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4.0 von 5 Sternen Eine wunderbar schräge Roadstory
Assaf Gavrons neuer Roman "Alles Paletti" spielt im Jahre 1998, lange vor dem Flugzeugcrash von "nine eleven", also in einer Zeit, in der Handys noch glatt ein Kilo wogen, öffentliche Telefonzellen lebendnotwendig waren und das Internet nur über fette Festnetzrechner erreichbar war. In diesem schrägen Roadbook geht es nicht nur quer durch die USA, es geht...
Veröffentlicht am 26. September 2010 von Silke Schröder, hallo-buch.de

versus
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3.0 von 5 Sternen Schönes Roadmovie
Ein Buch, das als "superlustiges roadmovie" oben auf meiner Liste stand und das ich aus genau diesem Grund selbst verschenkt hatte. Nun fiel es wieder zurück in meine Hände. Aber ich muß leider gleich vorweg sagen, so ganz "superlustig" war es nicht, ein schönes roadmovie jedoch voll und ganz. Und das hat mir eigentlich am Besten gefallen: Die lange...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2011 von Max Müller


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4.0 von 5 Sternen Eine wunderbar schräge Roadstory, 26. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Alles paletti: Roman (Taschenbuch)
Assaf Gavrons neuer Roman "Alles Paletti" spielt im Jahre 1998, lange vor dem Flugzeugcrash von "nine eleven", also in einer Zeit, in der Handys noch glatt ein Kilo wogen, öffentliche Telefonzellen lebendnotwendig waren und das Internet nur über fette Festnetzrechner erreichbar war. In diesem schrägen Roadbook geht es nicht nur quer durch die USA, es geht vor allen Dingen um einen dilettantischen Coup und den harten Job als "Mover" (Packer). Aber auch die Auswirkungen von El Nino, das Glückspiel in den Indianerreservaten und das Liebesleben des alten Häuptlings Crazy Horse, die Filme der Cohen-Brüder und natürlich der 1998 gestartete Kino-Blockbuster "Titanic" werden unterhaltsam aufbereitet. Selbst wenn sich manche Episoden etwas ziehen, ist "Alles Paletti" eine wunderbar schräge Roadstory mit jeder Menge Informationen über Gott und die amerikanische Welt.
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4.0 von 5 Sternen Alles "sababa" - rasante Unterhaltung à la Ocean's Eleven, 25. Januar 2011
Von 
W. Öschelbrunn (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Alles paletti: Roman (Taschenbuch)
Assaf Gavrons fulminanter Gangsterroman "Alles paletti" hat ohne Zweifel Hollywood-Blockbuster-Potential. Fast wäre man geneigt, sich diesen Roman auf den Nachtisch von Guy Ritchie zu wünschen, gäbe Gavrons Vorlage doch einen würdigen Nachfolger von Ritchies legendärem "Snatch" ab.

Chaim Galils "Sababa Moving and Storage'd" ist mit gerade einmal einem einzigen Umzugswagen ein kleines Licht am jüdisch dominierten Firmament der New Yorker Umzugsunternehmen. Und nicht nur im Firmennamen ist einiges in Unordnung geraten, paletti (hebräisch: sababa) ist schon lange nichts mehr: Chaims Packer hausen in den Büroräumen, Chaims Umzugstouren quer durch die USA sind ebenso chaotisch wie unrealistisch geplant. Zwar ist Jonsy, einer von Chaims Movern, geradezu legendär im Erarbeiten von hohen Trinkgeldern, angesichts der Marotten seines Chefs kann aber auch er die aufgebrachten Kunden nur noch selten beruhigen. Um so mehr beschäftigen sich Jonsy, Izzi und Schlomi mit Überlegungen auf eigene Faust sich aller Geldsorgen zu entledigen. Als sie die vermeintlich wertvolle Bildersammlung eines alten Ehepaars nach Florida bringen sollen, scheint ihre Chance gekommen. Sie entscheiden sich, die Bilder samt Umzugswagen zu entführen. Zuvor laden Sie aber noch eine zusätzliche Fuhre auf. Dummerweise handelt es sich dabei um zwei aufwendig frisierte Spielautomaten, mit denen die ukrainische Mafia ein ganz großes Ding drehen will.

Es entspinnt sich eine rasante und kuriose Verfolgungsjagd zwischen Jonsy und Izzi im blauen Sababa-Umzugswagen sowie den ukrainischen Mafiosi, dem FBI und hintenan Chaim Galil. Nach tausenden von Kilometern durch die Weiten Amerikas kommt es im Herzen von Las Vegas zum finalen Showdown.

Die Storyline von "Alles Paletti" ist angesichts der Rasanz der Erzählung erstaunlich schlüssig und weist nur in der finalen Auflösung gewisse logische Wackler auf. Eine kleine Schwäche des Romans könnte man in der Neigung des Autors sehen, zu viele Nebensächlichkeiten noch im Detail erläutern zu wollen. So erfährt der Leser Details über das Wetterphänomen El Nino, über das Liebesleben eines Indianerhäuptlings, über die Entstehungsgeschichte von McDonalds und Burger King und die ersten Achterbahnen der Welt. All diese Details sind zwar amüsant, lenken aber auch von der eigentlichen Storyline ab.

Assaf Gavron schreibt mit dem fast schon sprichwörtlichen jiddischen Witz. Er bedient sich aller gängigen Klischees bei der erzählerischen Ausgestaltung seiner israel-stämmigen Mover und auch bei den Beschreibungen der ukrainischen Mafiosi bleibt kaum ein Auge trocken. Normalerweise wünsche ich mir die Verfilmung gelungener Bücher nicht. In diesem Fall wäre es aber geradezu schade, wenn dieser Romanstoff nicht den Weg auf die Kinoleinwand finden würde.
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3.0 von 5 Sternen Schönes Roadmovie, 27. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Alles paletti: Roman (Taschenbuch)
Ein Buch, das als "superlustiges roadmovie" oben auf meiner Liste stand und das ich aus genau diesem Grund selbst verschenkt hatte. Nun fiel es wieder zurück in meine Hände. Aber ich muß leider gleich vorweg sagen, so ganz "superlustig" war es nicht, ein schönes roadmovie jedoch voll und ganz. Und das hat mir eigentlich am Besten gefallen: Die lange Fahrt der israelischen "mover" (Umzugs-Männer) hoch und runter, hin- und zurück, quer durch die USA. Denn fast alle erwähnten Städte, Interstates, Landschaften kenne ich selber aus den 90ern, in denen ich mehrfach den gleichen Routen folgte. Aus einem anderen Grund jedoch, schließlich war ich nicht vor Russenmafia, FBI und meinem Chef auf der Flucht.

Die Mover Jonsy, Izzy und Schlomi (Letzterer der einzige der Drei, der auf Grund seines starken Glaubens die einmalige Chance zum erotischen Tour-Abschluß mit einer wunderschönen und offensiven Kundin ungenutzt vertreichen läßt) fühlen sich immer wieder von ihrem Chef Chaim, der die kleine New Yorker Umzugsfirma betreibt und dadruch einigen illegalen Israelis Wohnung, Arbeit und Geld verschafft, total ausgenutzt und verarscht. Chaim verspricht den Kunden die Lieferung ihrer Möbel binnen zweier Tage, wohlwissend, dass dies nie einzuhalten ist, da er seine Jungs voher noch schnell einen Abtecher von mehreren Tausend Kilometer machen läßt. Oder er befiehlt den movern, schnell noch ein paar Büromöbel abzuholen und scheißt sie dann zusammen, wenn sie ihm erklären, warum das nicht in einer halben Stunde zu schaffen war. Die Kerle tun einem richtig leid und so schlägt man sich sofort auf ihre Seite, als sie beschließen, endlich ein Ding zu drehen, die Bilder des alten deutschen Ehepaares irgendwo zu verscheuern, den LKW obendrauf und abzuhauen. Vorher müssen sie jedoch noch zwei Geräte abholen und ausliefern, die sich als Spielautomaten (einarmige Banditen) entpuppen, die von der russischen Mafia so manipuliert worden sind, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt etliche Millionen Dollar ausspucken werden. Was die Jungs natürlich anfangs noch nicht wissen sondern einfach versuchen, die Geräte für ein paar Tausender loszuwerden.

Und nun beginnt die Verfolgungsfahrt in Minneapolis, weil weder die Russenmafia, noch Chaim damit einverstanden sind, dass deren Pläne von diesen Typen durchkreuzt werden. Und auch das FBI schickt einen ihrer Agenten im Auto hinterher, weil man endlich die Russen dingfest machen will. Dieser trifft zwar irgendwann an einer Tankstelle die mover rein zufällig, läßt sie aber laufen, weil diese die Spielautomaten gerade mal verkauft haben, sie aber nun gleich wieder zurückholen, nachdem sie vom FBI erfahren haben, was es damit auf sich hat. Auch die Russen schaffen es irgendwann, die Jungs zu stellen, da deren Chef aber auf dem Klo zu lange braucht, werden sie einfach abgeschüttelt. Und selbst Chaim, der mit Schlomi an irgendeiner anderen rest area im Mittleren Westen auf die Jungs trifft, wird von denen schön verarscht und allein zurückgelassen, weil sich Schlomi nun endlich seinen Kumpels anschließt. Eigentlich weiß man, dass die 3 überhaupt keine Chance haben, mit dem Leben oder gar mit dem Geld davon zu kommen aber irgendwie freut man sich dann doch, wenn es am Ende noch richtig spannend wird und auf eine gute Art und Weise erzählt wird, wie sich alle Knoten irgendwie auflösen und Punkt Mitternacht die lauten Glocken in einem der zahllosen Kasinos von Las Vegas nur so bimmeln. Dass es vorher zu einer schier unglaublichen Fülle von zufälligen Begegnungen in dieser riesigen Stadt kam, was total unrealistisch ist, hat mich weniger gestört als die Kurzzusammenfassung der weiteren Ereignisse nach dem Gewinn ("... und sie lebten glücklich bis ans Ende ihrer Tage"). Da gefiel mir der Ausflug zu Crazy Horse, dem Indianer, der seit -zig Jahren und wohl noch für eine halbe Ewigkeit aus einem riesigen Berg South Dakotas gesprengt und gemeißelt wird (sozusagen als Kontrast zu den 4 Präsidentenköpfen Mt. Rushmores gleich um die Ecke), den ich selbst mehrfach gesehen habe, weitaus besser: Jane, selbst Native American und kurzzeitige Begleiterin der mover, die das (Liebes)-Leben von Crazy Horse studiert und darüber berichtet, nimmt uns mit in die Vergangenheit, was zwar nicht so ganz zum Roman paßt, in mir aber einen weiteren schönen Aha-Effekt hervorief.
Max Müller, literaturkabinett.blogspot.com
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Alles paletti: Roman
Alles paletti: Roman von Assaf Gavron (Taschenbuch - 13. September 2010)
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