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5.0 von 5 Sternen Politik im Web 2.0 - Chancen und Möglichkeiten, 21. Oktober 2010
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Politik 2.0: Demokratie im Netz (Gebundene Ausgabe)
In den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts war es das Radio, womit sich US-Präsident F. D. Roosevelt eine effektives Mittel verschaffte seine Präsidentschaft gebührend zu inszenieren, in den 60ern war es John F. Kennedy der mit seinen fernsehgerechten Auftritten eine neue Ära einleitete und in den 0er-Jahren des 21. Jahrhunderts ist es Barack Obama mit Hilfe des Web 2.0 gelungen eine ähnliche Revolution los zu treten, wie seine beiden historischen Vorbilder. Der Sieg Obamas bei den Präsidentschaftswahlen 2008 hat zum guten Teil auf dessen Bereitschaft gegründet die modernen Social Networks für die Organisation und Mobilisierung seiner Wähler zu gefußt, während man zugleich durch so genannte Mikrospenden einen wertvollen Beitrag zur Finanzierung der gesamten Kampagne leisten konnte.

Doch was kann man aus Obamas glänzenden Beispiel für die etwas beengenderen österreichischen Verhältnisse lernen? - Eine Frage auf die Andrea Heigl und Philipp Hacker mit POLITIK 2.0 eine Antwort zu geben versuchen.

Obamas in den diversen Printmedien zeitweise gerne betonter Erfolg beim Online-Fundraising lässt sich angesichts der 300 Millionen-Bevölkerung der USA selbst in Deutschland und erst recht Österreich freilich kaum wiederholen. Stattdessen lässt sich aber von Obamas innovativer Nutzung von Facebook und Co. einiges lernen und in kleinerem auch für die Bundes- Landes- oder Gemeindepolitik adaptieren. Zunächst widmen sich die Heigl und Hacker allerdings einer genauen Analyse von Obamas Wahlkampgne, die schon an sich einen Blick in das vorliegende Werk wert ist, bekommt man hier doch neben Screenshots eine sehr umfassende Darstellung der Funktionsweise von MyBarackObama.com und wie dieses Flaggschiff von Obamas Wahlkampagne im Einklang mit Facebook (dessen ehemaliger Pressesprecher Chris Hughes in Obamas Wahlkampfteam gewechselt hatte) zum durchschlagenden Erfolg wurde.

Nach Obamas mustergültiger Kampagne unterziehen die Autoren schließlich auch an gegenwärtigen Webauftritte der österreichischen Parlamentsparteien einer eingehenden Untersuchung und orten nicht unbeträchtliches Verbesserungspotential. Zwar bieten Listenwahlkämpfe wie in Deutschland oder Österreich nicht jenen Spielraum für Wahlkampagnen wie sie in den USA üblich sind, was die Autoren am Beispiel der letzten deutschen Bundestagswahlen deutlich machen, doch lässt sich am Beispiel von Heinz Fischers Präsidentschaftswahlkampf sehr wohl feststellen dass Web 2.0-Kampagnen auch diesseits des Atlantiks gut funktionieren können.

Ob politische Parteien das Web 2.0 überhaupt nutzen sollen, beantworten Andrea Heigl und Philipp Hacker mit einem eindringlichen JA. Wenn man in Österreich zwar bei weitem nicht mit jener Mobilisierung arbeiten kann, mit der ein Obama rechnen konnte, so ist das Web 2.0 doch schon deshalb unglaublich wichtig für den Alltag der Bürger weil selbst jeder noch so kleine Verein sich mittlerweile auf Seiten wie Facebook eine Nische eingerichtet hat und so zudem Möglichkeiten des Diskurses eröffnet werden, die sonst überhaupt nicht bestehen würden.

POLITIK 2.0 als Sachbuch überzeugt durch eine bestechende und klare Argumentation, gepaart mit einem gut lesbaren Stil und sehr geschickt eingesetzten Screenshots der vorgestellten Seiten und ihrer Funktionen.

Fazit:
Gewissermaßen ein Standardwerk. Angenehm zu lesen und sehr informativ.
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Politik 2.0: Demokratie im Netz
Politik 2.0: Demokratie im Netz von Philipp Hacker (Gebundene Ausgabe - 4. Oktober 2010)
EUR 19,80
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