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Kundenrezensionen

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am 17. September 2003
Die vorliegende Ausgabe von Germinal ist keineswegs eine Neuübersetzung, sondern eine GEKÜRZTE Ausgabe von Zolas ursprünglichem Werk in dem viel von der eigentlichen Intention des Autors verloren geht. Besonders bedauerlich ist dabei, dass dies mit keinem Wort irgendwo vermerkt ist; weder auf dieser Website, noch im Buch selbst.
Mir sind die Kürzungen erst aufgefallen, als ich in der Schule bei der gemeinsamen Lektüre und dem Vergleich mit der Reclam-Ausgabe gravierende Unterschiede bemerkt habe und feststellen musste, dass insgesamt über 200 Seiten fehlen.
Ich kann jedem Kunden, trotz des niedrigen Preises, nur davon abraten sich diese Ausgabe zu bestellen, und empfehle die orginalgetreue Reclam-Ausgabe.
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HALL OF FAMEam 2. Januar 2003
Die Schilderung des Elends der Arbeiter und ihrer Unterdrückung in einem nordfranzösischen Bergbaugebiet in diesem 13. Band (1885) gehört zu den eindrucksstärksten Romanen der Rougon-Macquart-Reihe. Germinal hieß im Kalender der ersten französischen Revolution der Monat, in dem es zu keimen beginnt. Diesen Namen hat Zola diesem gewaltigen Roman gegeben, in dem er schildert, wie aus der mit Blut und Schweiß der Bergleute gedüngten Erde eine Saat keimt. Er führt uns mitten hinein in das Leben der Grubenarbeiter mit seinem Elend, seinen wenigen Freuden und seiner sexuellen Zügellosigkeit.
Etienne Lantier empören die unmenschlichen Bedingungen, so dass er einen Streik organisiert. Trotz hoffnungsvollen Beginns schlägt der Streik fehl, es kommt zu Ausschreitungen und schließlich zu einem Blutbad. Durch die Gegenüberstellung des Elends der zum Tier herabgewürdigten Elenden mit der Heuchelei und Arroganz des Bürgertums sowie durch Betonung sittlichen Niedergangs als Folge dieser unwürdigen Lebensbedingungen erhält „Germinal" eine sehr starke sozialkritische Komponente. Dabei ist Zolas kraftvoller Erzählstil immer wieder schwer beeindruckend, besonders bei der Schilderung der Massenszenen.
Aber das Werk birgt nicht nur gesellschaftliche, sondern auch zahlreiche zwischenmenschliche Konflikte, die alle symbol- und metaphernreich beschrieben werden. Ergreifend z.B. die tragische Liebe zwischen Catherine und Etienne. Nicht umsonst eignet sich dieses Buch so hervorragend als Filmstoff. Zolas Naturalismus ist heute überholt, aber seine großartige Ausdruckskraft und sein schriftstellerisches Genie werden die Zeiten überdauern. Für mich ist „Germinal" ein Highlight der Literaturgeschichte.
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am 15. Januar 2005
Der jüngste Spross der Lantier-Macquarts,Etienne Lantier,kommt hungernd in die Bergarbeitersiedlung bei Montsou, findet durch einen glücklichen Zufall eine Stelle, freundet sich mit der seit Generationen im Bergwerk tätigen Sippe der Maheus an und treibt die Bergleute aufgrund seiner idealistisch-sozialistischen Vorstellung in einen tödlichen Streik.
Zolas deskriptiv-überspringender Stil tritt in den Hintergrund; die Handlung findet anders als bei vielen anderen Werken nicht über Jahrzehnte,sondern innerhalb von 1 1/2 Jahren statt,der harte und mörderische Alltag der Arbeiter,ihre "tierischen" Bedürfnisse Essen und Sex, und auf der anderen Seite der ignorante und gelangweilte Alltag der Bourgeoisie werden äußerst genau dargestellt; Etienne ist der reinste Charakter seiner Sippe,es bestehen deutliche Anspielungen auf Silvere(Das Glück der Familie Rougon) und gleichzeitig der verheerendste, denn durch den Alkoholismus seiner Familie ist er zu Mordlust verdammt.Er treibt sein Umfeld wie ein tragischer Held der Antike ins Verderben und wird durch den Autor mit dem Leben bestraft,es erfolgt keine Einsicht in ihm,obwohl die meisten seiner Liebsten sterben......
Dieses sprachlich und stilistisch fantastische Werk des großen französischen Naturalisten darf in keiner Büchersammlung fehlen, denn es ist mit Abstand das wohl prägendste und aufgrund seiner direkten und realitätsnahen Art einzigartigste im großen "Rougon-Macquart" Zykus!
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am 24. April 2014
Irgendwie findet man in diesem Werk alles was der gute alte Karl M immer schon gesagt hat.
Künstliche Generierung von Wachstumsmärkten auf Basis der Zerfallsrate der Produktivität war aber damals noch nicht oder gar nicht verbreitet, weil die Parlamentarier sich erst anschickten ALL/ES noch viel schlimmer zu machen. Ein hervorragendes Werk bei dem der Leser sich bei manchen Aspekten fragen muss inwieweit Zola zumindestens den Geistessamen von Gerhard Hauptmanns Werk "Die Weber" aufgegriff und hier die Situation der Bergleute anstatt der Weber schilderte. Eindrucksvoll ist vor allem die Genauigkeit und Brutalität mit der Zola die unmenschlichen Verhältnisse der Ausbeutung des "Proletariats" schildert. Nun hat Otto von Bismarck zwar in Deutschland zeitgleich die Grundfeste der Sozialversicherung aufgebaut aber grad momentan befindet sich sehr sehr vieles in einer ähnlichen desolaten Schieflage. Und der Protagonist Etienne wird wahrlich in genialster Art & Weise sogar noch zum eigenen Antagonisten in diesem Hauptwerk Zolas.
Wer dieses Buch gelesen hat oder sich damals die Verfilmung mit Gerad Depardieu angesehen hat, der möchte wahrlich nicht mehr
Glück auf Glück auf der Steiger kommt singen.
Es wäre allerdings auch sinnvoll nicht auf Basis von Geiz und Gewinnoptimierung nicht den gesamten Text zu veröffentlichen.
Auch hier beweist die momentane Situation dass uns dieser scholastisch/mechanistische Materialismus ins Grab für die Menschheit selbst befördern wird.
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am 28. Dezember 2008
In "Germinal" schildert Zola mitreißend und genau beobachtend (Privat-)Leben, Arbeit und gewaltsamen Aufruhr in einer nordfranzösischen Bergarbeitersiedlung in der Mitte des 19. Jahrhunderts (de facto dienten allerdings eher die 1880er Jahre als Vorbild): unvorstellbar harte Arbeit für die einen, ein behagliches Auskommen für die anderen werden direkt nebeneinander gestellt, was seine Wirkung nicht verfehlt. Zolas Blick ist klar und kommt ohne Sozialromantik aus, er ist zu keiner Zeit Parteigänger der Besitzenden noch der Besitzlosen: Besäufnisse, ungewollte Schwangerschaften, Hunger, Gewalt innerhalb der Familie sowie die hilflosen Versuche seines halbgebildeten Protagonisten, irgendetwas zum Positiven zu wenden, kommen hier allesamt zur Sprache. Zola zeigt immer das Gesamtbild, d.h. die verschiedenen Arten und Weisen der Menschen, mit diesem Leben zu Rande zu kommen: Idealismus, Drückebergerei, Abgleiten in die Kriminalität oder (soweit überhaupt möglich) ein wenig Hedonismus und Gleichgültigkeit bilden hier die Palette.

Das Ergebnis ist ein 1993 mit Depardieu erneut verfilmter Romanklassiker, der an Dichte und Dramatik schwer zu überbieten ist.

Diesem 13. Band aus dem berühmten, 20 Bände umfassenden Zyklus Les Rougon-Macquart wird die Fischer-Klassik-Ausgabe 2008 leider nicht gerecht. Müssen rund hundert Jahre nach der ersten Übersetzung ins Deutsche noch dermaßen viele Druckfehler sein? Das Ganze wird mit einem Werkbeitrag aus dem Neuen Kindlers Literatur Lexikon beworben, der drei Seiten umfasst. Ein überschaubarer Mehrwert. Schlussendlich spendiert uns der Fischer-Verlag dreiseitige "Daten zu Leben und Werk". Auch da wäre mehr drin gewesen.
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am 9. Juli 2012
Mit seinem 1885 erschienen Roman "Germinal" aus der Reihe der Rougon-Macquart hat Emile Zola (1840-1902) eine sehr detaillierte, authentisch und realistisch wirkende und dabei auch mitreissende Sozialreportage zu den Lebensverhältnissen der Bergarbeiter in den Bergwerken an der französisch-belgischen Grenze in der Nähe von Lille Mitte der 1860er Jahre geschaffen.

Als Sproß von Zolas berüchtigter Familie Macquart tritt der gerade entlassene Maschinist Etienne auf, der auf der dringlichen Suche nach Arbeit eher zufällig im Voreux-Schacht in der Nähe von Montsou fündig wird und dabei bei der seit einem Jahrhundert in den Gruben der dort dominierenden Bergwerksgesellschaft schuftenden
Bergarbeiterfamilie Maheu Hilfe und Aufnahme findet.
Die Zeiten sind schlecht, eine schwere Wirtschaftskrise setzt der gesamten Industrie einschließlich der Bergwerksgesellschaft schwer zu und diese versucht die Gewinnausfälle zum Teil auf Kosten ihrer seit jeher knapp gehaltenen Arbeiter, darauf pfeifend das zumindest die kinderreichen Familien wie die Maheus kaum noch genug zum Essen haben, zu kompensieren.
Als die Gesellschaft schließlich, unter einem Vorwand, die Lohntarife noch einmal erheblich zuungunsten ihrer Arbeiter zu ändern ankündigt, beschließt die Mehrheit der Arbeiter, inspiriert von Etienne, in den Ausstand zu gehen. Da aber weder die Gesellschaft noch die sehr schnell am Hungertuche nagenden Arbeiter klein beigeben wollen kommt es sehr bald zu schweren Ausschreitungen und wilde Maschinenstürmereien. Auf die die Gesellschaft mit dem Einsatz von Gendarmerie und schließlich Militär antwortet und das schließlich in einem Massaker endet.

Zola beschreibt die Arbeitsumstände und sozialen Verhältnisse der Bergleute mit großer, durch eigene Betrachtungen erworbener Sachkenntnis und vermag diese Sozialstudie nicht nur durch die sehr lebendig beschriebenen Hauptpersonen Etienne und die Angehörigen der Familie Maheu (hierbei vor allem Frau Maheu, ihre unglücklich liierte Tochter Catherine an der auch Etienne interessiert ist und der unkontrollierbare 10-jährige Sohn Jeanlin) sondern auch durch eine Vielzahl von Nebenpersonen die von anderen Bergarbeitern, über den sozialistisch gesinnten Wirt Rasseneur und den diabolischen, einzelgängerisch wirkenden Sozialrevolutionär Souvarine bis hin zu den Angehörigen der Bourgeoise bzw. der Ausbeuter, die vom Gesellschaftsdirektor Hennebeau und seiner ungetreuen Gemahlin, der braven, seit nahezu einem Jahrhundert von ihren Bergwerksanteilen lebenden Gregoires und den wackeren Deneulin und seinen beiden Töchtern, der gegen die Gesellschaft sein eigene Grube durch die Krise zu manövrieren sucht.

Insgesamt ein zeitloses Buch, das die Ungleichheit des Menschen, dessen Konflikte und bestialischen Rückfälle in schonungsloser, pessimistischer Offenheit aufzeigt.

An der sehr handlichen und mit einem nahezu makellosen und fehlerfreien Druckbild versehenen Ausgabe des Insel-Verlags gibt es wie ich finde nichts zu bekritteln und daher für Werk und Ausgabe alle 5 wohlverdienten Amazon-Sterne.
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am 7. Juli 2015
Der arbeitslose Etienne Lantier kommt in eine Bergarbeiter-Siedlung bei Montsou. Er lernt dort die Familie Maheu kennen, eine von vielen Familien, die bereits seit vielen Generationen in den Kohlengruben arbeiten. In deren Hütte findet er Unterschlupf und hegt sehr früh Sympathien für die älteste Tochter Catherine, die, wie Großvater, Vater und Brüder ebenfalls unter Tage in Lohn und Brot steht. Folglich wird auch unser Protagonist Teil der Bergarbeiter und lernt bereits am ersten Arbeitstage die unmenschlichen Arbeitsbedingungen und im Verlauf der Geschichte täglicher besser die daraus resultierenden prekären Lebensumstände der Arbeiter kennen. Bereits mit 10 Jahren müssen die Kinder in die Grube einfahren, um die oftmals großen Familien finanziell unterstützen zu können. Der Verdienst ist gering und wenn sie dann mit 50 oder 60 Jahren, sofern sie überhaupt dieses Alter erreichen, körperlich völlig am Ende sind, erhalten sie eine knappe Rente, die zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel ist. Als Lantier sich dessen bewusst wird stachelt er, beflügelt zudem durch gefährliches Halbwissen und eine Neigung zum Sozialismus, die Arbeiter zu einem allgemeinen Streik an. Dies führt die ohnehin schon angeschlagenen Familien an den Rand eines Abrundes.
Émile Zola hat mit diesem Roman wahrlich eine Bombe gezündet. Ausgiebig und intensiv, dabei aber niemals übertrieben oder verklärt, beschreibt er das Leben der Bergarbeiter und deren Emazipationsversuch. Ganz im Stile einer naturalistischen Darstellung nimmt er uns Leser mit unter Tage, lässt uns die Enge und die Hitze spüren. In den Unterkünften erkennen wir Armut, stoßen erneut auf Enge und werden Zeugen wie die weiblichen Oberhäupte mit dem geringen Einkommen tagtäglich aufs Neue versuchen den Haushalt überlebensfähig zu erhalten. Außerhalb der Gruben und Hütten erleben wir, wie zahlreiche Männer ihren Lohn sofort wieder versaufen und sich unlegitime Pärchen überall im Dorfe treffen, um sich anderweitigen Vergnügungen hinzugeben. Auffällig ist hierbei, dass bereits die jüngsten Mädchen einfach vom Erstbesten in Anspruch genommen werden können. Auf der anderen Seite vergisst Zola aber auch die herrschende Klasse nicht. Da wäre zum Beispiel ein Direktor, der im Grunde neidisch auf die von ihm ausgebeuteten Arbeiter ist, da diese sich frei (zumindest die Männer) und ungezügelt der Sexualität hingeben können, da er selbst eine höchst unglückliche Ehe führt. Oder auch die werte Frau Direktor, die gegen einen Streik grundsätzlich gar nichts auszusetzen hätte, so lange dieser nicht an einem Tag stattfindet, an dem sie Besuch erwartet!
Dabei wird der Autor niemals parteiisch. Weder werden die Arbeiter heroisiert, noch werden die Bosse verdammt. Nein, durch seinen sehr sachlichen, journalistischen Stil vermag er es eine Atmosphäre aufzubauen, eine Stimmung zu erschaffen, Charaktere und Begebenheiten so detailliert, aber ungeschönt zu beschreiben, dass seine eigene Meinung zur Einschätzung des Beschriebenem nicht notwendig ist. Dennoch ist „Germinal“ alles andere als trocken versachlicht. Es wird geliebt, geprügelt, leidenschaftlich debattiert und gemordet. Stellenweise wird es sogar recht blutig.
Hatte ich zu Beginn noch leichte Probleme einen angemessenen Zugang zu diesem Werk zu finden, so verschlang ich es geradezu ca. ab Seite 50. Auch wenn das jetzt abgeschmackt klingt, aber ich halte es für ein großartiges Buch, das aktueller ist als je zuvor. Müssen sich denn heute nicht viele Menschen, egal ob Akademiker oder ungelernte Kraft, weit unter Wert verkaufen, um überhaupt Arbeit zu haben? Sind Arbeitnehmer in Zeiten von Niedriglöhnen und Zeitverträgen gesellschaftlich nicht weit unter ihren Arbeitgebern angesiedelt? Volle Punktzahl für Germinal!
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Émile Édouard Charles Antoine Zola lautet der vollständige Name des französischen Schriftstellers und Journalisten, der in Anlehnung an den geschätzten Kollegen Balzac nicht einfach Romane schrieb, sondern sie sogleich als Teil eines riesigen Zyklus verstand. Der Zyklus Rougon-Macquart, die Natur- und Sozialgeschichte einer Familie im Zweiten Kaiserreich, ist jener zwanzig Bände umfassende Kanon, den Zola in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts konzipierte und als dessen Hauptwerk der Roman Germinal angesehen werden kann. Dieser in Folge der Modernisierung und Industrialisierung verstandene Revolutionsausdruck erschien erstmalig 1885 und beschreibt die unmenschlichen Errungenschaften dessen, wessen wir uns heute rühmen: Mechanisierung, Leistungsgedanken, freie Marktwirtschaft. Das dies auch heute noch alles zu Lasten der körperlichen wie seelischen Bedingungen des Einzelnen geht, zeigt dieser Roman aufs Eindringlichste. Er gilt als Vorreiter einer naturalistischen, also originalgetreuen Erzählung und wurde in vielerlei Bestenlisten der wichtigsten Romane aller Zeiten aufgenommen. Die mehr als neunstündige MP3-CD intoniert diesen erschütternden Aufruf aufs Beste, denn der Hörbuchsprecher Hans-Helmut Dickow verleiht der Geschichte um den Protagonisten Etienne Lantier eine markante und treffliche Stimme. Das Alter der Aufnahme hat zwar mehr als dreißig Jahre auf dem Buckel, aber das tut dem Inhalt keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: die dumpfe, schwere Stimme und der nüchterne Klang passen sich ganz hervorragend dem Inhalt an. So ähnlich wie auch Zola nicht mit emotionaler Verve, sondern mit direkter, rücksichtsloser Beschreibung den Finger in die Wunde legte, ohne dabei sensationsheischend klingen zu müssen. Für den Preis ein ultimatives und eindringliches Hörvergnügen, gedacht für alle Menschen, die mal wissen wollen, wie lange sich schon andere Menschen Gedanken über die Unmenschlichkeit machen.
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am 14. Oktober 2012
Mit Germinal hat Zola ein außerordentliches sozialkritisches Werk geschaffen, das im Grunde auch heute noch seine Gültigkeit nicht verloren hat. Es ist gut lesbar und spannend geschrieben.

über Amazon erworben
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am 21. September 2003
Das Buch für sich ist -wie bei Zola nicht anders zu erwarten- wunderbar geschrieben. Die Druckqualität dieser Ausgabe ist jedoch so miserabel, dass ich jedem nur abraten kann es zu kaufen. Irgendwo muss der extrem niedrige Preis ja herkommen. Es ist allerdings selbst bei diesem Preis ein Mindestmass an Qualität zu erwarten. Bei dieser Version wird einem das Lesen jedoch durch schlecht/schief/gar nicht gedruckte Buchstaben vermiest. Also Tip an alle die am Lesen Freude haben wollen: Finger Weg von dieser Ausgabe!
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