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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Beschreibung eines spannenden Lebens, 18. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Djuna Barnes: Eine Biographie (Gebundene Ausgabe)
Djuna Barnes gehört mit Sicherheit zu jenen Ausnahmekünstlerinnen, angesichts derer das Feulliton nach Worten schnappt, die es überall sonst als pathetisch und exaltiert ablehnt. Von tiefen Gefühlen, inneren Kämpfen und großer Dramatik ist da die Rede, und ich kenne in der Tat viele, auf die "Nachtgewächs" oder einige ihrer Geschichten einen unauslöschlichen Eindruck gemacht hat. In den Klappentexten erscheint sie als Diva der Pariser Boheme, schwankend zwischen königlich-künsterischer Geste und alkoholgetränkten Nervenzusammenbrüchen. Aber das ist weder das Ende noch der Anfang ihrer abwechslungsreichen Biographie. Als Indiz für die Absonderlichkeit ihrer Familie mögen ebenso die Namen ihrer Vorfahren (Llwewllyn, Niar, Urlan und Unade) gelten wie die Tatsache, daß ihr Vater sich erfolgreich weigerte, sie auf irgendeine Schule zu schicken. Mit 18 geht sie nach New York, um Kunst zu studieren, wird jedoch Journalistin. Mit ihren engagierten Reportagen erwirbt sie sich eine gewisse Reputation und veröffentlicht erste Geschichten. Es folgt eine sehr wilde Phase, sie hat Affären mit Künstlern beiderlei Geschlechts, heiratet und läßt sich scheiden, engagiert sich für Frauenrechte und hält Kontakt zu so ziemlich jedem bedeutendem Künstler. Von einer Affäre, jener mit Thelma Wood, wird sie sich nie lösen. Sie zieht sich, mit finanzieller Unterstützung von Peggy Guggenheim, nach England zurück und schreibt "Nachtgewächs", für die nächsten 22 Jahre ihr einziges Buch. Den Rest ihres Lebens, bis zu ihrem Tod 1982, verbringt sie in selbstgewählter Isolation, oft verläßt sie wochenlang ihre Wohnung nicht, sie lebt von Spenden anderer Künstler (wie Beckett, der ihr mit 1000$ aushalf) und vom frühzeitigen Verkauf ihres Nachlasses. Andrew Field verfolgt mit großer Akribie alle Wege von Barnes, immer bezugnehmend auf ihr Werk. Oft nur mit Mühe sein Detailwissen in die einzelnen Kapiteln zwängend zeichnet er zugleich auch ein Portrait vom Greenwich Village und des Linken Seine-Ufers der 20er Jahre, berichtet Überraschendes von Künstlern wie Joyce oder Wilson, die mit Djuna befreundet waren. In dieser Biographie treffen zwei schöne Dinge wunderbar zusammen: Ein ekstatisch gelebtes Leben einer großen Künstlerin und das detektivische Gespür eines nicht minder begabten Archivars. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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Djuna Barnes: Eine Biographie
Djuna Barnes: Eine Biographie von Andrew Field (Gebundene Ausgabe - 1992)
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