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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Familiengeschichte am Bosporus, 13. August 2009
Von 
Günter Nawe "Herodot" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Haus am Bosporus: Die Geschichte meiner Familie (Gebundene Ausgabe)
Es ist ein aufregendes Leseerlebnis - diese Memoiren aus der Zeit vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Zweiten Weltkrieg. Der Autor erzählt die Geschichte seiner Familie in Istanbul, wo er 1908 geboren worden ist. Wir erleben eine großbürgerliche Familie und die vorerst heile Welt des Kindes, geborgen im gut funktionierenden Familienverband.

Doch die Zeiten ändern sich mit Beginn des Ersten Weltkriegs, in den die Türkei hineingezogen worden ist. Der Vater stirbt, das Haus fällt einem Großbrand zum Opfer. Gleichzeitig setzt um diese Zeit der Beginn der Moderne ein. Was nichts anderes heißt: die vermeintlich festgefügte Ordnung wird brüchig. Neue Idee in Richtung eines modernen, säkularisierten Staates gewinnen an Einfluss.

Jedenfalls vetramt die Familie, weiß sich jedoch erstaunlich ideenreich, aber unter großen Opfern, in die Dinge zu fügen. Vor allem aber bewahrt man sich die Würde und den Glauben.

Sie bestimmen letztlich auch den "Ausbildungsweg" des jungen Irfan bis hin zu einem Offizier der türkischen Armee, in der er den Zweiten Weltkrieg hautnah miterlebt. Gleichzeitig kommt es zu "familiären Auflösungerscheinungen".

Orga schildert seinen "Entwicklungsroman" und die Geschichte seiner Familie eindrucksvoll und sehr realistisch. Vor allem sind es zwei Figuren, die sich nicht nur in der Wirklichkeit, sondern auch in diesem Buch als anrührend-beherrschend in der traditionellen türkischen Familie herausstellen: Die Großmutter und die Mutter. Orga hat ein wunderbares Bild von ihnen gezeichnet - und damit auch einen Beitrag zu Stellung der Frau sozusagen zwischen den Epochen türkischer Geschichte geleistet.

Die große Liebe des Autors gehört ebenso wie seiner <Familie seiner Stadt: Istanbul. "Den gesamten Bosporus entlang bis zum Schwaren Meer erstrecken sich die hohen Bäume und die alten Holzhäuser. Miniaturmoscheen säumten die Uferlinie, und dort, am Ende der Reihe von strahlenden Palästen, lag Instanbul - mein Istanbul, das mir so sehr ans Herz gewachsen ist....". Das Buch ist so eine einzige Liebeserklärung an die Stadt, für die der Autor immer wieder herausragende Bilder und Beschriebungen findet.

Ein wunderbares Buch, das auch hohen literarischen Ansprüchen gerecht wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ferienlektüre, 23. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Haus am Bosporus: Die Geschichte meiner Familie (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch in den Ferien gelesen. Da die Kapitel chronologisch angeordnet sind, konnte ich es so immer wieder zur Hand nehmen. Die Kindheit und Jugend des Autors kam mir so sehr nahe, die Geschichte der Türkei wurde mir aus privater Sicht gefühlvoll dargestellt, ohne rührselig zu sein.
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Das Haus am Bosporus: Die Geschichte meiner Familie
Das Haus am Bosporus: Die Geschichte meiner Familie von Irfan Orga (Gebundene Ausgabe - 1. März 2009)
EUR 6,79
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