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TOP 500 REZENSENTam 4. Oktober 2011
Gerard Donovan, der sich vor allem mit Winter in Maine: Roman einen Namen gemacht, geht mit dem 2008 erschienenen Erzählband mit dem Originaltitel Country of the Grand mit 13 Erzählungen in ein neues Genre, in dessen Mittelpunkt Menschen stehen, die von der Brüchigkeit von langjährigen Beziehungen erzählen, Menschen die Bindungen erleben, aber auch deren Schattenseiten, Unwahrheiten, Realitäten mit denen nicht immer einfach umzugehen ist. Wenn man mal von 2, 3 Erzählungen absieht, bekommt man eine konzentrierte Form des Erzählens dieses talentierten Autors zu spüren, das den Leser in die Stille führt, als ob man sich mit der der Stille der geschilderten Protagonisten identifizieren würde. Man fühlt und leidet förmlich mit, man steht förmlich in den Schuhen der Betroffenen, so dass eine gewisse Betroffenheit miterlebt wird, die von stillen Momenten und Poesie durchdrungen wird. Dass Gerard Donovan schreiben kann, braucht er nicht mehr zu beweisen, im vorliegenden Erzählband in Paperback-Ausführung beweist er dies auf neue Erzählweise, mit übrigens wie ich finde, einem klasse gemachten Buchcover.

In "Morgenschwimmer" erlebt Jim, wie seine beiden Freunde John und Eric hinter seinem Rücken, über das angebliche Fremdgehen seiner Frau reden..

In "Wie lange" fragt Peter seine Frau auf einer Autofahrt, nach wie viel Zeit, sie wieder mit einem Mann ins Bett gehen würde - wenn er sterben würde...

In "Ladendiebstahl" erfährt der Ich-Erzähler, dass seine Frau eine Vergangenheit mit Diebstahl hat, zu der sie sich auch noch bekennt...

In "Und geht's doch gold" schreibt Donovan vom Wandel in der Nacht, von dem, was die Nacht zu tun vermag, wenn sie sich über die Menschen legt. Wie die Natur sich zu verändern beginnt...

In "Archäologen" realisiert die Archäologin Emma bei einer Ausgrabung, dass ihr Partner, mit dem sie zusammenarbeitet, nicht wirklich zu ihr steht, als sie ihn fragt ob er sie heiraten will. Erst jetzt begreift sie, warum sie ihm nie von ihrem Geheimnis erzählt hat..

In "Glas", vielleicht der stärksten Erzählung dieses Bandes überhaupt, vermisst der 14-jährige Paul seinen toten Vater, wird still und hört auf zu reden. Er lebt mit seiner Mutter, die sich um eine neue Beziehung bemüht, die nicht wirklich fruchtet. Als sie eines Tages, mit zwei anderen Jungs auf einen zugefrorenen See gehen, machen sie eine schreckliche Entdeckung...

In "Ein anderes Leben" beginnt eine Witwe nach dem Versterben ihres Mannes, mit dem sie 31 Jahre verheiratet war, festzustellen, dass ihr Mann ein Doppelleben geführt hat, von dem sie nichts wusste. Sie beginnt zu überprüfen was an ihrem Leben wahr war..

Fazit: Donovan beschreibt in seinem Buch Menschen, die mit Lebensrealitäten umzugehen haben. Realitäten, die erschüttern und schmerzen können. Er schildert Gewohnheiten, die der Ungewissheit gegenüber stehen. Sicherheiten, die aufhören Sicherheiten zu sein. Ein Erzählband, der von der Brüchigkeit, wie auf dünnem Eis in Beziehungen erzählt. In gewisser Weise, auch ein stilles Buch, der vom stillen Lebensschmerz und auch vom stillen Scheitern in Ehen erzählt. Gerard Donovan schildert dem Leser, wie Menschen in das Leben anderer hineinwirkt, irritiert, auch mit dem eigenen alleine sein Menschen konfrontiert, das nicht immer freiwillig ist.

Ein Autor, der poetische Kraft in seinen Texten zu verströmen vermag, die in den geschilderten Lebenskontexten manchmal bis in die Kindheit zurück gehen können. Etwa in der Erzählung "Vogelsommer", wo er von einem 10 jährigen Mädchen erzählt, die mit ihrem Vater lebt. Sie erlebt wie eines Tages ihre Mutter fortgeht, ohne zu verstehen warum. Vögel bedeuten ihr viel, sie füttert sie und spricht mit ihnen. Obwohl sie ihre Mutter vermisst, versucht sie ihr Leben zu leben... Ein Buch, das auch in gewisser Weise vom Verwelken erzählt, seien es nun Menschen oder Lieben. Mit "New Deal" und "Harry Dietz" konnte ich persönlich weniger anfangen. Doch für Menschen, die gerne nachdenkliche Texte mit poetischer Kraft lesen wollen, lohnt sich ansonsten dieser Erzählband allemal. Wer sein bekanntestes Werk noch nicht kennt, empfehle ich das vor kurzem als TB erschienene Buch: Winter in Maine: Roman. Es ist eines meiner Lieblingsbücher, das ich immer wieder gerne weiterempfehle.

Lesenswert.
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Dreizehn Geschichten, die einen Blick auf Irland werfen.

Dreizehn Geschichten, die erzählen wie wankelmütig Beziehungen sein können.

Dreizehn Geschichten, in denen Liebe, Freundschaft, Verwandtschaft, Treue, Glaube und Ehrlichkeit eine Rolle einnehmen.

Gerard Donovan wirft einen tiefen Blick, nicht nur auf das Land, sondern vor allem auf die Menschen, die dort leben, die Probleme habe und Glücksmomente erleben.

Kurzgeschichten müssen erzählt werden, sie müssen fließen, sich um einen konkreten Erzählmoment aufbauen. Das hat Gerard Donovan fast immer geschafft. Er fokussiert eine Beziehung mit all ihren Höhen und Tiefen und macht dem Leser bewusst, dass es auch mehr geben kann und etwas unter der Oberfläche pulsiert, was nur einen Ausgang sucht.

Seine weiche, aber zielgerichtet Sprache ist bildlich, beschreibt klar und strukturiert und endet schließlich immer an einem Punkt, an dem man denkt: Und jetzt? Gerade hat man die Figuren kennen gelernt, fühlt kurz mit ihnen und möchte dann, dass es weitergeht.

In 'Morgenschwimmer' ist es eine alte Freundschaft, die nicht das ist, was sie zu sein scheint. In 'Wie lange?' ist es eine Frage, die alles aus dem Gleichgewicht bringt.

Mein persönlicher Favorit ist 'Ladendiebstahl in den USA'. Ich habe überrascht mit offenem Mund hier gesessen und gedacht: Was?

'Uns geh'ts doch gold' verwirrt mich erst und jetzt noch suche ich die richtige Pointe. 'In irischen Nächten' ist ein wunderbares Zwischenspiel und man merkt, Gerard Donovan liebt sein Land. Mit den 'Archäologen' versuche ich einer Beziehung auf den Grund zu gehen, um dann herauszufinden, dass Sprache so zerbrechlich wie 'Glas' ist. 'Ein anderes Leben' hat mich sehr ergriffen und auch kindlicher Verlust in 'Ein Vogelsommer' hat Donovan gut verpackt.

'Der Mann an der Rezeption' hat mir Rätsel aufgegeben und dann folgten zwei Erzählungen, die mir nicht gefallen haben: 'Harry Dietz' und ' New Deal'. Die Geschichte 'Besuch' rundet vieles ab, denn auch das Buch war bei mir zu Besuch.

Ich finde, wenn ich nur zwei Geschichten nicht gut fand, hat dieses Buch vier Sterne verdient.
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am 18. Februar 2012
In der Geschichtensammlung "Morgenschwimmer" von Gerard Donovan finden wir nachfolgend aufgeführte Geschichten:

Morgenschwimmer
Wie lange?
Ladendiebstahl in den USA
Uns geht`s doch gold
In irischen Nächten
Archäologen
Glas
Ein anderes Leben
Der Vogelsommer
Der Mann an der Rezeption
New Deal
Harry Dietz und
Besuch

Gerard Donovan unterhält mit Geschichten, wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten - aber eines haben sie alle gemeinsam: Es geht um Menschen! Ihre Ängste, Gefühle, Träume, Sehnsüchte, Verlust, Beziehungen. Dieses Buch zeigt ungeschönt wie das Leben spielen kann.
In der gleichnamigen Geschichte "Morgenschwimmer" geht es um drei Freunde, die jeden Morgen zusammen schwimmen gehen. Bis eines Morgens'einer der drei schon in seiner Umkleidekabine ist und sich anhören muss, wie die anderen beiden wirklich über ihn denken - eine Geschichte, die einen das Wort Freundschaft noch einmal überdenken lässt.
Häufig geht es um den Verrat an einem anderen Menschen, Unehrlichkeit sich selbst und seinem Partner gegenüber, gescheiterte Existenzen, aus Angst verletzt zu werden...
Gekonnt hält Donovan uns den Spiegel unserer Zeit hin - und das gilt natürlich nicht nur für Irland!

"Schwachheit, dein Name ist Mensch."

Donovan hat es geschafft mich mit seinen realistischen Geschichten zu berühren, zu erschrecken und aufzurütteln. Was für mich persönlich nach der Lektüre übrig bleibt, ist der Wunsch mein Leben zu leben, risikobereit zu sein, ohne in der ständigen Angst leben zu müssen Fehler zu begehen - und am wichtigsten jeden Moment auszukosten mit den Menschen, die ich liebe!

Wer tiefgründige Geschichten über das Leben und das Mensch-Sein mit all seinen Sonnen- und Schattenseiten mag, ist mit diesem Buch sicherlich mehr als gut bedient!
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am 26. Dezember 2012
Nach dem Roman ----Winter in Maine------Der mich doch sehr in seinen Bann zog,
wusste ich nicht ob es Donovan schaffen würde etwas gutes nachzuschieben.
Aber mit--Morgenschwimmer zeigte er wieder sein können.
Er schrieb 13 Kurzgeschichten über Menschen, ihre Lebenssituation,ihre Ängste,ihre Visionen
und Gedanken. Novellen geprägt von menschlichkeit ,lebensängsten ,das älterwerden und umsponnen vom
allgegenwärtigem Weltschmerz.
Jede Geschichte in sich schlüssig, fein erzählt mit der dem Autor eigenen Art des Erzählens
Dabei jongliert er mit Worten wie ein Artist und fängt sie wieder ein um daraus 13 --Live Stories--zu machen .
Geschichten wie Reflextionen des eigenen ichs,
wir finden uns wieder in ---Morgenschwimmer-----
ob wir es zugeben oder nicht
echt verdiente 5 Sterne
Danke Gerard Donovan
Harry....
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