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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach ein gutes Buch
Das soll jetzt keine Angeberei sein - aber ich habe das Buch schon vor über einem halben Jahr im niederländischen Original gelesen und war schon damals von der Wucht der fast alttestamentarischen Konfrontationen beeindruckt... Und nun habe ich die deutsche Übersetzung gelesen und bin nicht minder beeindruckt.
Anna Enquist, durch Schicksalsschläge...
Vor 21 Monaten von Hans-Jürgen Singer veröffentlicht

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Betäubung
Man merkt, dass die Autorin Psychologin ist. Die Handlung wirkt konstruiert, die Personen sind eher Typen als individuelle Persönlichkeiten. Die Handlung dient dem Beweis einer Theorie. Die Darstellung ist in sich logisch.
Vor 6 Monaten von xy veröffentlicht


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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach ein gutes Buch, 26. Oktober 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Betäubung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Das soll jetzt keine Angeberei sein - aber ich habe das Buch schon vor über einem halben Jahr im niederländischen Original gelesen und war schon damals von der Wucht der fast alttestamentarischen Konfrontationen beeindruckt... Und nun habe ich die deutsche Übersetzung gelesen und bin nicht minder beeindruckt.
Anna Enquist, durch Schicksalsschläge getroffen - ich nenne nur den Tod ihrer Tochter - findet eine Sprache für das Leid der Menschen, die mitreißt und begeistert. Die Handlung ist geschickt um nur wenige Personen gewunden - und die gesamte Verwicklung dieser Personen miteinander bleibt dennoch glaubhaft und überzeugend. Anna Enquist bringt viel Lebenserfahrung und Kenntnisse aus ihren Berufen ein, das macht das Buch noch stichhaltiger als es ohnehin schon ist.
Letztlich bin ich seit Jahren überzeugt, dass viele Schriftsteller einen Roman vor allem schreiben, um der Welt einen wahren Satz mitzuteilen. Der Schlusssatz dieses Buches hat für mich eine solche Qualität; ein von der handlungstragenden Anästhesistin behandelter Patient wacht langsam auf "in een onbegrijpelijke, gruwlijke wereld" ("...in eine unbegreifliche, grausame Welt"). Einziges Manko: Deutsche Titel stimmen oft nicht mit dem Originaltitel überein; in diesem Fall scheint es nur eine Nuance zu sein, aber m.E. eine entscheidende: Das Original heißt:"De verdovers" - also: "Die Betäubten" und lenkt den Blick auf die Personen, nicht auf einen Sachverhalt wie der deutsche Titel...
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fühlen oder Verdrängen, 18. Oktober 2012
Von 
HG (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Betäubung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Im Frühjahr 2010 wurde die niederländische Schriftstellerin, klassisch ausgebildete Pianistin und Psychoanalytikerin Anna Enquist gefragt, ob sie an einem Projekt des Klinikums der Freien Universität Amsterdam mitarbeiten würde, das sich "Literatur und Heilkunde: Schriftsteller auf der Abteilung" nennt. Eine Zeitlang dürfe sie die Arbeit einer Abteilung ihrer Wahl begleiten, um hernach ein Buch darüber zu schreiben. Enquist entschied sich spontan für die Anästhesiologie. Gerade der Gegensatz zu ihrem eigenen Fachgebiet, wo es für den Patienten in den meisten Fällen heilsam ist, zu fühlen, was in ihm vorgeht, den Widerstand gegen das verborgene Gefühl zu bearbeiten und zu versuchen, ihn dadurch aufzuheben und dem der Anästhesiologie, wo der Patient vor dem Fühlen geschützt wird, fasziniert die Autorin bereits seit Jahren. Entstanden ist ein Roman, der beide Fachrichtungen beleuchtet, deren ganz spezifische "Symptome" herausarbeitet und zueinander ins Verhältnis setzt.

Bereits auf den ersten Seiten des Buches erfährt der Leser, dass einer der Hauptprotagonisten - der Psychoanalytiker Drik de Jong - seine Frau Hanna verloren hat. In deren letzter Lebensphase wurde sie vor allem von Driks Schwester Suzan, die in einem großen Krankenhaus als Anästhesistin arbeitet, versorgt. Nach Hannas Tod geht ihre Fürsorge nahtlos auf ihren Bruder über, der ein wenig den Halt unter den Füßen verloren hat, nun aber dabei ist, sein Leben wieder neu zu ordnen und nach einiger Zeit der Abwesenheit, wieder neu ins Berufsleben einzusteigen. Sein erster Patient, der ihm von Suzans Ehemann Peter, ebenfalls Psychotherapeut und gleichzeitig bester Freund, vermittelt wird, ist Allard Schuurman. Schuurman fungiert im Roman als Verbindungsglied zwischen den beiden medizinischen "Genres". Er beginnt zunächst eine Lehrtherapie bei Drik, da er beabsichtigt ebenfalls Psychiater zu werden, wechselt jedoch im Laufe der Handlung in die Anästhesie, wo er von Suzan betreut wird. Doch etwas stimmt nicht mit dem jungen Mann. Von ihm scheint eine latente Gefahr auszugehen, die letztendlich in einem Fiasko kumuliert, in das auch Roose, die Tochter von Suzan und Peter, hineingezogen wird.

Erneut baut Anna Enquist, wie schon in ihrem vorangegangenen Roman "Kontrapunkt", ihre Handlung analog einer musikalischen Komposition auf. Die einzelnen Kapitel überschreibt sie mit "Exposition", "Durchführung", "Reprise" und "Coda". Auch der Inhalt offenbart zahlreiche musikalische Reminiszenzen. Man ist gewillt, sogar die Arbeit der Chirurgen und Anästhesisten im OP-Saal mit einer musikalischen Darbietung zu vergleichen. Der Kontrast zwischen Gefühl und Betäubung, Psychoanalyse und Anästhesiologie, wird von Enquist detailreich und intensiv herausgearbeitet und zuweilen äußerst eindringlich und schonungslos beschrieben. Eines der zentralsten Motive dieses Buches ist das Phänomen der Arbeit und die einhergehenden hohen, vor allem seelischen Anforderungen im klinischen Alltag. Einige Charaktere können ihre Gefühle nur noch betäuben, weil sie ständig zu kollabieren drohen.

Mit Einfühlungsvermögen und Bewunderung auf der einen und einer nüchternen, medizinisch-dokumentarischen Seite auf der anderen Seite strickt die niederländische Autorin ein intensives und etwas klaustrophobisches Familiendrama. Ihre unterschiedlichen Perspektiven, es wird jeweils im Wechsel aus Sicht von Drik, dann wieder aus Sicht von Suzan erzählt, kann man mit einer chirurgischen Naht vergleichen, bei der ebenfalls alle Fäden miteinander verwoben werden. Eingeflochtene Cliffhanger erzeugen einen permanenten Sog durch den Text, der aus zumeist knappen, bündigen Sätzen besteht. Allerdings strapaziert die Autorin den Leser damit, die zentrale Idee des Buches wieder und wieder zu erklären. Dadurch lässt sie ihm wenig Raum für eigene Reflektionen. Mitunter wirkt auch die Thematik zu konstruiert, was zu Lasten einiger Handlungsmotive geht und zudem einige zu schwach gezeichnete Charaktere zurücklässt. Alles in Allem offenbart "Die Betäubung" jedoch eine spannende Geschichte über die Unfähigkeit, Kindheitstraumata zu verarbeiten und wirft einen interessanten Einblick in zwei konträre medizinische Bereiche. Eine Antwort auf die Frage, was denn nun der bessere Weg ist, Traumata zu verbergen bzw. sie zu betäuben oder sie an die Oberfläche zu holen und sie in ihrer vollen Wucht zu spüren - Schmerzen oder Pillen - erhält man auch bei Anna Enquist nicht.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Familie und Beruf: ein Konfliktfeld der besonderen Art., 5. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Betäubung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der Psychoanalytiker Drik de Jong hat lange Zeit nicht gearbeitet.

Er ist um die fünfzig Jahre alt und seine Frau Hanna ist nach langem Leiden kürzlich verstorben. Seine Schwester Suzan und ihr Mann Peter stehen ihm zur Seite. Wir haben es mit einem ausgedehnten Ärztemilieu zu tun, denn Suzan ist Anästhesistin und Peter Psychiater. Roos, die Tochter von Suzan und Peter, hat ihre kinderlose Tante Hanna sehr geliebt, wohl mehr als ihre eigenen Eltern.

Nach langer Trauerzeit beginnt Drik wieder mit seiner Arbeit. Sein erster Patient Allard Schuurman ist kompliziert zu behandeln, und Drik weiß nicht so recht, wie er an den Patienten herankommen soll. Dieser will ebenfalls Analytiker werden und macht eine so genannte Lehranalyse, die für den Beruf des Psychoanalytikers obligatorisch ist.

Die Familiengeschichte der de Jongs mischt sich mit den ärztlichen Verpflichtungen in der Anästhesiologie und dem Fachwissen der Psychoanalyse. Da Anne Enquist selber Psychoanalytikerin ist, kennt sie sich gut aus mit den Mechanismen der Abwehr, der Verdrängung, mit Übertragung, Projektionen und Idealisierungen. In ihrem gut konzipierten Roman stellt sie die "Betäubung" im medizinischen Alltag der Anästhesiologie der Aufdeckung der Gefühlswelten in der Psychoanalyse gegenüber.

Spannend und aufreibend beschreibt sie den Klinikalltag mit Fachwissen, Konkurrenzen, Intrigen und Teamgeist.

In dem Berufsalltag verschwindet fast das Familienleben, das doch allen, besonders der Tochter Roos, so viel bedeutet.

Zu allem Übel spielt Allard Schuurman eine zwielichtige Rolle, die zuletzt das feine Netz der Zuneigung zwischen den Familienmitgliedern beschädigt.

Tief steigt man in das verborgene Seelenleben der einzelnen ein und lernt, sich mit den anspruchsvollen und konfliktreichen Gegebenheiten des Ärzteberufs aus verschiedenen Fachrichtungen zu befassen. Wohl niemand ahnt, wie nüchtern und praktisch Operationen verlaufen. Das Mitgefühl wechselt mit der Distanz, ohne die man den Beruf des Arztes wohl kaum aushalten könnte.

Anregend, inhaltsreich und faszinierend versteht uns Anne Enquist in den Berufsalltag und in die menschlichen Verstrickungen ihrer Geschichte mit zu nehmen. Dass ganze Familien unter der Regie eines Psychopathen zerbrechen können, ist nicht neu. Doch wie sie ihre Figuren agieren lässt, welches Fachwissen sie mit ihren Protagonisten verbindet, das ist wohl einmalig unter den Literaten.
Ein Ärztekrimi der besonderen Sorte ist Anne Enquist gelungen.
Sehr lesenswert!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Buch zum Nachdenken, 20. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Betäubung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Welch spannendes Thema in guter Sprache geschildert. Zwei sehr gebildete Paare, miteinander verwandt und befreundet.... Und diese Konstellation bricht völlig auseinander. Die eine Frau stirbt an Krebs. Ihr Mann, Psychoanalytiker, nimmt seine Berufstätigkeit wieder auf und scheitert. Seine Schwester, Anästhesistin, die sich sehr um die sterbende Schwägerin gekümmert hatte, widmet sich dem Thema Betäubung, dies auch in Bezug auf ihre eigene emotionale Situation. Man erfährt viel aus dem Umfeld von Psychiatern und Anästhesisten. Eine fatale Geschichte, wie sie sicher passieren kann. Schade, dass man nicht mehr über die verstorbene Frau erfährt. Dass sie fehlt, wird immer wieder geschildert, als Leser kann man es aber nicht spüren. Dies nimmt der Geschichte die Intensität. Und doch ist es ein gutes Buch über das ich lange nachgedacht habe.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Betäubung, 23. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Betäubung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Man merkt, dass die Autorin Psychologin ist. Die Handlung wirkt konstruiert, die Personen sind eher Typen als individuelle Persönlichkeiten. Die Handlung dient dem Beweis einer Theorie. Die Darstellung ist in sich logisch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großartiges Buch!, 28. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Betäubung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Nach dem tragischen Tod seiner Frau Hanna, nahm sich der Psychoanalytiker Drik de Jong eine Auszeit von seiner Arbeit, braucht Zeit, um seine Gedanken zu sortieren, doch irgendwann, da muss man wieder an das normale Leben anknüpfen, weitermachen. Drik nimmt seinen Job wieder auf, widmet sich seinen Patienten und versucht, selbst hilflos gegenüber dem Leben, ihnen eine Perspektive zu geben. Allard Schuurman kommt zu ihm, möchte eigentlich nur die obligatorische Lehrtherapie machen, doch es wird zu einer wahren Zerreißprobe für Drik, denn es sind die Selbstzweifel, die an ihm zu nagen beginnen.

Driks Schwester Suzan, die beste Freundin ihrer Schwägerin, scheint anders mit dem Schmerz des Verlustes umzugehen. Voll und ganz geht sie in ihrer Arbeit als Anästhesistin auf, mag den klaren Rahmen, in den sie ihre Aufgaben zu erledigen hat. Ihre Welt wird auf den Kopf gestellt, als ihr der junge Allard Schuurman als Praktikant zugewiesen wird. Sie verfällt den jungen Mann und setzt damit alles auf eine Karte.

Meine Meinung:
Nach dem Klappentext nach könnte man meinen, es würde sich um ein Buch mit dem Überthema Verlust handeln. Jein, natürlich spielt der Aspekt, dass die beiden Charaktere Ehefrau oder Schwägerin verloren haben, eine zentrale Rolle, aber für mich ist das Buch mehr darauf ausgerichtet, den Arbeitsalltag der beiden zu beleuchten. Hin und wieder kommt es zu kurzen Erinnerungen an Hanna, aber als wirklich dominierendes Thema, so würde ich es nicht bezeichnen.

Es gibt massenhaft Bücher über den Arbeitsalltag verschiedener Berufsgruppen, man kann davon halten was man mag, doch in „Die Betäubung“ wurde genau ein solches Sachbuch in einen Roman umgewandelt. Obwohl ich eher auf Psychologie fixiert bin, mich vor dem Lesen mehr auf diese Teile freute, waren es letztlich doch die Ausführungen über den Arbeitsablauf einer Anästhesistin, die mich gefangen genommen haben. Welche Aufgaben diese Gruppe zu erledigen hat, wie das Ansehen im Krankenhaus ist und noch viel mehr wird dem Leser näher gebracht. Die beiden Protagonisten wechseln sich in der Erzählperspektive beständig ab, so dass man immer weiß, welchen Einblick man als nächstes erhält.

Wie man aus der Inhaltsangabe entnimmt, verzweigen sich die Arbeitsabläufe der beiden Geschwister, gehen soweit, dass sie ins Privatleben hineinspielen und man kann sich schon beinahe selbst ausmalen, wie sehr es eine Herausforderung für Drik wird, in der Therapie Ausführungen über seine Schwester zu erhalten. Diese Zerrissenheit, die er verspürt, nimmt man während des Lesens deutlich wahr, es ist beinahe so, als würde man selbst im Behandlungszimmer sitzen und sich der Situation aussetzen. Während des Lesens fließt eine elektrische Spannung durch die eigenen Venen, die absolut fesselnd ist.

Wir Analytiker sind Geschichtenerzähler, und die beste Geschichte hauen wir dem Patienten um die Ohren. Auf diese Geschichte einigen wir uns im Laufe der Therapie, diese Geschichte wird zu der Wahrheit, an der wir alle Gefühle und Einbildungen festmachen. So kommen Ruhe und Struktur in das Denken des Patienten über sich selbst, und wir können den Abschied vorbereiten.
(Seite 107)

Die Autorin, Anna Enquist, war selbst lange als Psychoanalytikerin tätig, was man aus dem Buch herauslesen kann. Ihr tiefes Wissen, ihre Versiertheit ist deutlich wahrnehmbar, doch auch die Abschnitte über den Arbeitsalltag einer Anästhesistin sind vollkommen ausgereift recherchiert worden, was in der Danksagung nochmal unterstrichen wird – es war vermutlich eine Arbeit sondergleichen, sich mit dieser Materie so weiträumig auseinanderzusetzen, aber letztlich lässt sich nur sagen, die Mühe hat sich reiflich gelohnt.

Fazit:
Es gibt diese Bücher, denen viel zu wenig Aufmerksamkeit geschenkt wird – „Die Betäubung“ gehört zu diesen. Schade, dass ich nicht schon früher darauf aufmerksam wurde, weil es zu lesen, ist einfach nur fesselnd und energiegeladen. Zwischen Gefühlen hin und her gerissen, hängt man seinen eigenen Gedanken und Spekulationen nach. Absolute Leseempfehlung!
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4.0 von 5 Sternen Staunenswerte Beobachtungen, 26. November 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Betäubung: Roman (Kindle Edition)
Anna Enquist entschied sich im Rahmen eines Projekts "Literatur und Heilkunde" für die Anästesiologie. "In meinem eigenen Fachgebiet, der Psychoanalyse, gehen wir davon aus, dass es für den Patienten in den meisten Fällen heilsam ist, zu fühlen, was in ihm vorgeht. Dazu muss der Widerstand gegen das verborgene Gefühl bearbeitet und aufgehoben werden. Wenn das Gefühl wirklich erlebt werden darf, kommt es zur Ruhe und die Symptome verschwinden. Der Anästhesist dagegen schützt seinen Patienten vor dem Fühlen und betrachtet seine Arbeit als gelungen, wenn der Patient überhaupt nichts von den Schmerzen weiß, die ihm während einer Operation zugefügt werden. Dieser Gegensatz faszinierte mich schon sei Jahren ... "

Alle Menschen in diesem Roman versuchen, ihren Platz im Leben zu finden. Und so lesen wir über ihre Empfindungen und Gedanken ihrer beruflichen und ihrer persönlichen Welt und über den Versuch, beides miteinander zu verbinden.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schlechte Übersetzung, 9. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Die Betäubung: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch gestern in der "deutschen" Übersetzung gelesen. Leider. Ich kann auch in der niederländischen Sprache lesen. Hätte ich es gewußt, dass Frau Enquist Niederländerin ist... Die Übersetzung ist grausam. Nicht nur der Titel. Im Buch wird das Wort "Supervisant" statt Weiterbildungsermächtigter benutzt. Junge Ärzte sind in den Universitätskliniken in der Facharztweiterbildung und sind von weiterbildungsermächtigten, erfahrenen Ärzten weitergebildet. Nicht von Supervisanten supervisioniert. Diese Wörter existieren in der deutschen Sprache gar nicht.
Statt Behandlung wird das Wort Überweisung benutzt. Drik der Psychologe bietet der Mutter seinem verstorbenen Patienten am Ende des Romans seine "Überweisung" an. Damit verwirrt die Übersetzerin den Leser und meint unterschwellig genau das Gegenteil. Wenn ein Therapeut sich mit einem Patienten NICHT beschäftigen möchte, gibt dem Patienten eine Überweisung und schickt den damit zu einem ANDEREN Therapeuten. Ich habe auch in dem niederländischen und auch in dem deutschen Gesundheitswesen gearbeitet. Ich kenne mich mit der Terminologie aus.
Diese Sachen waren aber nur Beispiele praktisch jeder medizinischer Begriff wurde falsch übersetzt.
Laut Danksagung am Ende des Buches war Herr Professor Loehr der Berater der "deutschen" Übersetzung. Er ist der Chef der anästhesiologischen Uniklinik in Amsterdam. Ein guter holländischer Arzt. Aber als Lektor für die deutsche Übersetzung eine schlechte Wahl.
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Die Betäubung: Roman
Die Betäubung: Roman von Anna Enquist (Gebundene Ausgabe - 24. September 2012)
EUR 19,99
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