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Kundenrezensionen

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am 20. Juli 2008
In dem Buch "Der aufgeklärte Gott" von Alexander Kissler werden schonungslos die Unvernünftigkeiten, Denkfehler und Zielrichtungen der "neuen alten Atheisten" (bzw. neuen Humanisten) und Freimaurer aufgezeigt.
Mit einem detailreichen geschichtlichen Überblick über die Einwände der Atheisten von der Antike bis in unsere Zeit hinein kumuliert das Buch in dem Schlusssatz: "Unter dem Atheistenhimmel gibt's nichts Neues." und "Im 21. Jahrhundert sind die Glaubenshasser, die einzigen Dogmatiker, die noch stolz sind auf ihren Dogmatismus. Sie nennen ihn Vernunft."

"Der aufgeklärte Gott" ist eine sehr lesenwerte und anregende Lektüre, welche neben einer Dichte an Informationen, mit viel Wort- und Satzwitz ("Einwandswiederkäuer", "Kult der Kürbisse", etc.) aufwartet.

Der Hass und die Verachtung, welcher von Seiten der Atheisten und Freimaurer diesem Buch entgegenschlägt, liegt in der inhaltlichen, logischen und argumentativen Schwäche der Atheisten selbst, welche in diesem Buch ungeniert angesprochen und aufgezeigt werden. Es gefällt niemanden, wenn man ihm den Spiegel vorhält und man sein unrasiertes Gesicht sieht bzw. "die langen Bärte der neuen Atheisten".

In Bezug auf die Trennung von Staat und Kirche weist das Buch aber leider argumentative Mängel auf. Dem Zweifler an dieser Theorie wird leider nicht enthüllt, auf welchen Argumenten diese beruht, so dass unbeantwortet bleibt, ob die Forderung nach Trennung von Staat und Kirche nicht etwa der Wahrheit und Gerechtigkeit widersprechen.

Für seine mutigen und ehrlichen Ausführungen sei Herrn Kissler herzlich Dank gesagt.

Mit freundlichen Grüßen
Dieter Brandstetter
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am 19. Mai 2008
Ich bin Alexander Kissler für sein neuestes Buch außerordentlich dankbar. Denn die Frage, wie sich in einer globalisierten Welt Gottgläubige und Atheisten künftig begegnen, zählt meines Erachtens zu den wichtigsten Fragen, auf die es eine Antwort zu finden gilt. Und genau dazu leistet Kisslers Buch, das obendrein geradezu genial geschrieben ist und auf anspruchsvoll-unterhaltsame Weise wissenswerte Religionsgeschichte quasi nebenbei vermittelt, den derzeit wohl gelungensten Beitrag.

Kissler zeigt eindrucksvoll, dass Glaube und Vernunft keine unversöhnlichen Gegensätze sind, sondern sich, solange sie nicht einseitig überdehnt werden, 'gegenseitig befruchten. Dass "Der aufgeklärte Gott. Wie die Religion zur Vernunft" kam, dennoch kein "Kuschelbuch" ist, erklärt sich m.E. schon aus dem aggressiven Auftreten der so genannten "neuen Atheisten", die wie etwa Dawkins Gläubige auch schon einmal als "geisteskrank" einstufen.

Dass der Glaube bei Kissler letztlich besser weg kommt, als der Atheismus, mag auch daran liegen, dass sich für die Nichtexistenz Gottes unter bestimmten Voraussetzungen zwar plausible Gründe anführen lassen, dass aber auch der Atheismus letztlich ein, wenn auch meist geleugneter, statt bekannter, Glaube ist. Wer versucht ihn, durch das Etikett "Wissenschaft" gegen Kritik zu immunisieren und dabei den Anschein erweckt, als sei er die einzige logische Konsequenz, die kluge Menschen aus unbestreibaren Tatsachen ziehen könnten, führt sein Publikum wissentlich oder unwissentlich an der Nase herum.

Derartige intellektuellen Taschenspielertricks entlarvt der Autor in seinem Buch ein um das andere Mal und verteidigt so nicht nur den Glauben gegen ungerechtfertigte Anwürfe, sondern er rette, für mich ist dies die eigentliche Pointe des Buches, die Vernunft vor jenen, die sie durch eine interessengeleitete Überdehnung diskreditieren.
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am 3. Mai 2008
Alexander Kissler unternimmt den gewagten Versuch, in diesem 278seitigen Essay das zweitausendjährige Ringen zwischen Glauben, Religion und Vernunft verstehbar zu machen. Beginnend mit den frühchristlichen Auseinandersetzungen, die er an Zitaten bekannter Personen aufzeigt - wie Celsus, Justin, Marcion und andere - und endend mit den neuzeitlichen Atheisten wie Richard Dawkins, Hitchens, Schmid-Salomon, denen er mit geschliffener journalistischer Sprache den Kampf ansagt. Das Buch ist allein schon wegen der Fülle von Zitaten ein Lesegenuss, wenn auch auf manche Strecken hinweg anstrengend.

Denn die Denkwege und Verweise laufen ständig quer durch die ganze Geistesgeschichte, mal vorwärts, mal rückwärts. Es entsteht ein schillerndes Kaleidoskop von biographischen Hinweisen, spontanen Deutungen und wörtlichen Zitaten, deren Quellen der Autor übrigens nicht angibt. Hier schreibt eben ein leidenschaftlicher Journalist und kein Wissenschaftler.

Die Lektüre des Buches ist spannend, reizvoll und aufregend. Manchmal wechseln die Positionen unverhofft, sodass der Leser nicht mehr weiß, welche 'Wahrheit' der Autor nun verteidigt oder nur achselzuckend in Kauf nimmt. Der Ehrlichkeit halber verschweigt er nämlich nicht die Schwächen und Fehler der Kirche und der Religionen. Andererseits gelingt es ihm streckenweise, das Unvernünftige der Vertreter der aufgeklärten Vernunft dingfest und deutlich zu machen.

Als letzte Kronzeugen der wechselseitigen Verwiesenheit von Glaube und Vernunft werden der derzeitige Papst Benedikt XVI. und sein Vorgänger Johannes Paul II. genannt und zitiert.

Welchen Nutzen ein Leser von diesem Buch ziehen kann, lässt sich nur schwer sagen. Einfachen Gemütern könnte es am Schluss so ergehen, dass sie nun gar nicht mehr wissen, was sie von ihrem erworbenen Glaubenswissen und ihrer Beheimatung in der Religion zu halten haben. Nachdenkliche und kritische Zeitgenossen könnten in ihrem Urteil über geistesgeschichtliche Auseinandersetzungen zurückhaltender werden und mehr Demut lernen im Blick auf das verworrene Ringen und den manchmal allzu heftig vorgetragenen Anspruch auf die allein seligmachenden Wahrheit.

Als Zurüstung für Streitgespräche ist die Lektüre allemal gut, auch als Immunspritze gegen die schleichende Infektion durch den neuzeitlichen Atheismus. Ob sie den angefochtenen Glauben in unserer derzeitig glaubensschwachen und zunehmend aggressiver werdenden Gott leugnenden Welt hinreichend stützt, mag man bezweifeln. Die Frage bleibt offen, wem solche stennogrammartigen Eilmärsche durch die Geistesgeschichte wirklich dienen.
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am 31. März 2008
Dem Kulturphilosophen Alexander Kissler geht es in seinem Buch Der aufgeklärte Gott. Wie die Religion zur Vernunft kam" um eine Neubewertung des oft spannungsvollen, mitunter sogar für unmöglich angesehenen Verhältnisses von religiösem Glauben und sich als wissenschaftlich gebärdender Vernunft. Treffend zeigt er anhand von historischen Beispielen, aber auch mit vielen Belegen aus der gegenwärtigen Diskussion, dass beide Seiten der Gefahr eines Exklusivismus bzw. einer Absolutsetzung ihrer jeweiligen Zugangsformen zur Wirklichkeit unterliegen. Das Buch gipfelt in der These eines neuen Verständnisses von Glaube und Vernunft füreinander, denn: Wer die Glaubenslosen verfolgt, tötet den Glauben. Wer die Gläubigen diskriminiert, mordet die Vernunft." Die mit sachlicher Kompetenz und spritziger Polemik vorgetragenen Analysen und Sichtweisen machen das Buch zu einem echten Lesevergnügen!
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