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5.0 von 5 Sternen Von Kunsthandwerk und Handwerkskunst
Holstein, Ende der 80er, kurz vor der Wende. Der junge Töpfer Ernst Liesgang ist gerade aus Japan zurückgekehrt, wo er die Hohe Schule der japanischen Keramikkunst absolviert hat. Um das in Deutschland umzusetzen, was er im fernen Osten aufgenommen hat, braucht er genau so einen Ofen, wie ihn seine hochverehrten Meister für ihre speziellen Brände und...
Vor 1 Monat von Felix Richter veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette Urlaubslektüre
Wenn man die Kurzbeschreibung gelesen hat, kennt man eigentlich schon das Buch. Für mich war es eine unterhaltsame Lektüre für den Strand (wenngleich es nicht der Ostseestrand war). Und die Wellen plätscherten friedlich vor sich hin, Seite um Seite.
Das Aufeinandertreffen von traditioneller japanischer Kultur und heutiger deutscher Kultur...
Vor 21 Tagen von Werner veröffentlicht


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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Kunsthandwerk und Handwerkskunst, 9. Juni 2014
Von 
Felix Richter - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln: Roman (Gebundene Ausgabe)
Holstein, Ende der 80er, kurz vor der Wende. Der junge Töpfer Ernst Liesgang ist gerade aus Japan zurückgekehrt, wo er die Hohe Schule der japanischen Keramikkunst absolviert hat. Um das in Deutschland umzusetzen, was er im fernen Osten aufgenommen hat, braucht er genau so einen Ofen, wie ihn seine hochverehrten Meister für ihre speziellen Brände und Glasuren verwendet haben. So etwas gibt's natürlich nicht beim örtlichen Ofensetzer, und mit etwas Glück, einiger Überredungskunst und der Unterstützung eines befreundeten Keramikkünstlers es ihm gelungen, den berühmten Ofenbaumeister Yamashiro Tatsuo mitsamt einem kleinen Team von Mitstreitern nach Deutschland zu holen.

Christoph Peters' Roman beschreibt liebevoll und kenntnisreich das Wesen japanischer Handwerkskunst, die, anders als in Deutschland, viel eher Kunst als Handwerk ist, und die man nur erlernen kann, wenn man sich bedingungslos seinem Meister unterwirft - ein Bildungsweg, der sich, je nach Persönlichkeit von Meister bzw. Schüler, über Jahrzehnte erstrecken kann. Da er (der Roman) in einer Zeit spielt, in dem Deutschland noch nicht flächendeckend von Sushi-Bars überzogen war, spielt das Aufeinandertreffen der Kulturen eine große Rolle - wobei man einwenden könnte, dass selbst regelmäßiger Verzehr von kleinteiligem rohen Fisch einen mitnichten auf den Umgang mit störrischen japanischen Ofenbaumeistern vorbereitet (und wobei, nebenbei bemerkt, die meisten Sushi-Bars heute ohnehin von Chinesen oder Vietnamesen betrieben werden).

Dieser (der Umgang) wiederum gestaltet sich zur Erleichterung von Protagonisten und Lesern gar nicht mal so kompliziert, denn Herr Yamashiro ist dem deutschen Wesen und, der Titel deutet es ja an, der deutschen Küche durchaus zugetan. Überhaupt ist der Meister beseelt von einer allgemeinen Zuneigung zum Gastland, deren Wurzeln auf die seinerzeitige Waffenbrüderschaft zurückgehen und damit auf eine Phase der deutsch-japanischen Geschichte, an die man heute nicht unbedingt mit Wohlwollen zurückdenkt. Hier wird gelegentlich Ernst Liesgangs diplomatisches Geschick gefordert, um die Diskussionen in politisch korrekten Bahnen zu halten.

Umrahmt wird das Werk von den Dreharbeiten eines Filmteams, das den Bau des ersten japanischen Keramikofens auf deutschem Boden für die Kulturfernseh-Nachwelt festhalten soll, und dessen Prioritäten mit denen des Baumeisters nicht immer zwanglos in Einklang zu bringen sind. Auch hier sind Liesgangs Vermittlungskünste mehr gefragt als ihm lieb ist.

Das Buch ist eine Freude zu lesen. Mit großer Sympathie und leiser, verletzungsfreier Ironie erweckt Christoph Peters seine Figuren zum Leben: Da müssen die an strikte Umgangsformalismen gewöhnten Japaner mit den Hemdsärmeligkeiten ihrer Gastgeber zurecht kommen, und der deutsche Kulturschaffende muss widerstrebend anerkennen, dass nicht jeder Japaner so vom Zen durchleuchtet ist wie man es hierzulande eigentlich für angemessen hält. Auch wenn am Ende der Weg tatsächlich das Ziel gewesen sein könnte, vielleicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette Urlaubslektüre, 4. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wenn man die Kurzbeschreibung gelesen hat, kennt man eigentlich schon das Buch. Für mich war es eine unterhaltsame Lektüre für den Strand (wenngleich es nicht der Ostseestrand war). Und die Wellen plätscherten friedlich vor sich hin, Seite um Seite.
Das Aufeinandertreffen von traditioneller japanischer Kultur und heutiger deutscher Kultur hätte schon mehr und Tiefergehendes geboten. Trotzdem war es fuer mich eine nette Urlaubslektüre.
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Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln: Roman
Herr Yamashiro bevorzugt Kartoffeln: Roman von Christoph Peters (Gebundene Ausgabe - 26. Mai 2014)
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