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am 8. Juni 2002
In Martin Bubers "Erzählungen der Chassidim" tritt uns aus der Verborgenheit vergangener Jahrhunderte und osteuropäischer Länder in verschwenderischer Fülle eine Welt gelebter Weisheit und existentieller Religiosität entgegen, deren Mächtigkeit und Eigenart sich niemand wird entziehen können. Buber vermittelt durch die Sammlung dieser Erzählungen über jüdische Rabbis aus mehreren Jahrhunderten einen tief berührenden Einblick in die Welt des charismatischen Judentums, der man nächtelang nachsinnen kann. Welt- und Lebensdeutung, Lebenshilfe und die Zuversicht, dass sich gerade im banalsten Augenblick der göttliche Anruf verstecken kann; all dies macht dies Buch zu einer der ungewöhnlichen Kostbarkeiten der Weltliteratur.
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"Die Erzählungen der Chassidim" ist in vieler Hinsicht ein bedeutendes Stück Weltliteratur. Als das Buch 1949 erstmals erschien, war die Welt des Ostjudentums gerade untergegangen, vollständig zerrieben zwischen den Progromen der Nazis und Sowjets. Buber hatte zu diesem Zeitpunkt bereits über 40 Jahre lang Geschichten, Lehrstücke und Volkserzählungen des Chassidismus gesammelt und in kürzeren Kompilationen auch teilweise veröffentlicht. "Die Erzählungen der Chassidim" greift frühere Veröffentlichungen wieder auf, ergänzt sie und befreit die Texte von inhaltlichem "Ballast", was ihnen einerseits eine straffere, präzisere Sprache verlieh, andererseits aber auch die Ursache für anfängliche Kritik an der Sammlung ist. Buber wurde vorgeworfen, er habe zu sehr in die Inhalte eingegriffen. Da er seine Quellen nicht offenlegt, ist eine Überprüfung dieser Behauptung zwar schwierig, aber dort wo Quellen rekonstruierbar sind, hat sich der Vorwurf nicht bestätigt. Heute gilt "Die Erzählungen der Chassidim" als ein herausragendes Dokument der jüdischen Literaturforschung.

Das Buch handelt von den bedeutenden Zaddik, den chassidischen Führern, die bis ins 18. Jahrhundert Lehrschulen mit eigenen Erzähl-, Lehr- und Deutungstraditionen begründeten. An diesen Schulen orientiert sich der Aufbau des Buches und belegt damit Gemeinsamkeiten und Unterschiede. Für die Chassidim hat eine Erzählung die gleiche Wirkung wie die Taten der Zaddikim. Insofern erhält sich die Wundertätigkeit im Volksglauben auch über den Tod des Zaddik hinaus und begründet eine ganz eigene "Schule" von im Lauf der Jahrhunderte immer weiter ausgeschmückten und hinzuerfundenen Erzählungen.
"Das göttliche Licht ist in die Zaddik eingeströmt und strömt in Form ihrer Worte wieder aus ihnen heraus", so berichtet die Überlieferung und diese gemeinsame Erzähltradition belegt auch, dass sich das Ostjudentum als ein ethnisch erstaunlich homogenes Gebilde verstand. Die Chassidim betrachteten sich als ein jüdisches Volk in der Diaspora, nicht als Polen, Russen oder Ukrainer. Buber ist der erste, der diese Gruppe als eigenes, in sich kohärentes Forschungsobjekt entdeckt hat.

Das Zentrum chassidischer Kultur ist die Erzählung und nicht etwa die theologische oder kabbalistische Literatur, so Buber, und daher lässt sich der Chassidismus auch am besten über seine Erzählungen verstehen. Aus über 10 000 Texten hat Buber 1000 ausgewählt, die er sortiert und (vorsichtig) im chassidischen Geist bearbeitet hat. Sie sind stark durchzogen von chassidischer Denken, aber befreit von magischem, dämonischen oder kabbalistischem Ballast. Buber beseitigt in seiner Bearbeitung weitschweifige Passagen, Unklarheiten und Redundanzen, seine Texte sind auf den Punkt formuliert und bleiben (soweit man das nachvollziehen kann) trotzdem nah am Original. Bubers Kunst besteht darin, aus dem Formlosen eine Form gemacht zu haben, wie Michael Brocke im Nachwort feststellt.

Im Anhang dieser schön ausgestatteten Neuauflage (übrigens seit 1949 konstant im Manesse Verlag herausgegeben) werden heute ungebräuchliche Begriffe und Formulierungen erklärt. So werden "Die Erzählungen der Chassidim" auch für die nächste Generation zum literarischen Denkmal einer einzigartigen Volksfrömmigkeit und zum Archiv einer Kultur, zu deren Überleben nach dem Zweiten Weltkrieg Martin Buber mit seinem Werk wesentlich beigetragen hat.
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am 18. Juni 2014
ein Reichtum an tiefgründiger Weisheit wird in diesem kleinen Büchlein geboten (98 S.) z.B. "Drei Dinge wirst du von einem Kind lernen: es ist fröhlich, ohne eines Antriebs zu bedürfen, keinen Augenblick verweilt es müßig und wonach es Mangel hat, weiß es kräftig zu begehren." oder: ein Rabbi antwortet auf Leute, die von einem Frommen schwärmen: "Ich weiß nicht, was das ist,ein Frommer, und auch von meinem Vater habe ich nichts darüber erfahren. Aber ich meine, es wird eine Art Kleid sein: derOberstoff ist aus Überhebung und das Futter aus Groll, und genäht ist es mit dem Faden der Schwermut."
Nach- denkenswert!
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am 24. Januar 2014
Die Geschichten der Chassidim aus der Feder Martin Bubers werden wohl noch sehr lange als bahnbrechend angesehen werden. Wunderbar und authentisch zugleich!
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am 4. September 2015
Vermutlich die vollständigste Darstellung dieses Themas. Ich bin noch nichtz durch. Bei manchen Geschichten hätte ich mir eine
Erklärung gewünscht.
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am 2. Mai 2015
Das Buch hatte ich früher schon gekauft und sehr wertgeschätzt. Ich habe es einem befreundeten Juden geschenkt dessen Großeltern im KZ umkamen.
Deshalb bin ich dankbar, diese Ausgabe nochmals erwerben zu können. Die Glaubenserfahrungen und Gottessehnsucht der Chassidim sind sehr bereichert für jeden Menschen, der einen Zugang zu Gott sucht.
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am 11. Februar 2014
Bei den "Erzählungen der Chassidim" steckt viel Lebensweisheit drin. Es ist wert, auch heute noch über das Gelesene nachzudenken. Manches hat uns immer noch etwas zu sagen.
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am 15. Juni 2015
Die Aufmachung ist sehr ästhetisch, die Texte ein Einblick in die verlorene Welt der Chassidim. Martin Buber hat uns ein großes Geschenk zurückgelassen und diese Sammlung samt Vorwort und Einleitung von ihm ein Einblick in seinen großen Geist.
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am 18. Dezember 2015
Wie schade, dass offenbar in den Feuilletons heute kaum mehr Menschen sitzen, denen Buber ein Begriff ist. Sonst wäre zu erwarten gewesen, dass dessen 50. Todestag auch diesem Buch Aufmerksamkeit beschert, Dabei ist Buber ein altersloser, aus seiner zeit denkender und schreibender und doch im besten Sinn zeitloser Autor. Was gerade diese Geschichten so lesenswert macht: Hier verbindet sich Weisheit mit Leichtigkeit und Humor. Wer Krisenberatung sucht, möge alle Ratgeberliteratur ignorieren und von diesem Buch profitieren. Ob 20, 60 oder 80. jeder wird hier beschenkt durch gut abgehangene Lebenserfahrung und wird eingefangen von der Magie der Chassidim.
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am 17. November 2015
Der Einband ist wunderschön und der Inhalt, woran es aufkommt ist noch schöner. Ein Buch, dass in jeder privaten Bibliothek eines Deutschen gehört.
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