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5.0 von 5 Sternen Eifersucht, Müßiggang und Liebe: ein französischer Klassiker, 28. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Ein Frauenherz: Roman (Gebundene Ausgabe)
Dieser Roman aus dem Ende des 19 Jahrhunderts behandelt eine romantische Liebesgeschichte. Eifersucht und Liebe im Konflikt zwischen Verantwortung und Mitgefühl geben der Geschichte einen heimlichen Glanz.

Die junge und früh verwitwete Juliette de Tillière verkehrt in der besten Gesellschaft. Abendliche Diners, eine treue Freundin und der stille Liebhaber Graf Henry de Poyanne darf man als erfreuliche Abwechslung in ihrem Leben vermerken.

In ausschweifender Weise werden die Räumlichkeiten und das Ambiente beschrieben, das ein gehobenes Bürgertum und den Adel auszeichnet. Gesellige Begegnungen bieten einen Blick in das Leben der reichen Schichten in Frankreich zum ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Damen widmeten sich alleine ihrem Wohlbefinden. Abwechslung bieten die Geschichten aus dem Alltagsleben, die kleinen Affären und vertraulichen Gespräche, in denen man Neuigkeiten austauscht. Vieles bleibt geheim, anderes ist offenes Geheimnis.
Madame de Tillière ist die zentrale Person, um deren Liebesleben sich eine lange Erzählung rankt. In ihr erfahren wir über ein geselliges Leben, das fernab unserer Vorstellungskraft von Wohlbehagen, gutem Einklang mit der Umgebung und einem festen Platz in der Gesellschaft berichtet. Das Liebesleben erfüllt die jungen Frauen ganz.
Die eine hat einen ungetreuen Gatten, die andere sieht, wie sich eine langjährige Liebschaft verändert. Gefühle, ihre Darstellung und Deutung nehmen fast allen Raum ein, so dass gelegentlich ein fester Handlungsstrang zu fehlen scheint. Ein Erzähler fügt jedoch die einzelnen Geschichten zusammen.
Als ein allseits mit Gerüchten umrankter Herr mit dem Namen Raymond Casal ins Spiel kommt, ist Juliette de Tillière hin und her gerissen zwischen Neugierde und Arroganz. Er gilt als Herzensbrecher und Parvenü. Ist er eine Eroberung wert? Da sie mit entwaffnender Schönheit und Charme ausgestattet ist, kann man sich denken, dass es alleine an ihr liegen wird, ob sie ihm Einlass in ihr Herz gewähren wird.
In diesem Roman wird die Frauenwelt zu Ende des 19. Jahrhunderts mit ihren Eitelkeiten, Verschwörungen, Heimlichkeiten, ihrem gehobenen Gesellschaftsrang und ihrem unermüdlichen Drang nach Ruhm, Anstand und Ehre beschrieben. Hin und her gerissen zwischen zwei liebenden Männern, die vor Eifersucht vergehen, kann sich Juliette für keinen von beiden endgültig entscheiden. Bis zum Überfluss und in vielfältiger Weise kann man an der Liebe und dem Leben der höheren Klasse teilnehmen. Psychologisch fein ausgearbeitet erschließt sich eine Welt, von der wir nur noch aus Geschichten erfahren können. Sie ereignete sich fernab des 20. Jahrhunderts mit dem schnellebig -dramatischen Wechsel in Politik, Geschichte und Gesellschaft.
Doch ist der ruhige Sprachfluss und das gemächliche Gesellschaftstreiben überaus lehrreich, ansprechend, literarisch beeindruckend und von höchster Eleganz.

Der Autor wird dem Geschichtsbild Maupassants gleich gesetzt, der zwischen Symbolismus und Naturalismus sich der Moderne zuwandte. In einem Nachwort von Hermann Lindner ist die literarische Gattung in knappen Sätzen erläutert. Die Übersetzung von Caroline Vollmann ist äußerst gelungen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine gaz eigentümliche Verführungskraft, 26. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Ein Frauenherz: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich kann mich den Worten Maupassants aus dem August 1890, welche im Nachwort zu finden sind nur anschließen. Er schrieb an seine Mutter über diess Buch: "Von diesem Roman geht eine ganz eigentümliche Verführungskraft aus, eine Atmosphäre, die Interesse schafft und deren Zauber man sich nicht entziehen kann". - Dem ist nichts hinzuzufügen.
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Ein Frauenherz: Roman
Ein Frauenherz: Roman von Paul Bourget (Gebundene Ausgabe - 7. März 2006)
Gebraucht & neu ab: EUR 15,94
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