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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Abenteuerbuch
"Der Schatz am Silbersee" gehört zu den sogenannten "Jugendromanen" Karl Mays. Damit sind die Bände 35-41 der Gesammelten Werke Mays gemeint, in denen jugendliche Protagonisten vorkommen und in denen der Held nicht in Ich-Form berichtet.
Zweifellos der spannendste und bis heute eindrucksvollste Roman aus dieser Reihe ist: "Der Schatz am Silbersee." Eine...
Veröffentlicht am 21. März 2005 von Bernhard Nowak

versus
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Jugendbuch aus Kaiser Wilhelms Zeit
1894 wurde dieses Buch veröffentlicht. Das ist ihm deutlich anzumerken. Es wirkt angestaubt. Nicht mehr zeitgemäß. Ganz und gar nicht zeitlos. Aber gut geschrieben ist es und Spaß gemacht hat es mir dieses Buch zu lesen.

Noch mehr Spaß hätte es mir sicherlich bereitet, wenn ich es als Kind gelesen hätte, denn es ist...
Veröffentlicht am 20. September 2004 von junior-soprano


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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Abenteuerbuch, 21. März 2005
"Der Schatz am Silbersee" gehört zu den sogenannten "Jugendromanen" Karl Mays. Damit sind die Bände 35-41 der Gesammelten Werke Mays gemeint, in denen jugendliche Protagonisten vorkommen und in denen der Held nicht in Ich-Form berichtet.
Zweifellos der spannendste und bis heute eindrucksvollste Roman aus dieser Reihe ist: "Der Schatz am Silbersee." Eine abenteuerliche Episode, beginnend mit einem spannend geschilderten Abenteuer mit einem aus seinem Käfig fliehenden Panther auf einem Steamer im Arkansas, folgt dem anderen. Die wichtigsten Westmänner aus Karl Mays Amerika-Romanen (u.a.Old Firehand, Old Shatterhand, Tante Droll, Hobble Frank, der lange Davy und der Dicke Jemmy) tauchen hier auf. Auffällig ist, das Old Shatterhand hier nicht die Hauptrolle spielt, wenn er auch in spannende Indianerkämpfe mit den Utahs verwickelt wird und sich - wie immer - durch List befreien muss. Er tritt hier deutlich hinter Old Firehand, den Träger der eigentlichen Handlung, zurück.
Auffällig ist in diesem frühen, bereits 1891 in Zeitschriften publizierten Roman die Häufung grausamer Szenen, die jedoch dadurch erklärbar sind, dass Karl May hier einen besonders "action-"reichen Roman liefern wollte. Wie zahlreiche seiner frühen Werke besitzt er jedoch - verglichen mit dem Spätwerk - unverminderte Spannung und lässt sich in einem Zug durchlesen. Dazu trägt auch der gewohnte Dualismus der Helden bei. Abgrundtiefe Schurken, die Tramps und die sehr negativ gezeichneten Utah-Indianer stehen den omnipotenten guten Helden gegenüber.
Das Buch enthält jedoch auch viel Humor und gehört meines Erachtens zu den besten Abenteuer-Romanen, die ich als Karl-May-Fan immer wieder gerne lese und dem aus meiner Sicht eher langweiligen und langatmigen Alterswerk in jedem Falle vorziehe. Hier wird man in spannende andere Welten "entführt" und wenn Hermann Hesse 1919 nach Lektüre der vorliegenden Erzählung - wie Erich Heinemann im hervorragenden Karl-May-Handbuch berichtet - davon Sprach, Karl May sei "der glänzenddste Vertreter eines Typs von Dichtung, der zu den ganz ursprünglichen gehört, und den man etwa "Dichtung als Wunscherfüllung" nennen könnte2, so trifft dies ebenso zu wie Ernst Blochs vielzitiertes Wort über Karl May als einem der "besten deutschen Erzähler." Dies wird an diesem Werk wieder deutlich. Sehr sehr spannend und bei weitem besser als der gleichnamige Film.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wunderbarer Einstieg in die Materie, 17. Juli 2005
Es ist schon interessant, wieviel (Erzählung) man bei Karl May geboten bekommt.
"Der Schatz im Silbersee" strotzt nur so von Handlungssträngen und ist- zugegebenermaßen- nicht immer wirklich geschlossen. Was reizt, ist vor allem die Sprache dieses "Viel-Schreibers". In einem immer sofort ersichtlichen- heute leicht poetischwirkenden Stil- erfährt man hier die Einführung solch orgineller Charakter, wie des Humpley-Bill, der Tante Droll, des Hobble-Frank u.a.
Es ist schon "Stil" zu nennen, wie May seine Charaktere in Szene setzt. Manch einer mag sich nicht wirklich im Klaren darüber sein, welche Auswirkungen dieser Schriftsteller auf die heutige moderne deutsche Unterhaltungsliteratur hatte. Abgesehen von der bewunderswerten Komposition der Werke, verbindet May z. B. sehr viel mit der "Perry Rhodan Serie". Gerade Figuren wie Atlan (Winnetou), Perry Rhodan (Old Shatterhand) oder Hobble Frank (Dalaimoc Rorvic) und Tante Droll (Thatcher A'Hainu) lassen da mehr als nur geistliche Verwandschaft erkennen!
Selbst jetzt, über 100 Jahre nach ihrem Erscheinen, lassen die Werke Karl Mays durchaus eine Fähigkeit zur Unterhaltung erkennen, die manch modernem Einheitsbrei völlig abgeht.
Wer sich auf die Sache einlässt, wird von May- auch heute noch- sehr gut bedient. Bemerkenswert ist besonders, dass die Atmosphäre seiner Bücher auch heute noch genauso dicht wirkt, wie damals!
Gerade "Der Schatz im Silbersee" ist eine wundervolle Einstiegslektüre für Newcomer zu einem Werk, welches bis heute den Hauptteil seiner Faszination behalten hat.
Bemerkenswert !
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Schatz im Silbersee- Abenteuer im "wilden Westen", 11. Mai 2003
Diese Reiseerzählung von Karl May verführt den Leser gekonnt in den "wilden Westen". Zu Indianern, Bösewichten, Marterpfählen und Wettkämpfen auf Leben und Tod. Ein warer Leckerbissen also für alle Jugendlichen(und vielleicht auch Erwachsenen), die von jener Zeit fasziniert sind.
Unvergesslich bleiben alle grossartigen Helden der Geschichte. Sie werden mit viel Humor und Lebendigkeit beschrieben, so dass der Leser sich schon nach kurzer Zeit nicht mehr von ihnen trennen kann.(Einige von ihnen: Winnetou, Old Shatterhand, Old Firehand, Tante Droll, Hobble-Frank)
Der Roman bietet wirklich alles, was man sich an Spannung, Abenteuer, Humor und Lebendigkeit erhoffen kann. Man sollte sich aber zumindest ein bisschen für Indianer und den "wilden Westen interessieren, denn sonst ist man hier fehl am Platz.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Einzigartig, 10. April 2007
Von 
Gunnar "gunnarmerkert" (Großbettlingen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: 31/Der Schatz im Silbersee 1 (Audio CD)
Dies war das erste Karl-May-Hörspiel von Europa. Wer Hörspiele gern hat, wird dieses lieben. Einzigartig die Sprecherriege. Konrad Halver als Winnetou, Michael Poelchau als Shatterhand, Peter Folken als Brinkley und Gellenbeck als Firehand. Diese Besetzung schrieb Hörspielgeschichte. Als Kind habe ich die verschlungen und auch dadurch meine Liebe zu den Büchern entdeckt. Etwas grußelig die Stelle wenn der Kopf des Dompteurs von Panther zerdrückt wird. Es ist auch erstaulich mit welch simplen Mitteln diese Hörspiele produziert wurden, z. B. um mehr Hall zu erzeugen wurden Teile in einem Bad aufgenommen. Die Qualität entspricht nicht mehr ganz dem heutigen Standard, kann aber auch nicht sein. Die Bänder lagerten jahrelang bei Heidekine Körting im Archiv und dadurch verbesserte sich die Qualität mit Sicherheit nicht. Positiv, daß die länger LP-Fassung auf CD gepreßt wurde und nicht die kürzere Cassettenversion. Es wurde nichts geschnitten, nichts hinzugefügt. Endlich merkt Europa, daß wir die ungeschnittenen, originalen Fassungen haben wollen. Dennoch "nur" 4 Punkte, weil Winnetou 1 + 2 mir noch besser gefallen. Einfach nur zu empfehlen. Ich hab die Hoffnung, daß irgendwann die PEG-Reihe auch wieder erscheint, ich fände es toll. Gottseidank habe ich von der kompletten Karl-May Reihe sämtliche Europa- und PEG-Vinylschallplatten.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ja, ja! Wir ergeben uns!, 30. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: 31/Der Schatz im Silbersee 1 (Audio CD)
Die beliebte Europa-Version des Jugendbuchklassikers kann sich nicht nur auf namhafte Sprecher verlassen - wie den Karl-May-erprobten Benno Gellenbeck als Old Firehand (im gleichnamigen Film synchronisierte er einen Tramp, der - Fans erinnern sich - "dagegen" war), Michael Poelchau als Old Shatterhand und natürlich Konrad Halver als Winnetou. Eine umfangreiche und abwechslungsreiche Musik-Track-Kartei steht ihr außerdem zur Verfügung, und, nicht zuletzt: eine Nerven zerrende Geräuschkulisse, von welcher der Regisseur - ebenfalls Konrad Halver - ausgiebigen Gebrauch macht. Als Film-erfahrener Synchronsprecher legt er auch seine Hörspieldramaturgie wie die Synchronfassung eines Films an, der action- und temporeich fast wie im Zeitraffer von einem Höhepunkt zum anderen jagt - und dabei von allem von realistischen Geräuschen im Zusammenhang mit der markanten Erzählstimme eines Hans Paetsch getragen wird. Dabei folgt das Hörspiel zumindest dem Plot des Buchs ausgesprochen originalgetreu: Zahlreiche Szenen, die man in den Filmen vergeblich suchte - vom schwarzen Panther auf dem Raddampfer Dogfish bis hin zum großen Finale, dem Wassereinbruch im unterirdischen Gang - sind hier erstmals außerhalb der Bücher zu erleben.

Trotz seiner unbestrittenen Professionalität als künstlerischer Aufnahmeleiter, und nicht zuletzt auch seiner ausgesprochen sympathischen Erscheinung muss es jedoch gesagt werden: Konrad Halvers literarisches Feingefühl ist gleich Null. Zur Dokumentation hier nur eine meiner liebsten Stilblüten aus der Karl-May-Hörspiel-Literatur:

Old Shatterhand: ...aber wenn ihr euch ergebt, werde ich mein Zaubergewehr nischt sprechen lassen! - (Kurze Pause.) Sie reagieren überhaupt nicht. - Also bitte!!
Peng - Umph!
Peng - Urgh!
Peng - Argh! ...
Großer Wolf, genervt: Ja, ja! Wir ergeben uns!

Sehr sinnvoll auch folgender Erzählersatz:
Humply Bill: Zauber-Gewehr?
Erzähler: Der Humply Bill wurde von Tante Droll belehrt:
Tante Droll: Shatterhands berühmter Henry-Stutzen! ...
Teufel noch mal: seit 60 Minuten ertragen wir bereits die fürchterlich kreischende Fistelstimme, mit der Horst Beck seine Tante Droll gibt (an den feinen sächsischen Humor von Joseph Offenbachs Hobble Frank aus der Karussell-Version von 1964 darf man hier freilich nicht denken). Wir WISSEN, dass dies Tante Droll ist! Und mehr als offensichtlich ist, dass er seinen Gesprächspartner belehrt"... Das komplette Hörspiel enthält zahlreiche Erzählsätze, die noch hirnrissiger und überflüssiger sind als ein wackliges Schiffsdeck für eine Raubtierdressur.

Davon abgesehen aber ist Halvers Inszenierung vor allem dies: tempo- und actionreich. Konrad Halver betont das Sensationelle, Reißerische und oft genug: das Grausame der Vorlage. Eltern seien ausdrücklich gewarnt, die CD jungen Kindern ohne vormaliges Reinhorchen in die Hand zu drücken: Wer nämlich jemals das schreckliche Knirschen gehört hat, mit der Konrad Halver den Kopf des berühmten Tierbändigers Salvatore Venuti im Rachen des schwarzen Panthers zerkrachen lässt, oder das Zischen, mit dem das Lange Ohr seine Fackel dem Großen Wolf in beide Augen stößt, wird es so rasch nicht vergessen.

Auch das Grausame, Sensationslüsterne ist jedoch ein authentischer Teil von Karl May.
Tatsächlich fiel nämlich auch der berühmte Winnetou nicht als der Tugendbolzen und Mokassins tragender Jesus-Freak vom Himmel, zu welchem ihn vor allem Pierre Brice so nachhaltig verkitscht hat. Die frühen Geschichten (Winnetou II und III) präsentieren ihn als einen Charakter, dem Ehre und Wohl seines Stammes über alles geht. Einer, der, um sie durchzusetzen, nicht barmherziger sein darf als die Wildnis, in der er lebt, und der nicht zögert, einem wehrlosen Weißen in den Rücken zu schießen, wenn es die Situation erfordert. Erst in späteren Geschichten (Old Surehand, Winnetou I und IV) verklärte May seinen Häuptling zur ethisch-moralischen Idealgestalt.
Es ist ein Jammer, dass gerade der Karl-May-Verlag dazu beigetragen hat, Mays keineswegs einheitliches Winnetou-Bild zu "vereinheitlichen" - und damit letzten Endes zu verfälschen.
Halvers Version besitzt das unbestreitbare Verdienst, die verschütteten, sensationellen bis grausamen Züge von Charakter und Vorlage wieder ans Bewusstsein zu fördern.
So erleben wir in Halvers Silbersee, wie Winnetou einen gebrechlichen, wenn auch unhöflichen alten Utah-Häuptling geradezu beiläufig ins Jenseits befördert:
"Beim Aufprall wurde seine Hirnschale zertrümmert!" - "Tötet Winnetou!!" Ausgebrannte Augen, zertrümmerte Hirnschalen, abgeschnittene Ohren - alles dies ist hier zwar nicht zu sehen, aber doch in teils drastischer Weise zu hören.

Wer bereit ist, sich auf eine neue, in dieser Form noch von keinem Film abgebildete Karl-May-Welt entführen zu lassen, sollte den Versuch unbedingt wagen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Für die Jugend 2, 6. September 2012
Heutzutage ist es ein ungeprüfter und nicht zutreffender Gemeinplatz, dass alle Karl-May-Bücher zu der Jugendliteratur zu zählen seien, aber das stimmt nicht mit des Autoren eigener Einschätzung überein. Er seiner Zeit schrieb lediglich sieben Bücher für die Jugend, nämlich die Bände 35 - 41 der gesammelten Werke. Dieser zweite der Sieben enthält eine solche Vielzahl der spannendsten Abenteuer, dass der Leser kaum zur Besinnung kommt.
Angefangen mit einem schwarzen Panther, der auf einem Flussdampfer auf dem Arkansas aus seinem Käfig ausbricht und beinahe die süße Ellen gerissen hätte, wenn nicht der mitreisende junge Indianer "Kleiner Bär" heldenmutig eingegriffen und die Großkatze erlegt hätte. Ebenfalls an Board sind ein Haufen übelster Landstreicher, die dort "Tramps" genannt werden, angeführt vom "roten Cornel", der ein gesuchter mehrfacher Meuchelmörder ist. Er besitzt eine Zeichnung des Silbersees in den Bergen Utahs und ist auf dem Wege dorthin, um den Schatz zu bergen, der in ihm schlummert. Unterwegs versucht er mit seinen Tramps, eine Farm zu überfallen, was jedoch von Old Firehand abgewehrt wird, oder eine ganze Eisenbahn auszurauben, was wiederum von den Helden verunmöglicht wird. Am Ende sehen der Kleine Bär und Ellen einander am Silbersee glücklich wieder...
Old Shatterhand, Winnetou, Old Firehand, der lange Davy und der dicke Jemmy, Hobble-Frank, Tante Droll und der stets in Reimen sprechende Gunstick-Uncle geben sich in diesem atemlosen Abenteuerroman ein Stell-dich-ein; für den jugendlichen Leser ein echtes Vergenügen!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine der besten Abenteuererzählungen von Karl May, 12. Oktober 2012
Der Schatz im Silbersee ist eine Jugenderzählung Karl Mays. Sie wurde erstmals 1890/91 als Fortsetzungsroman in der Zeitschrift "Der Gute Kamerad" veröffentlicht; die erste Buchausgabe erschien 1894 bei der Union Deutsche Verlagsgesellschaft.

DIE GESCHICHTE

In diesem Roman, der etwa 1870 im Wilden Westen spielt, schildert Karl May die Reise einer Gruppe von Westmännern zu dem in den Rocky Mountains gelegenen Silbersee. Die Handlung setzt an Bord des Raddampfers "Dog-fish" auf dem Arkansas ein. Hauptpersonen sind die Westmänner Old Firehand und Tante Droll sowie der Verbrecher Cornel Brinkley mit seinen Handlangern. Während ersterer eine Silberader ausbeuten möchte, die er entdeckt hat, jagt der Cornel einem mutmasslichen Inkaschatz nach. Droll wiederum ist auf der Suche nach einem Schurken, in dem er schliesslich den Cornel zu erkennen glaubt. Auf dem Weg gilt es zahlreiche Abenteuer zu bestehen und immer wieder den Angriffen des Cornels zu entgehen, was auch leidlich gelingt.

Winnetou und Old Shatterhand, stossen erst später zu den Gefährten Firehands als die Situation im Kampf mit verschiedenen Indianerstämmen, die in der Region gegeneinaner kämpfen weiter zu eskalieren droht. Am Silbersee kommt es zum grossen Finale im Kampf um den geheimnisvollen Schatz.

KOMMENTAR

Dies ist wiederum eine der klassischen Reiseerzählungen Mays. Obgleich ausdrücklich für die Jugend geschrieben, ist die Handlung doch von (zumindest für May Bücher) bemerkenswerter Brutalität bestimmt. Im Vergleich zu heutigen Romanen ist der Grad an Gewalt aber immer noch recht niedrig.

Eine Vielzahl der bekannten Helden aus anderen Erzählungen Mays treten hier gemeinsam auf, was eher ungewöhnlich ist aber gerade für die jugendlichen Leser sicherlich besonders atraktiv.

Ähnlich wie in einigen weiteren Bänden bedient er sich des beliebten Themas "Inkaschätze". Auch hier versteht er es in seiner kaum nachzuahmenden Weise dem Leser jene damals in Deutschland noch weitgehend unbekannte Welt in prächtigen Farben, spannend und detailiert zu erschliessen. Man stelle sich den Menschen des Jahres 1894 vor !
Der Erfolg von Mays vermeintlich ineinandergreifenden Geschichten mit den immer wiederkehrenden Helden ist zumal zu jener Zeit leicht verständlich.

Das er hier immer wieder grosszügig übertrieben oder fabuliert hat, mag man verzeihen.

Auch wenn man die Romane nach vielen Jahren erneut liest werden sie keinesfalls langweilig oder unzeitgemäss. Im Gegenteil, man entdeckt immer wieder neue Facetten im kleinen einzelner Bände wie auch im Zusammenhang des Mayschen Gesamtwerkes, die zeigen, das May an aktualität nichts eingebüsst hat.

Sympatisch ist vor allen Dingen, daß anders als in heutigen Romanen, die meisten Herausforderungen auch ohne die Anwendung von Brachialgewalt gelöst werden können. Menchlichkeit und Achtung vor den Mitmenschen sind immer oberstes Gebot.

WISSENSWERTES

Das Anfangskapitel basiert auf der frühen Erzählung Inn-nu-woh, der Indianerhäuptling, die 1875 in der Zeitschrift "Deutsches Familienblatt. Wochenschrift für Geist und Gemüth zur Unterhaltung für Jedermann" (Verlag Münchmeyer, Dresden) abgedruckt wurde. Es dürfte diese Erzählung sein, von der May in seiner Autobiographie Mein Leben und Streben über seine schriftstellerischen Anfänge schreibt: Im ersteren Blatte begann ich sofort mit "Winnetou", nannte ihn aber einem andern Indianerdialekt gemäß einstweilen noch In-nu-woh. [Karl-May-Wiki]
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein Jugendbuch aus Kaiser Wilhelms Zeit, 20. September 2004
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
1894 wurde dieses Buch veröffentlicht. Das ist ihm deutlich anzumerken. Es wirkt angestaubt. Nicht mehr zeitgemäß. Ganz und gar nicht zeitlos. Aber gut geschrieben ist es und Spaß gemacht hat es mir dieses Buch zu lesen.

Noch mehr Spaß hätte es mir sicherlich bereitet, wenn ich es als Kind gelesen hätte, denn es ist zweifellos Jugendliteratur. Ich habe es gelesen um eine Bildungslücke zu schließen, nicht so sehr um unterhalten zu werden. Die Verfilmungen haben mich nie begeistern können, aber das Buch ist schön gemacht. Spannend fand ich die Geschichte nicht. Eine typische Abenteuergeschichte, in der die Guten grundgut und die Bösen zutiefst böse sind und Konflikte kurzerhand damit gelöst werden, den Gegner zu erschießen. So eine simple Weltsicht ist mir ganz einfach zu langweilig. Alles was ich von Karl May erwartet hatte kommt in diesem Buch vor: Winnetou, Old Shatterhand und Old Firehand, der Henriestutzen, Schießereien, Schätze und die herrlichen Landschaften des Amerikanischen Wilden" Westens. Es ist alles da und macht Spaß! Überrascht war ich davon, daß es so viele Charaktere gibt die sächseln". Außer Winnetou kommen alle wichtigen Hauptfiguren aus Deutschland. Eine nette Idee ist, daß es eine Figur gibt, die in Reimen spricht. Am Allerbesten gefiel mir die Sprache von Karl May, besonders dann wenn er dem europäischen Leser etwas vom exotischen Leben in den USA erzählt. Das war bei der Erstveröffentlichung sicherlich noch weitaus beeindruckender, als es noch kein Fernsehen und keine Computerspiele gab.

Der Schatz im Silbersee" ist ein gelungener Unterhaltungsroman für Kinder. Karl May wirft einen Blick aus deutscher Sicht auf das Nordamerika Mitte des 19. Jahrhunderts. Obwohl May durchaus eifrig für seine Geschichten recherchiert hat und manch interessante Information in seine Erzählungen einbaut versteht sich dieses Buch doch in erster Linie als leichte Unterhaltung. Das hübsche Cover und die Landkarten runden den positiven Gesamteindruck ab.

Nette Unterhaltung!
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5.0 von 5 Sternen Top!!!, 3. Juli 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Schatz im Silbersee (Kindle Edition)
Dieses Buch ist der Absolute Wahnsinn!!! Es fesselt einen gleich beim lesen, aber bitte daran denken, es hat überhaupt nichts mit den Filmen zu tun die nach Karl May gedreht wurden. Die Filme sind deswegen nicht schlecht und gefallen mir auch gut, aber das Buch ist mir für meinen Geschmack einfach besser!!!
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4.0 von 5 Sternen Ein weiteres Original, 26. Juni 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 31/Der Schatz im Silbersee 1 (MP3-Download)
Leider war das Hörspiel als CD in sehr schönem, einer LP nachempfundenen Design, nur zu einem horrenden Preis zu haben. Deshalb habe ich mir "nur" die mp3-Version gekauft. Wer das Original von "Winnetou I-III" mag, der wird auch hierbei seine Freude haben.
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Der Schatz im Silbersee
Der Schatz im Silbersee von Karl May (Taschenbuch - Juli 1996)
Gebraucht & neu ab: EUR 0,36
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