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am 19. November 2008
Selten hat mich ein Buch so bewegt.

Leonie und Walter Frankenstein schlagen sich in Nazi-Deutschland durch, illegal im Untergrund. Sie sind Juden und ständig von Verrat und Verfolgung bedroht. Sie müssen mit ansehen wie fast alle ihre Freunde, Verwandte in Vernichtungslager verschleppt werden. Fast niemand kehrt zurück. Die beiden gehen in den Untergrund. Leben unter falschen Namen, mit gefälschten Lebensmittelkarten in Trümmern, Autos, Kellern. Aber immer wieder finden sie auch Aufnahme bei Deutschen, die keine Nazis sind. Ihre Odyssee ist mit dem Ende des Krieges nicht vorbei. Die Briten wollen Walter Frankenstein nicht nach Palästina einreisen lassen. Er verbringt Monate interniert in einem Lager auf Zypern. Leonie weiß ein Jahr nicht, ob ihr Mann überhaupt noch lebt.
Nach zehn Jahren in Israel wieder von Krieg und Tod begleitet gehen die Frankenstein schließlich nach Schweden und finden endlich so etwa wie Frieden aber keine neue Heimat. In den Jahren 2005, 2006 und 2007 hat sie dort der Autor Klaus Hillenbrand besucht und ihre Erinnerungen aufgeschrieben. Mitunter wirkt sein Stil etwas hölzern. Das mag aber auch daran liegen, dass er alles sehr exakt wiedergibt, was die Frankenstein ihm erzählen und er deren Erzählungen mit vielen Quellen belegt.

Ein großes Buch!
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TOP 500 REZENSENTam 24. Januar 2014
Nun ist es ja nicht gerade so, dass es an Literatur, die bewegende Schicksale jüdischer Familien im Grauen der dunkelsten Jahre Deutschlands thematisiert mangelt. Es gibt derlei Werke zuhauf. Warum aber wird man nie wirklich müde, sich mit den Leidensgeschichten der verfolgten Menschen auseinanderzusetzen?
Diese Frage stellte sich mir, als ich dieses Buch als Geschenk erhielt. Man weiß innerhalb meines Freundeskreises, dass S.Zweigs "Rothschildallee" in meinen Regalen steht, weiß, dass ich de Waals "Hase mit den Bernsteinaugen" nahezu verschlungen habe. Gut, da ist ein Buch auf der Grundlage dieser Thematik gewiss nicht "daneben", wie man sich wohl überlegt haben mag.

Um ehrlich zu sein, habe ich zunächst andere Bücher gelesen und dieses ganz unten im kleinen Stapel meiner Neuerwerbungen platziert. Kennt man ja inzwischen auswendig. Immer die mehr oder weniger austauschbaren Geschichten leidender, um ihre Existenz kämpfender Menschen. Berührend zwar, aber doch auch oft ein wenig vorhersehbar und von der zugrunde liegenden Dramaturgie her gleich. Wirklich?
Im weiteren Sinne trifft dies durchaus auch auf diesen Band zu. Was ihn jedoch von Sachbüchern bzw. Belletristik gleichen Genres unterscheidet, ist zweierlei: Da sind die wirklich atemberaubenden, stets aber authentischen Wendungen, die den Leser auf die Achterbahn der An(Spannung) mitreißen und niemals konstruiert, will sagen auf die Tränendrüsen drückend ausfallen. Man sieht die um ihr Leben bangende Familie plastisch vor seinem geistigen Auge, bangt, leidet, verzweifelt und hofft mit den Menschen, die der eher abstrakten Massenverfolgung ein so prägend-erdrückendes individuelles Gesicht verleihen, so dass man sich emotional nicht mehr zu entziehen vermag.
Und da ist der etwas spartanisch, beinahe schon lakonisch-reduzierte Stil des Autors, der anscheinend der Emotionalität doch so nie gerecht werden kann, aber es gerade mit diesen sprachlichen Gestaltungsmitteln schafft, Authentizität zu erzeugen, zu bewegen, zu berühren, kurz: Den Leser völlig in den Bann des Geschehens zu ziehen.
Sicher: Ein Familienschicksal von so vielen. Aber eines, das man nicht mehr vergisst; eines, das lange nachwirkt.
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am 11. April 2015
Leonie und Walter Frankenstein gehören zu den verhältnismäßig wenigen Menschen, die als sog. U-Boote bis zum Kriegsende die Judenverfolgung in Deutschland überlebt haben. Herr Frankenstein betont im Buch von Klaus Hillenbrand, welchen Respekt er dabei bis heute Menschen schuldet, die ihm und seiner Familie immer wieder ohne Gegenleistung zum Überleben verholfen und sich dabei selbst in Todesgefahr gebracht haben. Frau Frankenstein beschreibt mehr als eine Situation, die deutlich macht, wie viel Glück und Zufälle zum Überleben gehörten. Ob es sich um die Verhaftung handelt, aus der sie sich lediglich mit dem Mut der Verzweiflung im letzten Moment herauslösen konnte, ob es um eine Bäuerin bei Landsberg an der Warthe geht, die ihren Sohn Peter-Uri während ihres Krankenhausaufenthaltes umsorgt hat und keine Schritte unternahm, als sie dessen Beschneidung bemerkt haben musste u. v. m.

Gleichzeitig beeindruckt mich in ihrer Biographie die Geradlinigkeit dieser beiden Menschen, für die ein Leben im Deutschland nach 1945 nicht mehr infrage kam und die viele steinige Wege und Umwege inkauf nahmen, um zuerst nach Israel und später nach Schweden auswandern zu können: Man versetze sich in Menschen, die die Nazi-Schergen überlebt haben, um sich nach dem Krieg im Opfertenor anhören zu dürfen, dass es anderen Deutschen ja auch nicht gut gegangen sei, waren da etwa Bombenangriffe, Lebensmittelrationierung und alles andere, was jeder - Untergetauchte in verschärfter Form als Menschen ohne Lebensmittelmarken und mit dem Verbot, Schutzräume aufzusuchen - in dieser unsäglichen Zeit erleben musste.

Für mich ein Buch, das zeigt, dass jeder seine Geschichte hat und haben darf, man aber kein Schicksal mit dem anderen vergleichen sollte. Jedes einzelne hat seinen eigenen einzigartigen Stellenwert. Auch jemand, der zur sog. Volksgemeinschaft gehörte, hat also seine Geschichte, der man Tragik und Verlust oft nicht absprechen kann. Man möchte aber bitte nicht Birnen mit Äpfeln vergleichen, denn das ist Holocaust-Überlebenden nicht würdig.
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am 25. März 2014
Diese Buch haben sich meine Schwiegereltern bei mir bestellt, weil sie auf einem Vortrag des Autors waren. Ich habe nichts negatives gehört und gehe davon aus, dass sie sehr zufrieden sind.
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