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Sämtliche Gedichte
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Else Lasker-Schüler (1869 - 1945) wurde als Kind jüdischer Eltern in Elberfeld geboren. Um die Jahrhundertwende verfasste sie erste Gedichte, ihr erster Gedichtband "Styx" erschien 1902, in dem sich von Anfang an ihr eigener Stil offenbart, welcher seine Herkunft aus der Romantik zwar nicht verleugnet, dennoch deutlich expressionistische Züge trägt.
Ihr lyrisches Schaffen ist von der Auseinandersetzung mit der eigenen jüdischen Identität geprägt, sie entwickelt Welten und Figuren, die einer eigenartigen Mischung aus alttestamentarischer und imaginärer Mythologie zu entstammen scheinen. Weiterhin kreisen ihre Gedichte thematisch um ihre Mutter und um ihren Sohn, den sie 1927 verlor.
Der größte Teil ihres lyrischen Werkes jedoch befaßt sich mit der Liebe, die dauerhaft zu finden ihr zeitlebens versagt blieb. So sind die meisten ihrer Liebesgedichte von einem Ausdruck tiefster Sehnsucht und Trauer geprägt, in den glücklicheren Momenten nimmt ihre Sprache fast kindliche Züge (im positivsten Sinne) an, die den Leser in ihrer Unmittelbarkeit einfach anrühren muß.
Else Lasker-Schülers tiefe Gefühlswelt spiegelt sich in einer Sprache wider, die ihresgleichen sucht; stets auf der Suche nach dem eindringlichsten Ausdruck, bedient sie sich häufig Wortneuschöpfungen wie etwa: "..., Um zu entfliehn Meinwärts!"
Meiner Meinung nach gehört ihre Lyrik, speziell ihre Liebeslyrik, zum Schönsten, was die deutsche Sprache je hervorgebracht hat. Wer Gedichte liebt und Else Lasker-Schüler nicht kennt (was vorzustellen mir aber fast unmöglich erscheint), sollte sich alsbald diesen Band zulegen. Ich selbst nehme mir immer wieder dieses Buch zur Hand und vergesse für eine ganze Zeit alles andere um mich herum!
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. März 2007
Egal, wen man befragt, ob Karl Krauss, Gottfried Benn, Peter Hille -- ihre Zeitgenossen waren sich einig: Else Lasker-Schüler gehört zu den größten deutschen Lyrikerinnen überhaupt. Und sie haben recht. Sie steht abseits der Ismen, lässt sich in keine literarische Strömung einordnen, und das macht ihr Schaffen umso eindrucksvoller.

Else Lasker-Schülers Gedichte eröffnen dem Leser eine neue Welt, die sie mit ihrer Sprache erschafft. Oft prägen biblische und orientalische Motive ihre Lyrik, und genauso oft geht es um Liebe und Einsamkeit. Lasker-Schüler gleicht ihre poetischen Formen diesen Themen an, malt geradezu mit der Sprache; so wird z.B. die sengend heiße Wüste, die sie vor des Lesers Augen erstehen lässt, schon in der nächsten Zeile zum "gelben Fell", und die Metapher ist nicht gesucht, sondern gibt dem Schicksal von Hagar und Ismael ganz neue Bedeutung.

Aber nicht nur verknüpft sie orientalische Pracht mit unglaublichem Form- und Sprachgefühl. Nahezu jedes ihrer Gedichte fordert seinen Leser heraus, lockt ihn weg von der Sicherheit des Alltags und führt ihm stattdessen die Geheimnisse vor Augen, die nur derjenige erkennt, der sozusagen hinter die Sprache schaut und ausloten will, was sich alles mit ihr sagen lässt.

"Einfach so runterlesen" lassen sich diese Gedichte natürlich nicht; man sollte sich schon Zeit für sie nehmen. Es wird aber nicht lange dauern, bis man sich in ihrem Bann wiederfindet und in diese nie gekannten Welten abtaucht. Die Bilder, die Else Lasker-Schüler hier erschafft, lassen sich nie ganz erschließen und laden wegen ihrer faszinierenden und doch klaren Sprache dazu ein, sie immer wieder zur Hand zu nehmen.

Auch wenn Lasker-Schülers Gedichte keine ganz leichte Lektüre sind, und auch wenn man sich, vor allem in bezug auf die späteren Gedichte, schon ein klein wenig im Alten Testament auskennen sollte: Die Mühe lohnt sich, denn diese Gedichte gehören zum Schönsten, was je in deutscher Sprache geschrieben wurde.

Die Gliederung der vorliegenden Ausgabe orientiert sich an den Erstveröffentlichungen der Gedichte: Zunächst sind in chronologischer Reihenfolge die Gedichtbände "Styx", "Der siebente Tag", "Meine Wunder", "Hebräische Balladen" und "Mein blaues Klavier" abgedruckt, danach folgen jede Gedichte, die einzeln erschienen sind oder erst aus dem Nachlass veröffentlicht wurden. Der Anhang enthält neben einem Nachwort des Herausgebers noch die bibliographischen Nachweise der Gedichte und ein alphabetisches Gedichteverzeichis.

Schließlich ist auch die Ausstattung dieses Bandes der Autorin würdig; wie alle Bände der Suhrkamp-Lyrik-Reihe besticht er durch schönes Layout in leinengebundenem Dünndruck.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. April 2008
Unwegsam und schwierig ist ihre Lyrik, sagen manche, vielschichtig, visionär und apologetisch sagen andere...
Erschwert wird das Herangehen an diese Künstlerin des Wortes auch dadurch, daß sie das außerordentliche Bedürfnis hatte, Bereiche ihrer private Sphäre phantastisch umzuformen, zu kaschieren.
Sie war eine "Unfrau" zu ihrer Zeit, eine Feministin würde man heute sagen. Sie wollte Außenseiterin sein und gab sich solche Rollen, solche Namen, die dies deutlich machten. Sie trug Hosen und schnitt sich die Haare kurz...

Ihre Gedichte sind dennoch nah am Leben, vor allem aber nah an der Liebe...
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Oktober 2007
Dieses Buch gehört in jedes Regal.

Else Lasker-Schüler schafft es, mit Worten zu verzaubern.
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