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4.0 von 5 Sternen Die eigene Ratlosigkeit nicht mehr hinnehmen, sondern als Ausgangspunkt nutzen für neues Denken und kleine Schritte
Nicht nur in den europäischen Vorstädten brodelt es. In London zieht der Mob plündernd durch die Straßen, in Berlin werden jede Nacht Autos angesteckt. In Dutzenden von Metropolen überall auf der Welt haben sich junge und alte Menschen zusammengetan zu einer Bewegung, die sie "occupy" nennen und die sich gegen die Macht der Banken und die...
Veröffentlicht am 25. Oktober 2011 von Winfried Stanzick

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen 2 philosophen erklaeren uns das leben
teil 1 stellt uns das system samt seiner trottel vor,in teil 2 dann folgt die anregung zur verbesserung(von wut ist dabei aber nicht viel zu spueren).teil 1 erhaengt sich in sarkasmen die sehr oft ueberzeichnet und unrichtig abgeleitet sind,als anschauungsobjekt wird fast ausschliesslich der mitteleuropaeische unselbstaendig erwerbstaetige bueroarbeiter(oder...
Veröffentlicht am 30. Juli 2012 von jan patek


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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die eigene Ratlosigkeit nicht mehr hinnehmen, sondern als Ausgangspunkt nutzen für neues Denken und kleine Schritte, 25. Oktober 2011
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Vom Systemtrottel zum Wutbürger (Gebundene Ausgabe)
Nicht nur in den europäischen Vorstädten brodelt es. In London zieht der Mob plündernd durch die Straßen, in Berlin werden jede Nacht Autos angesteckt. In Dutzenden von Metropolen überall auf der Welt haben sich junge und alte Menschen zusammengetan zu einer Bewegung, die sie "occupy" nennen und die sich gegen die Macht der Banken und die Zerstörung einer irgendwie positiv gearteten Zukunft richtet.

Doch viele Menschen sagen sich: wir leben doch in der besten aller Welten. Noch nie ging es uns so gut. Wir haben eine Demokratie und einen Rechtsstaat, die Gaststätten sind voll, die Menschen werden immer fetter. So einen Wohlstand hat es doch noch nie gegeben in der Geschichte! Wo also kommt diese beispiellose Wut her, die da generationenübergreifend wächst?

Die beiden Autoren des vorliegenden Buches, die beiden Philosophen Eugen Maria Schulak, der in Wien eine philosophische Praxis betreibt und der Austroiraner Rahim Taghizadegan, der unlängst mit dem Buch "Wirtschaft verstehen" (FinanzBuch Verlag) Laien versuchte , die österreichische Schule der Ökonomie näher zu bringen, gehen davon aus, dass die Wut der Bürger in unseren Gesellschaften noch zunehmen wird. Auch deshalb, weil immer mehr Menschen erkennen, was die beiden schon lange ahnen bzw. wissen: unser unmenschliches und überbürokratisiertes System ist nicht mehr reformierbar. Das uns seit Monaten vorgeführte europäische Gerangel um diverse Rettungsschirme zeigt uns das exemplarisch. Es geht nur noch ums Geld, das die meisten nicht haben, bzw. ihnen noch genommen werden soll.

Die einzelnen Menschen laufen derweil wie in einem Hamsterrad. Dass der Burn-Out als Krankheit bei Frauen und Männern krass zunimmt, kann als Beleg dafür gelten.

Ohne moralisch erhobene Zeigefinger entlarven die beiden Autoren den heutigen Menschen als einen angepassten Systemtrottel. Doch die vielen Proteste und die neuen soziale Bewegungen zeigen, dass der bald ausgedient haben wird. Doch nicht nur das: immer mehr Menschen ziehen sich aus ihrem Hamsterrad zurück, steigen aus, wechseln eine unbefriedigenden Arbeit, sind mit weniger Konsum zufrieden und beginnen ihren jeweils eigenen "Garten" zu bearbeiten und zu pflegen.

In insgesamt 10 Feldern zeigen die beiden Autoren die Zwänge und gleichzeitig die Möglichkeiten, diesen zu entkommen:
* Information
* Bildung
* Beruf
* Geld
* Sicherheit
* Gesundheit
* Umwelt
* Kultur
* Beziehungen
* Politik

Sie nennen es eine "Abenteuergeschichte", die keine Utopie sei. "Sie bezeichnet keinen unmöglichen Ort für unmögliche Menschen. Sie ist zwar unwahrscheinlich, doch wird sie Wirklichkeit durch Schritte, die klein genug für reale Menschen sind. Sie erfordert Unwahrscheinliches: Mut, Klugheit, Maß, Gerechtigkeit - Ideen, die so unwahrscheinlich sind wie das Wunder des Lebens und keine Spur weniger real."

Die eigene Ratlosigkeit nicht mehr hinnehmen, sondern als Ausgangspunkt nutzen für neues Denken und kleine Schritte hin zu einem selbstbestimmten Leben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Treffsichere Analyse aus freisinniger Sicht, 6. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Vom Systemtrottel zum Wutbürger (Gebundene Ausgabe)
Geht es uns nicht großartig? Größtmögliche Sicherheit und maximale Lebenserwartung bei minimaler Verantwortung und Null Risiko - wir leben wie im Schlaraffenland. Niemals zuvor war es möglich, sich so umfassend einzubringen" und zu engagieren". Das alles, ohne dabei etwas zu riskieren - ja ganz ohne einen eigenen Gedanken zu fassen! Das ist heute auch nicht mehr nötig, denn Horden staatlich finanzierter Experten nehmen uns selbstlos das Denken ab.

Der Wohlfahrtsstaat hat die beste aller möglichen Welten hervorgebracht - oder etwa doch nicht? Das beklemmende Gefühl, pausenlos im Hamsterrad zu laufen und dabei logischerweise nicht weiterzukommen, ist ein deutlicher Hinweis darauf, dass es der gouvernantenhaft über all unsere Aktivitäten wachende Leviathan zwar gut mit uns meint, uns am Ende aber eben doch nicht gut tut.

Im ersten Teil des Buches, das sich als Aufforderung zum Aussteigen" interpretieren läßt, wird die Propaganda der Apologeten des herrschenden, alle Lebensbereiche durchdringenden (um nicht zu sagen: erstickenden) Wohlfahrtsstaates mit beißender Ironie vorgeführt. Anleitung für den perfekt funktionierenden Systemtrottel könnte man diesen Abschnitt übertiteln, der sich wesentlichen Lebensbereichen wie Bildung, Beruf, Gesundheit und Sicherheit widmet.

Seit 1968 gilt: Nichts mehr ist privat - alles Leben ist politisch". Gleichheit" - ist das vom System" seither angestrebte Ziel. Mehr Geld" ist die aus den Bemühungen zur Erreichung dieses Ziels logisch folgende Forderung. Jedes vom Staat als solches definierte Problem, das nur ausdauernd genug mit Geld beworfen wird, verschwindet irgendwann, nicht wahr? Daß wir alle im Sinne der egalitären Endlösung rastlos zu schaffen haben, hat viel mit dem nicht enden wollenden Geldbedarf des anmaßenden Gemeinwesens" zu tun.

Investieren - das ist was für Millionäre und Spielernaturen. Wir dagegen - die breite Masse - leben vom und für den Konsum. Sparen - das war gestern. Dabei handelt es sich um die seltsame Liebhaberei reaktionärer Spießer. Wir Systemtrottel dagegen leben auf Kredit - das Geld ist schließlich billig wie noch nie. Daß die Schulden irgendwann von irgendwem beglichen werden müssen, dämmert uns allerdings. Daß es unsere Kinder treffen könnte, leuchtet ein - deshalb bekommen wir sicherheitshalber keine. Im Buch heißt es dazu Unsere Kinder und Enkelkinder müssten nämlich unsere Schulden zurückbezahlen, und da ist es nur human und nachhaltig, sie abzutreiben." Das ist es! Bösartiger - und zugleich treffender - kann man die Wirklichkeit des jede Verantwortung und Moral zerstörenden Wohlfahrtstaates - den Höhepunkt des Interventionismus - nicht vorführen.

Im zweiten Teil des Buches widmen sich die Autoren dem Aufzeigen von Alternativen zur Figur des Systemtrottels. Das Phänomen des Wutbürgers" - jenes Akteurs, der sich mit seiner Rolle als austauschbares Rädchen im Getriebe nicht länger abfinden will, steht am Beginn dieser Geschichte", die in der Folge erzählt wird.

Das Bild des Gärtners", der sich um ein eng begrenztes, überschaubares, umfriedetes" Areal kümmert, wird dem des Systemtrottels gegenübergestellt.

Letzterer fühlt sich für alle Probleme dieser Welt zuständig (die er weder verstehen noch jemals lösen kann) und delegiert dafür alle ihn selbst betreffenden Angelegenheiten an die Politik. Ersterer dagegen kümmert sich um seinen eigenen Kram", ohne asozial zu sein - ganz im Gegenteil - und überlässt die ohnehin nur Größenwahnsinnigen lösbar scheinenden Weltprobleme" anderen. Erst die persönliche Übernahme von Verantwortung im eigenen Wirkungsbereich ermöglicht die Hinwendung zum Nächsten - frei von politischem Engagement", das so gut wie nie über das Dreschen von eingelernten Phrasen hinausreicht und selten zu konkreten individuellen Handlungen führt. Das Kollektiv wird's nicht richten, denn: Es geschieht nichts Gutes, - außer man tut es!

Ein aus der gutmenschlichen Ratgeberliteratur wohltuend herausragender Text.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wir müssen unseren Garten bestellen, 30. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Vom Systemtrottel zum Wutbürger (Gebundene Ausgabe)
Noch nie ging es uns so gut wie heute. Wir haben ungeahnten Wohlstand bei immer weniger Arbeit; jedes Jahr beschert uns der technische Fortschritt neues Spielzeug. Wir sind gebildet wie nie zuvor - klar, Bildung ist wichtig. Wir leben im ewigen Frieden; dass der Krieg einmal zu uns kommt, ist undenkbar. Uns geschieht kein Unrecht, denn wir haben den Rechtsstaat; wir sind frei, denn wir haben die Demokratie. Geht es uns einmal schlecht, sorgt der Sozialstaat für uns - geht es uns gut, tragen wir unseren Teil bei, diesen Sozialstaat zu erhalten. Politiker und Experten achten auf unser Wohl - und sind wir einmal der Meinung, sie würden es nicht tun, wählen wir sie ab und setzen bessere an ihre Stelle. Frei sind wir auch von der alten, repressiven Moral, die uns vorschrieb, was wir zu tun und zu lassen hatten. Wir leben ganz eindeutig in der besten aller Welten.

In einer meisterhaften, manchmal bis ins Bitterböse gehenden Satire gelingt es Schulak und Taghizadegan, die Leere dieser uns von Schule, Politik und Fernsehen eingetrichterten Behauptungen bloßzulegen. Tatsächlich sind wir als Stimm-, Konsum- und Produktionsvieh gefangen im immergleichen System-Trott, im sich sinnlos drehenden Hamsterrad, das uns Bewegung nur vorgaukelt. Den Luftschlössern, die man uns hingezaubert hat und die wir uns selbst erträumt haben, kommen wir so um nichts näher.

Irgendwann mag uns das aufgehen, mögen die Luftschlösser im Nebel verschwimmen oder gar zerplatzen. Dann mag uns unsere Lage bewusst werden und wir werden wütend. Wir verweigern den Gehorsam, empören uns, protestieren, besetzen bestimmte Straßen und Plätze. Darin erschöpft sich ein guter Teil der über die Medien transportierten Empörungsstimmung und der Empörungsliteratur der letzten Zeit. Doch das sind nur Umbau- und Renovierungsarbeiten an den Luftschlössern, vielleicht auch deren Neubau. Im äußersten Falle wird der Wutbürger zum Trottel eines neuen Systems.

Schulak und Taghizadegan gehen weit darüber hinaus. Sie lassen den sich die Maske des Wutbürgers übergestülpt habenden Systemtrottel nicht nur aus der Sicherheit des Hamsterrades durch dessen Gitter das System beschimpfen - nein, sie brechen mit ihm gemeinsam aus, sie wagen den Sprung auf den Boden der Wirklichkeit. Der Aufprall mag für viele schmerzhaft sein, und war es, wie anzunehmen ist, auch für die Autoren selbst. Doch nur diesen harten Boden lohnt es, zur Stätte unseres irdischen Wirkens, zu unserem Garten zu machen. Der eigene Garten bietet Platz für viel Schönes und Nährendes; ein Beet für Politik, für große Ideen und Ideologien, für ungefragte Einmischung in fremde Angelegenheiten findet sich in ihm nicht.

"Wir müssen unseren Garten bestellen", sagt Voltaires Candide. Dieses Buch bietet die philosophische Pflanzanleitung dazu.
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13 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Das Buch nimmt den Leser hart ran. Wir spielen dem Leser den Ball zurück.", 19. Dezember 2011
Von 
Andreas Pizsa (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Vom Systemtrottel zum Wutbürger (Gebundene Ausgabe)
"Das Buch nimmt den Leser hart ran. Es ist keine Politiker- oder Managerbeschimpfung. Wir zeigen nicht mit dem Finger auf irgendwen, wir zeigen auf den Leser ' auch auf uns selbst."
' Rahim Taghizadegan

Seit Roland Düringer's Wutrede im österreichischen Staatsfunk tut man sich einwenig schwer in den Medien, dieses Buch einzuordnen. Man weiss nicht so recht: darf schreiben, worüber die da schreiben? Darf man das sagen? "Die Autoren haben mit Strache und "rechten Primitiv- Lösungen" nichts am Hut, das ist einmal wichtig". So rechtfertigt Hans Rauscher Hans Rauscher, wenn er allen Mut zusammennimmt und über die Systemtrottel schreibt.

Wenn Sie mit dem Status Quo im Großen und Ganzen ganz zufrieden sind dann lassen Sie das Buch getrost liegen und träumen Sie ruhig weiter; man wird Sie dann schon wecken, wenn's an der Zeit ist.

Sind Sie ein wenig unzufrieden mit der Welt und hoffen darauf, dass nur endlich die Richtigen an die Macht gewählt werden müssen - dann ist dieses Buch schon eher etwas für Sie; dann sind Sie nämlich wahrscheinlich - das ist jetzt nicht als Beleidigung gedacht - ein Systemtrottel.

Ein Systemtrottel ist einer der eben mit dem System mittrottet. Nicht unbedingt unterstützt, nicht unbedingt gut findet, auch nicht mit allem zufrieden ist ' eher ein "informierter, kritischer Bürger" eben; Tagesschau, Pressestunde, Morgenzeitung, Wahlprognosen usw.; das ist der Systemtrottel. Keine Sorge, das sind wir alle. Sie sind also - wenn schon nicht in guter - aber zumindest in Gesellschaft. In "der Gesellschaft" eben, von der man ja auch so viel hört und liest und zu der man ja auch "gehört".

Doch die Situation ist schlimmer als es scheint. Die Krise ist so tief, es hat keinen Sinn nach großen Systementwürfen zu suchen, nach Führungsfiguren, nach "Neuen Ideen". Klar wittern Verführer jetzt die Gunst der Stunde, aber woher sollen diese Führer denn kommen? Wer hat sie aufgebaut? Unser "Bildungssystem"? Ganz sicher nicht.

Schulak und Taghizadegan loben den Weg der Besinnung auf das Eigene; das ist keine Isolation, es ist eine Besinnung auf den eigenen Garten, der auch Früchte tragen und Andere erfreuen kann. Wenn jeder vor der eigenen Türe kehrt, dann ist die ganze Straße sauber. Freilich macht man sich dabei schmutzig, und freilich ist es mühsamer, selbst zu kehren als den anderen zu sagen, wo sie kehren sollten. Genau darum geht es: das eigene Leben in die Hand zu nehmen und dort konkretes zu bewirken anstatt bloß seine Stimme abzugeben.

"Vom Systemtrottel zum Wutbürger" ist wirklich eines der seltsamsten Bücher, vielleicht trifft es "eigenartig" noch besser. Die Autoren haben sich für das ungewöhnliche Stilmittel der Farce entschieden; das ist recht clever, denn auf diese Weise gelingt ihnen ein heikler Seiltanz zwischen Satire und Dokumentation, ohne dabei in plumpe Schenkelklopfer-Komik oder all zu offene Anklage zu verfallen. Das wird schwer verstanden: die "Wutrede" des Kabarettisten Roland Düringer im Österreichischen Staatsfernsehen hat einiges an medialer Verwirrung ausgelöst.

Es ist nicht leicht, dieses Buch zu lesen; und es ist nicht leichter, es richtig zu lesen. Ja es ist sogar "eine Tortur" ' das schreiben die Autoren selbst ' und durch diese Qual, durch diese Folter zu gehen, dazu müssen Sie schon gewillt sein, sonst macht das Lesen erst gar keinen Sinn. Ohne diesen Willen wittern Sie vielleicht gar einen "arg esoterisch angehauchten Lebensratgeber für Sinnsuchende" (© Falter). Wenn das der Fall ist schenken Sie das Buch einfach weiter, denken Sie nicht weiter darüber nach. Alles hat seine Zeit :)

Tatsächlich ist dieses Buch also schwer zu lesen, oder besser gesagt: schwer zu ertragen. Satz um Satz wechseln sich bittere Warheit und süße Übertreibung ab und der Unterschied ist nicht immer so klar zu erkennen; das liegt aber weniger an den Autoren. Ist es wirklich so eindeutig, ob denn nun die Wahrheit, die Gegenwart, nicht schon längst die Übertreibung selbst ist? Und genau darin, in dieser unerträglichen, peinlichen, schmerzhaften und auch komischen Unklarheit liegt die Essenz dieses Buches.

Stimmt schon: ein paar Dinge wiederholen sich - aber genau so ist eben das Leben in unserer realen Übertriebenheit, die viele ihren Alltag nennen. Da ist diese ständige Forderung nach "Mehr Geld!"; mit diesem "Mehr Geld!", so meint man im Alltag, würden sich alle Probleme doch sofort lösen lassen. Oder dieser ständige Ruf nach "Rechten" und "Ansprüchen". Das findet sich dann auch in diesem Buch wieder, und dort erscheint es dann, in dieser Dichte, übertrieben. Aber ganz ehrlich: das ist es nicht, so sieht's eben tatsächlich aus.

"Es ist auch eine Moralpredigt. Wir spielen dem Leser den Ball zurück. Es ist bequem, zu sagen: 'Die Politik ist schuld, die Banken sind schuld'. So kann man andere verantwortlich machen, auch für eigene Unsinnigkeiten."
' Eugen Maria Schulak
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen 2 philosophen erklaeren uns das leben, 30. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vom Systemtrottel zum Wutbürger (Gebundene Ausgabe)
teil 1 stellt uns das system samt seiner trottel vor,in teil 2 dann folgt die anregung zur verbesserung(von wut ist dabei aber nicht viel zu spueren).teil 1 erhaengt sich in sarkasmen die sehr oft ueberzeichnet und unrichtig abgeleitet sind,als anschauungsobjekt wird fast ausschliesslich der mitteleuropaeische unselbstaendig erwerbstaetige bueroarbeiter(oder beamte)herangezogen,wodurch das beobachtungspanel(bewusst?)viel zu klein gehalten wird.
teil 2 ergeht sich dafuer in spaetromantischen allegorien(das leben als garten der bepflanzt wird),die darstellungen sind nicht nachvollziehbar und die daraus gezogenen schluesse sehr lueckenhaft in ihrem entstehen - moege man mir vorwerfen ich habe die schlussfolgerungen der autoren nicht verstanden,so werfe ich ein:schade,denn ich bin der leser und war auch der kaeufer.
conclusio:der grund fuer den hohen bekanntheitsgrad des buches erschliesst sich mir jedenfalls nicht,schon gar nicht ueber die logik des inhalts,und die auswirkungen seiner aussage als ausloeser fuer kampagnen("mut statt wut")erst recht nicht.
trotzdem:bitte lesen und eigene meinung bilden!
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mitmachen statt zuschauen!, 17. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Vom Systemtrottel zum Wutbürger (Gebundene Ausgabe)
Den Worten der ersten Rezension kann ich nur widersprechen, denn das Buch kommt zur rechten Zeit. Wer ärgert sich nicht, wenn er die täglichen Nachrichten aus Politik und Wirtschaft verfolgt. Leider schalten viele von uns dann einfach zum nächsten "Brot und Spiele"-Programm um. Und da liegt das Problem: So lange wir nicht gemeinsam aufstehen und dem Treiben ein Ende setzen wird sich nichts ändern. Jeder sollte mitmachen, ein erster Schritt liegt im "Wutbürger"... und alles weitere erklärt das Buch!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen ich war entäuscht, 8. März 2012
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vom Systemtrottel zum Wutbürger (Gebundene Ausgabe)
sicher das Buch hat ohne Zweifel in seinen Inhalten recht, aber nach der Hälfte des Buches mußte ich mich bereits quälen um weiter zu lesen, das Buch zeigt nicht wirklich auf das in diesem System einfach der Wurm ist und das die Leute schön langsam selbst munter werden müssen. Bei sich selbst anfangen müssen.

Jeder der sich für diese Materie interessiert dem Empfehle ich das Buch von Hans A Pestalozzi .Auf die Bäume, ihr Affen.Das Buch ist gut und gerne 20 Jahre alt, ich griff wieder danach als ich den "Wutbürger" endlich durch hatte.

Kein Vergleich, das Buch ist top aktuell und beschreibt die Themen weitaus direkter als im oben genannten Buch.

Fazit: Schade, ich hätte mir mehr erwartet
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15 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene Systemkritik, 21. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Vom Systemtrottel zum Wutbürger (Gebundene Ausgabe)
"Vom Systemtrottel zum Wutbürger" ist ein Buch, das mich voll und ganz überzeugt. Die Autoren sprechen Dinge an, mit denen sie ganz einfach recht haben. Wir wachsen mit so vielen gesellschaftlichen Zwängen auf und haben nie gelernt, diese zu hinterfragen. Wer "das gehört sich so", das machen alle so" oder das ist halt so" sagt, ist tatsächlich ein Systemtrottel". Die beiden Philosophen animieren die Leute, über gewisse Realitäten nachzudenken und zum Wutbürger" zu werden. Schulak und Taghizadegan zeigen in ihrem Buch, wo die Probleme liegen und mit welchen Strategien sie gelöst werden können.

Die beiden Autoren haben einen ausgesprochen flüssigen Schreibstil, der sich leicht lesen lässt. Sie vermeiden sperriges Fachvokabular und schreiben auch nicht lange um den heißen Brei herum - zähe, uninformative Passagen sucht man in "Vom Systemtrottel zum Wutbürger" vergeblich.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Fehlkauf, 11. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vom Systemtrottel zum Wutbürger (Gebundene Ausgabe)
Hatte große Erwartungen die leider Enttäuscht wurden. Dreiviertel des Buches liefert eine monotone, sich wiederholende und völlig überzeichneten Ist-System Analyse. Schlussendlich wird das grundsätzlich recht brauchbare Konzept des Gartens, stellvertretend für eine individuelle ausgewogene Lebensweise, eingeführt. Ein reelles, ernsthaft konkurrenzierendes Alternativmodell wird aus dem spärlich bereitgestellten Substrat wohl kaum entstehen.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mut zur Wut, 16. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Vom Systemtrottel zum Wutbürger (Gebundene Ausgabe)
Tolles Buch! Einfach mal klar darüber nachdenken und den Hausverstand einschalten! Denn das Hamsterrad sieht von innen auch wie eine Karriereleiter aus! ;)
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Vom Systemtrottel zum Wutbürger
Vom Systemtrottel zum Wutbürger von Rahim Taghizadegan (Gebundene Ausgabe - 10. September 2011)
EUR 19,95
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