiven. Eigentlich hat mir dies sehr gefallen, weil die Erzählung aus den unterschiedlichen Perspektiven auch sehr gut gelungen ist, aber die Sicht von so manchem Protagonisten fand ich teils dann doch einfach überflüssig. Da hätte gekürzt oder Geschehnisse zusammen gelegt werden können. Daher kamen meiner Ansicht nach auch einige Längen zustande, was nicht hätte sein müssen, denn wirklich viel geschehen ist nichts.

Wie bereits erwähnt fand ich die unterschiedlichen Perspektiven sehr gelungen. Neal Shusterman hat hier ein Händchen für seine Figuren bewiesen und jedem von ihnen einen unverwechselbaren Charakter aufgedrückt. Das ist einfach klasse, das gelingt nicht vielen Autoren. Lediglich Connor, der im ersten Teil noch so hervorstach, fand ich dieses Mal im Vergleich zu allen anderen Figuren doch etwas blass.
Durch den häufigen Perspektivenwechsel kam allerdings keine Kurzweile auf, eher im Gegenteil, wie bereits erwähnt. Das lag auch nicht an den ganzen Handlungssträngen, die waren in sich schon interessant. Nur hätte es meiner Meinung nach genügt, wenn auch diese von nicht ganz so vielen Personen geschildert worden wären.

Die Geschichte selbst hat also nicht allzu viel hergegeben, es ist nicht wirklich viel passiert. Interessant war zum Schluss zwar, dass sich eine heiße Spur, die zu einem potentiellen Ende der Umwandlung führen könnte, aufgetan hat, allerdings wurde darauf spürbar das gesamte Buch über hinaus gearbeitet. Da hätte ich mir für diesen Teil doch schon ein wenig mehr gewünscht.

Fazit
Zusammengefasst muss ich sagen, dass ich von diesem zweiten Teil bei weitem nicht so begeistert war, wie noch vom ersten Band. Man merkt diesem Band einfach total an, dass er eigentlich ein Lückenfüller zwischen Band 1 und 3 ist, kein wirklicher Einstieg, aber auch kein Finale.

Ich hoffe sehr, dass mich der dritte Teil wieder so richtig mitreißen kann und vergebe für "Den Aufstand", der eigentlich nur ein Zwischenspiel war, gute drei Punkte. Mehr aber auch nicht.
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Eins gleich vorneweg: Wer den ersten Band "Vollendet" noch nicht gelesen hat, sollte diese Rezension nicht lesen, da sie sich zum Teil auf eben diesen Vorgängerband bezieht.

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Der Zweite Bürgerkrieg in den USA hatte zu einem Verfassungszusatz geführt, der das menschliche Leben ein paar Tage nach der Entstehung bis zur Volljährigkeit regelt. Laut "Charta des Lebens" dürfen Abtreibungen nicht mehr vorgenommen werden, allerdings haben Mütter die Möglichkeit, Babys bei anderen Leuten vor die Haustür zu legen, und Eltern oder Vormund können Kinder im Alter zwischen 13 und vor Vollendung des 18. Lebensjahrs "umwandeln" lassen. Bedingung dabei ist, dass das Leben des Kindes "streng genommen" nicht endet, sondern dass mehr als 99% des Körpers weiterverwendet werden.

Die drei Hauptprotagonisten Connor, Risa und Lev haben furchtbare Erlebnisse hinter sich, aber sie haben zumindest in einem Stück überlebt. Connor gilt offiziell als tot, Risa darf als Behinderte nicht mehr umgewandelt werden, und Levs Organe sind zumindest so weit kontaminiert, dass sie nicht weiter verwendet werden können, was auch ihn vor der Umwandlung schützt.
Seit den Ereignissen im Happy Jack Ernte-Camp wurde das Höchstalter für eine Umwandlung zwar auf 16 herabgesetzt, doch da dies zu einer Verknappung der verfügbaren Organe geführt hat, müssen sich die Wandler nun nicht nur vor den offiziellen Behörden sondern auch vor sogenannten Teilepiraten verstecken, welche die Jugendlichen auf dem Schwarzmarkt verkaufen.

Im zweiten Band stellt uns der Autor drei weitere Charaktere vor:
Starkey, ein Junge, der gestorcht wurde; Miracolina, deren Körper Gott geweiht ist, seit sie zurückdenken kann und Cam, der selbst nicht weiß, wer er ist.
Diese drei Jugendlichen werden im Verlauf der Geschichte auf die "alten Drei" treffen. Die daraus entstehenden Konstellationen bringen die Geschichte weiter, den Leser zum Nägelkauen und machen das Buch zum Pageturner.

Weil mich Teil eins so berührt und aufgewühlt hat, musste ich den zweiten Band gleich im Anschluss lesen. Neal Shusterman spinnt seine Dystopie konsequent weiter, führt aber auch ganz neue Aspekte ein. Jugendkriminalität, Organhandel, medizinische Experimente, staatliche Überwachung, ausgesetzte Kinder - alles Themen, die leider zum Alltag gehören und nicht nur in eine mögliche Zukunft. Shusterman geht nur ein, zwei Schritte weiter. Und genau das lässt diesen Roman so erschreckend real erscheinen. Anfangs noch skeptisch, ob mich der zweite Band genauso in seinen Bann ziehen könnte wie der erste, wurde ich sehr schnell in den Strudel der Ereignisse gesogen, so dass ich nur ein Fazit ziehen kann: Band 2 ist mindestens so gut wie der erste!

Nun muss ich zähneknirschend auf der Abschlussband (?) warten oder mich auf die bereits erschienene englische Version - UnSouled (Unwind Dystology) - stürzen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Juli 2014
Mein Sohn hatte bereits das erste Buch gekauft und ein Referat gehalten.
Die komplette Familie hat dann das Buch auch gelesen (Mutter, Tante, Oma .....) Alle waren begeistert, also war der zweite Band ein absolutes "MUSS". Man sollte nicht zu viel verraten, damit die Spannung erhalten bleibt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. März 2015
tolle Serie, ich hab die bücher regelrecht verschlungen und werde sie sicherlich in ein paar jahren nochmal lesen können ohne das mich die geschichte langweilt
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
'Die Siegesfreude ist von kurzer Dauer:

Connor muss sich als neuer Anführer der Flüchtlinge beweisen.
Risa fürchtet, ihm keine große Hilfe zu sein.
Lev versucht, ein neues Leben zu beginnen.

Einer von ihnen wird verraten werden.
Einer von ihnen wird fliehen.
Einer von ihnen wird auf Cam treffen, einen Jungen, den es nicht geben darf.'

Kritik:
Aufmachung und Aufbau des Buches sind stark an den Vorgänger angelehnt: das Cover unterscheidet sich kaum von dem ersten, nur durch den Untertitel "Der Aufstand" und die andere Farbgebung ist es als zweiter/anderer Band erkennbar.
Ebenso wie der erste Teil der Unwind-Reihe ist auch dieses Buch in sieben Teile untergliedert, und wie im Vorgänger sind den einzelnen Teilen Szenarien vorangestellt, die nun Entwicklungen aus dem ersten Band oder der Vorgeschichte aufgreifen und die düstere Zukunft greifbarer machen, indem sie nicht nur in eine Geschichte, sondern auch fiktive Zeitungsausschnitte, Lexika-Einträge oder Werbeslogans verpackt ist.
Bevor die Geschichte beginnt, stellt Neal Shustermann wie bei dem Fragespiel "Jeopardy" die wichtigsten Begriffe aus seiner Dystopie vor und "beantwortet" die Erklärung mit der entsprechenden Frage.
Die Ähnlichkeit im Design und die Hauptcharaktere Connor, Risa und Lev sind dann aber auch alles, was Band 1 und 2 gemeinsam haben. Nach dem hoffnungsvollen Ende von "Vollendet" spinnt Neal Shusterman einige Entwicklungen neu, andere Handlungsstränge, die scheinbar abgeschlossen waren, entwickelt er weiter. Er wirft neue Fragen auf, die den Leser beschäftigen. Der wichtigste Aspekt in dieser zweiten Geschichte ist nun wohl, ob die Idee der Umwandlung von Anfang an verwerflich war, oder ob ein positiver Gedanke in den Anfängen steckte. Nach und nach wird der Leser in der Geschichte hin- und hergeführt. Er bekommt Neuentwicklungen vor Auge geführt (Cam, der Junge, den es nicht geben darf) und Kontakt zu den Anfängen, zu der Zeit vor dem Heartland-Krieg, zu Namen und Personen, die in die Entwicklung der Umwandlung und das Abkommen - der Charta des Lebens - involviert waren.
Der Ekel beim Lesen rührt nicht immer nur vom geschriebenen Wort her, sondern auch den Gedanken, die man sich beim Lesen macht. Die Werbeslogans sind so konzipiert, dass dahinter ein Kern zum Vorschein kommt, der positive Seiten an der Idee der Umwandlung zum Klingen bringt. Ist der Mensch wirklich so manipulativ oder ist die Umwandlung von der Grundidee tatsächlich etwas Positives? Dagegen sind andere Werbeanzeigen nur absurd...

'Dann folgte eine Medienschlacht, eine Flut von Werbekampagnen, die die Bevölkerung daran "erinnerte", wie viel "besser" seit dem Umwandlungsabkommen alles War. "Umwandlung: die natürliche Lösung", hieß es in der Werbung, oder: "Gestörte Teenager? Wenn Sie sie lieben, lassen Sie sie gehen." Und natürlich Risas absoluter Favorit: "Erleben Sie die Welt außerhalb Ihrer selbst: tauschen Sie ein in den geteilten Zustand."' (S.114)

Dieses Hin und Her, Für und Wider lässt lange im Dunkeln, wohin das Ende der zweiten Unwind-Geschichte führt (und damit den Inhalt den nächsten Bandes einläutet). Wieder schafft Neal Shustermann den Geniestreich seine Leser vorrangig durch die Gedankengänge, die in deren Kopf vorgehen, emotional an die Geschichte zu binden.

Fazit:
"Vollendet: Der Aufstand" ist nicht ganz so abstoßend wie sein Vorgänger, oder ist man als Leser mit dem zweiten Band nur besser auf die Ungeheuerlichkeiten vorbereitet, die Neal Shusterman in seinem dystopischen Szenario bereithält? Fakt ist, dass Neal Shusterman nicht einfach nur eine Fortsetzung geschrieben hat zu seinem aufrüttelnden Reihenauftakt, sondern viele neue Fragen in den Raum wirft.
Die Unwind-Reihe ist eine emotionale, dystopisch-literarische Reise für Leser, die mit dem Kopf beim Lesen dabei sein wollen und nicht davor zurückschrecken sich mit den schlimmstmöglichen Entwicklungen unserer Zukunft auseinanderzusetzen.

Reihen-Info:
Vollendet (#1 - UnWind)
(#1.5 - UnStrunk)
Vollendet: Der Aufstand (#2 - UnWholly)
UnSouled (#3 - November 2013)
UnDivided (#4 - geplant für Herbst 2014)
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
DIESE REZENSION BEZIHET SICH AUF DAS HOERBUCH!

„Der zweite Bürgerkrieg, auch bekannt als Heartland-Krieg, war ein langer blutiger Konflikt um eine einzige Streitfrage. Um den Krieg zu beenden, wurden mehrere Zusätze zur Verfassung verabschiedet: „Die Charta des Lebens“. Beide Streitmächte, die Abtreibungsgegner und die Abtreibungsbefürworter, erklärten sich mit der Charta einverstanden“
Nach der Charta ist das menschliche Leben unantastbar, außer in der Zeit zwischen dem 13. – und 18. Lebensjahres. In dieser Zeit können die Eltern „rückwirkend“ abtreiben, wenn der gesamte Jugendliche als Organspende verwandt wird und so „weiterlebt.“

Im ersten Band lernen wir die drei Figuren Connor, Riza und Lev und damit auch drei Gründe für die rückwirkende Abreibung kennen: Connor ist aufsässig; Riza lebt in einem überfüllten städtischen Waisenhaus und ist einfach zu viel und Lev ist ein sogenanntes „Zehntopfer“; eines von zehn Kindern einer Familie wird dann aus religiösen Gründen geopfert. Im Zweiten Band kommen noch Starkey, ein Storchenkind, Miracolina und Cam, beides Zehntopfer, hinzu. War es im ersten Teil noch ein Unfall, welches die Protagonisten zusammen brachte, ist es zu Beginn ein Überfall auf den Transport zum Erntecamp, der den drei neuen Charakteren die Freiheit bringt.

Organspende-Schwarzmarkt

Connor ist nach dem furiosen Ende des ersten Teils der Trilogie der neue Anführer des Flugplatzes; eines Fluchtpunktes für entkommene Ernteopfer. Und er hat damit, dass er die Zustände der Erntecamps öffentlich gemacht hat, erreicht, dass die „Charta“ um ein Jahr verkürzt wurde. Was sich zunächst als Vorteil für die Jugendlichen darstellte, kehrt sich, passend zu einer Dystopie, als zweischneidig heraus: um den darbenden Organspendemarkt zu befriedigen, werden immer mehr Kinder entführt und auf dem Schwarzmarkt angeboten. Connor ist in einer furchtbaren Situation und muss schreckliche Entscheidungen treffen, die ihn immer weiter in Zwickmühlen treiben. Und Connor muss auch noch damit leben, dass seine ehemals besten Verbündeten, Lev und Riza, sich gegen ihn wenden. Kann Connor sie für sich zurückgewinnen?

Viele unerwartete Wendungen

Wer jetzt meint, ich hätte alles erzählt, darf beruhigt sein: nur einen Bruchteil der verzweigten Handlungsstränge habe ic h hier wiedergegeben.

Beim Hoerbuch des Sauerländer Verlages handelt es sich um eine gekürzte Version, welches man aber nicht spürt. Man hat zu keiner Zeit das Gefühl, als ob die Handlung gegenüber dem Buch Lücken enthält oder als ob man etwas verpassen würde. Ganz im Gegenteil: gerade zu Beginn des Buches geht es im Printwerk etwas gemächlich zu. Im Audiobook wird man gleich katapultartig in den Überfall hineingezogen. Dass das Hoerbuch so eine Sogwirkung hat, ist natürlich auch dem charismatischen Sprecher Jacob Weigert zu verdanken. Eigentlich ein Bariton, vermag er es aber, jedem Jugendlichen, auch und gerade den weiblichen, eine eigenen, glaubhafte und erträgliche Stimme zu geben. Außerdem weiß er dem Hoerbuch eine eigene Dynamik zu verleihen, welche dem Buch an manchen Stellen ab geht.

Fazit: Hochspannende Dystopie im Geiste von „1984“ und „Das Skorpionenhaus“. Ein exzellenter Jacob Weigert wertet das Hoerbuch auf und macht es noch unheimlicher und klaustrophobischer als die Printausgabe. Aber vorsichtig für empfindliche Gemüter: Shusterman ist ein Autor, der es schafft, Bilder im Kopf des Hoerers zu produzieren, die man dort vielleicht gar nicht haben will. Ich erninnere hier nur an das Ende des ersten Teils als in allen Einzelheiten eine „Ernte“ beschrieben wird. Der Verlag gibt eine Altersfreigabe „AB 14 Jahren“, der wir uns anschließen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. Dezember 2014
Es ist schon eine ganze Weile her, seit ich den ersten Band "Vollendet" gelesen habe, von daher hatte ich ein paar Bedenken, ob ich der Geschichte noch gut folgen kann oder ob ich den ersten Band vielleicht doch noch einmal lesen muss, ehe ich mich an den zweiten Band heranwage. Zum Glück waren meine Bedenken jedoch vollkommen grundlos, denn ich war von Anfang an wieder mitten im Geschehen und somit konnte ich mich voll und ganz auf den zweiten Band der "Vollendet"-Reihe einlassen.

Neal Shusterman konnte mich auch dieses Mal wieder mit seinem Schreibstil begeistern. Die Geschichte wird sehr eindringlich und schonungslos erzählt, es kommt oftmals zu recht brutalen Szenen, die jedoch so gut ausgearbeitet sind, dass man sie sich wie einen Film vorstellen konnte. Auch die Dialoge bringen stellenweise eine gewisse Härte mit sich, die jedoch immer in die jeweilige Situation gepasst hat. Die Figuren haben sich enorm weiterentwickelt und ich konnte mich zum Teil noch besser in sie hineinversetzen, als es schon beim ersten Band der Fall war. Gleichzeitig werden neue Figuren glaubwürdig eingeführt, ohne dabei wie Fremdkörper zu wirken. Man kann dem Autor für so viel Feingefühl nur beglückwünschen.

Connor, Lev und Risa spielen weiterhin eine sehr wichtige Rolle, auch wenn sie dieses Mal eher andere Aufgaben übernehmen. So gilt Connor offiziell als tot, führt jedoch ein Camp an, während Risa im Rollstuhl sitzt. Beide halten nach wie vor zusammen, geraten jedoch auch immer wieder etwas aneinander, da sie andere Ansichten haben und Risa das Gefühl hat, dass sie keine große Hilfe mehr sei. Auch Lev hat weiterhin sein ganz eigenes Päckchen zu tragen, sodass alle drei auf gewisse Art und Weise nach wie vor mit Problemen kämpfen müssen, die man in diesem Alter eigentlich nicht haben sollte. Hinzu kommen mit Miracolina, Starkey und Cam weitere Figuren ins Spiel, die ich sehr interessant, aber nicht immer sympathisch fand. Dies ist jedoch auch gar nicht weiter schlimm, denn bei einer derartigen Thematik kann man gar nicht jede Figur gleichermaßen mögen. Es ist interessant, wie jeder mit dem Thema "Umwandlung" umgeht, was er, bzw. sie in diesem Fall schon erleben musste und was man bereit ist zu tun, um diese zu umgehen.

So sehr ich den zweiten Band auch mochte, so sehe ich hierbei ein Problem, dass ich beim ersten Band noch nicht hatte: Der ganz große Überraschungseffekt ist einfach weg. Ich war zwar auch bei diesem Band oftmals schockiert und habe große Augen gemacht, allerdings konnte man sich dieses Mal schon ausmalen, was einem hier erwarten könnte. Ich möchte jetzt nicht sagen, dass die Geschichte vorhersehbar ist, allerdings konnte man sich hier bereits einiges im Vorfeld zusammenreimen. Dies macht die Geschichte allerdings nicht schlechter und man kann dem Autor hierbei auch keine Vorwürfe machen, das Problem ist nur, dass die Geschichte im ersten Band zusätzlich mit neuen, schockierenden Momenten schockieren konnte, die ich aus anderen Büchern bis dato noch nicht kannte.

Das Thema "Umwandlung" wird jedoch auch hier wieder sehr schön thematisiert, auch wenn dies nicht unbedingt mehr das Hauptthema in der Geschichte ist, denn dieses Mal stehen vielmehr die Figuren, ihre Gefühle und ihr Überlebenswille im Vordergrund. Dies war zwar auch schon im ersten Band ein großes Thema, allerdings wird jetzt vielmehr auf Einzelfälle eingegangen, sodass man nicht mehr nur ein großes Ganzes sieht, was der Geschichte mehr als gut tut. Dabei ist auch sehr interessant, welche Pläne die Regierung weiterhin im Schilde führt und was sie alles tun, um ihre Ziel zu erreichen. Nicht selten bekam ich dadurch eine Gänsehaut, wenn ich mir alles bildlich vorgestellt habe, denn der Autor schafft es immer wieder, dass man sich vorstellen kann, dass sowas tatsächlich irgendwann in der heutigen Welt in gewissen Ländern geschehen kann.

Das Cover wirkt auf den ersten Blick recht schlicht, wenn man jedoch erst einmal die vielen Blutflecken und Kratzer entdeckt, merkt man erst, dass es doch ein ziemlicher Hingucker ist und gut zur Geschichte passt. Die Kurzbeschreibung ist ebenfalls gelungen und macht Lust auf mehr.

Obwohl der ganz große Überraschungsmoment für mich am Ende ausblieb, muss man sagen, dass mich Neal Shusterman mit seinem schonungslosen Schreibstil und seinen vielen Ideen wieder einmal begeistern konnte. Wer also schon den ersten Band "Vollendet" mochte, sollte auch unbedingt den zweiten Band lesen. Ich kann diese Dystopie nur empfehlen und freue mich auf den dritten Band!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Mai 2014
Kurzbeschreibung

Du hast geglaubt, es ist vorbei?
Die Siegesfreude ist von kurzer Dauer:
Connor muss sich als neuer Anführer der Flüchtlinge beweisen.
Risa fürchtet, ihm keine große Hilfe zu sein.
Lev versucht, ein neues Leben zu beginnen.
Einer von ihnen wird verraten werden.
Einer von ihnen wird fliehen.
Einer von ihnen wird auf Cam treffen, einen Jungen, den es nicht geben darf.

Inhalt

Die Vorkommnissen im Happy-Jack Erntecamp liegen ein Weilchen zurück. Connor "der Flüchtling von Akron" gilt seither behördlich als tot und ist der neue Anführer des Friedhofs, wo flüchtige Wandler unterschlupf finden. Eine schwere Last auf seinen Schultern, die ihn zu erdrücken droht. Jederzeit können die JuPos den Friedhof stürmen. Risa sitzt im Rollstuhl und darf als behinderte nicht umgewandelt werden. Gemeinsam mit Connor lebt sie am Friedhof und spürt mit Bedauern die Mauer die sich zwischen den beiden aufbaut. Lev "der Klatscher der nicht klatschte" wird behördlich überwacht und wohnt bei seinem Bruder. Die Klatscherchemikalien haben seinen Körper geschädigt, sodas er nicht mehr zur Umwandlung geeignet ist. Er versucht sein Leben in den Griff zu bekommen und einen Sinn darin zu finden.

Meinung

"Vollendet - Der Aufstand" von Neal Shusterman ist der zweite Band der Vollendet Trilogie in der die Charta des Lebens garantiert, das das menschliche Leben unantastbar ist, von der Empfängnis bis zur Vollendung des 13. Lebensjahres. Im Alter zwischen 13 und 18 Jahren können Eltern ihr Kind umwandeln lassen. Sämtliche Körperteile und Organe werden an berechtigte Empfänger vermittelt.

Mit einem kleinen Quiz startet der Autor und wiederholt dabei die wichtigsten Begriffe um den Einstieg in Band zwei zu erleichtern. Danach werden drei neue Charaktere eingeführt. Starkey, ein gestorchtes Kind, das von den JuPos abgeholt wird um in ein Erntecamp gebracht zu werden. Miracolina, ein Zehntopfer, das geboren wurde um ihrem Bruder zu retten und danach umgewandelt zu werden. Cam, einen Jungen, den es gar nicht geben dürfte.
Interessante Charaktere die allesamt ein Teil des großen Puzzles sind. Auch Connor, Risa und Lev spielen eine große Rolle.
Im ersten Band liegt das Hauptaugenmerk auf der Umwandlung und der Flucht der Teenager. Im zweiten Band natürlich ebenso, allerdings erhalten wir Informationen zur Entstehung, Nutznießer, der Organisation im Schatten und Hintergründe dazu. Zudem kommt es zu Überlegungen wie man eine Änderung herbeiführen könnte, die Möglichkeit die Menschen zum Umdenken zu animieren.

Die Grundidee hat mich bereits in Band eins schockierend begeistert - verspätete Abtreibung, Transplantation, Organhandlung, Storchen - alles Dinge die wir kennen. Der Autor wagt sich ein Stückchen weiter und entspinnt eine düstere, schockierende und erschreckende Zukunftsvision. Auch Band zwei konnte mich in seinen Bann ziehen.

Erzählt wird aus vielen Perspektiven. Wieder erfahren wir die Geschichte aus der Sicht von Connor, Risa und Lev aber auch Starkey, Cam und Miracolina begleiten wir und noch weitere Handlungsstränge. Die verschiedenen Perspektiven verhelfen uns zu einem Rundumblick und erhöhen die Spannung. Der Schreibstil von Neal Shusterman ist leicht, flüssig, fesselnd und angenehm zu lesen.

Fazit: "Vollendet - Der Aufstand" von Neal Shusterman ist eine gut gelungene Fortsetzung der Trilogie. Vielschichtige Charaktere, fesselnde Handlung und eine Portion Action haben mich in ihren Bann gezogen. Ein MUST READ für Fans des ersten Bandes.

Zitat

"Umwandlung: die natürliche Lösung", hieß es in der Werbung, oder: "Gestörte Teenager? Wenn Sie sie lieben, lassen Sie sie gehen." Und natürlich Risas absoluter Favorit: "Erleben Sie eine Welt außerhalb ihrer selbst: Tauchen Sie ein in den geteilten Zustand."
(Seite 118)

Trilogie

Band 1: Vollendet
Band 2: Vollendet - Der Aufstand
Band 3:
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