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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessant und lesenswert, aber nicht ohne Aber
Birgit Dankert erhebt den Anspruch, sich dem Leben Astrid Lindgrens aus einer neuen Perspektive zu nähern, nämlich ausgehend von den verschiedenen Phasen der Kindheit und Jugend, den Vater- und Mutterbildern, wie sie Astrid Lindgren in den verschiedenen Phasen ihres Lebens beschrieben und damit ihr eigenes Erleben reflektiert hat. Das Ergebnis ist lesenswert,...
Vor 7 Monaten von Beatrice Berger veröffentlicht

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Umfassende Neubewertung?
Ich habe fast alle Biografien von Astrid Lindgren gelesen und die hier vorliegende Biografie wird nicht zu meinen Favoriten gehören. Über 10 Jahre nach Astrid Lindgrens Tod eine Biografie zu veröffentlichen mit der Ankündigung auf dem Klappentext: die Darstellung erlaubt eine umfassende Neubewertung Lindgrens..." ist gewagt und geht nur teilweise auf...
Vor 6 Monaten von Clau veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Umfassende Neubewertung?, 24. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Astrid Lindgren: Eine lebenslange Kindheit (Gebundene Ausgabe)
Ich habe fast alle Biografien von Astrid Lindgren gelesen und die hier vorliegende Biografie wird nicht zu meinen Favoriten gehören. Über 10 Jahre nach Astrid Lindgrens Tod eine Biografie zu veröffentlichen mit der Ankündigung auf dem Klappentext: die Darstellung erlaubt eine umfassende Neubewertung Lindgrens..." ist gewagt und geht nur teilweise auf. Es werden zwar einige neue Details aus Astrid Lindgrens Leben aufgezeigt, aber die sog. Neubewertungen scheinen oft auf eher fragwürdigen Thesen zu beruhen.

Im Klappentext des Buches wird auch erwähnt, dass Birgit Dankert Astrid Lindgren noch persönlich begegnet ist. Das wird aber in dem Buch mit keinem Wort erwähnt. Mich hätte interessiert, wie der persönliche Eindruck von Frau Dankert von der Person Astrid Lindgren war.
Das Buch wirkt insgesamt sehr distanziert und oft zu wissenschaftlich. Es wird versucht, den Siegeszug der genialen Kinderbücher... in neuem Licht erscheinen zu lassen".
Es bleibt bei dem Versuch.

Aber durch die Verwendung sehr vieler Zitate und Textstellen aus Astrid Lindgrens Büchern und Biografien bekommt man wieder Lust, das eine oder andere Buch von Astrid Lindgren zu lesen.

Bei aller Wissenschaft, Interpretationen und Auslegungen ihrer Werke, sollte man Astrid Lindgrens Bücher aber bei dem belassen, was sie sind: einfach geniale Kinderbücher
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessant und lesenswert, aber nicht ohne Aber, 4. Dezember 2013
Von 
Beatrice Berger (Oberfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Astrid Lindgren: Eine lebenslange Kindheit (Gebundene Ausgabe)
Birgit Dankert erhebt den Anspruch, sich dem Leben Astrid Lindgrens aus einer neuen Perspektive zu nähern, nämlich ausgehend von den verschiedenen Phasen der Kindheit und Jugend, den Vater- und Mutterbildern, wie sie Astrid Lindgren in den verschiedenen Phasen ihres Lebens beschrieben und damit ihr eigenes Erleben reflektiert hat. Das Ergebnis ist lesenswert, dank einer gewissen Distanz der Autorin zum Gegenstand ihrer Betrachtung (die bei Margareta Strömstedt beispielsweise fehlt, ohne dass ich den Wert ihres Werkes damit in Abrede stellen möchte) ist das Ergebnis sogar sehr lesenswert.

Gut finde ich, dass sich Frau Dankert (in großem Unterschied zu Vivi Edström) auch einmal den Büchern widmet, die etwas unbekannter sind, vor allem weil Astrid Lindgren z.B. in den Kati-Büchern oder in "Kerstin und ich“ erheblich mehr auf die eigene Biographie zurückgreift als sie das in späteren Werken tut. Allerdings meine ich, sie unterschätzt die teilweise ätzende Sozialkritik in "Madita“ und übersieht die Depressivität dieser Mutterfigur (bzw. die Mutterfigur als solche), die alles hat, was man sich nur wünschen kann: Haus, einen freundlichen, fürsorglichen und gutverdienenden Ehemann, zwei herrliche Töchter, Hausangestellte, Muße etc.pp. – und meistens unglücklich und eher seelisch als körperlich angeschlagen im Bett bleibt, an sich die leibhaftige Bestätigung og. Ausgangsthese.

Soweit: sehr gut. Trotzdem, ganz zufrieden bin ich nicht. Das liegt an mehreren Kleinigkeiten und einem methodischen Problem. Mit dem fange ich erst einmal an.
- Die Kernthese des Buches befindet sich in einer guten Zusammenfassung auf S. 263: "Es beweist auch, dass Lindgrens helle Kinderwelt nur ein Teil ihres Schaffens darstellt und ihre Melancholie und Schwermut als Motor ihrer Kreativität betrachtet werden kann.“ Abgesehen davon, dass das mitnichten eine neue Erkenntnis ist, ist dies gleichzeitig die Ausgangsthese und das Endprodukt der Beweisführung Birgit Dankerts. Nur fehlt in der Mitte jede stringente Beweisführung. Mit Ausnahme gelegentlicher Wiederholungen dieser These finden sich zwar unglaublich interessante biographische Ausführungen, aber das war es auch schon.
- Im letzten Viertel des Buches häufen sich Aufzählungen, welche Preise wann an Astrid Lindgren verliehen wurden. Es sind viele. Nur kann der Nichtexperte für Jugendliteratur (ich glaube, von den Lesern werden das die meisten sein) weder den nichtmateriellen Wert der einzelnen Preise beurteilen, noch kann sich irgendjemand diese unübersichtliche Vielzahl merken. Da Frau Dankert auch darauf verzichtet, mitzuteilen, welchen Aufwand die Entgegennahme dieser Preise für eine zunehmend ältere Frau bedeutet hat (Mußte sie wirklich jedesmal irgendwo hinfahren, oder geht das per Postzustellung? Ich fürchte, ersteres.), wäre eine Aufzählung in Listenform vielleicht die bessere Wahl gewesen.
- Die Meinung Birgit Dankerts zum Thema "Anpassung der Übersetzung“ (Ich habe das im Falle Kalle Blomquist schon entsprechend böse rezensiert) teile ich nicht – und ich meine jetzt nicht die südseekönigliche Frage! Eine Neuübersetzung ist selbstverständlich immer möglich. Aber wenn man wie Birgit Dankert (und ich) davon ausgeht, dass A.L. in der Weltliteratur angekommen ist, dann hat der Verlag das gefälligst im Impressum zu kennzeichnen und nicht mehr unter dem Namen des ursprünglichen Übersetzers zu veröffentlichen, als sei nichts gewesen. Ich denke schon, das ist das mindeste, was man (und übrigens auch der neue Übersetzer!) verlangen kann.
- Wie Frau Dankert auf den Gedanken kommt, S. 274, der Internet- und Flohmarkthandel mit gebrauchten Büchern sei ein "grauer“ Markt: jetzt ist es mal gut. Ich betreibe, um das zu betonen, keinen solchen Handel. Die Tätigkeit eines Antiquars (Internetbenutzung und Flohmärkte eingeschlossen) ist in jeder Hinsicht legal und ehrenwert. Was daran "„grau“ im üblichen Sinne von „zumindest "in ganz klein wenig anrüchig“ sein soll, erschließt sich mir nicht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Astrid Lindgren: Eine lebenslange Kindheit, 6. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Astrid Lindgren: Eine lebenslange Kindheit (Gebundene Ausgabe)
Astrid Lindgren, wer kennt sie nicht, die Autorin all der wunderbaren Kinderbücher wie Michel, Madita, Pippi Langstrumpf, Karlsson vom Dach usw. Die Professorin für Bibliotheks- und Informationswissenschaft, Birgit Dankert, hat eine einzigartige gelungene Biographie über diese großartige Person verfasst. Man erfährt Dinge von der Autorin, die man zu zuvor noch nie gehört hat, und doch wird nicht das gesamte Privatleben wiedergegeben, denn gewisse Dinge hat Astrid Lindgren nicht der Öffentlichkeit präsentiert, was auch ihr gutes Recht ist. Für eine tadellose Übersicht sorgt der Aufbau des Buches. So beginnt das Buch mit ihrer Kindheit, gefolgt von dem Erwachsenwerden und all dem dazugehörigen Kummer, der Familie, ihrer Arbeit, dem Erfolg, ihren Einsatz für den Tierschutz und der Kinderrechte und endet bei ihrem sehr betagten Alter. Außerdem werden die Kinderdarsteller ihrer verfilmten Bücher dargestellt und erläutert, was aus ihnen im späteren Leben geworden ist. In ihren Werken spiegeln sich teilweise ihre eigenen Sehnsüchte und Ängste wieder, denn oft setzte sie sich zum Schreiben nieder, um ihre Erfahrungen zu verarbeiten. Davon profitierten und profitieren immer noch viele Kinder in allen Ländern. All ihre Werke werden hier aufgeführt mit zahlreichen Zitaten daraus und grundlegenden Informationen; ihr Briefwechsel und Fotos werden präsentiert und sogar Tagebucheinträge. Das lockert die Biographie wunderbar auf und lässt Spannung entstehen. Sehr berührt hat mich Astrid Lindgrens Leben auch während ihrer eigenen nicht immer einfachen Kindheit, während der Kriegsjahre und auch wie sie zu dieser Zeit ihren Sohn in eine Pflegefamilie geben musste. Diese Biographie gibt unterhaltsam alles wieder, was diese ausgezeichnete und bedeutende Frau ausmachte.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungene, sensible Biographie über eine legendäre Kinderbuchautorin !, 17. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Astrid Lindgren: Eine lebenslange Kindheit (Gebundene Ausgabe)
Wer kennt sie nicht – Astrid Lindgren, die Autorin von „Pippi Langstrumpf“, „Karlsson vom Dach“, „Ronja Räubertochter“ usw….? Doch wer genau verbirgt sich hinter dem Namen und der Autorin Astrid Lindgren, der Frau, die immer wieder betonte, dass sie ihre Kindheitsbilder“ nur für sich selbst schrieb? Dies und vieles mehr kann man in dieser neuen Biographie von Birgit Dankert lesen, erfahren, entdecken und dabei gleichzeitig in Astrid Lindgren’s Welt der Kinderbücher eintauchen. Dabei erfährt man unter anderem z.B., dass „Ferien auf Saltrokan“ zunächst von A. Lindgren als Drehbuch für einen Film geschrieben wurde und erst später von ihr in ein Buch umgesetzt wurde. Dass sie sich nur höchst ungern bzw. gar nicht in ihren Schreibstil hereinreden ließ, dass Astrid Lindgren’s „Eulenbaum“, der bei ihr zu Hause stand, als Vorlage und Motiv für Pippi’s Limonadenbaum diente und was aus den Kinderdarstellern der verschiedenen Lindgren-Verfilmungen geworden ist.

Es scheint, als ob hier wirklich kein Werk ausgelassen wurde und so findet sich über wohl fast jedes Werk eine Anekdote, Hintergrundinformationen, wobei ich persönlich, die mit Astrid Lindgren’s Werken aufgewachsen ist, viele ihrer Bücher kenne, aber doch erstaunt war über die Fülle ihrer Veröffentlichungen. Die mir längst bekannten und heiß geliebten Bücher wie z.B. „Ferien auf Saltrokan“, Michel aus Lönneberga, Madita, usw., erhalten während des Lesens dieser Biographie neue Gesichtspunkten und lassen sich geradezu neu entdecken! Bei vielen Büchern, die ich bisher nur dem Namen nach kannte, wurde ich nun so neugierig, dass ich mir z.B. Ronja Räubertochter, und die Brüder Löwenherz demnächst ausleihen werde, um sie zu lesen.

Dabei wird bei aller Aufzählung ihrer Kindergeschichten und ihres Erfolges, dieser anschaulichen, mit reichlich Buchzitaten ausgeschmückten und aufgelockerten Erzählung, die Autorin als Frau nicht vernachlässigt, ihre Zusammenarbeit mit den Verlagen, ihre Arbeit als Lektorin, ihre vielfältigen Interessen und Philosophien. Was sicherlich nicht ganz einfach war, denn immerhin war Astrid Lindgren Zeit ihres Lebens darauf bedacht, ihr Privatleben und ihre Vergangenheit zu schützen und nur das preiszugeben, was mit dem öffentlichen Bild über die Kinderbuchautorin vereinbar ist.

Birgit Dankert lässt den Leser auch an der anderen Seite der erfolgreichen und engagierten Frau teilhaben, sofern dies die ihr zugänglichen Quellen zulassen: eine oft melancholische Frau, die in häufig in traurigen Momenten mit dem Schreiben begonnen hat, eine Frau, die Ehe, Kinder, Familie, Beruf, ihren Einsatz für Kinderrechte, den Tierschutz, Frieden und Gerechtigkeit und vieles mehr unter einen Hut zu bringen versuchte und die dennoch immer unzufrieden mit dem Erreichten und der Entwicklung der Welt war. Ihr Herz gehörte stets den Kindern und so scheint der Titel dieser Biographie passend: „Eine lebenslange Kindheit“, die sie selbst wohl Zeit ihres Lebens selbst suchte.

Während des Lesens wird immer deutlicher, was hiermit gemeint ist, sie suchte Trost und Zuversicht in ihren eigenen Büchern, trug eine Sehnsucht in sich, und gab Teile davon, wenn auch in anderer Form, an die Kinder dieser Welt weiter, die mit Pippi in der Villa Kunterbunt wohnten, mit Michel in Lönneberga Streiche ausheckten und mit Pelle und Bootsmann ihre „Ferien auf Saltrokan“ verbrachten.

Eine ehrliche Biographie, die eine Seite von Astrid Lindgren zeigt, die vielen bisher wohl so nicht bekannt war. Verbindungen zwischen Leben und Buchfiguren, Buchmotiven und Buchbotschaften werden – wie so oft und gerne bei Buchinterpretationen – zu knüpfen versucht, wobei Birgit Dankert stets darauf bedacht ist, keine Zweifel darüber aufkommen zu lassen, welche Aussagen auf Vermutungen beruhen oder auf Zitaten und Zeitungsartikeln stammen.

Entsprechende Zitate, Briefe, und Buchausschnitte lockern diese unterhaltsame und flüssige Biographie auf, ergänzt durch einige Fotos. Die vorgenommene, chronologische, Einteilung in die diversen Lebensabschnitte der Autorin wie Kindheit, Kummer, Grenzüberschreitungen, Arbeit, Erfolg und Alter, sorgen für eine bessere Übersicht. Der Anhang mit einer Chronologie der Veröffentlichungen sowie der zitierten Literatur von und über Astrid Lindgren mitsamt Personenregister runden das Gesamtbild ab und laden zum Nachschlagen oder Weiterlesen ein.

Fazit:
Eine rundum gelungene und gleichzeitig sensible Biographie über die erfolgreiche Kinderbuchautorin Astrid Lindgren, die fast schon zur Legende geworden ist und an der kaum ein Kind vorbei kommt. Dabei lernen wir eine neue, bisher vielen wohl unbekannte Seite von ihr kennen, die uns auch ihre Bücher aus einem neuen Blickwinkel lesen und entdecken lässt - ohne uns dabei jedoch ihren Zauber nehmen zu wollen und zu können. Ein Muss für alle Freunde von Pippi Langstrumpf, Ferien auf Saltrokan, Ronja Räubertochter, Mio, Madita, Die Brüder Löwenherz usw.. Hier werden auf unterhaltsame Weise Leben, Ziele und Werke einer außergewöhnlichen, erfolgreichen Frau dargestellt, deren Bücher so viele Kinder durch ihre Kindheit begleitet haben und weiterhin begleiten werden . Der Zauber, den diese Frau und ihre Bücher auf ihre Leser – jung und alt – ausübte, wird durch dieses Buch einfach wieder lebendig und einfach unvergesslich !
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alle Erwartungen mehr als erfüllt!!!, 16. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Astrid Lindgren: Eine lebenslange Kindheit (Gebundene Ausgabe)
Die Biographie "Astrid Lindgren - Eine lebenslange Kindheit" weckte bei mir zahlreiche Erwartungen: wer war diese Frau, die eine Vielzahl an unvergesslichen Charakteren erschaffen hat? Wie hat sie gelebt, womit hatte sie zu kämpfen (hatte sie überhaupt zu kämpfen?), was hat sie animiert, angetrieben, inspiriert? Gab es eine Lebensphilosophie, ein Lebensrezept, das sich wie ein roter Faden durch ihr Leben zieht?

Gleich zu Beginn erfährt der Leser, dass die Astrid Lindgren, die die meisten von uns kennen eine "Legende" ist - von Astrid Lindgren selbst mit inszeniert. Denn: Wer an die Autorin denkt, denkt normalerweise an das Kind Astrid Lindgren - nicht an das, was sie als Ehefrau und Mutter erlebt und erfahren hat. Doch wie gestalteten sich die Jahre nach der Kindheit? Hier erfährt es der Leser.

Das Buch von Birgit Dankert ist in übersichtliche Kapitel untergliedert. Wo es möglich ist, stellt die Autorin den Zusammenhang zwischen dem Leben Lindgrens und ihren Geschichten her. Wo hat sie selbst Erlebtes verarbeitet, was hat sie geprägt und in ihre Geschichten einfließen lassen? Weiter erscheinen aber auch zahlreiche Briefwechsel, ja sogar Tagebucheinträge, die ein umfassendes Bild der weltberühmten Kinderbuchautorin zeichnen. Dabei geht Birgit Dankert wissenschaftlich und systematisch vor. Und doch liest sich das Buch flüssig und geradezu spannend.

Das Buch hat alle meine Erwartungen mehr als erfüllt - und doch bleiben am Ende Geheimnisse. Offen bleiben Aspekte, die Astrid Lindgren bewusst der Öffentlichkeit entzogen hat. Aber das ist nicht schlimm, im Gegenteil. Obwohl diese Biographie die Kinderbuchautorin in ihren verschiedenen Lebensphasen und Aktivitäten so umfassend beleuchtet, bleiben dem Leser genügend Leerstellen, die er selbst füllen und für sich selbst beantworten kann. Und darum legt man dieses Buch auch nicht einfach zur Seite: es bewegt und hinterlässt Spuren. Nicht nur im Kopf, auch im Herz.

Diese Biographie gibt Einblicke in ein außergewöhnliches Leben, dass mitunter doch so gewöhnlich war, dass man den einen oder anderen Aspekt durchaus ins eigene Leben mitnehmen kann.
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5.0 von 5 Sternen Kinder Kinder, 11. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Astrid Lindgren: Eine lebenslange Kindheit (Gebundene Ausgabe)
Astrid Lindgren gehört in jedes Kinderzimmer. Auch ich habe einige Bücher als Knirps von ihr gelesen und war schon seit langem an ihrer Lebensgeschichte interessiert. Wie war die Kindheit, das Erwachsensein und älter werden dieser einzigartigen Schriftstellerin, die es wie kein anderer Erwachsener verstanden hat, die Kindheit in Zeilen wieder auferstehen zu lassen. Darauf gibt es wohl keine befriedigende Antwort, aber Frau Dankert hat sich auf der Suche danach wirklich Mühe gegeben. Auch wenn Astrid Lindgren nicht alles Private preis gegeben hat, entsteht doch ein sehr plastisches Bild von ihr. Besonders gut hat mir die Ausführlichkeit in der Beschreibung Astrid Lindgrens auch relativ unbekannten Büchern gefallen und in welchem Stadium ihres Lebens die Autorin jeweiliges Buch verfasst hat. Die Fülle und Dichte ihres Schaffens wird erst durch diese Aufzählung und die Beschreibungen bewusst. Im Zuge meiner Ausbildung habe ich von psychologischer Sicht aus mit Astrid Lindgrens Büchern befasst. Auch in Frau Dankerts Buch kommt das Analysieren der Figuren und Orte aus den berühmten Lindgren Büchern nicht zu knapp. Einiges war mir schon bekannt, anders überraschend neu, manchmal wurde mir dann doch zu viel hineininterpretiert. Aber das ist wohl Ansichtssache und wird wohl bei Literaturwissenschaftlern so gemacht.
Alles in allem eine wirklich lesenswerte, ausführliche Biographie. Informativ, interessant und gut zu lesen.
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5.0 von 5 Sternen Aus dem Leben von Pippis Mama - interessant und aufschlussreich, 30. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Astrid Lindgren: Eine lebenslange Kindheit (Gebundene Ausgabe)
Astrid Lindgrens Bücher gehören in einen Bücherschrank wie die Butter aufs Brot. Millionenfach verkauft und milliardenfach begeisternd. Ihr Michel, ihre Ronja, und natürlich ihre Pippi sind unsere Michel, unsere Ronja und unsere Pippi. Kaum ein Kind, das sich nicht in die Geschichten der heldenhaften Kinder vertieft hat.
Klar, dass es bei den zahlreichen Biografien der berühmtesten Schwedin auch zu Verwaschungen kommt. Birgit Dankert räumt mit so manchem Vorurteil auf und nähert sich sachlich-nüchtern der großen Schriftstellerin. Ihr Urteil, das sie im Untertitel fällt, ist „eine lebenslange Kindheit“.
Nun war Astrid Lindgren natürlich keine Träumerin, die den ganzen Tag nur Unsinn anstellte. So jemand kann gar nicht so nachhaltig schreiben und wirken. Doch die Liebe zu Kindern, ihr Kampf für deren Rechte waren beseelt von der eigenen Kindheit.
Als zweites von vier Kindern wuchs Astrid Ericsson auf dem Hof der Eltern auf. Die Natur gehörte zum Alltag wie der König zu den Schweden – ihre Eltern waren überzeugte Royalisten. Die Zuneigung zum Vater spiegelt sich auch in ihren Werken wider. Oft gab es einen harten Kampf mit ihrem großen Bruder Gunnar, wer denn nun beim Vater schlafen darf. Dass sie sich um die beiden „Kleinen“ sorgsam kümmerte, bezweifelt Birgit Dankert. Es war zwar die Aufgabe der Großen sich um die Kleinen zu kümmern, doch so besorgt wie man vermuten könnte, war das Mädchen Astrid wohl nicht.
Eine Lehrerin in der „Folkskolan“ weckt das Interesse für Bücher in Astrid. Jules Vernes Phantasien, Dumas Graf von Montecristo und Twains Tom Sawyer wurden ihre ersten geistigen Flüchte. Die übrigens auch heute noch keine schlechten Einsteiger sind… Die Bibliothek ist teilweise heute noch zu besichtigen.
Astrid Lindgren ist auch heute noch eine Institution, wenn es um die ersten Leseerfahrungen geht. Doch ihr Werk birgt mehr als nur bloße Kindergeschichten. Wer ihre Biographie kennt – und mit diesem Buch ist dies kein Problem mehr – wird in so mancher Geschichte Parallelen feststellen können.
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4.0 von 5 Sternen Sehr interessant, aber mit ärgerlichen Rechtschreibfehlern, 6. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Astrid Lindgren: Eine lebenslange Kindheit (Gebundene Ausgabe)
Andere Rezensenten haben das Buch bereits hinreichend beschrieben, so spare ich mir eine Wiederholung. Ich möchte hier nur anmerken, daß ich das Buch sehr interessant finde, mich jedoch über die vielen Rechtschreibfehler bei den darin verwendeten schwedischen Begriffen geärgert habe. Schade! Daher ein Stern Abzug.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das Kinder in ihrer Bibliothek haben sollten, 14. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Astrid Lindgren: Eine lebenslange Kindheit (Gebundene Ausgabe)
Es ist ein sehr schönes Buch für Kinder, die sich an einem Buch noch erfreuen können.
Es ist aber auch ein Buch für grosse Kinder
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht fehlerfrei, 13. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Astrid Lindgren: Eine lebenslange Kindheit (Gebundene Ausgabe)
Gut, empfehlenswert, flüssig zu lesen, leider stimmt das Todesdatum nicht, Astrid Lindgren starb am 28. Januar 2002 und nicht am 28. Februar 2002. Solche Fehler sind ein absolutes No-Go, deshalb nur vier Sterne.
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Astrid Lindgren: Eine lebenslange Kindheit
Astrid Lindgren: Eine lebenslange Kindheit von Birgit Dankert (Gebundene Ausgabe - 1. September 2013)
EUR 24,90
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