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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einmalig schön - einmalig aufschlussreich ..., 31. Oktober 2012
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Zauberflöte: Ein literarischer Opernbegleiter. Mit dem Libretto Emanuel Schikaneders und verwandten Märchendichtungen (Gebundene Ausgabe)
Wusstet ihr, dass Goethe den zweiten Teil zur Zauberflöte geschrieben hat?

Die Zauberflöte ist als Stück nicht nur zauberhaft, sondern überhaupt rundherum bezüglich seiner Entstehungsgeschichte sehr interessant. Ich möchte euch davon berichten.

Daten zum Buch:
=============

Leinen mit Goldprägung,
fadengeheftet mit Lesebändchen

Inhalt und Gliederung:
=================

Beim Buch handelt es sich um einen Opernbegleiter – der auch wirklich in das Operntäschchen passen würde, wenn es denn mitnehmen möchte. Es ist aber gleichzeitig auch ein literarisches Werk, welches sich mit der Geschichte beschäftigt und das Libretto von Emanuel Schikaneder beinhaltet sowie verwandte Dichtungen betrachtet (Goethes zweiter Teil z. B.)

Herausgegeben ist das Büchlein von Jan Assmann.

Zuerst ist Oper „Die Zauberflöte“ in zwei Auszügen zu sehen.

Libretto: E. Schikaneder
Musik: W. A. Mozart

Wer war Emanuel Schikaneder?

(1751–1812)
Er ist ein aus Straubing stammender Theatermann und machte in Wien Karriere. Gemeinsam mit seinem Freund und Logenbruder Mozart gelang ihm mit der «Zauberflöte» ein Geniestreich. In seinem künstlerischen Rang zuweilen verkannt, trug ihm sein denkwürdiges Libretto letztlich dauerhaften Ruhm ein.
Quelle: [...]

200. Todestag Schikaneders war der 21. September 2012 !!!! Daher auch dieses selten umfassende Werk !!!! Eine – wie ich finde – wunderschöne Würdigung der Leistung dieses Menschen ….

Es beginnt mit einer einseitigen Auflistung der handelnden Personen und deren Stellung im Stück, geht weiter mit der Orchesterbesetzung, bis hin zu den Erklärungen für die Abkürzungen. Danach ist auf einer weiteren Seite die Reihenfolge der Musiknummern aufgezeigt.

Es geht dann los mit der Synopsis = Zusammenfassung (Erster Aufzug und Zweiter Aufzug).

Bevor es dann richtig los geht, sieht man auf einer Seite das Uraufführungslibretto der Zauberflöte aus dem Wien des Jahres 1791. Dieses Titelblatt ist in der Bayerischen Staatsbibliothek München zu sehen. Den ersten und zweiten Akt kann man komplett bis zur Seite 135 lesen.

Danach geht es im Inhalt weiter mit Erkärungen „Die Zauberflöte und ihr literarisches Umfeld“ – sehr interessante Erkenntnisse und sachliche Erläuterungen, die mir persönlich, die ich interessiert bin, aber kein Fachmann, sehr gut gefallen habe. Man versteht, was gesagt wird.

Im nächsten Kapitel kann man August Jacob Liebeskinds „Lulu oder Die Zauberflöte“ lesen. Liebeskind ist im Jahr 1758 in Weimar geboren und starb 1793. Er war ein deutscher Pastor in Oßmannstedt, Autor und Hauslehrer der Kinder Johann Gottfried von Herders. 1788 vermählte er sich mit Amalie Wieland, der jüngsten Tochter Christoph Martin Wielands. Liebeskind schrieb zahlreiche Märchen, die u. a. in Wielands Märchensammlung Dschinnistan erschienen sind. Das Märchen Lulu oder die Zauberflöte diente als Vorlage einiger Schauspiele und Opern.
Quelle: wikipedia entnommen

Ab Seite 203 kann man Christoph Martin Wielands „Der Stein der Weisen“ (oder auch genannt: Sylvester und Rosine) lesen. Dies entstammt aus der Märchensammlung „Dschinnistan“ von Wieland und wird auch „Die Zauberinsel“ genannt. Das Libretto stammt übrigens – wie auch bei der Zauberflöte von Emanuel Schikaneder und es gibt des weiteren Parallelen bezüglich der Personen, die an der Entstehung beteiligt waren. So war Wolfgang Amadeus Mozart der Mitkomponist des „Stein der Weisen“.
Weitere Parallelen sind, dass Johann Michael Kistler der Nadir im Stein der Weisen war und gleichzeitig der zweite Priester in der Zauberflöte und Anna Gottlieb war die Nadine im Stein der Weisen und die Pamina in der Zauberflöte – um nur einige zu nennen.

Weiter geht es mit Louis de Mailly`s „Der Zauberkönig“ – einem Märchen. (deutsche Erstübersetzung) Es folgen Abbé Jean Terrassons «Séthos» (Auszüge daraus) und „Der Orpheus-Mythos“ aus dem anonymen «L’ Ovide moralisé».

Diese Vielfalt der Märchen und Mythen rund um die Zauberflöte und seinen Librettisten spiegeln sehr umfassend, konkret und bildlich wider, was Schikander inspiriert haben muss. Ich finde diese Zusammenfassung einfach genial. Mir ist das Büchlein mehr oder wenig durch Zufall in die Hände geraten, aber ich bin so froh, dass ich es gelesen habe. Es ist so vielfältig und interessant, so aussagekräftig und spannend, so unterhaltsam und kurzweilig und vor allem bietet es sehr viele Informationen, ist also rundherum wertvoll für Leser, die sich für die Zauberflöte und alles drumherum interessieren.

Um es nicht zu vergessen, der zweite Teil der Zauberflöte – die Fortsetzung stammt von keinem Geringeren als J. W. v. Goethe.

1795 begann Goethe mit der Arbeit an der Weiterführung der „Zauberflöte“ von Mozart. Goethe schrieb nicht durchweg daran und so kam es, dass diese Fortsetzung „nur“ ein Fragment blieb, was – kann man lesen - darauf zurückzuführen ist, dass Goethe für dieses Werk keinen geeigneten Komponisten finden konnte, Er stellte seinerzeit Kontakte zu Paul Wranitzky her, aber auch das war nicht fruchtbar. Dann aber kann man lesen, dass Emanuel Schikaneder eine eigene Weiterführung geschrieben hatte und dafür schon einen Komponisten engagieren konnte. Ich finde diese ganze Geschichte drum herum äußerst interessant. Das alles wusste ich vorher noch nicht. Es ist also eine sehr erhellende und erleuchtende Lektüre, die zudem nicht nur sachliche Infos gibt, sondern auch spannend und unterhaltsam zugleich ist.
Ich empfehle das Büchlein uneingeschränkt – auch, weil es von der Gestaltung sehr edel ist.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das literarische Umfeld der Zauberflöte in edler Ausstattung, 11. Februar 2013
Von 
Gospelsinger (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Zauberflöte: Ein literarischer Opernbegleiter. Mit dem Libretto Emanuel Schikaneders und verwandten Märchendichtungen (Gebundene Ausgabe)
Die Zauberflöte ist die wohl bekannteste Oper von Wolfgang Amadeus Mozart und gleichzeitig die geheimnisvollste.
Dieses handliche Büchlein ist ein idealer Opernbegleiter, der zusammen mit dem Opernglas in die Abendtasche passt.
Neben dem Libretto Emanuel Schikaneders enthält der Band Beispiele des literarischen Umfelds der Zauberflöte.
In „Lulu oder Die Zauberflöte“ von August Jacob Liebeskind geht es wie im Libretto um einen Jüngling (ja, Lulu ist hier ein Männername!), einen Zauberer und eine Zauberflöte; Christoph Martin Wieland beschreibt in „Der Stein der Weisen“ Liebe, Trennung und Prüfung; „Der Zauberkönig“ von Louis de Mailly hat die Verschleppung einer jungen Frau zum Thema; die „Geschichte des Sethos“ von Abbé Jean Terrasson behandelt die ägyptischen Mythen, die auch in der „Zauberflöte“ eine zentrale Rolle spielen; und Johann Wolfgang von Goethe hat gar „Der Zauberflöte zweiter Teil“ begonnen.
Alle Motive der Zauberflöte sind auch in diesen Materialien enthalten, aber nirgendwo werden sie so meisterhaft miteinander verflochten wie im Libretto Emanuel Schikaneders und nirgendwo so genial musikalisch umgesetzt wie in der Komposition Mozarts.
Abgeschlossen wird der Band mit dem äußerst lesenswerten Essay von Jan Assmann über „Schikaneder, Mozart und die Zauberflöte“, in dem kompetent auf die Hintergründe dieser Oper eingegangen wird.
Die Zusammenstellung des Buches ist geschickt gewählt, und der Beitrag von Jan Assmann ist auch für diejenigen noch interessant, die sich mit den vielen Bedeutungen und Motiven in der Zauberflöte schon auskennen.
Zusammen mit der sehr edlen Ausstattung dieses wunderbaren Buches, mit der sich Manesse selbst übertroffen hat, sorgt der Inhalt für ein tieferes Verständnis dieser vielschichtigen Oper und ist daher genau das Richtige für jeden Opernfan.
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5.0 von 5 Sternen Geballtes Wissen verpackt in ein hübsches Büchlein, 13. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Zauberflöte: Ein literarischer Opernbegleiter. Mit dem Libretto Emanuel Schikaneders und verwandten Märchendichtungen (Gebundene Ausgabe)
Wer sich für Hintergründe und Entstehungsgeschichte der Zauberflöte interessiert, ist mit diesem Buch bestens versorgt.
Hervorragend finde ich die Zusammenstellung der Märchen und anderer Texte, die direkt oder indirekt die Zauberflöte beeinflussten, inklusive der tiefgehenden Beleuchtung der bekanntesten deutschen Oper durch den Herausgeber Jan Assmann.
Einen kleinen Minuspunkt erhält die Ausgabe wegen der kleinen Schrift und der fehlenden Info über Jan Assmann.
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Die Zauberflöte: Ein literarischer Opernbegleiter. Mit dem Libretto Emanuel Schikaneders und verwandten Märchendichtungen
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