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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genauso fesselnd wie der 1. Teil
Dies ist der zweite Band der „Vollendet“-Trilogie. Den ersten Band sollte man kennen, um der Handlung komplett folgen zu können. In meiner Rezension setze ich dies voraus, ansonsten würde sie Spoiler enthalten.

Inhalt:
Connor hat die Führung der Kids auf dem Flugzeugfriedhof vom Admiral übernommen. Doch er hat es nicht...
Vor 12 Monaten von Marie C. veröffentlicht

versus
3.0 von 5 Sternen Konnte mich leider nicht so begeistern wie Teil 1
Nachdem ich vom ersten Teil "Vollendet" damals total begeistert war, hatte ich auch große Erwartungen an diesen zweiten Teil. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt, allerdings muss ich fairerweise sagen, dass hier der Schock-Effekt nicht wirklich gegeben war, den ich im ersten Teil noch so krass fand, denn nun wusste ich ja bereits, worauf...
Vor 4 Monaten von Nicole W. - lilstar.de veröffentlicht


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3.0 von 5 Sternen Konnte mich leider nicht so begeistern wie Teil 1, 3. Mai 2014
Von 
Nicole W. - lilstar.de "N.W." (NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vollendet - Der Aufstand (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich vom ersten Teil "Vollendet" damals total begeistert war, hatte ich auch große Erwartungen an diesen zweiten Teil. Leider wurden meine Erwartungen nicht ganz erfüllt, allerdings muss ich fairerweise sagen, dass hier der Schock-Effekt nicht wirklich gegeben war, den ich im ersten Teil noch so krass fand, denn nun wusste ich ja bereits, worauf ich mich beim Lesen einlasse.
Aber auch, wenn ich diesen Punkt mal außer Acht lasse muss ich sagen, dass mich dieser Teil trotzdem nicht komplett überzeugen konnte. Mir war die Geschichte insgesamt an vielen Stellen einfach zu langatmig und insgesamt geschah einfach zu wenig.

Diesen dritten Teil, der in sieben große Abschnitte unterteilt ist und diese wiederum wieder in zahlreiche Kapitel, erleben wir aus vielen unterschiedlichen Perspektiven. Eigentlich hat mir dies sehr gefallen, weil die Erzählung aus den unterschiedlichen Perspektiven auch sehr gut gelungen ist, aber die Sicht von so manchem Protagonisten fand ich teils dann doch einfach überflüssig. Da hätte gekürzt oder Geschehnisse zusammen gelegt werden können. Daher kamen meiner Ansicht nach auch einige Längen zustande, was nicht hätte sein müssen, denn wirklich viel geschehen ist nichts.

Wie bereits erwähnt fand ich die unterschiedlichen Perspektiven sehr gelungen. Neal Shusterman hat hier ein Händchen für seine Figuren bewiesen und jedem von ihnen einen unverwechselbaren Charakter aufgedrückt. Das ist einfach klasse, das gelingt nicht vielen Autoren. Lediglich Connor, der im ersten Teil noch so hervorstach, fand ich dieses Mal im Vergleich zu allen anderen Figuren doch etwas blass.
Durch den häufigen Perspektivenwechsel kam allerdings keine Kurzweile auf, eher im Gegenteil, wie bereits erwähnt. Das lag auch nicht an den ganzen Handlungssträngen, die waren in sich schon interessant. Nur hätte es meiner Meinung nach genügt, wenn auch diese von nicht ganz so vielen Personen geschildert worden wären.

Die Geschichte selbst hat also nicht allzu viel hergegeben, es ist nicht wirklich viel passiert. Interessant war zum Schluss zwar, dass sich eine heiße Spur, die zu einem potentiellen Ende der Umwandlung führen könnte, aufgetan hat, allerdings wurde darauf spürbar das gesamte Buch über hinaus gearbeitet. Da hätte ich mir für diesen Teil doch schon ein wenig mehr gewünscht.

Fazit
Zusammengefasst muss ich sagen, dass ich von diesem zweiten Teil bei weitem nicht so begeistert war, wie noch vom ersten Band. Man merkt diesem Band einfach total an, dass er eigentlich ein Lückenfüller zwischen Band 1 und 3 ist, kein wirklicher Einstieg, aber auch kein Finale.

Ich hoffe sehr, dass mich der dritte Teil wieder so richtig mitreißen kann und vergebe für "Den Aufstand", der eigentlich nur ein Zwischenspiel war, gute drei Punkte. Mehr aber auch nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genauso fesselnd wie der 1. Teil, 10. September 2013
Von 
Marie C. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Vollendet - Der Aufstand (Gebundene Ausgabe)
Dies ist der zweite Band der „Vollendet“-Trilogie. Den ersten Band sollte man kennen, um der Handlung komplett folgen zu können. In meiner Rezension setze ich dies voraus, ansonsten würde sie Spoiler enthalten.

Inhalt:
Connor hat die Führung der Kids auf dem Flugzeugfriedhof vom Admiral übernommen. Doch er hat es nicht leicht. Die Hilfslieferungen der AUF – der Anti-Umwandlungs-Front – kommen nicht mehr so regelmäßig. Bei all den Problemen hat er zu wenig Zeit für seine Freundin Risa, die an den Rollstuhl gefesselt ist. So ist er froh über seinen Inneren Kreis, dem er vertraut und auf den er sich verlässt. Doch einer von ihnen ist nicht so loyal, wie er sich gibt…

Lev, der Klatscher, der nicht klatschte, steht unter Hausarrest - bis er einen erneuten Schicksalsschlag erleidet und sich für die Rettung von Zehntopfern einsetzt.

Meine Meinung:
Sehr gut fand ich, dass anfangs in Frage und Antwort die wichtigsten Begriffe und Namen aus dem ersten Band aufgefrischt werden. So hat man gleich wieder alles parat. Als ich dann weiterlas, kam es mir zunächst vor wie eine Wiederholung des ersten Teils, denn wieder wird ein Junge, Starkey, mitten in der Nacht von den JuPos zur Umwandlung abgeholt, im nächsten Kapitel ist ein Zehntopfer, Miracolina, auf dem Weg zum Ernte-Camp. Im Nachhinein finde ich diese Parallelen aber gut, denn so kommt man sehr schnell wieder in die Geschichte hinein. Und spätestens mit der dritten Person, die neu eingeführt wird, Cam, kommt etwas komplett Neues hinzu. Cam ist wohl die interessanteste Figur in diesem Spiel. Sie macht eine ungeheure Entwicklung durch, lässt sich aber auch am Ende des Buches noch nicht ganz durchschauen. Anhand dieses Charakters ergeben sich viele philosophische Fragen, die den Leser auch nach Beendigung des Buchs noch beschäftigen können.

Wie schon im ersten Band wechseln auch hier die Perspektiven von Kapitel zu Kapitel zwischen den wichtigsten Personen (erzählt wird aber in der 3. Person). Dadurch erfahren sie eine gewisse Tiefe. Öfter wird auch dieselbe Szene aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln betrachtet, also von verschiedenen Protagonisten aus gesehen, was die Handlung noch intensiver erscheinen lässt.

Begeistert hat mich bei diesem Buch zum Einen das Thema. Es geht um Transplantation, um nachträgliche Abtreibung, um Organhandel, alles gar nicht so weit von unserer realen Welt entfernt. Aber ich hoffe doch, dass es so krass nie wirklich kommen wird. Auch der Einfluss von Werbung und von den Medien wird sehr deutlich gemacht, und immer ist unterschwellig Kritik an der Gesellschaft zu spüren.

Zum Anderen fand ich den Schreibstil wirklich gut und mitreißend. Man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Neil Shusterman jagt den Leser nur so durch die Seiten. Man möchte einfach wissen, was als Nächstes kommt, denn vorhersehbar ist kaum etwas. Mit immer neuen Wendungen überrascht uns der Autor und sorgt dafür, dass es niemals langweilig wird.

Fazit:
Ein toller 2. Teil einer fantastischen Trilogie. Wer den 1. Teil noch nicht kennt, sollte ihn unbedingt lesen.
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5.0 von 5 Sternen Geniales Buch, 11. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vollendet - Der Aufstand (Gebundene Ausgabe)
Mein Sohn hatte bereits das erste Buch gekauft und ein Referat gehalten.
Die komplette Familie hat dann das Buch auch gelesen (Mutter, Tante, Oma .....) Alle waren begeistert, also war der zweite Band ein absolutes "MUSS". Man sollte nicht zu viel verraten, damit die Spannung erhalten bleibt.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dystopie für Jugendliche, 26. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Vollendet - Der Aufstand (Audio CD)
DIESE REZENSION BEZIHET SICH AUF DAS HOERBUCH!

„Der zweite Bürgerkrieg, auch bekannt als Heartland-Krieg, war ein langer blutiger Konflikt um eine einzige Streitfrage. Um den Krieg zu beenden, wurden mehrere Zusätze zur Verfassung verabschiedet: „Die Charta des Lebens“. Beide Streitmächte, die Abtreibungsgegner und die Abtreibungsbefürworter, erklärten sich mit der Charta einverstanden“
Nach der Charta ist das menschliche Leben unantastbar, außer in der Zeit zwischen dem 13. – und 18. Lebensjahres. In dieser Zeit können die Eltern „rückwirkend“ abtreiben, wenn der gesamte Jugendliche als Organspende verwandt wird und so „weiterlebt.“

Im ersten Band lernen wir die drei Figuren Connor, Riza und Lev und damit auch drei Gründe für die rückwirkende Abreibung kennen: Connor ist aufsässig; Riza lebt in einem überfüllten städtischen Waisenhaus und ist einfach zu viel und Lev ist ein sogenanntes „Zehntopfer“; eines von zehn Kindern einer Familie wird dann aus religiösen Gründen geopfert. Im Zweiten Band kommen noch Starkey, ein Storchenkind, Miracolina und Cam, beides Zehntopfer, hinzu. War es im ersten Teil noch ein Unfall, welches die Protagonisten zusammen brachte, ist es zu Beginn ein Überfall auf den Transport zum Erntecamp, der den drei neuen Charakteren die Freiheit bringt.

Organspende-Schwarzmarkt

Connor ist nach dem furiosen Ende des ersten Teils der Trilogie der neue Anführer des Flugplatzes; eines Fluchtpunktes für entkommene Ernteopfer. Und er hat damit, dass er die Zustände der Erntecamps öffentlich gemacht hat, erreicht, dass die „Charta“ um ein Jahr verkürzt wurde. Was sich zunächst als Vorteil für die Jugendlichen darstellte, kehrt sich, passend zu einer Dystopie, als zweischneidig heraus: um den darbenden Organspendemarkt zu befriedigen, werden immer mehr Kinder entführt und auf dem Schwarzmarkt angeboten. Connor ist in einer furchtbaren Situation und muss schreckliche Entscheidungen treffen, die ihn immer weiter in Zwickmühlen treiben. Und Connor muss auch noch damit leben, dass seine ehemals besten Verbündeten, Lev und Riza, sich gegen ihn wenden. Kann Connor sie für sich zurückgewinnen?

Viele unerwartete Wendungen

Wer jetzt meint, ich hätte alles erzählt, darf beruhigt sein: nur einen Bruchteil der verzweigten Handlungsstränge habe ic h hier wiedergegeben.

Beim Hoerbuch des Sauerländer Verlages handelt es sich um eine gekürzte Version, welches man aber nicht spürt. Man hat zu keiner Zeit das Gefühl, als ob die Handlung gegenüber dem Buch Lücken enthält oder als ob man etwas verpassen würde. Ganz im Gegenteil: gerade zu Beginn des Buches geht es im Printwerk etwas gemächlich zu. Im Audiobook wird man gleich katapultartig in den Überfall hineingezogen. Dass das Hoerbuch so eine Sogwirkung hat, ist natürlich auch dem charismatischen Sprecher Jacob Weigert zu verdanken. Eigentlich ein Bariton, vermag er es aber, jedem Jugendlichen, auch und gerade den weiblichen, eine eigenen, glaubhafte und erträgliche Stimme zu geben. Außerdem weiß er dem Hoerbuch eine eigene Dynamik zu verleihen, welche dem Buch an manchen Stellen ab geht.

Fazit: Hochspannende Dystopie im Geiste von „1984“ und „Das Skorpionenhaus“. Ein exzellenter Jacob Weigert wertet das Hoerbuch auf und macht es noch unheimlicher und klaustrophobischer als die Printausgabe. Aber vorsichtig für empfindliche Gemüter: Shusterman ist ein Autor, der es schafft, Bilder im Kopf des Hoerers zu produzieren, die man dort vielleicht gar nicht haben will. Ich erninnere hier nur an das Ende des ersten Teils als in allen Einzelheiten eine „Ernte“ beschrieben wird. Der Verlag gibt eine Altersfreigabe „AB 14 Jahren“, der wir uns anschließen.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vollendet - Band 2, 17. Oktober 2013
Von 
Lilian Grobis "Lilian" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Vollendet - Der Aufstand (Gebundene Ausgabe)
Eins gleich vorneweg: Wer den ersten Band "Vollendet" noch nicht gelesen hat, sollte diese Rezension nicht lesen, da sie sich zum Teil auf eben diesen Vorgängerband bezieht.

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Der Zweite Bürgerkrieg in den USA hatte zu einem Verfassungszusatz geführt, der das menschliche Leben ein paar Tage nach der Entstehung bis zur Volljährigkeit regelt. Laut "Charta des Lebens" dürfen Abtreibungen nicht mehr vorgenommen werden, allerdings haben Mütter die Möglichkeit, Babys bei anderen Leuten vor die Haustür zu legen, und Eltern oder Vormund können Kinder im Alter zwischen 13 und vor Vollendung des 18. Lebensjahrs "umwandeln" lassen. Bedingung dabei ist, dass das Leben des Kindes "streng genommen" nicht endet, sondern dass mehr als 99% des Körpers weiterverwendet werden.

Die drei Hauptprotagonisten Connor, Risa und Lev haben furchtbare Erlebnisse hinter sich, aber sie haben zumindest in einem Stück überlebt. Connor gilt offiziell als tot, Risa darf als Behinderte nicht mehr umgewandelt werden, und Levs Organe sind zumindest so weit kontaminiert, dass sie nicht weiter verwendet werden können, was auch ihn vor der Umwandlung schützt.
Seit den Ereignissen im Happy Jack Ernte-Camp wurde das Höchstalter für eine Umwandlung zwar auf 16 herabgesetzt, doch da dies zu einer Verknappung der verfügbaren Organe geführt hat, müssen sich die Wandler nun nicht nur vor den offiziellen Behörden sondern auch vor sogenannten Teilepiraten verstecken, welche die Jugendlichen auf dem Schwarzmarkt verkaufen.

Im zweiten Band stellt uns der Autor drei weitere Charaktere vor:
Starkey, ein Junge, der gestorcht wurde; Miracolina, deren Körper Gott geweiht ist, seit sie zurückdenken kann und Cam, der selbst nicht weiß, wer er ist.
Diese drei Jugendlichen werden im Verlauf der Geschichte auf die "alten Drei" treffen. Die daraus entstehenden Konstellationen bringen die Geschichte weiter, den Leser zum Nägelkauen und machen das Buch zum Pageturner.

Weil mich Teil eins so berührt und aufgewühlt hat, musste ich den zweiten Band gleich im Anschluss lesen. Neal Shusterman spinnt seine Dystopie konsequent weiter, führt aber auch ganz neue Aspekte ein. Jugendkriminalität, Organhandel, medizinische Experimente, staatliche Überwachung, ausgesetzte Kinder - alles Themen, die leider zum Alltag gehören und nicht nur in eine mögliche Zukunft. Shusterman geht nur ein, zwei Schritte weiter. Und genau das lässt diesen Roman so erschreckend real erscheinen. Anfangs noch skeptisch, ob mich der zweite Band genauso in seinen Bann ziehen könnte wie der erste, wurde ich sehr schnell in den Strudel der Ereignisse gesogen, so dass ich nur ein Fazit ziehen kann: Band 2 ist mindestens so gut wie der erste!

Nun muss ich zähneknirschend auf der Abschlussband (?) warten oder mich auf die bereits erschienene englische Version - UnSouled (Unwind Dystology) - stürzen!
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Teil der Geschichte spinnt sich im eigenen Kopf weiter, 27. Dezember 2013
Von 
Anette1809 "katzemitbuch" (Rheinhessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Vollendet - Der Aufstand (Gebundene Ausgabe)
'Die Siegesfreude ist von kurzer Dauer:

Connor muss sich als neuer Anführer der Flüchtlinge beweisen.
Risa fürchtet, ihm keine große Hilfe zu sein.
Lev versucht, ein neues Leben zu beginnen.

Einer von ihnen wird verraten werden.
Einer von ihnen wird fliehen.
Einer von ihnen wird auf Cam treffen, einen Jungen, den es nicht geben darf.'

Kritik:
Aufmachung und Aufbau des Buches sind stark an den Vorgänger angelehnt: das Cover unterscheidet sich kaum von dem ersten, nur durch den Untertitel "Der Aufstand" und die andere Farbgebung ist es als zweiter/anderer Band erkennbar.
Ebenso wie der erste Teil der Unwind-Reihe ist auch dieses Buch in sieben Teile untergliedert, und wie im Vorgänger sind den einzelnen Teilen Szenarien vorangestellt, die nun Entwicklungen aus dem ersten Band oder der Vorgeschichte aufgreifen und die düstere Zukunft greifbarer machen, indem sie nicht nur in eine Geschichte, sondern auch fiktive Zeitungsausschnitte, Lexika-Einträge oder Werbeslogans verpackt ist.
Bevor die Geschichte beginnt, stellt Neal Shustermann wie bei dem Fragespiel "Jeopardy" die wichtigsten Begriffe aus seiner Dystopie vor und "beantwortet" die Erklärung mit der entsprechenden Frage.
Die Ähnlichkeit im Design und die Hauptcharaktere Connor, Risa und Lev sind dann aber auch alles, was Band 1 und 2 gemeinsam haben. Nach dem hoffnungsvollen Ende von "Vollendet" spinnt Neal Shusterman einige Entwicklungen neu, andere Handlungsstränge, die scheinbar abgeschlossen waren, entwickelt er weiter. Er wirft neue Fragen auf, die den Leser beschäftigen. Der wichtigste Aspekt in dieser zweiten Geschichte ist nun wohl, ob die Idee der Umwandlung von Anfang an verwerflich war, oder ob ein positiver Gedanke in den Anfängen steckte. Nach und nach wird der Leser in der Geschichte hin- und hergeführt. Er bekommt Neuentwicklungen vor Auge geführt (Cam, der Junge, den es nicht geben darf) und Kontakt zu den Anfängen, zu der Zeit vor dem Heartland-Krieg, zu Namen und Personen, die in die Entwicklung der Umwandlung und das Abkommen - der Charta des Lebens - involviert waren.
Der Ekel beim Lesen rührt nicht immer nur vom geschriebenen Wort her, sondern auch den Gedanken, die man sich beim Lesen macht. Die Werbeslogans sind so konzipiert, dass dahinter ein Kern zum Vorschein kommt, der positive Seiten an der Idee der Umwandlung zum Klingen bringt. Ist der Mensch wirklich so manipulativ oder ist die Umwandlung von der Grundidee tatsächlich etwas Positives? Dagegen sind andere Werbeanzeigen nur absurd...

'Dann folgte eine Medienschlacht, eine Flut von Werbekampagnen, die die Bevölkerung daran "erinnerte", wie viel "besser" seit dem Umwandlungsabkommen alles War. "Umwandlung: die natürliche Lösung", hieß es in der Werbung, oder: "Gestörte Teenager? Wenn Sie sie lieben, lassen Sie sie gehen." Und natürlich Risas absoluter Favorit: "Erleben Sie die Welt außerhalb Ihrer selbst: tauschen Sie ein in den geteilten Zustand."' (S.114)

Dieses Hin und Her, Für und Wider lässt lange im Dunkeln, wohin das Ende der zweiten Unwind-Geschichte führt (und damit den Inhalt den nächsten Bandes einläutet). Wieder schafft Neal Shustermann den Geniestreich seine Leser vorrangig durch die Gedankengänge, die in deren Kopf vorgehen, emotional an die Geschichte zu binden.

Fazit:
"Vollendet: Der Aufstand" ist nicht ganz so abstoßend wie sein Vorgänger, oder ist man als Leser mit dem zweiten Band nur besser auf die Ungeheuerlichkeiten vorbereitet, die Neal Shusterman in seinem dystopischen Szenario bereithält? Fakt ist, dass Neal Shusterman nicht einfach nur eine Fortsetzung geschrieben hat zu seinem aufrüttelnden Reihenauftakt, sondern viele neue Fragen in den Raum wirft.
Die Unwind-Reihe ist eine emotionale, dystopisch-literarische Reise für Leser, die mit dem Kopf beim Lesen dabei sein wollen und nicht davor zurückschrecken sich mit den schlimmstmöglichen Entwicklungen unserer Zukunft auseinanderzusetzen.

Reihen-Info:
Vollendet (#1 - UnWind)
(#1.5 - UnStrunk)
Vollendet: Der Aufstand (#2 - UnWholly)
UnSouled (#3 - November 2013)
UnDivided (#4 - geplant für Herbst 2014)
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Lesen war wie ein Sog, man kann nicht aufhören, 22. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Vollendet - Der Aufstand (Gebundene Ausgabe)
Endlich. Die Geschichte geht weiter. Es ist der zweite Teil also Achtung, evtl. Spoiler enthalten. Aber wer Band 1 noch nicht kennt, ihr sollte das Buch lesen, das ist unglaublich spannend und geht unter die Haut.
Connor versucht den alten Flughafen am Laufen zu halten, aber es ist schwierig, denn der Nachschub an Essen und Medikamenten kommt nicht mehr regelmäßig. Ebenso scheint es, dass immer weniger Jugendliche dort ankommen. Risa fühlt sich verlassen von Connor. Seit sie im Rollstuhl sitzt, hat sie einfach Schwierigkeiten zu Recht zu kommen. In der Welt außerhalb des Camps werden die Transplantate knapp, seit das Alter der Wandlung auf 17 Jahre gesenkt wurde. Aber was bedeutet das für den alten Flughafen und die Jugendlichen, die dort versteckt werden? Dann gibt es da noch Cam. Ein Junge ? Wer ist er? Welches Geheimnis trögt er in sich?

Ich fand, das ist eine Buchreihe, die es nur selten gibt. Dieser zweite Band ist noch besser als Band 1. Eigentlich kommt man als Leser nicht zur Ruhe, geschweige denn kann das Buch kaum aus der Hand legen. Ich empfehle also ein langes Lesewochenende einzuplanen.
So, nun aber. Was hat mich dermaßen begeistert?
Erstmals die Idee der Geschichte, die möchte ich nochmal aufgreifen, denn die wirkt auch nach dem Lesen immer noch nach. Wie kann man es zu lassen, sein Kind zwischen dem 13 -17 Lebensjahr nachträglich abzutreiben? Da grübelt man als Leser doch nach. Was ist das überhaupt für eine Gesellschaft, die Kinder so etwas antut? Kann man es Kindheit nennen, mit dem Bewusstsein zu leben, ab 13 Jahren besteht die Möglichkeit dass man „ umgewandelt“ wird? Wäre so etwas möglich? Vor allem, da dadurch wie im Buch beschrieben, immer Transplantate zur Verfügung ständen, für Krankheiten und Unfälle. Oder auch evtl. andere Dinge. Das ist eine Frage, die man sich als Leser stellen muss und ich denke ich weiß, wie die Antwort darauf lauten würde.
Da bekomme ich immer noch eine Gänsehaut. Das Buch ist ultraspannend geschrieben, aber es bietet auch einiges an Emotionen, die beim Leser auftauchen können. Vor allem hallt es nach, da grübelt man selbst noch einige Zeit drüber. Diesmal sind im Text auch Werbeanzeigen und Reportagen über die Wandlung abgedruckt. Propaganda… Alle Fiktion? Eine Art Endzeitszenario, das es nie geben wird? Oder doch eine Art von „ Jules Verne“… wer Weiß was die Zukunft bringt?
Beim Lesen spürte ich eine Art Sog, das Buch zog mich mit sich hinein in diese Welt, die so real wirkte. Cam.. wer ist das? Oder eher kann er er sein? Ich möchte nicht zu viel verraten, aber diese neue Entwicklung der Geschichte ist wirklich spannend. Hier fand ich mal, dass der Klappentext wirklich unheimlich neugierig macht auf das Buch.
Häppchenweise erfährt der Leser von Cam und dann dämmert einem die Erkenntnis.
Auch der Erzählstil ist eigen. Es wechselt jeweils die Perspektive zwischen den Hauptpersonen, aber gerade das ist spannend, weil man als Leser dann jeweils hautnah dabei ist.
Ich kann einfach nur noch sagen, ich finde, das ist ein Buch was man lesen muss, allein schon wegen des Themas…

Fazit
Ein Parabelflug der Gefühle und das Buch hallt noch lange nach..Zukunftsmusik oder SF?
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meine Erwartungen bei „Vollendet – Der Aufstand“ waren hoch. Sehr hoch. Leider etwas zu hoch., 8. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Vollendet - Der Aufstand (Gebundene Ausgabe)
Das Cover:
Das Cover ist schon wie beim ersten Band schlicht und einfach. Allerdings braucht es bei dem Thema des Buches, dem Hintergrund der Geschichte, kein auffälliges Cover. Für Aufmerksamkeit sorgt der Inhalt alleine.

Inhalt:
Wir treffen wieder auf Connor, Lev und Risa, die sich zwar zusammen, aber doch jeder für sich alleine, durch diese Welt, die sie umbringen will, durchschlagen müssen. Zu Beginn der Geschichte lernen wir Starkey kennen. Einen Storch, der es schafft, vor der Umwandlung zu fliehen und auf seinem Weg auf dem Flugzeugfriedhof bei Connor landet.
Da Connor für Tod gehalten wird, muss er nun keine Umwandlung mehr fürchten. Risa sitzt im Rollstuhl und Lev hat noch etwas Gift als Klatscher im Körper, wodurch beide ebenfalls nicht zur Umwandlung geeignet sind. Zwar ist das Umwandlungsalter auf 16 gesenkt worden, was aber nur dazu führte, dass Kinder auf offener Straße von Teilepiraten geklaut werden. Die Organe und Teile von Kindern aus den Ernte-Camps reichen nämlich nicht mehr für die Bedürfnisse der Menschheit, die vielleicht einen Arm oder einen Bein benötigen.
Ein Unfall auf dem Flugzeugfriedhof, eigenmächtige Entscheidungen und eine Freundschaft, die so nie entstanden wäre, sorgen für einen Handlungsverlauf, an dessen Ende eine ungewisse Zukunft steht.

Meine Meinung:

„Mit der traurigen Resignation eines Mannes, der weiß, dass er zu alt ist,
die Welt noch zu verändern, sieht er aus dem Fenster.“
-Seite 330-

Nachdem ich von Teil 1 so was von begeistert war, musste ich natürlich sofort mit dem zweiten Band beginnen. Konnte dieser mich genauso mitreißen? Wir werden sehen … (Vorab-Info: Storchen heißt, wenn man ein Baby vor die Tür einer anderen Familie ablegt. Diese Familie MUSS das Baby aufnehmen, ob sie wollen oder nicht. Oder sie storchen es weiter. Und weiter. Und weiter … )

Der zweite Band von „Vollendet“ beginnt damit, dass wir Starkey kennenlernen.
Ein Junge, der gestorcht wurde und am Ende bei Connor auf dem Flugzeugfriedhof landet. Starkey ist für Connor nur ein weiterer Wandler, den es zu beschützen gilt. Allerdings verfolgt Starkey seine eigenen Ziele und sorgt damit dafür, dass er für Connor eine Herausforderung wird, an der Connor entweder kaputt geht oder wächst.
Starkey war für mich von Anfang an ein offenes Buch. Als hätte man bei einem Krimi direkt im ersten Satz den Mörder verraten und erzählt dennoch von der Mordermittlung weiter. Natürlich sind seine Handlungen für die Entwicklung von Connor wichtig, aber es war von Anfang an klar, worauf das alles hinausläuft. Das hat in meinen Augen ganz schön viel Spannung genommen.
Mehr dezent gesetzte Hinweise, ein bisschen mehr Mysterium Starkey und das Ende wäre der Knaller schlechthin gewesen.

Als zweites wird Miracolina eingeführt. Ein Mädchen, das weiß, was es will. Sie will umgewandelt werden. Nur für diesem Zweck ist sie noch da. Sie hat ihren Bruder retten müssen und danach war ihr Ziel die Umwandlung. Ihr Verhalten ist eher fanatisch als nachvollziehbar, aber passend auf die Figur zurechtgeschnitten.

Ihr Gegenpart ist Lev. Lev darf offiziell nichts mehr machen. Er war ein Klatscher der nicht geklatscht hat und stellt somit einen Sonderfall dar, mit dem keiner weiß, wie er umgehen soll. Die Familie hat sich abgewandt, Connor und Risa kann er nicht kontaktieren und somit sorgt ein Klatschen dafür, dass er wieder auf der Straße unterwegs ist. Miracolina ist für ihn so etwas wie ein Spiegel. Er sieht sich selbst und die Gehirnwäsche, die er damals auch bekommen hat.
Lev wird verehrt als Retter der Zehntopfer, von allen - nur nicht von diesem Mädchen. Es wird stürmisch, als die beiden fliehen, wodurch Lev wieder klarer sieht und Miracolina endlich anfängt, die Dinge zu hinterfragen. Auf diese Figur und das Zusammenspiel von beiden bin ich wirklich gespannt, denn viel erfährt man leider nicht im zweiten Band.
Am Ende trennen sich die Wege wieder, aber ob das Gut oder schlecht ist, erfährt der Leser noch nicht. Auf die zwei Charaktere bezogen war das Ende wirklich ein guter Cliffhanger.

Als dritte und interessanteste Figur wird Cam dem Leser vorgestellt. Cam ist eigen und über ihn werde ich nicht viel sagen, denn das ist ein Thema, das wirklich zum Nachdenken anregt. Risa wird mit ihm konfrontiert, muss ihre Überzeugungen überdenken und merkt bald, dass man nicht nach dem Äußeren eines Menschen urteilen kann und darf. Bei Cam hat der Autor sich wirklich weit aus dem Fenster gelehnt und stellt mit ihm eine Frage in den Raum, bei der ich nicht weiß, ob man die überhaupt beantworten sollte.
Wie weit darf man gehen, in einer Welt, in der alles möglich ist? Wo hört Humanität auf und wo fängt die Dreistigkeit der Menschheit an?

Die Welt, in der „Vollendet“ spielt ist im Grunde noch genauso wie im ersten Band. Die Menschen wollen nicht auf ihre neuen (Körper)Teile verzichten, denn dafür sind Wandler nun mal da: Um den „besseren“ Menschen das Leben leichter zu machen, wenn sie verletzt sind.
Wandler haben es nicht verdient zu Leben und sollen das einfach akzeptieren. Punkt. Darüber wird nicht diskutiert. Der Wiederstand setzt sich zwar für die Wandler ein, doch nur soweit wie sie ein Haus werfen könnten.
Die Kinder sind auf sich gestellt und dadurch, dass das Umwandlungsalter auf 16 gesenkt wurde, geht es ihnen eigentlich schlechter als vorher. Den Teilepiraten ist es egal, ob die 16 oder 18 sind, ob sie überhaupt umgewandelt werden sollen oder nur abgehauen sind. Kinder zwischen 13 und (nach oben offen) bedeuten Geld.
Mehr nicht.
Und mehr passiert auch nicht.
Wo im ersten Band das Hauptaugenmerk auf der Unmenschlichkeit der Menschheit lag, geht es um zweiten Teil fast ausschließlich um die zwischenmenschlichen Beziehungen und die Fehler, die gemacht werden.
Durch Starkey wusste ich, worauf das alles hinausläuft und vielleicht lag es daran, dass sich die ersten 150 Seiten gezogen haben, wie eine aufgeweichte Teerstraße im Hochsommer.

Vielleicht lag es aber auch an dem sehr speziellen Schreibstil, den der Autor an den Tag legt. Im ersten Band hat er mich noch nicht mal gestört, aber hier hatte ich manchmal das Gefühl, als wäre den Figuren in einer Szene langweilig.
Die Erzählweise ist zu Anfang sehr nüchtern, fast schon kalt und abweisend. Ich musste mich an diesem Punkt wirklich zum Weiterlesen zwingen. Aber, trotz aller Zweifel, hat es sich gelohnt. Ratz Fatz fand ich mich auf Seite 400 wieder und wunderte mich, wo die Zeit geblieben war.
Sobald ein alter Bekannter auf der Bildfläche erscheint nimmt die Geschichte an Fahrt auf und wird zu einer brisanten Achterbahnfahrt gegen die Zeit.

Cam sorgt dafür, dass der Leser geistig nicht verhungert und bringt somit, genug gedanklichen Sprengstoff in die Geschichte ein. Wie gesagt, der Showdown war für mich klar, lässt aber durchaus noch genug Spielraum, um die ganzen losen Fäden im dritten Teil wieder aufzunehmen. Das Ende, also das letzte Kapitel, bringt Widererwartens noch eine Menge Überraschungen mit sich und sorgt dafür, dass der lahme Anfang etwas in Vergessenheit gerät.

Die Rezension zu „Vollendet – Der Aufstand“ fällt kürzer aus. Nicht, weil ich nichts zu sagen hätte, sondern weil in meinen Augen einfach nicht viel passiert. Die Charaktere von Connor, Risa und Lev entwickeln sich weiter, wofür die Gegenspieler sorgen. Viele Szenen spielen auf dem Flugzeugfriedhof, während Lev unterwegs ist oder Risa sich mit Cam herumschlägt. Wie die Welt als solche sich entwickelt geht ein bisschen unter und obwohl man als Leser ein paar Hintergrundinfos bekommt, tappt man doch vollkommen im Dunkeln.

Ich als Leser sah immer nur die Seite der Wandler bzw. des Wiederstandes, finde aber, dass es der Geschichte durchaus gut getan hätte, wenn hier und da ein paar Szenen der Regierung oder der Umwandlungsbefürwortern enthalten gewesen wären. Ein Blick hinter die Kulissen, sozusagen. Die Motivation hinter der Geschichte ist noch immer Gesellschaftskritisch und spitzt sich durch Cam auch noch zu.
Aber er ist auch das Einzige, was diese von Umwandlung beherrschte Welt hervorgebracht hat. Die Wandler kämpfen um ihr Überleben, was –tut mir leid- auf Dauer langweilig wird. Denn dass sie das machen, war schon im ersten Teil klar. Wenn auch durch Starkey das Ende im Grunde verraten wurde, habe ich nach dem Lesen der Geschichte keinerlei Ahnung, was mich im dritten Band erwarten könnte.

Mein Fazit:
Meine Erwartungen bei „Vollendet – Der Aufstand“ waren hoch. Sehr hoch. Leider etwas zu hoch. Der Anfang konnte mich nicht überzeugen. Langatmig und distanziert erklärt der Autor dem Leser, was passiert, anstatt es die Figuren erzählen zu lassen. Ab einem bestimmten Punkt ändert sich das dann plötzlich und die Geschichte riss den Leser wirklich mit.
Aber dadurch, dass ich schwer in die Geschichte reinkam und auch eine neue Figur wirklich überflüssig fand, hat es mich nicht vom Hocker gerissen. Die Fortsetzung als solche ist wichtig für die gesamte Geschichte, aber ein bisschen mehr Spannung hätte nicht geschadet. Für Dystopie-Liebhaber sicherlich nicht zu verachten, aber für mich dann doch nicht „die Eine“ unter den Dystopie-Geschichten.

Bewertung:
„Vollendet – Der Aufstand“ bekommt von mir 4 von 5 Marken. Auch wenn das Ende mit interessanten Informationen aufwartet, macht es den lahmen Anfang nicht wieder gut.

Es grüßt
~ Tilly Jones
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht ganz so gut wie Band 1, aber ein würdiger Nachfolger, 27. September 2013
Rezension bezieht sich auf: Vollendet - Der Aufstand (Gebundene Ausgabe)
Vollendet – Der Aufstand ist der zweite Band der Vollendet Trilogie. Für die folgende Rezension setze ich Band 1 als bekannt voraus, anderenfalls könnten Spoiler vorhanden sein.

Worum geht’s?
Nachdem Connor, Risa und Lev dem Ernte-Camp und somit ihrer Umwandlung entkommen konnten, ist viel passiert.
Connor leitet mittlerweile den Friedhof und befreit weiterhin Jugendliche, die umgewandelt werden wollen. Auch Risa ist als Sanitäterin eine große Hilfe auf dem Friedhof und Lev steht seit den Ereignissen im Ernte-Camp unter Hausarrest.

Doch die drei Charaktere sind nicht die einzigen, die wir kennenlernen werden. Starkey, ein Storch und Querulant wie er im Buche steht; Miracolina, ein Zehntopfer, das unbedingt umgewandelt werden möchte und der einzigartige Cam begleiten uns im Kampf gegen die Umwandlung.

Meine Meinung
Band 1 der Vollendet Trilogie hat mir unheimlich gut gefallen und so war ich natürlich sehr gespannt, ob der zweite Band mithalten konnte.

Vollendet – Der Aufstand ist überraschend, voller Wendungen und fast genauso gut wie der erste Band.

Im ersten Band faszinierte mich die Grundidee Shustermans und die Tatsache, dass diese Idee selbst in unserer realen Zukunft vorstellbar wäre. In Band 2 liegt der Fokus logischerweise nicht mehr so sehr auf der Umwandlung, sondern auf den Jugendlichen, die versuchen solange zu “überleben” bis sie nicht mehr umgewandelt werden können.
Dies ist aber nicht der einzige Fokus, den Shusterman legt. Er kommt mit einer weiteren Überraschung daher, die mich gleichzeitig angeekelt und fasziniert hat. Lasst euch überraschen.

Im gewohnt flüssigen,einfach zu lesenden, aber alles andere als anspruchslosen Schreibstil führt uns der Autor durch eine Welt, bei der ich immer noch sehr froh bin, sie nicht selber erleben zu müssen.

Spannend, größtenteils unvorhersehbar und mit neuen Aspekten konnte mich Vollendet – Der Aufstand fast genauso begeistern wie der erste Band. Warum nur fast? Shusterman konnte mich mit Band 1 einfach mehr schocken und auch emotional packen. Auch hier in Band 2 musste ich eine Träne vergießen, doch im Vergleich zum ersten Teil war ich emotional weniger involviert, daher gibt es einen Stern Abzug.

Fazit
Shusterman schafft es auch mit Vollendet – Der Aufstand mich als Leserin zu packen und auch erneut zu schocken.
Der zweite Band ist ein würdiger Nachfolger, der mich allerdings nicht ganz so überzeugen konnte wie der erste Band und doch kann ich den Abschluss dieser Trilogie gar nicht mehr erwarten und hoffe, dass dieser bald hier in Deutschland erscheinen wird.
Von mir gibt es trotz kleiner Kritikpunkte eine klare Kauf- und Leseempfehlung, besonders, wenn euch der erste Band schon gut gefallen hat.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein mehr als würdiger zweiter Teil - Der Hammer!, 6. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Vollendet - Der Aufstand (Kindle Edition)
Noch einmal zur Erinnerung:

“Vollendet” ist die Geschichte von Connor, Risa und Lev, die in einer für uns unvorstellbaren Welt in einer komplett neuen Ordnung leben. In dieser Welt gilt das Gesetz der “Charta des Lebens”, welches besagt, dass Eltern ihre Kinder im Alter zwischen 13 und 18 Jahren jederzeit rückwirkend abtreiben und somit für immer loswerden können. Dabei sind die Gründe für die Entsorgung der Kinder jeweils unterschiedlicher Natur.
Connor wurde seinen Eltern auf Dauer einfach zu unbequem. Risa, ein Waisenkind, soll aus Kostengründen verschwinden und Lev ist ein sogenanntes Zehntopfer, dessen Bestimmung aus vermutlich religiösen Gründen bereits seit seiner Geburt feststand. Alle drei teilen das gleiche Schicksal. Sie erwartet der Abtransport in ein Ernte-Camp, wo ihre Körper zu fast 100% für interessierte Käufer wiederverwertet werden sollen.

Bereits dieser erste Teil begeisterte und fesselte mich, so dass ich mich gar nicht lange bitten lassen musste, auch den zweiten Teil zu lesen.

Inzwischen hat sich in der Welt unserer drei Protagonisten einiges getan.

Risa gilt als Behinderte und darf nicht mehr umgewandelt werden. Levs Organe sind kontaminiert, so dass auch er die Gefahr der Umwandlung nicht mehr fürchten muss. Connor ist für die Öffentlichkeit tot und somit auch kein Kandidat mehr für eine Umwandlung.

Inzwischen wurde das höchstmögliche Alter für eine Umwandlung auf 16 Jahre herabgesetzt. Einerseits müssen die Kids nun zwei Jahre weniger um ihr Leben bangen. Andererseits werden die Organe knapp und dementsprechend floriert die Piraterie unter den Händlern.

Die Geschichte wird insgesamt durch drei weitere Protas in Form von Miracolina, Starkey und Cam ergänzt. Diese drei treffen über kurz oder lang auf unsere guten Bekannten aus dem ersten Teil. Damit fließt dann wieder alles zu einem Ganzen zusammen. Und dieses Ganze hat es wieder gehörig in sich.

Bereits im ersten Teil hatte mich die emotionale Tragweite dieser Dystopie mit Pauken und Trompeten vom Platz gefegt. Ganz ehrlich, ich habe mich mit einer hochgezogenen Augenbraue an Teil zwei begeben, weil ich dachte: Ach, wieder so ein Lücken füllender zweiter Teil, der nur geschrieben wurde, um Teil drei einzuläuten. Aber nichts von alledem. Dieser Teil steht dem ersten in nichts nach. Im Gegenteil.

Auch hier erschlägt Neal Shusterman den Leser wieder mit einer atemberaubend gut geschriebenen Geschichte, tollen Charakteren und einer Fülle an Emotionen, die einen während der gesamten Lektüre permanent am Wickel haben. Kritik am Schreibstil, in den man sich angeblich nur schwer hineinfinden kann, kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Auch in diesem Teil fand ich kinderleicht in die Geschichte hinein und nur schwer wieder hinaus.

Fazit:

„Vollendet – Der Aufstand“ von Neal Shusterman ist ein mehr als würdiger zweiter Teil der Trilogie, der, abgesehen vom eher langweiligen Covermotiv, richtig tief geht. Diese Dystopie, die eher für Jugendliche angedacht war, ist selbst für Erwachsene mitunter harter Tobak. Wer gerne mal Abseits vom Splatter-Horror eine wirklich mitreißende und aufwühlende Geschichte lesen möchte, ist mit „Vollendet“ sehr gut bedient. Dieses Buch ist ein nervenzerfetzender, hemmungslos emotionaler Pageturner.

Diese Rezension kann auch auf meiner Homepage gelesen werden.
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Vollendet - Der Aufstand
Vollendet - Der Aufstand von Neal Shusterman (Gebundene Ausgabe - 22. August 2013)
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