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TOP 100 REZENSENTam 9. Oktober 2012
Was könnte ich denn bitte von Herrn Gauck schon lernen?
Wie lautet der Titel des Buches? „Vom Pastor zum Präsidenten“
Jeder der sich als Christ bezeichnet, sollte sich zunächst einmal mit dem Namensgeber Jesus Christus beschäftigen. Jeder der dies ernsthaft tut, wird zu der Erkenntnis kommen, dass sich Jesus nie in die Politik eingemischt, geschweige denn ein politisches Amt angenommen hat.
Zum anderen sollte sich jeder der sich als Christ bezeichnet, auch mit den Grundsätzen die Jesus vermittelt hat, beschäftigen. Herr Gauck hat ja einmal Theologie studiert - Theologie bedeutet übertragen „Die Lehre von Gott“, und die Lehren vom Inhalt des christlichen Glaubens und seinen Glaubensdokumenten.
Ein Christ, der Herr Gauck ja sein möchte, vor allem da er ja auch Pastor war und Theologie studiert hat, sollte eigentlich wissen wie Gott über die Ehe denkt. Und egal ob andere an Gott oder die Bibel glauben, sollte doch zumindest derjenige der sie studiert hat und anderen gelehrt hat, wissen was sie darüber sagt. Wenn so jemand dann von seiner Frau getrennt lebt, und mit einer neuen Partnerin in wilder Ehe lebt, der „beleidigt“ jeden echten Christen dem das Wort Gottes etwas bedeuten und der die moralischen Werte Gottes schätzt. Aber wie heißt ja das Buch nochmals „Vom Pastor zum Präsidenten“! Nun, er ist ja jetzt kein Pastor mehr, also braucht er wohl auch die Werte die er mal gelernt und weitervermittelt hat nicht mehr halten, denn sonst würde er anders handeln und leben.
Tja, ich hatte ja zumindest kurz die Hoffung, dass er, bevor er zum Präsidenten ernannt wird und ins Schloss Bellevue einzieht diese Sache regelt, sich ordentlich scheiden lässt und seine neue Lebensgefährtin heiratet. Aber auch hier hat Herr Gauck nur halbe Sachen gemacht.

Für mich ist Herr Gauck weder als Christ oder Pastor noch als Präsident ein Vorbild!
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Dies ist keine Biographie unseres derzeitigen Bundespräsidenten im eigentlichen Sinne, sondern zu einem recht wesentlichen Teil die historisch zwar nicht unwichtige, aber letztlich doch ziemlich gestrige Geschichte des Zustandekommens der Stasiunterlagenbehörde in Berlin (damals Gauck-Behörde genannt, weil er der erste Leiter dieser Institution war). Autor Norbert Robers erweist sich zudem als recht kritikloser Gauck-Anhänger, der dem liberal-konservativen Weltbild des früheren Rostocker Pastors augenscheinlich sehr nahe steht. Eine weitere Schwäche besteht darin, dass Robers Blick auf Gauck und alle weiteren Personen und Geschehnisse nicht der eines Insiders ist, sondern sich zuallermeist lediglich auf öffentlich zugängliche Quellen beruft.

Natürlich erfährt man als Leser so einiges über Person und Persönlichkeit des Protagonisten, doch besonders tief geht das alles nicht. Außerdem stellt sich die Lektüre der gut 250 Seiten schon recht früh als relativ zähflüssig dar. Man könnte auch sagen, dass der Schreibstil des Autoren so trocken wie Knäckebrot ist. Ich habe mich jedenfalls nur mit einiger Mühe durch das Buch hindurch gearbeitet.

Fazit: knapp drei Bewertungssterne.
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am 12. Mai 2013
Was soll man von Biografien halten, die in Zusammenarvbeit mit dem Objekt der Beschreibung entstanden sind? Nichts, das beweist dieses Buch für mich. Keine kritische Auseinandersetzung mit Gaucks Rolle in den 90er Jahren als oberster Stasi-Inquisitor. Schade!
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am 21. April 2012
Das Buch ist eine politische Biographie, die auch ein paar Seiten zur Kindheit enthält, aber praktisch gar nichts über das Privat- und Familienleben. Zu der doch immerhin bemerkenswerten Konstellation, dass ein Bundespräsident verheiratet ist und Familie hat, aber eine andere Frau als unsere First Lady agiert, wird nichts erklärt, außer "und das ist gut so".

Die langsam politischer werdende Zeit in der DDR und das Werden zum Bürgerrechtler in Rostock werden spannend erzählt. Das gilt auch für das Kapitel zur Wende. Die Kapitel über die Arbeit der Gauck- Behörde fand ich, obwohl geschichtlich und zeitgeschichtlich interessiert, dann nicht mehr so spannend. Die Geschichten um die IM- Tätigkeiten von Manfred Stolpe und Gregor Gysi sind auch so hinlänglich bekannt und da habe ich dann auch schon sehr auf ein bißchen zum Privatleben Erzähltes gewartet.

Das letzte Kapitel mit der aktuellen Präsidentschaftskandidatur und der Wahl ist hinten dran geschrieben, um nicht zu sagen "geklatscht". Da merkte man, dass es schnell gehen musste, auch wenn der Preis der Taxifahrt zum Kanzleramt nach dem Anruf der Kanzlerin vermerkt wird.

Das Buch ist flüssig geschrieben und läßt sich gut lesen.

Ein weiteres Manko, für das ich aber keinen Stern zusätzlich abgezogen habe, ist, dass es keine Kindle- Edition gibt. Die Fotos aus dem Mittelteil waren ohnehin größtenteils in schwarz- weiß und die wenigen Farbaufnahmen, hätten mir auch in schwarz- weiß genügt. Das kann kein Grund sein, dass man das Buch als unhandliches Papierbuch lesen muss, statt bequem und mobil und vor allem ohne nachher das Buch herumliegen zu haben, auf dem Kindle.
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am 13. Oktober 2013
Der Titel ist bis auf das Wort Biografie ok. Wer allerdings über den Menschen Gauck etwas mehr erfahren möchte, der wird enttäuscht sein. Das Buch ist eine politische Ausarbeitung über die DDR!
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am 10. November 2013
Buch enthält keine neuen Fakten - und verschweigt wohl auch einige. Hätte mir also wesentlich mehr an persönlichen Informationen gewünscht.
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VINE-PRODUKTTESTERam 31. März 2012
Norbert Robers schreibt über Lebenskrisen und Schlüsselsituationen des gerade eben zum Bundespräsidenten gewählten Joachim Gauck. Über sieben Jahre beobachtet ihn der Autor. Sowohl Robers als auch Gauck nehmen dabei kein Blatt vor den Mund sondern gehen an die Substanz eines Lebens, dass trotz enger Systemgrenzen der ehemaligen DDR und ihrer Stasiorganisation mit innerer Freiheit gelebt wurde. Der Anlass für das Buch war ursprünglich eine Auftragsarbeit für den Focus, indem der Namensgeber der sogenannten Gauck-Behörde portraitiert werden sollte. Während dieser Zeit gab es immer wieder persönliche Kontakte zwischen dem Autor und Joachim Gauck. Daraus ist eine Biografie entstanden, die den Finger in die Wunden des ehemaligen DDR-Systems legt und verblüffend ehrlich über Höhen und Tiefen eines außerordentlich spannungsvollen Lebens berichtet. Die Erstauflage der Biographie wurde bis 2005 verkauft. Sie ist aus aktuellem Anlass ergänzt worden und jetzt in 2. Auflage erschienen.

Im ersten Kapitel geht es u.a. um Erfahrungen in der Heimat während seiner Schul- und Studienzeit. Joachim Gauck verhält sich in jungen Jahren nicht systemkonform und nach den Spielregeln des Systems wurden ihm entsprechend Steine in den Weg gelegt. Sein Schuldirektor bescheinigt ihm, dass er sich "im Stadium kritischer Auseinandersetzung mit der Umwelt befinde" und "bei richtiger erzieherischer Erziehung ist er durchaus entwicklungsfähig". Daraus resultierte eine Ablehnung seines Wunschstudienganges Germanistik.
Die spätere Zulassung für das Studium der Theologie war eine Chance, überhaupt studieren zu dürfen.

Gauck heiratet bereits mit 19 Jahren. Noch während seiner Studienzeit bekam seine Frau in den Jahren 1960 und 1962 jeweils einen Sohn. Das Studium der Theologie erwies sich aufgrund der geforderten Sprachseminare als schwieriger als erwartet und wurde streckenweise vernachlässigt. In Verbindung mit der Verantwortung als Familienvater kam es gegen Ende des Studiums zu Erschöpfungszuständen (heute würde man Burnout sagen). Zweimal musste eine Verlängerung der Studienzeit beantragt werden, um nicht zu scheitern. Beim zweiten Antrag wurde ein Attest eingefordert. Ein Neurologe bescheinigte ihm, dass der stets nervös wirkende Patient Schwierigkeiten habe "sich den nötigen Lernzwang aufzuerlegen" und "als abnorme Persönlichkeit zu betrachten sei". Zur Recht wird im Buch angemerkt, dass es demnach auch im Osten Fachärzte gab, die Lebenskrisen mit pathologischen Fällen verwechselten.

Es folgt ein Kapitel über die Zeit als Pastor im sozialistischen Deutschland. Wie ein roter Faden zieht sich Gaucks Auseinandersetzung mit den systemkonformen Kräften durch sein Leben. Angesichts der Überwachungspolitik in der DDR nahm er schon damals kein Blatt vor dem Mund und so heißt es in einer politisch-operativen Bewertung: "Joachim Gauck spielte gerne mit dem Teufel. Er überschritt bewusst Grenzen, um den Zuhörern die Augen zu öffnen." Aufgrund seiner mittlerweile beachtlichen Prominenz, fühlte er sich dennoch vor radikalen Maßnahmen wie Verhaftungen geschützt.
Ende des Jahres 1985 nach vier Jahren als Stadtjugendpastors meinten die Stasi-Offiziere, dass dank der eingeleiteten Zersetzungsmaßnahmen "eine wirksame Einschränkung der antisozialisitsch-feindlichen Aktivitäten" des Gegenspielers erreicht wären. Trotz aller Euphorie erschien der Stasi jedoch eine Gewinnung zur inoffiziellen Zusammenarbeit nicht zu erwarten. Der Feind wisse, dass er im Blickpunkt der Sicherheitsorgane stünde. Gauck selber meinte zu dem damaligen Geschehen: "Ich war nie ein Fundamental-Oppositioneller, aber nicht weil es an Mut mangelte, sondern weil ich es für taktisch unklug hielt."
Die Unfähigkeit, die eigene Bevölkerung im Land zu halten, bewertete Gauck als Armutszeugnis. Dieses Werturteil dürfte damit zusammenhängen, dass seine Söhne Martin und Christian seit 1984 ihre Ausreise aus der DDR anstrebten. Christian Gauck wurde wie fast allen Pastorenkindern der Zugang zur Erweiterten Oberschule verweigert.

Es folgen Kapitel über die Wendezeit: der Pastor als Politiker, das Ende des Geheimdienstes, Kampf mit den Akten.

Das letzte Kapitel über den politischen Missionar (Pastor, Bürgerrechtler, Behördenleiter, Demokratielehrer) beginnt mit dem 19. Februar 2012 auf der Berliner Stadtautobahn. Gauck antwortet per Handy auf die Frage nach der Amtsübernahme: "Okay, ich bin einverstanden. Ich mache das" und bittet anschließend den verdutzten Chauffeur ihn direkt zum Bundeskanzleramt zu fahren. Wir lernen daraus, man muss nicht immer große Worte machen, um ein großes Amt zu übernehmen. Nachdem Gauck im zweiten Anlauf das Amt des Bundespräsidenten eingenommen hat, ohne sich danach zu drängen, reist er "fortan durch die Welt als Aufklärer, Mahner und Seelendoktor" schreibt Norbert Robers. Wie er auf den Seelendoktor kommt, vermag ich nicht zu ergründen. Vielleicht liegt es daran, dass Joachim Gauck trotz seiner anfänglichen Zurückhaltung gegenüber der Theologie eine exzellenter Redner geworden ist, was keineswegs ein mit dem Pastorenamt verbundener Automatismus ist. Medienpreise wie die Goldene Henne belegen, dass unser neuer Bundespräsident ein exzellenter Rhetoriker ist und seine Biografie belegt, dass er mit der Wahrheit nicht hinter dem Berg hält sondern zu dem steht was er tut - auch wenn es nicht immer für alle Beteiligten bequem sein sollte.

Ein ausführlichen Bildteil mit Motiven aus der Jugend, seiner Ehefrau Hansi, der Kirche in Lüssow bis hin zu politischen Begegnungen über alle Parteigrenzen hinweg und Bilder von Auszeichnungen wie beispielsweise nach der Verleihung des Medienpreises Goldene Henne, 2010 ergänzen den Textteil sinnvoll. Eine Zeittafel sowie Bibliographie und Personenregister am Ende des Buches bezeugen die professionelle Arbeit des Biographen.

Fazit: Eine lesenswerte Biographie, die auf fundiertem Wissen basiert und in der jetzt zweiten, aktualisierten Auflage veröffentlicht wurde. Wenn man bisher keinen noch nicht viel über den Lebenslauf von Joachim Gauck weiß, eignet sich die Lektüre des Buches besonders, Verständnis für seine konsequente Orientierung an Freiheit und Verantwortung zu bekommen.
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am 15. Juli 2013
Ich lese gerne die Biographien interessanter Menschen. Da bot sich Herr Gauck förmlich an. Dieses Buch ist, wie schon ein paar Mal angedeutet, eine politische Biographie des Herrn Bundespräsidenten Gauck und mutet streckenweise an wie ein Geschichtsbuch. Dennoch und gerade deshalb sollte jeder Deutsche dieses Buch gelesen, um die Geschehnisse und das Leben in der DDR verstehen zu können. Die wenigen persönlichen Aussagen von J. Gauck als Wertung der Vergangenheit treffen das Leben in der ehem. DDR auf den Punkt genau und geben das Dilemma der ehem. DDR Bürger, in dem viele noch heute stecken mögen, genau wieder. Ich habe die eigentliche, persönliche Biographie "Winter im Sommer - Frühling im Herbst: Erinnerungen" noch nicht gelesen, doch nun bin ich sehr neugierig darauf.
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am 18. April 2012
Dieses sehr gut recherchierte und geschriebene Buch stellt meiner Meinung nach eine ausgezeichnete Ergänzung zu Joachim Gauck's Autobiographie dar.
Besonders die Ereignisse und Kräfteverhältnisse zur Zeit der Wende, die Interessens-Schwerpunkte und Strategien der beteiligten Personen und Gruppierungen, sowie Gauck's eigene Haltung und Rolle werden für mich sehr verständlich, gut nachvollziehbar und ausreichend kritisch dargestellt.
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am 30. März 2012
Es mag sein, dass der Autor Joachim Gauck gut kennt.
Aber zum jetzigen Zeitpunkt eine Biografie zu veröffentlichen, ist billig und offensichtlich nur daran interessiert, auf der Welle mitzuschwimmen, die Gaucks Wahl zum Bundespräsidenten ausgelöst hat.
Es ist unendlich öde, wie sich diese Herren untereinander immer wieder unter die Arme greifen, um gegenseitig ihren matriellen Wohlstand zu mehren.
Die Mechanismen, die hier angewendet werden, und die Zusammenhänge, warum das immer wieder funktioniert, wird in dem Buch Ökolution 4.0: Wirtschaftliche und gesellschaftliche Imperative in Zeiten ökologischer und ökonomischer Krisen trefflich beschrieben.
So, wie Gauck selbst seine Situation gnadenlos ausschlachtet, so tut es ihm Robers gleich.
Vielleicht ist genau das die Freiheit, von der Gauck immer wieder spricht. Die Freiheit, aus einer solchen Situation ein Geschäft zu machen.
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