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am 4. Oktober 2013
Ein Prolog führt kurz in die fünf parallelen Handlungsstränge ein, damit auch ein Leser, der den ersten Band der Triologie nicht kennt die Personen und Situationen kennenlernt - dann beginnt die Sogwirkung des Romans. Aufmerksam, erstaunt und überrascht erleben wir den Volkskontrolleur Pawel Dobrynin zusammen mit seinem Gehilfen Waplachow in Sibirien, wo die Kontrolle des Pelzhandels von japanischen Revolutionären unterlaufen wird. Die Rückfahrt nach Moskau mit der Sibirischen Eisenbahn verzögert sich: man muss auf den Wein warten, der noch rollend zu Portwein reifen soll. Der Volkkontrolleur lernt gestrandete Geologen kennen und schätzen, ebenso den großen Vorrat an gut konserviertem Fleisch.
Zurück in der Zivilisation ist der zweite Weltkrieg ausgebrochen und die beiden Grenzkontrolleure leisten ihren Kriegsdienst, indem sie die Mäntel für die Frontsoldaten kontrollieren. In einer Gummifabrik überprüfen sie Luftballons und in einer Spirituosenfabrik achten sie auf die Arbeitsmoral. Skurril, teilweise absurd sind die Situationen und die Reaktionen der Charaktere. Aber sie handeln immer „gerecht“ – wie vom Kreml vorgegeben.
In einem zweiten Handlungsstrang begleiten die Leser den Papagei und den Künstler Mark zunächst durch die Frontstationen seiner Tournee und dann ins Tierkrankenhaus, als beide schwer verwundet werden. Mark und der Papagei werden vom ZK mit einem Bewacher „Hüter“ versehen, durch die Fabriken gesandt, um die Arbeiter mit Kultur zu erbauen. Mark darf weder Fabriken noch Arbeiter zu Gesicht bekommen, wird vom Hüter mit verbunden Augen geführt. Als der Krieg endlich zu Ende ist, bringt der Papagei ihn mit einem herben Versprechen in eine ausweglose Situation.
Der dritte Handlungsstrang zeigt, wie es dem Lehrer Banow gelingt, seinen Lenin, den Laubhüttenbewohner unter dem Kreml zu sehen. Bei seinem letzten Besuch lernt er den „Kremlträumer“ Lenin kennen und wird von diesem als Sekretär engagiert, seine unzähligen täglichen Briefe zu lesen und zu beantworten. Lenin erfreut sich derweil an den Paketen.
Im neuen Gelobten Land wird die Suche eines Engels - der vierte Handlungsstrang- immer auswegloser. Er liebt eine Atheistin, und versucht die Menschen und Situationen zu verstehen. Ruhe und Geborgenheit findet er allabendlich beim Besuch in einer Räucherei.
Fünfter Strang: Eine Pistolenkugel sucht immer noch ihren Helden.
Das Buch liest sich leicht und flüssig. Es ist ein bezauberndes Buch, voll unerwarteter Reaktionen und Absurditäten, die elegant umschrieben werden. Mit diesem Buch lernt man die russische Seele kennen. Es zeigt, wie die Menschen in Russland es verstehen, gewitzt mit den Anordnungen des Kreml umzugehen. Sie lernen, mit der Planwirtschaft zu leben, sie zu ihrem Vorteil auszulegen. Die Situationen und Charaktere sind den Beschreibungen in „Toten Seelen“ von Gogol nicht unähnlich. Die Menschen sind gleichgeblieben, auch wenn die Regierung sich geändert hat. Nicht nur der Papagei ist unbeugsam. Ein sehr empfehlenswertes Buch, für einen literarischen Besuch in der Planwirtschaft.
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am 7. April 2016
Auch der zweite Teil der Trilogie unterhält mehr als er langweilt.
Die Handlungsstränge beginnen sich langsam miteinander zu verweben, es kommen neue, durchaus surrealistische Dinge dazu (z.B. die unter dem Kreml liegende 5. Dimension, erlaube ich mir so zu nennen).
Das bemühte Gutmenschsein des Pawel Dobrynin ist genauso glaubhaft wie dessen sich immer wieder Hinterfragen und vermeintliches Scheitern, die Selbstzweifel und der Verdacht benutzt zu werden, auch das Erkennen der eigenen Begrenztheit und das immerwährende Bemühen seiner Aufgabe gerecht zu werden.
Es gibt viele lustige Episoden, viel Tragikkomisches und es wird sehr viel Tee getrunken. (und Spiritus) ...
Empfehlenswert, trotz dessen ich glaube, dem wahren 'Sowjetmenschen', den der Autor versucht zu erklären, kommt man durch die Lektüre der drei Bände nicht näher.
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am 18. September 2013
In dem Zweiten Teil der Trilogie des erfolgreichen Drehbuchautoren und Kameramanns Andrej Kurkow geht es wie in seinem Ersten Band um einen Volkskontrolleur in der Sowjetunion. Pawel Dobrynin ist ein ganz bescheidener Mann, der fast urplötzlich zum Volkskontrolleur für die Pelzbereitung auf Lebenszeit wird. In seiner neuen Funktion reist er quer durch die Sowjetunion zu Zeit des 2. Weltkrieges wo er seinen Begleiter Mark kennenlernt. Mark, zuständig für die Truppenbetreuung der Armee immer seinen Gedichte vortragenden Papagei Kusma dabei. Gemeinsam erleben sie Abenteuer die auch zum Schmunzeln sind. Einmal angefangen kann man es nicht mehr aus der Hand legen und erwartet voller Spannung und Vorfreude auf den Dritten und leider Letzten Teil der Trilogie.
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am 5. Oktober 2013
Während ich den 1. Band verschlungen habe, war der 2. eine 'Pflichtübung'... Geschichten ziehen sich zäh und etwas uninspiriert weiter. Schade... Gibt wohl noch einen weiteren Band. Hoffe, der wird dann wieder ähnlich unterhaltsam sein, wie der erste.
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