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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Wucht!
Der 62jährige William Sheppard ist ein Mann mit dunkler Vergangenheit. Tief in seinem Herzen birgt er ein schreckliches Geheimnis. Eines Tages wird er Zeuge eines Autounfalls, bei dem sich ein Pferd tödliche Verletzungen zuzieht. Der Anblick des sterbenden Tieres läßt bei William alle emotionalen Dämme brechen und traurige Erinnerungen an seine...
Veröffentlicht am 3. März 2011 von Jost Weiss

versus
10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Tradition Prügel
Hauptfigur des Debütromans von David E. Hilton ist William Sheppard, der von seiner bis ins Alter verdrängten, schrecklichen Jugendzeit in den sechziger Jahren erzählt. Im Alter von dreizehn Jahren sticht William auf seinen Vater ein, als dieser wieder einmal die Mutter schlägt und missbraucht. Daraufhin wird William zu einem zweijährigen...
Veröffentlicht am 9. März 2011 von evelynmartina


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Wucht!, 3. März 2011
Von 
Jost Weiss "Soulfinder" (Dinslaken, NRW Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wir sind die Könige von Colorado (Gebundene Ausgabe)
Der 62jährige William Sheppard ist ein Mann mit dunkler Vergangenheit. Tief in seinem Herzen birgt er ein schreckliches Geheimnis. Eines Tages wird er Zeuge eines Autounfalls, bei dem sich ein Pferd tödliche Verletzungen zuzieht. Der Anblick des sterbenden Tieres läßt bei William alle emotionalen Dämme brechen und traurige Erinnerungen an seine verlorene Kindheit und Jugend hochkommen. Unfähig, seine Erlebnisse weiter zu verdrängen, beschließt er, seine Kindheit zu Papier zu bringen: "Als ich dreizehn war, stieß ich meinem Vater ein Messer in die Brust." So beginnt denn im Sommer 1963 die Odyssee des dreizehnjährigen Will, der von seinem Vater geschlagen und misshandelt wird und der sich nichts sehnlicher wünscht als die Aufmerksamkeit und Liebe seiner Mutter. Der alkoholkranke Vater überlebt zwar schwer verletzt, doch Will muss für zwei Jahre zur "Swope Ranch", einer Erziehungsanstalt für Jungen in Colorado. Und hier beginnt für den Heranwachsenden eine Zeit, die geprägt ist von Brutalität und Rohheit, von physischem und vor allem: psychischem Schmerz.

Hiltons Debüt ist von intensiver sprachlicher Wucht (allein die Szene mit der sterbenen Stute ist mir außerordentlich an die Nieren gegangen). Der Autor versteht es, eine atmosphärische Dichte herzustellen, deren Sog den Leser unmittelbar und bedingungslos in das Romangeschehen zieht. Das Buch entwickelt sich zu einer ergreifenden coming-of-age-Parabel, die von Gewalt, Einsamkeit und dem jähen Verlust von Kindheit und Jugend gezeichnet ist. Gleichzeitig zieht sich durch die gesamten 392 Seiten eine Melancholie, die auch bei mir eine unbestimmte, aber tiefe Wehmut entstehen ließ.

Und das hat schon lange kein Autor mehr geschafft.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beeindruckend, 4. März 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Wir sind die Könige von Colorado (Gebundene Ausgabe)
Der dreizehnjährige William weiß im Sommer 1963 nicht mehr weiter. Wieder schlägt der gewalttätige Vater auf ihn und seine Mutter ein. Voller Wut und Verzweiflung sticht er seinem Vater ein Messer in die Brust. Williams Vater überlebt und Will muss für zwei Jahre in ein Jugenderziehungslager, eine abgelegene Ranch in Colorado. Mit weiteren Jugendlichen muss Will dort wilde Pferde zähmen. Neben der harten Arbeit, die so noch zu ertragen wäre, müssen die Jungs sadistische Aufseher, den profitgierigen Direktor und einen hinterhältigen Mitgefangenen ertragen. Doch in all dem findet Will auch Freunde, Coop, Benny und Mickey, und untereinander können sie sich immer wieder Mut machen und Halt geben.
Nach und nach erfährt man die Gründe des Aufenthaltes der andern Jungen auf der Ranch.
Durch das Zutun eines Mitgefangenen geschehen schlimme Dinge und ohne einander würden die Jungs alle Hoffnung verlieren. Als dann Pferde ausbrechen und sie mit zum Suchtrupp gehören, müssen sie bald feststellen, dass es noch schlimmer kommen kann und sie ums nackte Überleben kämpfen müssen.

Selten, dass ich ein Buch so schnell durchgelesen habe. Es hat mich von Anfang an gefesselt. Die Ich-Erzählung von Will ist zutiefst beeindruckend, und man kann sich alles sehr gut vorstellen, und ist erschüttert. Wie kann ein Staat, erwachsene Leute so etwas zulassen, dulden, selber ausführen? Denn, dass an der Geschichte irgendetwas Wahres dran ist, kann ich mir gut vorstellen.
Die Hauptpersonen sind sehr gut dargestellt und auch andere Romanfiguren sind gut vorstellbar. Einzig die Figur des gewalttätigen Mitgefangenen schwächelt, dessen Beweggründe bleiben offen und so bleibt er eher eine farblose, wenn auch zutiefst böse Figur.
Beeindruckend ist, wie Will durch Freundschaft und Loyalität die Kraft bekommt, um das alles durchzustehen und bei allem menschlich bleibt. Das wird auch am Ende des Romans sehr deutlich, wo sich die Freunde nach vielen Jahren wieder finden.
Der Autor hat eigentlich unsagbares in einer klaren und beeindruckenden Sprache zu Papier gebracht. Ich denke, hier muss auch die Übersetzung gelobt werden. Auf dem Cover würden mir, in Anlehnung an die Geschichte, Bäume und eine Pferdeherde fehlen.
Für mich ein sehr beeindruckendes Buch, was wirklich unter die Haut geht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wie eines zum anderen führt..., 3. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Wir sind die Könige von Colorado (Gebundene Ausgabe)
Wills Familienverhältnisse sind unzumutbar: Der Vater trinkt und schlägt nicht nur Will, sondern auch seine Mutter. Das ist etwas, das Will nicht ertragen kann und eines Tages, als er es einfach nicht mehr aushält, sticht er mit seinem Taschenmesser mehrmals auf den Vater ein als dieser seiner Frau gerade den Arm gebrochen hat. Konsequenz: Zwei Jahre im Erziehungsheim "Swope Ranch". Dort bewirtschaften Jungen, die aus den unterschiedlichster Gründen "einsitzen", eine Ranch, auf der wilde Mustangs gezähmt und dann gewinnbringend weiter verkauft werden.

Trotz aller Widrigkeiten gelingt es Will, dort echte Freunde zu finden. Die vier nennen sich die "Könige von Colorado", weil sie beim allabendlichen Kartenspiel einmal jeder einen der vier Könige im Blatt hatten. Doch leider währt das Glück nicht lange: Silas Green, ein Junge vor dem die Krankenschwester der Ranch, Miss Little, Will gleich am ersten Abend gewarnt hatte, stiftet Unfrieden , wo er nur geht und steht. Bandelt mit den Wärtern an, um in den Genuss von Vergünstigungen zu kommen und beschuldigt stets andere seiner Vergehen. Ein richtiges Aas. Überhaupt sind die meisten Wärter dort sehr willfährig und keiner unternimmt etwas dagegen.

Nachdem Will schon einige Zeit auf der Ranch ist, und auch schon so manchen Schicksalschlag einstecken musste, ist er zum "Abrichter", dem begehrtesten Job auf der Ranch aufgestiegen. Doch da brechen eines Tages acht Pferde aus. Der Direktor sieht sich um seinen Gewinn gebracht und schickt einen Suchtrupp bestehend aus 8 Abrichtern und 3 Wärtern hinterher. In den Bergen rund um die Ranch kommt es daraufhin zu einer erschreckenden Abrechnung...

David E. Hilton (bei dessen Namen ich sofort an Susan E. Hinton und die Outsider denken musste) schreibt absolut fesselnd über Wills Erfahrungen. Aus der ich-Perspektive erzählt Will seine Erlebnisse. Das erschreckende dabei ist, wie Unschuldige in einen Sog von Gewalt hineingezogen werden, bei dem sie null Chancen haben, ohne Schäden wieder herauszukommen - egal wie sehr sie strampeln... Wie Gewalt wieder Gewalt erzeugt und welche Auswirkungen das auf ein ganzes Menschenleben haben kann. Aber eben auch, wie die handelnden Personen ihren Frieden mit dem Geschehenen machen. Ein Buch, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe - und das sicher nicht zum letzten Mal!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen wie zerstört man eine Kinderseele?, 24. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: Wir sind die Könige von Colorado (Gebundene Ausgabe)
Will ist 63 Jahre alt, Witwer und seit kurzer Zeit arbeitslos. Als er bei einem Verkehrsunfall ein Pferd sterben sieht, werden längst verdrängte Erinnerungen wieder wach. Um seine Dämonen in Schach halten zu können, beginnt er mit der Niederschrift seiner Erlebnisse....

Als 13jähriger Junge sticht er, um seine Mutter zu beschützen, auf seinen Vater ein und wird daraufhin zu einer Verwahrungsstrafe verurteilt. Die Swope Ranch, die für zwei Jahre sein neues Zuhause sein wird, ist eigentlich für die Abrichtung von Wildpferden bestimmt. Allerdings werden hier auch straffällige Jugendliche beherbergt, die dort hart mitarbeiten müssen. Wills Leben ist von nun an von Demütigung und Gewalt geprägt. Nicht nur die sadistischen Aufseher, sondern gerade auch andere Jungs machen ihm das Leben schwer. Als einer seiner Freunde erschossen wird und ein anderer von einem Pferd zum Krüppel getreten wird, gerät sein eigentlich nach wie vor positives Lebensbild ins Wanken. Den einzigen Rückhalt findet er in Miss Little, einer farbigen Krankenschwester, die sich liebevoll um die oftmals schwer verletzten Jungen kümmert. Bei einem Einsatz zur Wiederbeschaffung ausgebrochener Pferde, kommt es letztendlich zum Eklat...

David E. Hilton hat in seinem Erstlingswerk ein erschütterndes Szenario geschaffen. Schonungslos aber absolut glaubwürdig schildert er die Zustände auf einer Erziehungsanstalt in Colorado der 60er Jahre. Meiner Meinung nach vermittelt er dem Leser einen unglaubliche Nähe zu den Protagonisten. Das Buch erschüttert und fesselt zugleich. Im letzten Teil des Buches verschafft er Will noch zu einem späten Happy End. Das ist auch gut so, denn so wird der Leser nicht gänzlich mit diesem flauen Gefühl im Magen zurückgelassen. Eine neue Autorenentdeckung - ein ganz besonderer Roman!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ~*Eine Freundschaft in Zeiten von Gewalt*~, 19. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Wir sind die Könige von Colorado (Gebundene Ausgabe)
~*Die Story*~

Es ist der Sommer 1963. Ein Sommer, der alles verändert.

William Sheppard, auch Will genannt, ist 13 Jahre alt und eigentlich noch ein Kind. Sein Alltag zuhause ist geprägt von den gewaltsamen Schlägen und Demüdigungen seines Vaters. Als der sich wiederholt gegen seine Mutter richtet, entscheidet sich Will unbeholfen zu einer verzweifelten Tat: Er sticht zu. Für seine Mutter, für ihn - für das Ende eines Alptraums!

Doch sein Vater überlebt!

Will wird zu 2 Jahren Strafe auf einer Erziehungsanstalt in Colorado verurteilt. Gemeinsam mit anderen straffälligen Jugendlichen soll er dort seine "gerechte" Strafe aussitzen. Ein Einzug in eine noch dunklere Hölle!
Es beginnen 24 Monate, die ihm zu einem noch schlimmeren Alptraum werden sollen, als er bis dahin vermutet. Denn auf der abgelegenen Erziehungsanstalt in Colorado passieren weit dramatischere Dinge als das Abrichten von Wildpferden.

In Benny, Coop und Mickey findet er Verbündete. Sie werden zu seinen Freunden.

Es scheint, als könnten sie gemeinsam alles sein. Auch Könige, die Könige von Colorado.

~*Meine Meinung*~

Zugegeben, David E. Hiltons Geschichte hat mich an meine persönlichen Grenzen stoßen lassen. Sie ist derart erschreckend und gewaltsam, dass ich mich an einigen Stellen zusammenreißen musste, weiter zu lesen. Bereits auf den ersten Seiten wurde ich von Hilton auf eine harte Probe gestellt, in der er mir das dramatische Ableben eines Pferdes beschrieb. Eine Sache, die zu dem Entschluss weiter zu lesen, nicht unbedingt beigetragen hat.

Die Dinge, die in der Geschichte passieren, sind oft brutal. Wirklich brutal. Hilton nennt sie unverblühmt beim Namen. Oft schüttelte ich mich vor Ekel und Entsetzen, musste einige Sekunden in mich gehen, damit das Kopfkino welches sich unweigerlich vor meinen Augen abspielte wieder abflachte. Ja, ich hab gekämpft!

Jedoch, und das muss man Hilton wirklich zu Gute halten, erzählte er mir auch eine wunderbare rührende Geschichte von Freundschaft und vom Leben. Von einem Leben, welches sich erschreckenderweise wirklich so ereignen kann.
Hilton hat mir eines sehr deutlich gemacht. Ein einziger Moment oder eine einzige Tat kann tatsächlich alles verändern - dein gesamtes restliches Leben. Unser aller Leben ist geprägt von schier unerträglichen und wahnsinnig schönen Momenten. In "Wir sind die Könige von Colorado" zeigte mir Hilton, dass ganz kleine Dinge, die uns oft alltäglich erscheinen und von uns nicht selten für selbstverständlich genommen werden, alles bedeuten können. Für Will waren diese Momente Rettungsanker. Rettungsanker auf einer qualvollen Reise.

Hilton hat mich entsetzt und gebannt zugleich. Seine Schreibstil ist fesselnd, ausschmückend und irgendwie grandios. Trotz aller Qualen, die er mir aufgezeigt hat, hat er mich in meinem Entschluss gestärkt, auch seinen nächsten Roman zu lesen. Ich kann nur hoffen, dass dieser einfach ein bisschen harmloser wird!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der harte Weg ins Leben, 12. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Wir sind die Könige von Colorado (Gebundene Ausgabe)
Der auf dem Buchrücken zitierte Vergleich dieses Werkes von David E. Hilton mit Goldings "Herr der Fliegen" trifft durchaus zumindest im weiteren Sinne auf das Sujet und die Atmosphäre des Buches zu.

Zwar ist es keine Insel und auch nicht völlig sich selbstregierende Jugendliche, die den Hintergrund des Romans gestalten, doch die innere Dichte, die gewaltsam sich aufbauende Entwicklung und die Ohnmacht vor ebendieser Gewalt bis hin zum Tode sind im Buch ebenso angelegt wie im Herrn der Fliegen und ergeben, in Verbindung mit der genauen Beobachtungsgabe des Autors und seinen intensiv gestalteten Dialogen, eine beklemmende Atmosphäre und eine hohe emotionale Nähe des Lesers zu den Figuren der Geschichte. Anders als bei Golding sind es hier auch anwesende Erwachsenen, die die Jugendlichen in eine gewaltsame und untereinander harte Richtung lenken. Eine Richtung, die sich dann völlig umfassend Bahn brechen wird zum Ende des Buches hin.

Um seine Mutter zu schützen, um sich selber vor dem gewalttätigen Vater zu schützen, weiß der 13jährige Will irgendwann, mit dem Rücken zur Wand, nur noch einen Ausweg. Mit einem tiefen Gefühl innerer Leere stößt er dem Vater sein Davy-Crockett-Taschenmesser in die Brust. Doch zum einen überlebt der Vater und zum anderen ist gar seine Mutter nicht bereit, sich ihrer Not und der des Jungen zu stellen. Will wird verurteilt. Zwei Jahre Straflager werden ihm auferlegt, offiziell ummäntelt als "Erziehungsanstalt". So zeigt bereits der Einsteig in das Buch auf, dass hier eine der wichtigsten Funktionen Erwachsener Kindern gegenüber vollständig fehlen. Erwachsene im Buch geben in der Regel keinen Schutz.

Das Lager, ein Ort, an dem zwar auch tiefe Freundschaft im Raume stehen wird, aber letztlich nichts anderes geschehen wird, als wie Will es von zu Hause aus kennt. Eine Frau, die ihm hilft, die ihn aber, wie seine eigene Mutter, zu guter Letzt nicht bewahren kann vor dem, was wirklich im Lager geschieht. Das Brechen des Willens der verurteilten Jungen, absolute Herrschaft über die "zu Erziehenden" und die eigene, fassungslose Ohnmacht angesichts auch des Todes und des Verlustes. So werden die "Könige von Colorado", die freundschaftlich verbundenen vier Jungen auf der Ranch, kein gemeinsames Happy End erleben. Zumindest aber Will wird als gereifter Mann noch von all den Vorgängen berichten können, die ihn für sein Leben geprägt haben.

Eine direkte, skrupellose, auf dem Gefühl völliger Macht beruhende Gewalt steht im Raum, der sich weder die Jungen auf der Ranch noch der Leser entziehen können. Hilflos ausgeliefert einer sprunghaften und nie einschätzbaren oder vorausplanbaren Gewalt gegenüber.
Frank Kroft, die Figur eines Wärters, steht im Buch für diese entfesselte und nicht abwehrbare, gar offiziell geförderte, Macht. Über Leben und Tod, über Geist und Körper der Jugendlichen. An dieser Figur zeigt sich auch die schriftstellerische Qualität des Autors, der das Böse in Menschengestalt in klaren und stringenten Zügen im Fühlen und Handeln so realitätsnah zu gestalten vermag, dass es beim Lesen fast physischen Schmerz hervorruft.

Direkt, mit klarer Sprache und tiefen Emotionen bildet David E. Hilton ein verstörendes Bild menschlichen Miteinanders ab, dass, ähnlich wie bei Golding, sich Schritt für Schritt seiner inneren Grenzen und Tabus entledigt, bis es entfesselt aufeinander trifft. Erschreckend, mitnehmend und über die Lektüre des Buches lange hinausreichend.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wenn Gewalt einen Namen trägt ..., 6. März 2011
Von 
goat (Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wir sind die Könige von Colorado (Gebundene Ausgabe)
Das Leben des 13-jährigen William Paul Sheppard ist geprägt von Gewalt. Sein alkoholkranker Vater misshandelt ihn und auch Wills Mutter fast täglich. An manchen Tagen muss Will die Musik lauter drehen, um nicht zu hören, wie seine Mutter von ihrem Mann vergewaltigt wird.

Eines Tages fällt sein Vater im Alkoholrausch wieder über seine Mutter her und bricht ihr mit einem Kochtopf den Arm. Will, der seine Mutter über alles liebt, versucht, sie zu beschützen und greift zum Taschenmesser. Die Stiche perforieren zwar die Lunge seines Vaters, sind jedoch nicht tödlich.

Im Prozess verkündet der Richter das Urteil: Vierundzwanzig Monate in einer Erziehungsanstalt in Colorado. Für Will bedeutet das zwei gestohlene Jahre seines Lebens - und zwei Jahre, in denen er seine Mutter vor den Attacken seines Vaters nicht beschützen kann. Dass die Swope Ranch, die für die nächsten Jahre sein neues zu Hause werden soll, noch brutaler sein wird, als die Schläge seines Vaters, kann er nicht ahnen. Die Ranch, auf der Wildpferde durch die jugendlichen Insassen gezähmt werden, benötigt keine Mauern und Zäune, denn sie liegt in einem Tal, das mehr als viertausend Meter über dem Meeresspiegel liegt. In den zwölf Jahren, die diese Ranch als Erziehungsanstalt dient, hat nicht einer der Insassen einen Fluchtversuch unternommen. Aber jeder Versuch hätte unweigerlich mit dem Tod des Flüchtenden geendet und das wird auch Will gleich an seinem ersten Tag vom Direktor Walter Barrow unmissverständlich klargemacht.

Auf der Ranch sitzen neunundsiebzig Jungen ihre Strafe ab und Will merkt recht bald, dass dort die Gesetze des Stärkeren gelten und sowohl unter den Mitgefangenen als auch den Aufsehern einige Sadisten sind. Die einzigen Freunde findet er in Mickey, Coop, Benny und der schwarzen Krankenschwester Miss Little. Nur sehr schlecht kommt Will mit den Hasstiraden einiger Mitgefangenen zu Recht, die sich auch oft gegen seine Freunde richten.

Als eines Tages ein paar Pferde ausbrechen, sieht sich ein Trupp Gefangener und Wärter vor dem Problem, die Pferde wieder einzufangen. Unter ihnen: Will und seine Freunde, aber auch ihr Erzfeind Silas und der sadistische Aufseher Frank Kroft, der sich öfter mal an einigen schwächeren Jungen vergreift. In der Nacht gelingt es Silas, die Waffe eines Aufsehers zu entwenden und es kommt zu einem Kampf auf Leben und Tod ...

Schon allein das Cover des Romans vermittelt dem Leser, dass es hier um eine düstere Geschichte geht. Dunkle Wolken über den unendlichen Weiten Colorados. Der Blick auf den Horizont ist ein Blick in schwarze Finsternis. Der Autor schreibt sehr direkt und schont seine Leser nicht. Deswegen würde ich Menschen, die Gewaltszenen nur schwer verarbeiten können auch von diesem Buch abraten.

Während der ganzen Zeit des Lesens hat mich das Gefühl von ständiger Beklemmung und Hilflosigkeit begleitet. David E. Hilton lässt den Roman mit einem Unfall beginnen, bei dem ein Pferd ums Leben kommt. Zeuge dieses Unfalls ist der 62-jährige William Sheppard. Der Tod der weißen Stute ruft ein Schlüsselerlebnis in ihm hervor und bringt ihn dazu, seine Erinnerungen an den Sommer 1963, als er mit dreizehn Jahren seinem Vater ein Messer in die Brust sticht, aufzuschreiben. In diesem Moment kamen die Menschen und Orte, die ich so lange hinter jener verschlossenen Tür eingesperrt hatte, wieder zum Vorschein, und ich wurde von der Vergangenheit überrollt."

Ich habe selten einen Autor erlebt, der einen Roman mit so viel Intensität schreibt, wie David E. Hilton. Fast könnte man davon ausgehen, dass Hilton selbst diese Geschichte so erlebt hat. Aber dem ist nicht so und man mag es fast nicht glauben. Schon gleich von Beginn an, war ich wie gelähmt und gleichzeitig gefesselt von dieser Brutalität, die Wills Leben beherrscht. Sein Vater nennt ihn Mädchen oder Schwuchtel. Die Schläge, die er von ihm bekommt, schmerzen nicht annähernd so sehr, wie die Schwäche seiner Mutter. Immer und immer wieder verteidigt sie ihren Ehemann und sagt, dass er ein guter Mann ist. Als Will seinen Vater in seiner Verzweiflung niedersticht, sieht ihn die Mutter ganz entsetzt und voller Abscheu an und fragt ihn: Wie konntest du das tun, William! Oh, mein Gott. Wie konntest du nur!"

Dass Will sich in diesem Moment nicht verraten gefühlt hat, sondern nur Mitleid mit seiner Mutter hatte, ist für mich nur sehr schwer nachzuvollziehen. Genauso habe ich mich ständig gefragt, wie er diese zwei Jahre auf der Ranch psychisch überstehen konnte. Der Autor hat die Gewaltszenen so detailliert beschrieben, dass ich Tränen in den Augen hatte. Und niemand, wirklich niemand hat es geschafft, sich dagegen aufzulehnen. Wenn ich den Roman mit einem Wort beschreiben müsste, würde mir nur eines einfallen: SCHMERZ

Das Thema Freundschaft nimmt in diesem Buch einen sehr hohen Stellenwert ein und gerade dort läuft der Autor mit seiner gefühlvollen Art zu Schreiben, zur Höchstform auf. Die Beschreibungen von den Gefühlen und Gedanken der Jungen, die sind so authentisch, dass man einfach mit leidet. Die seltenen Augenblicke des Glücks werden mit den nächsten Schicksalsschlägen gleich wieder zu Nichte gemacht. Der Tod ist in diesem Buch ein treuer Weggefährte und ich konnte mich damit nur schwer arrangieren.

Trotzdem kann ich sagen, dass Wir sind die Könige von Colorado" eins der besten und intensivsten Bücher ist, welches ich in letzter Zeit gelesen habe. Selbst nachdem ich es schon seit ein paar Tagen ausgelesen habe, wühlt es mich immer noch auf und ich könnte schon wieder weinen. Weinen um die vielen Wills in dieser Welt, die es noch gibt und deren Leben geprägt ist, von Hass, Brutalität, Korruption und tiefer Hoffnungslosigkeit. Ich danke David E. Hilton für ein Buch, das uns daran erinnert, wie wichtig es ist, nicht aufzugeben, Freundschaften zu pflegen und es nicht als selbstverständlich anzusehen, wie gut es uns allen geht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 'Und die Welt war dunkel', 3. März 2011
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wir sind die Könige von Colorado (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Nach einem Unfall, bei dem ein Pferd stirbt, werden beim Ich-Erzähler William lang verdrängte Erinnerungen aktiviert. Die Szenerie lässt ihn nicht mehr los und bringt ihn dazu, von den Ereignissen, die beinahe ein halbes Jahrhundert zurück liegen, zu erzählen. Er berichtet vom physischen und psychischen Missbrauch durch den alkoholkranken Vater, von der vom Vater verprügelten Mutter, von verbaler Aggressivität - und von dem Tag, an dem er seinem Vater ein Messer in die Brust gerammt hat, woraufhin Will zwei Jahre in einer Erziehungsanstalt - auf einer abgelegenen Ranch in den Bergen von Colorado - verbringen muss.

Mein Eindruck:
Hilton hat ein düsteres, abgründiges, mitreißendes und fesselndes Buch in klarer Sprache und mit überzeugend charakterisierten Protagonisten geschrieben. 'Wir sind die Könige von Colorado' ist von psychologischer Tiefe und zeigt in glaubwürdiger und verstörender Weise die von den Protagonisten täglich erfahrene Gewalt - und den Kampf um Normalität, um wahre Freundschaft, um Anerkennung und darum, Traumata vergessen und ohne die quälenden Erinnerungen daran weiterleben zu können. Hilton schildert psychische und physische Gewalt sehr explizit, und ich hatte häufiger das Gefühl, diese Beschreibungen beinahe nicht ertragen zu können. Ich finde jedoch, dass es gerade diese detaillierten und schier unerträglichen Schilderungen sind, die es ermöglichen, sich vollständig in die Protagonisten einzufühlen, mit ihnen leiden zu können und das Gefühl zu haben, selbst auf der Swope Ranch ums nackte Überleben zu kämpfen.

Mein Resümee:
'Wir sind die Könige von Colorado' ist sicherlich eines der bewegendsten und emotional mitreißendsten Bücher, die ich je gelesen habe. Unbedingt lesen!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir sind die Könige von Colorado, 7. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Wir sind die Könige von Colorado (Gebundene Ausgabe)
Schon die Leseprobe hat mir ja sehr gut gefallen. Das Buch jedoch hat meine Erwartungen noch einmal übertroffen. Ein sehr bewegendes und teilweiese auch recht heftiges Buch.

Das Cover passt zum Buch finde ich, wobei ich eigentlich auf Cover nichts gebe, denn was nützt das schönste Cover wenn der Inhalt des Buches mir nicht gefällt.

Der 13-jährige Will wächst mit Gewalt innerhalb der Familie auf. Der Vater ist ein ständig betrunkener Schläger, der Will und auch seine Mutter regelmäßig verprügelt. Teilweise sogar Krankenhaus reif. Als der Vater eines Tages wieder die Mutter verprügelt greift Will ein. Er sticht auf seinen Vater ein. Nur ein herbei eilender Nachbar verhindert, dass Will seinen Vater tötet.

Die Mutter reagiert in meinen Augen unverständlich. Sie macht Will Vorwürfe, anstatt ihm dankbar zu sein, wollte er sie doch nur beschützen.

Der Vater kommt ins Krankenhaus und Will muss nach der Gerichtsverhandlung nach Colorado auf eine Pferderanch, die auch eine Erziehungsanstalt ist.

Schon am ersten Tag lernt Will wie es auf der Ranch zugeht. Er wird in eine Schlägerrei verwickelt. Das ist Alltag auf der Ranch und es kommt ständig zu Gewalt. Entweder von anderen Mithäftlingen oder von den Teils sadistischen Wärtern.

Einzig Miss Little die Krankenschwester auf der Krankenstation hat Herz.

Will freundet sich mit drei anderen an. Einer seiner Freunde wird nach einer Schlägerei von einem Wärter erschossen. Ein anderer erleidet einen Unfall mit einem Pferd und kommt sehr verändert nach langer Zeit aus dem Krankenhaus wieder.

Eines Nachts brechen mehrere Pferde bei einem Gewitter aus. Will und seine Freunde gehören zu der Truppe die loszieht um die Pferde zurück zu holen.

Da geschehen dann Dinge die noch viel schlimmer sind als alles andere was davor geschehen ist.

Über diese Ereignisse und das Ende schweige ich mich aus, denn ich möchte nicht zuviel verraten.

Ich fand dieses Buch wirklich spannend und bewegend und traurig. Ein sehr lohnenswertes Buch, dass mich in einigen Ansätzen an den Film Sleepers erinnert hat. Zumindest was die Freundschaft der Jungs und den Gräueltaten im Gefängnis an geht.

Super Erstlingsroman und ich hoffe auch noch mehr Bücher dieses Autors.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen „Keiner von uns wird je wieder derselbe sein.“, 12. September 2013
Von 
Nina2401 (Sankt Augustin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Wir sind die Könige von Colorado (Gebundene Ausgabe)
Die Geschichte wird als Rückblende erzählt. Will wird durch ein sterbendes Pferd auf einer Parade an eine schwere Zeit in seinen jungen Jahren erinnert, die er sein Leben lang versucht hat zu verdrängen. Aber nun ist es an der Zeit sich zu erinnern und er setzt sich hin und schreibt seine Erlebnisse von damals auf. Und so werde ich Zeuge seiner schlimmsten und vielleicht auch wichtigsten beiden Jahre in seinem Leben. Will erzählt aus der heutigen Sicht und kommt mir mit seiner Geschichte sehr nah.

Es ist eine Geschichte über sinnlose Gewalt, aber auch über tiefe Freundschaft. Sehr sensibel und sehr emotionsgeladen lässt David E. Hilton den alternden Will erzählen. Oft musste ich schlucken und es gab ein paar Szenen, da konnte ich meine Tränen einfach nicht zurück halten. Die Geschichte von Will hat mich tief berührt!

Denn sie ist auch schön in all ihrer Grausamkeit. Und davon gibt es nicht wenig in diesem Buch. Und es ist diese glaubhafte Grausamkeit, die mich frösteln ließ. Aufseher, die ihre dunkle Seite an den Jungs auslassen und junge Menschen, die einfach nur böse sind. Und unter ihnen sind die, die geradezu nur Pech gehabt haben und sich durch beißen müssen. Ständig hatte ich Angst, dass auch diese Jungs immer weiter abrutschen in den Sumpf von Gewalt und Abartigkeit. Und an diesem Ort des Schreckens und der Brutalität lerne ich so besondere Menschen kennen und diese verleihen dem Buch eine außerirdische Schönheit.

Manche Ereignisse sind so traurig, dass mir die Worte fehlen und andere Ereignisse sind so schön, dass ich schlucken musste, weil der Kloß in meinem Hals immer dicker wurde. Und für diese Momente liebe ich dieses Buch, das mich einige Tränen gekostet hat.

Mein Lieblingssatz: „Es war, als liefe man über den heißen Boden eines riesengroßen leeren Parkplatzes und entdeckte plötzlich eine perfekt geformte, unnatürlich schöne Sonnenblume, die durch die Asphaltdecke sproß und sich voller Blüte dem Himmel entgegen reckte, obwohl sie dort überhaupt nichts zu suchen hatte.“ (s. 186)

Es passieren abscheuliche Dinge und ich wundere mich immer wieder, zu welchen Grausamkeiten auch so junge Menschen fähig sind. Aber dann kommen wieder die ganz feinen leisen Szenen, die mich zu Tränen zu rühren. Es ist für mich eins der Bücher, die man nicht so schnell vergisst. Und am Ende … da war es tröstlich und das Ende ließ mich zwar die ganzen Grausamkeiten nicht vergessen, aber es hat mich versöhnt und ich habe das Buch mit einem tiefen Seufzer zugeklappt.

Fazit: So traurig und so schön, weil es mich gleichzeitig traurig und glücklich gemacht hat.
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Wir sind die Könige von Colorado
Wir sind die Könige von Colorado von E. David Hilton (Gebundene Ausgabe - 1. Februar 2011)
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