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5.0 von 5 Sternen Wer jenseits der eingefahrenen Vorurteile und Ressentiments wirklich etwas verstehen will, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt
Israel geht seit einigen Jahren durch eine der schwersten Krisen seit der Staatsgründung 1948. Nach außen ist das Land isoliert, selbst bei wohlwollenden Politikern und Intellektuellen in Europa rufen die Entscheidungen der aktuellen Regierung mit dem in aller Welt bei Diplomaten gemiedenen Außenminister Avigdor Lieberman nicht nur großes...
Veröffentlicht am 28. November 2011 von Winfried Stanzick

versus
6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Einblick
Das kurze Büchlein gibt einen sehr persönlich geprägten Einblick des Autoren in den Staat Israel und die Befindlichkeiten seiner Bewohner weiter. Das Buch ist flüssig geschrieben und erzählt spannend vor allem Anekdoten aus Tel Aviv. Dem Titel "Israel: Einführung..." wird es dabei nicht gerecht, weil es eine persönliche erinnerungs- und...
Veröffentlicht am 13. August 2012 von Albrecht Lutterbeck


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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer jenseits der eingefahrenen Vorurteile und Ressentiments wirklich etwas verstehen will, dem sei dieses Buch ans Herz gelegt, 28. November 2011
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Israel: Einführung in ein schwieriges Land (Taschenbuch)
Israel geht seit einigen Jahren durch eine der schwersten Krisen seit der Staatsgründung 1948. Nach außen ist das Land isoliert, selbst bei wohlwollenden Politikern und Intellektuellen in Europa rufen die Entscheidungen der aktuellen Regierung mit dem in aller Welt bei Diplomaten gemiedenen Außenminister Avigdor Lieberman nicht nur großes Unverständnis, sondern mehr und mehr unverhohlene Ablehnung hervor.

Vom Friedensprozess mit den Palästinensern ist keine Rede mehr, Araber und Juden leben im Alltag mit gegenseitiger Verachtung nebeneinander her und der eskalierende, hier in Europa kaum wahrgenommene Kampf zwischen den religiösen und den säkularen Juden nimmt Formen an, die nicht erst seit gestern die Grundfesten der israelischen Gesellschaft bedrohen, die innerlich mehr und mehr zerreißt.

Der in Tel Aviv lehrende Psychologe Carlo Strenger hat mit diesem Buch den gelungenen Versuch gewagt, mit Hilfe der Psychohistorie und mit unzähligen Beobachtungen aus dem Alltag den deutschen Lesern Einsichten zu vermitteln in die auch historisch gewachsene Mentalität des Landes und sich damit jenseits der weltweit eingefahrenen Wahrnehmungen Israels zwischen Dämonisierung und Idealisierung zu verorten.

Er plädiert für die mentale Abrüstung der Projektionen auf allen Seiten, die er nachvollziehbar und transparent darstellt. Dabei versucht er, das menschliche Bedürfnis nach Sinnsuche nicht zu übersehen. Diese Kategorie taucht in seinem Buch immer wieder auf. Er kommt zu dem Schluss, dass nur eine Politik jenseits des Erlösungsbedürfnisses, die mit der Unvollständigkeit der menschlichen Existenz Frieden geschlossen hat, Israel und dem Nahen Osten Frieden bringen kann.

Obwohl ich seit Jahrzehnten die Geschicke Israels verfolge, habe ich doch mit diesem Buch zum ersten Mal eine verständliche und nachvollziehbare Einführung gefunden in die geschichtlich gewachsene innenpolitische Situation des Landes und die Entstehungsgeschichte der verschiedenen politischen Gruppen. Warum sind die religiösen Parteien so stark geworden? Warum ist nach wie vor eine Mehrheit der Bevölkerung für harte Maßnahmen gegen die Palästinenser? Wie ist es gekommen, dass innerhalb weniger Kilometer beispielsweise ein Tel Aviv völlig gegensätzliche Kulturen nebeneinander leben, miteinander aber keinen Austausch haben?

Warum fragt man sich in Israel hinter vorgehaltener Hand, ob das Land noch eine Zukunft habe? Diese und viele weitere Fragen versucht Carlo Strenger zu beantworten, indem er immer wieder historisch und ideengeschichtlich sich dem Thema nähert.

Strengers Buch ist ein Versuch, der Hoffnung vieler aufgeklärter, universalistisch denkender Menschen Ausdruck zu geben, "dass Israel endlich der Stimme der Vernunft folgen wird". Immer wieder aber beschleicht ihn wie seine Freunde der verzweifelte Gedanken, dass die nationalen Mythen, die er ausführlich beschreibt, so schwer aus dem Köpfen der Menschen herauszubekommen sind. Als einer der schwerwiegendsten identifiziert er den Mythos von Israel als dem auserwählten Volk.

Am Ende bleibt er skeptisch, doch nicht ohne Hoffnung:
"Wann Israels politische Bewegung nach rechts tatsächlich zu einem Ende kommen wird und das Pendel in eine liberale, freiheitsliebende Richtung schwingen wird, vermag ich trotz der jüngsten innenpolitischen Entwicklungen nicht zu sagen. In den nächsten Jahren wird Israel aufgrund der Unfähigkeit und des Unwillens der rechten Regierungen, einen palästinensischen Staat anzuerkennen, wohl weiter auf Kollisionskurs mit den universalistischen Werten des Westens sein. Das könnte kurzzeitig eine Stabilisierung der rechten Politik der Härte mit sich bringen, weil sich viele Israelis von ihr Schutz vor den Anklagen der Weltgemeinschaft erhoffen werden.
Und doch kann ich mir nur schwer vorstellen und will auch nicht recht daran glauben, dass die gegenwärtigen Verwerfungen auf immer Israels Schicksal sind. Meine Hoffnung ist, dass meine Landsleute eines Tages die kosmopolitischen Aspekte der jüdischen Geschichte nicht mehr als Grund zur Scham, sondern als ein Versprechen auf die Zukunft betrachten können. Sowohl die jüdische Leidensgeschichte als auch die faszinierenden Geschichte der Kreativität und der proteischen Transformationskraft könnten Israel dazu bringen, in der eigenen verschlungenen Geschichte einen neuen Sinn entdecken, nämlich etwas zu dem langen Weg der Menschheit beizutragen, der von düsteren Stammesmythen hin zu der lichteren Einsicht führt, dass wir alle voneinander abhängen, wenn wir auf dieser Erde überleben wollen."

Wer jenseits der eingefahrenen Vorurteile und Ressentiments wirklich etwas verstehen will von der Lage in Israel und im Nahen Osten, dem sei dieses kleine Buch ans Herz gelegt.
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5.0 von 5 Sternen Knappe, ausgezeichnet geschriebene Einführung in unser schwieriges Land, 9. Mai 2013
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Rezension bezieht sich auf: Israel: Einführung in ein schwieriges Land (Taschenbuch)
Als Schweizerin wie Carlo Strenger lebe auch ich seit vielen Jahren in Israel. Ich habe es gekauft und gelesen, da ich es meinen Touristen (ich bin Reiseleiterin) weiterempfehlen wollte. Wider Erwarten habe ich dabei, trotz meinem fundierten Wissen über Israel, dessen Geschichte, Literatur und meinen eigenen Erfahrungen, viel dazu gelernt. Das Buch beschreibt eine breite Palette von Hintergründen aus der Neuzeit und der Geschichte, nimmt Bezug auf Europa und den Orient, baut auf akademischen Fundamenten, ist kritisch und, was auch wichtig ist, nicht zu langfädig. Eine Muss-Lektüre für alle, die bereit sind, sich kritisch mit dem Nahen Osten auseinanderzusetzen. Und natürlich empfehle ich es auch allen Touristen, die hierhin reisen. Dieses Buch beantwortet viele Fragen.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Einblick, 13. August 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Israel: Einführung in ein schwieriges Land (Taschenbuch)
Das kurze Büchlein gibt einen sehr persönlich geprägten Einblick des Autoren in den Staat Israel und die Befindlichkeiten seiner Bewohner weiter. Das Buch ist flüssig geschrieben und erzählt spannend vor allem Anekdoten aus Tel Aviv. Dem Titel "Israel: Einführung..." wird es dabei nicht gerecht, weil es eine persönliche erinnerungs- und auch Streitschrift ist, nicht aber ein Sachbuch für interessierte Aussenstehende. Deshalb nur 3 Sterne, weil eigentlcih das Thema verfehlt wurde. Nichtsdestoweniger ein hochinteressanter Einblick eines Psychologen, Radiomoderators und westlichen Juden in sein Land!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine umfassende Einführung..., 23. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Israel: Einführung in ein schwieriges Land (Taschenbuch)
... in die politische Situation in Israel mit guten Hintergrundinformationen. Dazu noch interessant geschrieben und im Moment (Ende 2012) noch sehr aktuell.

Für Reisende nach Israel unbedingt empfehlenswert.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen empfehlenswert, 20. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Israel: Einführung in ein schwieriges Land (Taschenbuch)
Ein sehr interessantes buch, das sich nicht nur mit der Geschichte sondern auch einfühlsam der psychologischen Dynamik des ungelösten Konflikts Israel/Palästina beschäftigt und versucht, einen Weg aus der Sackgasse aufzuzeigen
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1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Israel - Einführung in ein schwieriges Land, 12. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Israel: Einführung in ein schwieriges Land (Taschenbuch)
In Israel zu sein, war faszinierend und es gab mir viele, viele Fragen.

Für mich fand keine Einführung und Klärung beim Lesen statt!!! Ich habe mich eine Weile durch die Seiten gequält und das Buch dann weggelegt
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Israel: Einführung in ein schwieriges Land
Israel: Einführung in ein schwieriges Land von Carlo Strenger (Taschenbuch - 12. Oktober 2011)
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