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TOP 500 REZENSENTam 17. September 2009
Julius Winsome lebt in den Wäldern von Maine. Allein. Seit er denken kann. Die Winter sind lang in Maine, doch er spürt keine Einsamkeit, denn er hat seine Bücher und Hobbes seinen Pitbullterrier, der ihm ein treuer Gefährte geworden ist. Als jemand eines Tages scheinbar absichtlich den Hund erschießt, zerbricht etwas in Julius und sein Leben ändert sich dramatisch...

Vorab eine kleine Empfehlung: Wer dieses Buch genießen will, sollte sich die Begründung der Jury die es zum "Buch des Jahre 2008" gewählt hat, erst nach der Lektüre gönnen, denn meiner Meinung nach wird darin sehr viel vom Inhalt verraten.

Julius ist ein Mensch, der in seiner eigenen kleinen Welt lebt, mit ganz eigenen und ungewöhnlichen Denkstrukturen. Ein Außenseiter, dessen Leben sich komplett von dem der Menschen in seinem Umfeld unterscheidet, der immer alles hingenommen und akzeptiert hat, wie es gerade kam, ohne sich Gedanken darum zu machen. Doch nun nach dem Verlust seines Hundes blickt Julius auf sein bisheriges Leben zurück. Ein Leben das von Verlusten geprägt ist. Mutter, Vater und die große Liebe, alles hat er verloren und alles das erlebt man gemeinsam - verliert man zusammen mit dem Protagonisten.

Donovan hat seine Figur trotz dieser Vita sehr arm an Emotionen entworfen, und es ist, als ob er beim Schreiben die Zuständigkeiten aufgeteilt habe: Julius ist für das Erleben zuständig und der Leser hat die Aufgabe, das Erlebte zu fühlen. Die Schönheit der Sätze wirkt wie ein behutsames Kratzen an der Oberfläche, so intensiv, bis die Oberfläche brüchig wird und man den Sinn des Buches sehr nahe an sich heran lässt und irgendwann merkt man, dass man nicht nur über das Verlorene in dieser Geschichte nachzudenken beginnt...

Mein Fazit: Den Titel "Buch des Jahres" der englischen Tageszeitung "The Guardian" hat dieses Meisterwerk meiner Meinung nach uneingeschränkt verdient. Ich konnte einfach nicht genug bekommen von der Sprache in diesem Buch, die einen einwickelt und überwältigt, die den Leser nachdenklich zurück lässt - so schön, so schmerzlich und so nah geht sie. Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, dass so unter die Haut geht, dessen Stimmung mich so einfangen konnte, wie dieses kleine Juwel.
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am 7. Dezember 2009
...das waren meine Gefährten in den zwei Tagen, in denen ich das Buch gelesen habe.

Es ist lange her, daß ich eine solche Sprache gelesen habe. Nicht nur, daß man die Kälte fühlt, die Stille des Waldes, nein, auch die Einsamkeit, die Ruhe, die Gelassenheit, die ein Mensch nach 50 Jahren in der Wildnis empfindet - bis hin zu der in seinem Kosmos klaren Selbstverständlichkeit, mit der er aus anderer Sicht moralisch Verwerfliches tut. Man ist verwirrt, hineingezogen, versteht, lehnt ab, ist verwundert, ergriffen, fasziniert, staunt, ist erschüttert...die Aufzählung könnte immer weiter gehen. Der kleine, aber feine Unterschied, ob es sich um einen Hollywood-Reißer handelt oder um eine Novelle...

In der Tat ein kleines Juwel, daß da als schmales Büchlein daherkommt.
Lesen und begeistert sein.
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am 3. Mai 2010
Es ist ein einsamer Mensch, den uns Gerard Donovan in diesem Roman vorstellt: belesen, intelligent, sensibel. Einzig sein Hund Hobbes leistet ihm Gesellschaft in der Einsamkeit Maines, wo sonst nur vereinzelt die Schüsse von Jägern zu hören sind.

Julius Winsome ist 51 Jahre alt und lebt in einer Hütte in den Wälder Maines, am nördlichsten Punkt der USA. Wer hier lebt, legt keinen Wert auf Nachbarn. Schon sein Vater und sein Großvater haben in dieser Hütte gewohnt und schon als Kind hat Julius Shakespeare gelesen und sich an dessen Sprache erfreut, die außer ihm heute niemand mehr versteht.

Eines Tages taucht eine Frau unerwartet aber keineswegs zufällig auf. Doch Claire sucht die Sicherheit eines Mannes, der sie und eine Familie versorgen kann - und verlässt den Einsiedler Winsome nach wenigen Monaten so plötzlich, wie sie gekommen ist. Wer will schon einen Gelegenheitsarbeiter als Ehemann, der nur im Sommer mit Gartenarbeiten seinen bescheidenen Unterhalt für ein ganzes Jahr verdient und im Winter in seinen 3282 Bücher liest und unspektakulär durch die Wälder streift?

Sie hat Winsome jedoch zu seinem Gefährten, den Terrier Hobbes aus dem Tierheim, verholfen. Donovan führt den Leser in die Welt der Hunde ein: Wie bellen, wedeln, tollen und den Menschen Freund sind. So schreibt nur ein Hundefreund.

Hunde sind bedingungslos treu. Und so verschmerzt Winsome den Verlust Claires. Doch als vier Jahre später eines Tages sein geliebter Hobbes grundlos erschossen wird, bricht in ihm eine Welt zusammen: Ein Mann sieht rot.

In literarisch anspruchsvollen Romanen erleben wir Menschen, die mitten in ihrem ansonsten überschaubaren Leben durch ein einziges Ereignis aus der Bahn gerissen werden. Manchmal ist es nur ein Tropfen, der der Fass zum Überlaufen bringt. Durch die jäh entstandene Einsamkeit verliert Julius Winsome seinen Halt.

Mit einem uralten Karabiner aus dem Ersten Weltkrieg geht Winsome auf Rachefeldzug. Völlig kaltblütig tötet er einen Jäger nach dem anderen - immer im Glauben, dieser habe seinen Hund getötet. Aus einem völlig friedfertigen und besonnenen Menschen wird über Nacht ein Serienkiller.

Gerard Donovan ist ein psychologisch tiefgründiger Roman ganz in der amerikanischen Tradition eines Truman Capote (In cold blood") oder eines Georges Simenon gelungen. Dicht, kompakt und doch aufgeladen wirkt die Atmosphäre, eingefärbt von der Trauer des Protagonisten. Und genau so dicht ist auch Donovans Sprache. Ohne jeden Zweifel gehört dieser Roman zu den bedeutendsten englischsprachigen Werken der vergangenen Jahre, eine große literarische Leistung.

Die ungekürzte Lesung wird auf 5 CDs 328 Minuten von Markus Hoffmann vorgelesen. An einem Booklet wurde leider gespart (man hat stattdessen eine Werbebeilage vorgezogen). Hoffmann hat den diesem Buch angemessenen melancholischen Ton gefunden, auch wenn dieser überaus monoton und zuweilen ermüdend ist.
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am 13. Juli 2010
... und zwar nicht nur in bester Erinnerung, sondern auch allen Flohmärkten trotzend im Bücherregal.
Ich habe es im Winter 09/10 gelesen, sicher die beste Jahreszeit für dieses Werk.

In manchen Reszensionen wird mangende Spannung beklagt ' dies ist kein Krimi ' oder eine oberflächliche Handlung ' gut, dann schlage derjenige ein Buch vor, das mehr Tiefe aufweist. Ich bin gespannt.
Mich hat dieses Buch gefesselt. Selten habe ich mich einem eremitisch lebenden Menschen näher gefühlt, und bin selten mehr in den Ort der Handlung, diese kleine Stadt und das Holzhaus irgendwo in Maine abgetaucht. Für mich war es eine Parabel über die Liebe, die Ungerechtigkeit der Welt, über Zufälle und Verwirrung und Hass ' die in der Summe zu einem nicht nachvollziehbaren Amoklauf führen, der als einziges Ziel das eigene Ende hat.
Dass hier der Tod eines Haustieres der Auslöser ist, ist umso verstörender.
Wenn ein Leben sich nicht richtig entwickeln kann, wenn es im Ansatz stecken bleibt und nur im Kopf (Büchern) stattfindet, ist im Extrem alles möglich.

Ein Buch, das man nicht jedem schenken kann ' und das ist doch wunderbar.
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am 10. Januar 2012
Solch` treffende Worte, treffsicher wie die Kugeln des Mörders und schneidend wie der kalte Wind in den North Woods von Maine hat Gerhard Donovan in seiner Erzählung gefunden. Was für ein Buch! Dieser im Winter spielende Roman lässt niemanden kalt - und das nicht nur wegen der schneebedeckten Landschaft, die in ihrer erzählerischen Dichte fühlbar ist. Wie gebannt folgt man der Handlung innerhalb der wenigen Tage (vom 30. Oktober bis zum 05. November), während der Wind die Silben aus den Sätzen weht.

Julius Winsome lebt zurückgezogen in einer Hütte in den Wäldern Nordamerikas. Er hat sich in der kleinen, geschützten Welt einer Jagdhütte mit einem warmen Kaminofen und der Hinterlassenschaft seines Vaters, 3.282 katalogisierten Büchern, ein gleichförmig verlaufendes Leben eingerichtet, fernab der Außenwelt in einer menschenleeren Gegend. Von seinem Vater hat er außer den Büchern seine Schießfertigkeiten, vom Großvater Kriegsgeschichten und ein Scharfschützen-Gewehr aus dem 1. Weltkrieg geerbt. In seine Einsamkeit trat vor vier Jahren die liebenswerte Claire und kurze Zeit später auf ihr Anraten der lebhafte Pitbullterrier Hobbes. Als Claire Julius eines Tages ebenso stillschweigend verlässt, wie sie in sein Leben getreten ist, gilt seine ganze Liebe dem Hund. Doch dieser wird auf einem seiner Streifzüge durch`s Revier absichtlich erschossen. Aus Rache wird Julius zum Mörder, als er Jagd auf den Mörder seines Hundes macht. Dabei geschieht der erste Mord so beiläufig, so abgeklärt, dass man das Geschriebene erneut lesen muss, um zu begreifen. Unfassbar!

In beherrschter, ruhiger Sprache aus Sicht des Ich-Erzählers führt der Autor den Leser anhand präziser Gedankengänge statt gefühlvoller Ausschweifungen durch die Handlung. Klare Worte lassen die Einsamkeit förmlich spüren. Überhaupt spielen Worte und Bücher eine gewichtige Rolle in dem Leben des Einzelgängers Julius. Mußte er doch als Kind wortweise Shakespeare lernen. Das elisabethanische Vokabular treibt die bereits aufgeladene Atmosphäre voran, Aussagen wie "blutdurchsiebt, bestoben" verleihen der Handlung beklemmenden Nachdruck. Erstaunt folgte ich den gnadenlos konsequenten Ausführungen des Autors; den kurzen Kapiteln, die genau das richtige Maß halten, um Wesentliches auszusagen. Ohne Wertung steht geschrieben, was es bedeutet, wenn ein Mensch sich in seinem Schmerz verliert. Dies alles im Einklang mit der Natur; mit sensibel gezeichneten Landschaftsbildern. Und während unbeeindruckt all der Geschehnisse der Schnee in den Wäldern von Maine fällt, zittert man beim Lesen vor Anspannung, nicht vor Kälte.

Die Frage, die sich stellt ist, ob die Geschichte eines Mannes, der sich auf einen Rachefeldzug wegen seines erschossenen Hundes begibt, interessant ist? Es ist mehr als das! Es ist ein ungewöhnlicher Roman, der in die Tiefen der amerikanischen Wälder und die Abgründe der seelischen Landschaft führt. Ein Roman, der kontroverse Emotionen auslöst, denn er ist andersartig und in meinen Augen großartig!
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am 16. August 2011
Ich bin begeistert.
Anfangs dachte ich, es ginge in diesem Buch um die Verhältnismäßigkeit der Mittel, oder die Frage ob ein Menschenleben mehr wert ist als das eines Hundes. Diese Frage ist auch ständig präsent und u.a. dadurch hält sich die Spannung. Aber das ist nur vordergründig das Thema.

Ein Schlüsselsatz ist für mich:
"...Aber bei den Ereignissen des Lebens muss man die eigene Anerkennung gewinnen. Es gibt niemanden, dem man etwas vorführen kann, niemanden, der sagt: Gut gemacht."
Das ist keine gleißende Erkenntnis, die man aus dem Zusammenhang nehmen und sich ins Poesiealbum schreiben könnte. Aber sieht man genauer hin, findet man viele solcher Sätze, die man als Kernaussagen deuten könnte. Und das macht den Reiz aus.
Julius Winsome berichtet vom Tod seines Hundes und den Ereignissen danach. Kurz, lakonisch "... ich sah, ich dachte, ich schoss ..." Ohne große Wertung, ganz nüchtern, detailliert, in kurzen Kapiteln. Er erzählt nicht direkt von seinem Schmerz, sondern davon, was die Liebe eines Hundes und die Liebe zu einem Hund ausmacht, wie eine Frau ihn gefunden und verlassen hat, von seinem Vater, Großvater, der Geschichte dessen Gewehrs. Puzzlestücke ergänzen einander nach und nach zu einem Bild und jeder kann darin seine eigene Botschaft finden, jeder Leser leistet an Julius Winsome's statt eigene Gefühlsarbeit und verarbeitet das Leben des Protagonisten auf seine eigene Weise.
Das Ganze ist grandios geschrieben. Weglassen kann man da nichts mehr und Ausschmückungen oder zusätzliche Erklärungen wären dem Buch nicht bekommen. Alles ist im richtigen Maß und im richtigen Rhythmus geschrieben.

Großartig.
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am 3. Oktober 2011
Der Roman "Winter in Maine" besticht durch seine klare Sprache,so klar wie die eiskalte Winterluft in Maine.
Die Geschichte handelt von einem Einzelgänger,der einsam in seiner Hütte mitten im Wald lebt.Er verbringt seine Zeit,mit lesen,gärtnern und mit Streifzügen, die er mit seinem Pibullterrier durch die Wälder unternimmt.Er genügt sich selbst,bis eines Tages eine Frau vor seiner Tür steht und er sich in sie verliebt,als diese ihn von heute auf morgen verläßt und später sein geliebter Hund kaltblütig erschossen wird gerät seine kleine,ruhige welt aus den Fugen.Er schultert das alte Präzisionsgewehr seines Großvaters und macht sich auf die Suche nach den Tätern.
Er verfolgt,tötet ohne erkennbare Gewissenskonflikte,genauso wie sein armer Hund getötet wurde.
Der Autor stellt,durch seine Abstecher in die Jagd und Kriegswelt uns die Fragen:Warum wird eigentlich getötet?Ist das Leben eines Tieres weniger Wert als das eines Menschen?
Für mich hat das Buch den Appell:Schmeißt die Waffen weg und widmet euch den schönen Dingen des Lebens!Lest mal wieder ein gutes Buch!
"Winter in Maine" von Gerard Donovan ist so eines.
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...eines jener seltenen Bücher, die lebensklug und dabei höchst unterhaltsam sind", schreibt Colum McCann, der Autor von Büchern wie "Der Tänzer" oder "Der Himmel unter der Stadt" - absolute Zustimmung!

Aufmerksam geworden bin ich auf diese kleine knapp 200 seitenumfassende Geschichte durch die neue Büchersendung "West.Art Bücher mit Christine Westermann" auf dem WDR, die dieses Buch besprochen und in höchsten Tönen geschwärmt hat. Nachdem bei amazon auch nur positive Rezensionen zu finden waren, habe ich mir das Buch gekauft und binnen eines Tages durchgelesen.

Die Geschichte von Julius Winsome, dessen Hund und langjähriger Begleiter Hobbes, zu dem er schon ein beinahe freundschaftliches Verhältnis hat, unbemerkt aus nächster Nähe erschossen wird und er daraufhin einen amokähnlichen Rachefeldzug beginnt, ist absolut fesselnd erzählt.
In leiser, kluger Sprache und ohne Effekthascherei erzählt Gerard Donovan von der Lebensgeschichte dieses Mannes, der unter knapp 3.800 Büchern in einer abgelegenen Hütte im tiefsten Walde von Maine lebt, der seinen einzigen Freund durch eine solche Gräueltat verloren hat. Der erste Rachemord, den Julius verübt, geschieht ganz unerwartet und nebenbei - ohne vorher viel Spannung aufzubauen; ein bestes Exempel für die literarische Qualität dieses Romans, der zurecht mit dem Titel "Buch des Jahres" im Jahr 2008 von der Zeitung "The Guardian" ausgezeichnet wurde, denn für eine solche gewalttätige Szene hätten andere Schriftsteller ihr gesamtes blutrünstiges Talent spielen lassen, damit diese Sequenz so brutal wie möglich wirkt. (Verstehen Sie mich nicht falsch, ich lese besagte Romane sehr gerne, aber als Literatur kann man diese dann trotzdem in den meisten Fällen nicht bezeichnen.)

Die Kapitel, in denen Gerard Donovan von den Vergangenheit Julius Winsomes schreibt, sind ebenfalls gelungen und machen das spannende Ende logisch nachvollziehbar.

Für diesen, beim Luchterhand Verlag publizierten Roman spreche ich meine absolute Lese- und Kaufempfehlung aus, denn lange hat man nicht mehr über Einsamkeit, Verlust und Melancholie so interessant und nachdenklich lesen können, wie in "Winter in Maine".
Ich hoffe, wir werden in der Zukunft noch mehr Bücher von Gerard Donovan lesen dürfen.
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am 14. Mai 2013
Julius Winsome ist ein Eigenbrötler und Bewohner einer abgelegenen Hütte in den Wäldern von Maine. Die Hütte hat er zusammen mit über 3.0000 Büchern von seinem Vater geerbt. Julius Leben ist einfach, man könnte auch sagen eintönig, doch er ist nicht unglücklich und mag sein Leben, so wie es ist. Aber Julius einfaches, idyllisches Leben gerät nachhaltig ins Wanken, als Claire auftaucht. Es entwickelt sich eine Liebesbeziehung. Doch so unvermutet wie Claire auftauchte, verschwindet sie eines Tages auch wieder. Als dann Julius geliebter Hund Hobbs von einem Unbekannten erschossen wird, spitzen sich die Ereignisse zu. Der bisher so bescheiden und zurückgezogen lebende Mann sinnt auf Rache.

Gerard Donovans Roman ist in seiner kargen Brutalität ebenso erschreckend wie in seiner existentiellen Traurigkeit anrührend. Eine Geschichte von Liebe und Hass, von Verrat, Paranoia, Wut und Verlorenheit.
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am 2. Mai 2013
Dieses Buch ist ein Kleinod. Erzählt wird die Geschichte eines Mannes, der in den tiefen Wäldern von Maine in einer Waldhütte lebt, zusammen mit seinem Hund und über 3000 Büchern, die ihm sein Vater vererbt hat. Eines Tages wird der Hund des Mannes erschossen …

Die Art der Erzählung erinnert an mehr als einer Stelle an Cormac McCarthy, was vor allem an der unglaublichen Präzision der Sprache liegt. Prägnanten Sätzen folgen schon fast lyrische Ausführungen, alles eingebettet in immer wieder aufkochende Gewalt, die niemals zum reinen Selbstzweck verkommt. Und so liest man dieses Buch in einem Rutsch durch. Es hinterlässt ein merkwürdig brodelndes Gefühl, Melancholie und noch etwas, etwas Archaisches, schwer zu Beschreibendes. Kurzum: Ganz große Literatur, bei der übrigens auch wieder einmal der Übersetzer Thomas Gunkel hervorragende Arbeit geleistet hat.
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