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5.0 von 5 Sternen Ein traumhaftes Buch, 30. September 2013
Von 
B. Schnuch (Berge; Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: DZ. Roman (Gebundene Ausgabe)
Seit ich dieses Buch gelesen habe, habe ich einen neuen Lieblingsschriftsteller. Selim Özdogan zeigt in DZ eine auf den ersten Blick „Schöne neue Drogenwelt“ des Internets. Aber durch die Hauptfiguren Damian und seine Freundin Zoe erfahren wir, dass die Menschen die dort leben, noch die „alten Menschen“ sind. Es gibt viele Arme und wenig Reiche, die totale Überwachung auch in den ferngesteuerten Rikschas, Geheimagenten, die durch Drogen gefügig gemacht werden. Regelungen im Gebrauch und der Verbreitung von Drogen gibt es auch hier. Drei Pharmakonzerne (be)herrschen die DZ, sie bestimmen welche Drogen, wann, zu welchem Preis zu haben sind.
Ein neues, gefährliches Stimulans verstärkt die Wahrnehmung. Ein Sohn, Damian ist dem Ruf der Drogen gefolgt und lebt in der DZ, einer Welt in Ostasien in der Drogen zum Teil erlaubt sind. Er probiert mit seiner Freundin alles aus, kennt sich aus und lässt uns teilhaben an den Drogenerfahrungen. Aber eine neue Droge bringt Damian in Gefahr, er taucht unter in den Bergen. Seine Mutter, eine Frau aus der „Flower-Power-Zeit“ wird bald sterben und regelt ihren Abschied abgeklärt und souverän, bewundernswert. Ein letzter Wunsch ist, ihren verlorenen Sohn noch einmal zu sehen. Ihr angepasster zweiter Sohn, der Akademiker Ziggy versucht ihr diesen Wunsch zu erfüllen.
Er blieb im Land, hat studiert, forscht über Träume und hat immer noch viel zu viele Fragen. Er sucht seinen Bruder im Internet, in gefährlichen verbotenen Foren des Drogenhandels. Er hält sich auf in versteckten, geschlossenen Foren und agiert mit Verschlüsslungen, damit er nicht entdeckt wird. Auch er lebt in einem Überwachungsstaat -alles zum Wohle der Bürger. Im Internet lernt er neue Leute kennen, neue Wege und Möglichkeiten tun sich auf, er entdeckt sich neu. Was er nicht weiß: Auch seine Tochter surft auf den gefährlichen Seiten.
In diesem spannenden Buch findet sich vieles aus der alten Welt: Weisheiten mischen sich mit neuen Ideen. Die „gute“ Welt ist eine geregelte Welt.
Der Autor zeigt wie eine Familie zusammenhält: Jeder gehört dazu alle hören ihr gemeinsames Lied. Spannende Seiten habe ich zweimal gelesen, weil Unerwartetes passierte und ich es nicht fassen konnte, ich war oft total überrascht. Das Schlimmste an der Welt der Zukunft: Bücher gibt es nur noch antiquarisch (eine Horrorvorstellung) –und sie sind fast so schwer zu besorgen wie Drogen.
Es gibt weise Frauen, die beide Welten vereinen, wie die nutzlosen Nonnen, die eine starke Frauengemeinde bilden und es gibt Celia, ein Wesen in der Geschichte aus dem parallelen Universum oder doch nur eine Traumfrau?
Ich wünsche diesem Buch viele Leser. Es ist ein Buch das Freude macht, spannend ist, den Horizont erweitert und auch Undenkbares einfach beschreibt und überzeugend möglich werden lässt. Ein traumhaftes Buch!
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5.0 von 5 Sternen genial ausgedacht, 28. August 2013
Von 
Beate Mayer (wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: DZ. Roman (Gebundene Ausgabe)
Vorab: Ich mag eigentlich keine Romane, die in der Zukunft spielen - meist sind sie fantasielos, unlogisch, oder gar auch noch schlecht geschrieben. Deshalb hat mich DZ in jeder Hinsicht positiv überrascht, das alles trifft auf diesen Roman ganz und gar nicht zu - da hat Selim Özdogan alles Mögliche sehr konsequent weitergedacht und daraus eine durchaus stringente und spannende Geschichte um zwei Brüder, die praktisch in zwei verschiedenen Welten leben, gemacht.

PS: Das einzige, was ich mit diesem Roman nicht machen würde: ihn meinem jugendlichen Sohn empfehlen, da ist mir vieles zum Thema Drogen zu heftig. Obwohl das natürlich nichts nützen wird, und gerade die Passagen, in denen sich der Autor mit dem zynischen Umgang der Pharmaindustrie mit den Konsumenten auseinandersetzt, besonders gelungen sind.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen träumen, singen, lieben, 16. August 2013
Rezension bezieht sich auf: DZ. Roman (Gebundene Ausgabe)
Wir kommen aus der Unendlichkeit, deswegen sehnen wir uns nach ihr, heißt es bei Selim Özdogan an anderer Stelle. Vielleicht ist es diese Sehnsucht, die uns träumen, singen, lieben, verzweifeln oder Drogen nehmen lässt. Und die sich auch immer wieder in seinen Geschichten, Texten und Romanen wiederfinden lässt.

Auf der Suche in DZ geht es um mehr als Drogen, ihre Wirkungen, ihre Verlockungen, ihre Grenzen, ihre Endlosigkeiten und ihre Gefahren. Denn um seinen Bruder zu finden, muss Ziggy nicht nur immer tiefer in Chatrooms und Foren, in die Welt der illegalen Substanzen eindringen. Er muss auch seine Gewohnheiten und Sicherheiten überdenken, andere Blickwinkel nutzen und andere Sichtweisen gewinnen. Gleichzeitig taucht in der DZ eine neue Droge auf, die neue Einblicke und vielleicht neue Einsichten verspricht. Und dies bleibt auch für Damian nicht ohne Folgen.

Es beginnt eine Suche, an deren Ende alles stehen könnte. Oder alles verloren sein könnte. Wenn es denn etwas zu verlieren gibt.

Wie so oft kann man die Bücher von Selim Özdogan auf verschiedene Weisen lesen. Dieses zum Beispiel als Buch über Drogen. Oder über Familienbande. Oder über Partnerschaften, Liebe und Träume, oder über Wahn und den Vorstellungen davon. Über Ideen, die sich in vielen Religionen wiederfinden lassen. Über Klang, Musik und deren Wirkungen. Oder einfach als wundervolle Geschichte, die in warmen Worten und Farben einen Klang, eine Musik beschreibt, zu fassen versucht, die jeder anders hört, die aber jeder hört und damit die Individualität eins werden lässt.
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4.0 von 5 Sternen Ein Buch voller Ideen und Fragestellungen., 12. März 2014
Rezension bezieht sich auf: DZ. Roman (Gebundene Ausgabe)
Der erste Satz aus DZ: Wir kennen hier kein Wort für Schmerz. “Hier” meint in diesem Kontext die DZ, die niemals ausgeschriebene Abkürzung für ein Land, das in naher Zukunft etwa inmitten des jetzigen Indien entsteht und in dem alle Drogen legal sind. Selim Özdogan schafft in seinem Roman eine Welt, von der viele Menschen hier träumen. Und führt gleichzeitig all die Probleme damit auf. Wer in der DZ lebt, gilt in der restlichen Welt ans Junkie und wird an jeder Grenze bis auf die Knochen durchsucht. Und wer einen Touristenstempel der DZ im Pass hat, wirkt so unschuldig wie heutzutage einer, der gerade von einem Wochenendtrip aus Amsterdam kommt.
Damian und Ziggy sind Brüder, Damian lebt in der DZ, Ziggy ist in Deutschland geblieben und hat eine Familie gegründet und schon lange keinen Kontakt mehr zu seinem Bruder. Allein der Kontakt in die DZ macht einen schon verdächtig. Aber als die Mutter der beiden im sterben liegt, bitte sie Ziggy, sich auf die Suche nach seinem Bruder zu machen, damit sie ihn ein letztes Mal sehen kann.
Da ist diese neue Droge, wmk, die dich alle Sprachen der Welt verstehen lässt, aber auch zur Folge hat, 12 Stunden lang überhaupt keiner Sprache mehr fähig zu sein. wmk bedeutet ausgeschrieben aber wortmachtklang und ist im gesamten Internet verstreut der Nickname von Selim selbst. Ich glaube, DZ kann vieles bedeuten, neben dem offensichtlichen Drogenzone aber auch einfach die Zusammensetzung von Damien und Ziggy, deren Namen wiederum beides derer von Söhnen Robert Nesta “Bob” Marleys sind. Bezeichnenderweise heißt auch der Vater im Roman Robert.
Selim beschreibt abwechselnd aus der Sicht der beiden Brüder diese Geschichte und das Leben in einer nahen Zukunft, die sich, kurzfristig gesehen, wie eine Utopie anhört, aber immer tiefergehend im Grunde genauso festgefahren ist, wie unsere heutigen Verhältnisse. DZ ist ein Roman voller Drogen und Beschreibungen über Drogenerlebnisse, ohne sich dabei auf eine Seite zu stellen. Gleichzeitig aber ist es ein Buch voller Ideen und Fragestellungen, mit denen wir uns auch jetzt auseinandersetzen müssen. Und dann ist es aber auch ein Buch voller Verbindungen und kleinen Hinweisen. Und an Ende nicht nur der Ahnung, dass der erste Satz des Romans eine ausgesprochene Lüge ist.
Ich will gar nicht weiter schreiben. Schnappt euch DZ, es hat ein tolles psychedelisches Cover, und taucht ein in eine Welt voller Wort, Macht, Klang. Viel Spaß dabei!
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5.0 von 5 Sternen Ein Trip, der süchtig macht, 21. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: DZ: Roman (Kindle Edition)
Selim Özdogan hat mich angefixt. Ich bin süchtig nach seinen Büchern. Spaß beiseite: In DZ geht es um Drogen, ja. Aber doch vor allem um Menschen, zwischenmenschliches. Und es wie immer spannend bis zur letzten Seite. Ich freue mich schon auf sein nächstes Buch.
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DZ. Roman
DZ. Roman von Selim Özdogan (Gebundene Ausgabe - 2. August 2013)
EUR 22,90
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