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am 23. März 2013
Wer aufgrund des Buchtitels meint, hier würde mit einem Papst abgerechnet, der im Widerspruch zur Welt stand, wird enttäuscht sein. Hier geht es um einen Papst, der im Widerspruch zur allgemeinen Anbiederung an den Mainstream stand.
Das Buch ist offensichtlich schnell geschrieben worden. Es gibt keine Fußnoten. Trotzdem ist das Buch nicht oberflächlich.
Anhand der Abschiedsrede des Apostel Paulus (Apg 20), die der Papst während einer Rede im Paulusjahr selbst beleuchtet hatte, erfährt der Rücktritt eine erste theologische Deutung.
Es folgt ein biografischer Rückblick auf das Leben des Papstes, der sich im gleichen Kapitel mit den Deutschlandbesuchen beschäftigt. Hierbei wird auf die Sendung des Papstes eingegangen, der immer wieder auf einen christlichen Lebensstil hingewiesen hat, zu dem auch die Bereitschaft zum Verzicht und ein Ausbruch aus dem Gefängnis der öffentlichen Meinung gehören. Ferner wird die positive Bereitschaft der Deutschen zu sozialen Projekten, aber auch ihre mangelnde Begeisterung für evangelisierende Projekte angesprochen.
Weiterhin wird umfassend auf die Enzykliken des Papstes eingegangen.
Ein sehr ausführliches Kapitel behandelt den Umgang mit der Piusbruderschaft und zeigt auf, dass die Rücknahme der Exkommunikation zu dem Zeitpunkt, als sie erfolgte, nahezu ein kirchenrechtliches Muss war. Schließlich entfremdete insbesondere Bischof Williamson, dessen Vater übrigens im KZ gestorben war, weil er Juden geholfen hatte, entscheidend den Annäherungsprozess. Schließlich spaltete Williamson auch die Angehörigen innerhalb der Piusbruderschaft selbst und attackierte die Leitung der Bruderschaft. Bischof Fellay schießt spitze Pfeile gegen Rom, so dass beim derzeitigen Stand nicht davon ausgegangen werden kann, dass die Bruderschaft die kindliche Lehre der Kirche mit kindlichem Herzen akzeptiert."
In einem Kapitel wird auf die päpstlichen Reisen außerhalb Deutschlands und die dort gehaltenen Predigten eingegangen. Betrachtet wird auch die geplante Rede vor der Universität La Sapienza, eine Rede, die die Angehörigen der Universität im Namen der Toleranz" nicht hören wollten.
Weiterhin wird auf das sogenannte grüne Verständnis" des Papstes für die Schöpfung eingegangen, welches sich allerdings nicht beim Umweltschutz erschöpft, sondern den Menschen bzw. jegliches Leben mit einschließt, so dass hier von einer Humanökologie gesprochen wird.
Die Beziehungen zum Judentum werden vor dem Hintergrund der Auschwitzer Rede" beleuchtet.
Das vorletzte Kapitel beschäftigt sich mit den dunkelsten Flecken des Pontifikats, dem Missbrauchsskandal und Vatileaks. Auch in dieses Kapitel flossen theologische Deutungen des Papstes ein. Der Missbrauchsskandal im Priesterjahr lässt den Papst zu dem Schluss kommen, dass man das Jahr nicht triumphalistisch beging, sondern als Jahr der Reinigung und inneren Erneuerung und der Buße betrachten muss.
Wer eine spektakuläre Antwort auf den Rücktritt erwartet, wird enttäuscht sein. Er tritt ab, weil er nicht mehr die nötige Kraft hat, das Amt auszuüben. Papst Benedikt wurde in dem Buch häufiger mit Zitaten zur Entschlackung und Entweltlichung der Kirche zitiert, die bei jedem Einzelnen anfängt. So kann auch sein Rücktritt gedeutet werden: Gott selbst hat Macht abgegeben. Er lässt die Menschen schalten du walten.....Der Allmächtige klammert sich nicht an die Macht. Warum soll es sein Stellvertreter tun?"
Da das Buch sicher vor dem Konklave fertiggestellt worden ist, wirkt ein Satz Papst Benedikts innerhalb des Buches geradezu prophetisch:
In der Kirche der Endzeit wird sich die Lebensweise des heiligen Franziskus durchsetzen, der als simplex et idiota von Gott mehr wusste als alle Gelehrten seiner Zeit - weil er ihn mehr liebte."
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am 3. Mai 2013
Eine Analyse mit Tiefgang. Im Gegensatz zu anderen Publikationen zum Pontifikatswechsel, die über oberflächliche Medienimpressionen nicht hinauskommen und bald vergessen sein werden, merkt man dem Werk Kisslers die jahrelange tiefe Beschäftigung mit Papsttum und Joseph Ratzinger an. Es ist die erste Geschichte dieses Pontifikats, an der sich spätere werden messen lassen müssen. Die Rückblicke reichen bis in die Nazizeit und die 50er Jahre. Der Vorausblick nimmt bereits die von Benedikt XVI wiederholt angemahnte franziskanische Armut ins Visier. Dieses Werk eines dem Zeitgeist kritisch gegenüberstehenden Autors über einen ebenso kritischen Papst wird man auch noch nach Jahren mit Bereicherung zur Hand nehmen. Man versteht bei der Lektüre, warum Christus selbst als Zeichen, dem widersprochen wird, bezeichnet wurde und warum die Päpste, auch der neue, immer im Widerspruch bleiben werden. Mit dieser brillanten Darstellung des alten und neuen "Nonkonformismus, der den Mut hat, gegen den Strom zu schwimmen, weil das gut für das Herz ist" (Papst Franziskus), ist das Buch zugleich eine kurzweilige Vorbereitung auf die Zukunft der Katholischen Kirche als "Salz der Erde".
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Da tritt der deutsche Papst zurück und viele Verlage beschließen sofort ein Buch über ihn herauszubringen. Ob nun der Umsatz lockt oder doch wirklich das ehrliche Bedürfnis Benedikt XVI. zu würdigen, kann ich natürlich nicht ergründen.

Das vorliegende Buch entpuppt sich dann aber doch wider Erwarten als eine solide Rückschau. Vatikankenner Alexander Kissler schreibt in seinen zehn Kapiteln über alle Themen mit denen sich der deutsche Papst auseinanderzusetzen hatte. Da geht es selbstverständlich um die Vatileaksaffäre, seine Gespräche die der Ökumene dienten oder auch nicht, sehr ausführlich um die Deutschlandbesuche und auch um so manch ein Gerücht, dass dann leider nicht weiter verfolgt wird.

Benedikt beschreibt seine Beziehung zu Deutschland und erzählt, dass es nach wie vor das wichtigste Land für ihn ist, dort, so er selbst, wurde er "geformt". Kissler bezeichnet den deutschen Papst als einen harmonischen Bücherfreund. Nichts davon reißt mich wirklich vom Hocker. Neuigkeiten suche ich vergeblich, aber die sind in solchen Würdigungsbüchern wohl auch eher nicht zu finden.

Besonders neugierig las ich das letzte Kapitel. "Was bleibt? - Benedikts Vermächtnis" ist es überschrieben. Der Autor beschreibt die letzten Auftritte des Papstes und ihm fällt auf, dass Benedikt sich kritisch dem Kapitalismus gegenüber äußert und er traurig darüber sei, dass für viele der Sonntag nur noch als freier Tag empfunden wird. Kissler sagt über Benedikt, dass bei ihm nichts von einer Schwäche des Geistes zu spüren ist.

So richtig schlüssig kann auch Alexander Kissler mir nicht erklären, warum der Papst nun zurückgetreten ist und "Was bleibt?"

Wenige Tage bevor Benedikt Rom verlassen hat, soll er im Seminar gesagt haben: "Die Kirche erneuert sich immer, wird immer neu geboren. Die Zukunft gehört uns!" Mit diesen Worten trat Benedikt ab und machte einem Neuen Platz. Vielleicht gibt es überhaupt keine großen Rätsel um diesen Rücktritt, vielleicht ist es nur Benedikts Zugeständnis an sein Alter, was ja nichts über geistige Schwäche aussagt.

Eine solide Rückschau!
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am 6. April 2016
Dieses Buch erschien schon bald nach dem Rücktritt, mit dem Benedikt XVI. für gewaltiges Aufsehen sorgte. Man kann es lesen als eine knappe Geschichte seines Pontifikates. Kissler gliedert seinen Stoff in zehn Kapiteln ungleichen Umfangs. Einen erstaunlich großen Anteil erhalten dabei die Kapitel zu „Benedikt und die Deutschen“ und „Warum die Piusbruderschaft für Ärger sorgte“. Das dürfte der Herkunft des Autors aus dem deutschen Journalismus geschuldet sein. Schon ein Blick auf das Inhaltsverzeichnis lässt den Aufbau und die Konstruktion des Buches deutlich werden. Dabei werden naheliegende Ansätze aufgenommen – etwa die Enzykliken, die allerdings mit knapp über zwanzig Seiten nur oberflächlich bedacht werden; dann die zahlreichen päpstlichen Reisen, die sich wie eine Presseschau lesen; dann der Missbrauchsskandal und die „Vatileaks“-Affäre, die als Problemfälle des Pontifikates in einem Kapitel zusammengefasst werden.
Wer das Denken Benedikt XVI. nur wenig kennt, kann in diesem Buch einen sinnvollen Einblick erhalten, da der Autor die von ihm in den Blick genommene Person sehr großzügig in Zitaten zu Wort kommen lässt. Freilich muss an den Stellen, wo nicht im Wortlaut zitiert, sondern paraphrasiert wird, etwas Misstrauen eingesetzt werden, da Kissler den Papst bisweilen in einer etwas eigenwilligen Weise versteht. Wer hingegen durchaus vertraut ist mit den Lehren Benedikts XVI., und der sich mehr für Hintergründe seiner Papstjahre interessiert, der wird eher enttäuscht werden, denn der Pool der Recherche sind für den Autor eindeutig die öffentlich zugänglichen Schriften – Ansprachen, Predigten, Enzykliken etc. – des Papstes, und nicht Hintergrundgespräche mit Augenzeugen oder ähnliches. Ein solcher Leser ist mit dem fast gleich betitelten Buch von Rodari/Tornielli (Der Papst im Gegenwind. Was in den dramatischen Monaten des deutschen Pontifikats wirklich geschah, Kißlegg 2011) eindeutig besser bedient. Andererseits ist Kisslers Buch gut und flüssig zu lesen. Wer ihn als Journalisten kennt, weiß aber wohl auch von seinem bisweilen etwas übertriebenen Hang zum Pathetischen und manchmal auch zur Bildung neu konstruierter Wörter – derartige Versuche gehen bekanntlich auch manchmal schief, so etwa, wenn Kissler von Ratzingers „Theologophilosophie“ spricht.
Da der Autor jedoch „mit dem Maß an Sympathie“ für seinen Protagonisten schreibt, „ohne den es kein Verstehen gibt“, wie Ratzinger einmal schön sagt, hat das Buch durchaus eine Empfehlung verdient.
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am 15. April 2015
Der Autor ist völlig kritiklos, was "seinen Helden" Benedikt angeht. Wer eine intellektuelle Lobrede auf den Alt-Papst zu schätzen weiß, ist hier gut bedient. Wer Information und Diskussion sucht, lasse die Finger von diesem Buch.
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TOP 1000 REZENSENTam 24. August 2013
Klarstellungen
Es nicht zu früh, eine Bilanz über Benedikt XVI Pontifikat zu ziehen, wenn man über Jahrzehnte den Theologen Ratzinger und dann den Papst Bendedikt XVI beobachtete, Belege über dessen Reden und Bücher sammelte, die Vergangenheit des bedeutenden Theologen genauestens recherchierte, wie es Kissler in seinen Buch ‚Papst im Widerspruch‘ tat. Er gewann ein präzises Bild , wie dieser bedeutende Theologe wirklich ist und war.
Da gibt es das Bild der Tausenden, die ihm zujubelten, die Faszination, die er auf Jugendliche ausübte, die Anerkennung, die seine Bücher, seine Enzykliken auslösten. Aber es gibt eben auch die Meinung derer, die ihm Starrheit, übersteigerten Konservatismus und wie Küng erklärte,eine „Kombination von mittelalterlicher Rückständigkeit und vatikanischem Größenwahn“ darstellt; letztlich verweigerten ihm fast 100 Bundestagsabgeordnete ihre Teilnahme, als er dort eine wirklich bedeutsame Rede hielt.
Vielleicht entstand ein falsches Bild von ihm durch die Aufwändigkeit seiner Auftritte in prächtigen Gewändern. Er beklagte zwar die Gefallsucht der Kirche, trat aber selbst keineswegs bescheiden auf. Offensichtlich war er bei seiner Bescheidenheit nicht so durchsetzungsfähig wie sein Nachfolger, der konsequent offenbar nur das tut, was er für richtig hält. Eine starke Persönlichkeit war Ratzinger nicht. Alle die ihm begegneten, waren beeindruckt von seiner Bescheidenheit und Höflichkeit. Stets verzichtete er auf den Pluralis Maiestatis und forderte sogar eine entweltlichte Kirche.
Kissler weist hin auf den Psychoterror, dem Ratzinger angesichts der 68er Ausschreitungen ausgesetzt war und der seine Sorgen um die Zukunft prägte. Schon 1958 hatte er erklärt, die Kirche würde in Zukunft klein sein, sprach von den absterbenden Ästen der Kirche. Sorge bereitete ihm manche Fragwürdigkeit des Fortschritts, die Selbstverdunklung des Verstandes durch Überdehnung und die Abstumpfung des Schuldbewusstseins bei vielen Menschen, die er im Gefängnis der öffentlichen Meinung sah. Christen hätten Nonkonformisten zu sein.
Mahnend machte er immer wieder deutlich, dass der Ausschluss von Gott die Gesellschaft verkürzt, die Vernunft braucht dringend die Korrektur durch die Religion. Gefährlich werde es, wenn der Mensch sein Ich zum alleinigen Maßstab seines Handelns macht.
Sehr ausführlich geht Kissler auf viele Auseinandersetzungen ein, die Benedikt auslöste mit Reden wie zum Beispiel seiner Regensburger Rede oder der Aufhebung der Exkommunikation der Bischöfe der Pius Bruderschaft. Es ist wirklich erstaunlich, wie oberflächlich und falsch Angriffe von Theologen, selbst von Bischöfen oder der Bundeskanzlerin waren, die offensichtlich Stellung nahmen, ohne auf den Kontext zu achten oder, wie bei Bischof Williamson, beinah böswillig übersahen, was Benedikt in Wirklichkeit getan bzw. gesagt hatte. Als Wissenschaftler achtete Benedikt zuweilen nicht darauf, dass machen Äußerungen auch eine politische Auswirkung haben können.
Kisslers Buch ist nicht nur eine wichtige Klarstellung vieler Fehlurteile über Benedikt, es ist auch ein Buch, das die gesamte Problematik der Kirchen heute abhandelt. Die Sprache des Glaubens ist vielen Menschen heute so fern, dass sie an Äußerlichkeiten hängen bleiben und das Eigentliche übersehen. Christen müssen gegen den Strom schwimmen, das ist schwer und bringt nur langsam Erfolg. Diesem Buch ist eine weite Verbreitung zu wünschen.
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am 31. Mai 2013
Ich will noch nicht empfehlen und bewerten - das ist noch zu früh. Später mal vielleicht. Trotzdem vielen Dank. Dankeschön.
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am 12. November 2013
Der Widerspruch liegt schon im Titel! "Benedikt und SEINE Kirche" - nicht die der Gläubigen. Eine Huldigung an ein Pontifikat, das wie von seinem Vorgänger, statt einer weiteren Umsetzung der Beschlüsse des Vatikanum II eher einen Rückschritt hin zu Vatikanum I (1870) mit seinen Dogmen Unfehlbarkeit, Zölibat etc. geworden ist! .
Eine eher schwache Leistung auch vom Autor.
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