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Kundenrezensionen

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41 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. September 2002
Ich habe das Buch ein paarmal als Kind gelesen und war immer so gefesselt, das ich es an einem Tag verschlungen habe. Ich konnte es einfach nicht aus der Hand legen, so tief berührt hat mich die Geschichte um Giorgio und die anderen schwarzen Brüder. Das Buch beginnt im Tessin. Giorgio wird von seinen eigenen Eltern als Kaminfegerjunge nach Mailand verkauft, als diese in ihrer Not nicht den Arzt für die Mutter bezahlen können. Geschildert werden die abenteuerlichen Umstände, unter denen er als Kaminfeger nach Mailand kommt, die unmenschlichen Schikanen, denen die kleinen Jungen während ihrer Arbeit in den engen rußigen Kaminen ausgesetzt sind und auch bei ihren Meistern, die sie oft genug noch hungern lassen und schlagen. Rückhalt findet Giorgio bei der herzensguten Angeletta (Engelchen), der Tochter seines Meisters, und in der Gruppe der schwarzen Brüder, der Bande um Alfredo, die mit Freundschaft und Solidarität die schweren Zeiten durchstehen. Tragisch der Tod Angelettas und Alfredos. Da wird ein gutes, hoffnungsfrohes Ende zur logischen Konsequenz, um die lesenden Kinder nicht ganz durch die Düsternis in den Arbeitervierteln der damaligen Zeit und den schrecklichen unmenschlichen Qualen der Kinder zu verschrecken. Giorgio kehrt heim und findet sein eigenes Glück - mit Bianca, der Schwester Alfredos.
Das Buch bleibt in seiner Problematik hochaktuell - daher wundert es mich, dass ich gerade dieses Buch im Archiv der Bücherei ausleihen musste! Das 19. Jahrhundert in Europa ist in dieser Hinsicht weitgehend zurückgelassen worden, aber in anderen Teilen der Welt leiden tagtäglich genug Kinder. Und ich denke, in der schnelllebigen heutigen Zeit dürfen die Kinder und Jugendlichen des 21. Jahrhunderts mit ihren Zivilisations-krankheiten und der sich breitmachenden Langeweile auch noch einen Blick in andere Jahrhunderte tun. Nicht alles spielt sich in einer fiktiven unrealistischen Cyberwelt ab.
In der "Chronik des 20. Jahrhunderts" fand ich jedenfalls einen kurzen Artikel aus dem Jahre 1906. Berichtet wurde über eine "Auktion der Hütekinder", die in Ravensburg stattfand. Dort wurde sechs- bis achtjährige, vielleicht auch wenig ältere Kinder als Erntehilfen versteigert. Sie warnten sich gegenseitig vor besonders brutalen Bauern, indem sie mit Kreide Kreuze auf deren Rücken malten. - Lang her sind ähnliche Schikanen in Deutschland nicht...
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Mai 2001
Die Autorin schreibt eine äußerst spannende, historisch fundierte Geschichte über die "lebenden Kaminbesen" - also kleine Jungen, die von ihren armen Familien an Kaminkehrer verkauft wurden, bei denen sie oft unter schlimmsten Bedingngen leben und arbeiten mußten und nicht selten an den Folgeerkrankungen ihrer rußigen Arbeit oder der mangelhaften Ernährung starben. Einziger Trost für diese Jungen war ihr geheimer Bund - "Die schwarzen Brüder". Das Buch gibt Kindern und Jugendlichen einen fesselnden Einblick in eine Zeit, in der Kinderarbeit völlig selbstverständlich war; aber auch lesebegeisterte Erwachsene werden das Buch erst nach der letzten Seite wieder weglegen können!
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Mai 2001
Ich gebe zu, ich bin Fan von Kurt Held/Lisa Tetzner. Sozialkritische Jugendliteratur, die nicht in weinerlichem Ton über die ach so schrecklichen Verhältnisse untergeht, die historisch aufklärt aber keinen Geschichtsunterricht in dürftige Stories verpackt, die mit Werten wie Freundschaft und Treue und Themen wie Gewalt und Neid umgeht ohne in einen moralinsauren Erzieherton zu verfallen. Stattdessen: dramatische, packende Lektüre die die Lebensdauer der Taschenlampenbatterien auf die Probe stellt, weil es erst dann auch unter der Bettdecke dunkel wird...
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die Geschichte von Giorgio, dem Sohn armer Tessiner Bergbauern, der Mitte des 19. Jahrhunderts von seinen Eltern nach Mailand verkauft wird, um dort als lebendiger Kehrbesen durch die Kamine zu klettern, ist eine sehr spannende und erschütternde Geschichte, die sich die Jüngeren vielleicht am Besten zusammen mit den Eltern anhören. Zur Geschichte selbst möchte ich hier gar nicht mehr so viel beitragen, das haben andere hier schon getan. Über die Umsetzung als Hörbuch möchte ich ein bisschen meckern: was nicht so schlimm ist, ist eigentlich dass die Hauptpersonen, Kinder von 12-14 Jahren, durchweg alle wesentlich älter klingen -ok mit 12 hat man vielleicht auch noch keine vernünftige Sprecherausbildung - Ausserdem finde ich die Frau vom Kaminkehrer und Zitrone zu stark überzeichnet, das wirkt vielleicht auf den ein oder anderen lustig, aber auf mich wirken die verstellten Stimmen im Zusammenhang mit dieser sonst sehr realistisch dargestellten Sory eher lächerlich und unpassend. Das hat dem Hörbuch auf jeden Fall für mich einen Stern gekostet, noch mehr wäre dann vielleicht auch ungerecht, denn sehr gelungen finde ich die musikalische Untermalung und die Geräusche, die sehr realistisch wirken, hinzukommt Ulrich Pleitgen als sympathischer Erzähler. Die Geschichte ist auch sehr spannend umgesetzt. Fazit: Spannendes Hörbuch, spannende Vorlage, manche Figuren sind übertrieben ausgearbeitet
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Mai 2001
Ein wundervolles spannend und phantasievoll geschriebenes Kinder- und Jugendbuch. Zwar wird die leider zeitlos brisante Problematik des Kinderhandels, der Kinderarbeit und Sklaverei behandelt, doch siegen Werte wie Miteinander, Solidarität und Freundschaft (keine Depri-Literatur). Wer die viel bekanntere Rote Zora kennt, wird auch dieses Buch lieben, wer sie nicht kennt, hat gleich zwei Bücher dringend nachzuholen...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. Januar 2014
Ein wenig verwundert muss ich eingestehen: Dieser großartige Jugendbuch-Klassiker von Kurt Kläber (Kurt Held) und seiner Frau Lisa Tetzner, der aus Gründen 1940/41 nur unter dem Namen L.T. im Schweizer Sauerländer-Verlag veröffentlicht wurde, ist in meiner Leserjugend völlig an mir vorbeigegangen. Aufmerksam auf ihn wurde ich erst durch die Ankündigung seiner Verfilmung.

Die Geschichte vom Tessiner Bergbauernsohn Giorgio, der von seinem Vater aus bitterer Not als Kaminfeger nach Mailand verkauft wird, dort viel Schlimmes, aber auch Gutes erlebt und der nach vielen Jahren als Lehrer in sein Heimatdorf zurückkehrt, ist derart spannend erzählt, dass ich die knapp 500 Seiten im Lektüreschnellgang las. Als Folie der Handlung dienen die kenntnisreichen Beschreibungen der Lebensumstände in verschiedenen Klassen des 19. Jahrhunderts.

Ungeduldig erwarte ich nun die für Ende Januar 2014 angekündigte DVD. 25 beigegebene Filmfotos vermitteln einen ersten Eindruck.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Dezember 2003
Lisa Tetzner erzählt uns von der ersten bis zur letzten Seite spannend und mitreißend die Geschichte von Gorgio und seinem Schicksal als Kaminfegerjunge in Mailand, die Geschichten seiner Freunde, sein Weg, die Flucht und sein weiteres Leben.
Sehr empfehlenswert und einfach nur schön!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Das Buch habe ich selber vor vielen Jahren immer und immer wieder gelesen und fand es damals schon beeindruckend und trotz Allem, was dort auch an Schrecklichem geschah, fand ich es auch wunderschön. Mit Sicherheit ist es auch heute noch wichtig, nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, was früher üblich war und die zeitlose Botschaft dieses Buches zu Freundschaft und Gemeinschaft ist nach wie vor aktuell, aber - das Buch wird korrekterweise erst ab 12 empfohlen, während das Hörbuch für die Altersklasse 8 bis 10 empfohlen wird - davon kann ich nur abraten. 8 Jahre wäre mir für eine derartig beeindruckende Lektüre viel zu jung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Dieses Buch wurde von Lisa Tetzner und ihrem Mann Kurt Held (Die Rote Zora) in den 1940er Jahren geschrieben, hat aber nichts von seiner Aktualität verloren. Erzählt wird die Geschichte von Giorgio, der aus wwirtschaftlicher Not vom Tessin nach Mailand als Kaminfegerjunge verkauft wird. Der Kinderhändler gibt Giorgio an einen unbarmherzigen Kaminfegermeister weiter, für den der Junge von nun an schuften muss. Trotz gefährlicher Arbeit, Elend und Not halten die Kaminfegerjungen in ihrem Bund der "Schwarzen Brüder" zusammen und bewahren sich durch ihre Gemeinschaft ein Stück Lebenswürde. Dank der Hilfe eines Erwachsenen werden schließlich die unwürdigen Lebensumstände der Jungen beendet, der Kinderhändler gefasst und verurteilt. Giorgio kehrt als Lehrer in sein Heimatdorf zurück, mit der Schwester seines verstorbeenen Freundes als seine Frau.

Die Geschichte ist spannend und gut erzählt, das große Plus liegt aber in der realistischen Schilderung des Leidens der Kinder. Dies geschieht immer so, dass es zwar durchaus beklemmend zu lesen ist, man als Leser aber durch die Solidarität der Kinder und ihre Freundscchaft kaum daran zweifelt, dass alles ein gutes Ende nimmt. So kommen auch Jugendliche gut durch diese, an sich schwer verdauliche Lektüre, durch.

Auch heutzutage gibt es Kinderarbeit, müssen Kinder knechten und leiden. Noch vor hundert Jahren war das bei uns ebenfalls "normal". Der Verdienst dieses Buches ist es, dass man zwar an diese "schlimmen Zeiten" erinnert wird, man aber trotzdem am Ende der Geschichte das Buch nicht völlig deprimiert, sondern voller Zuversicht zur Seite legt. Ein zeitloses und realistisches Jugendbuch ab 12 Jahren, mit packender Geschichte und einem guten Ende!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Mai 2001
Mir hat dieses Buch sehr gefallen, da es das Schicksal der jungen Kaminkehrer sehr gut darstellt, in einer leicht begreiflichen Sprache sehr spannend geschrieben ist.
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