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98 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gesunder Selbstwert
Zwei Pole von Persönlichkeitstypen, die hochgradig ihren Selbstwert und damit ihr inneres Wohlergehen durch die Anerkennung von der Außenwelt abhängig gestalten, setzt Harlich H.Stavemann als Kunstfiguren kontinuierlich in den Blick des Buches. In diesen beiden Polen setzt er die Grundproblematik des Empfindens von Selbstwert einer fundierten Betrachtung...
Veröffentlicht am 28. Januar 2011 von M. Lehmann-Pape

versus
42 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen wenig hilfreich
Ich komme vom Fach, vielleicht sehe ich deshalb dieses Buch etwas anders als die bisherigen Rezensenten.
Ich bestellte mir dieses Buch, weil ich mir wertvolle Hinweise und Kenntnisse über die Entstehung und den Umgang von Selbstwertproblemen erhofft habe. Schon beim Auspacken war ich sehr verwundert: ein so dünnes und kleines Buch für 19,95€? Das...
Veröffentlicht am 9. Januar 2012 von Nicole M.


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98 von 107 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gesunder Selbstwert, 28. Januar 2011
Rezension bezieht sich auf: ... und ständig tickt die Selbstwertbombe: Selbstwertprobleme erkennen und lösen (Gebundene Ausgabe)
Zwei Pole von Persönlichkeitstypen, die hochgradig ihren Selbstwert und damit ihr inneres Wohlergehen durch die Anerkennung von der Außenwelt abhängig gestalten, setzt Harlich H.Stavemann als Kunstfiguren kontinuierlich in den Blick des Buches. In diesen beiden Polen setzt er die Grundproblematik des Empfindens von Selbstwert einer fundierten Betrachtung und Untersuchung aus. Der eine Pol ist die ständige Furcht vor Ablehnung und damit einhergehend das beständige Beachten, ja nichts falsch zu machen in den Augen der anderen, der zweite Pol ist das ständige aktive Suchen nach Anerkennung für gebrachte Leistungen und damit die ständige Sorge vor Versagen.

Der leicht martialische Titel des Buches trifft es dabei auf den Punkt, Erfahrungen, die Stavemann aus seiner praktischen Tätigkeit zur Genüge kennt. Solch von außen gespeistes Selbstwertgefühl ist wie eine tickende Zeitbombe, die jederzeit mit vernichtender Wirkung explodieren kann, falls die gewünschte Beachtung und Anerkennung von außen (die nun einmal nicht sicher kontrollierbar ist), ausbleibt.

Auf nur gut 170 Seiten des schmalen Buches wird in jedem Satz deutlich, dass Stavemann nicht nur weiß, wovon er spricht, sondern die Problematik auch durchdrungen und praktisch aufgearbeitet hat. In der lockeren Art und Weise, wie er mit Ida Immerföhlich und Walter Wichtig die beiden Pole mangelnden Selbstwertgefühls von einem praktischen Beispiel zum anderen symbolhaft die verschiedenen Formen schädlicher Selbstwertkonzepte darstellt, ist ebenso ein Lesevergnügen, wie auch eine deutliche und präzise Erfassung dieser zum Scheitern verurteilten Konzepte.
Ein Scheitern, dass Stavemann eindringlich logisch in seinem ersten Teil begründet und ableitet, indem er nachweist, dass es unmöglich ist, für ein komplexes Wesen wie den Menschen einen Gesamtwert bestimmen zu wollen. Nicht nur von Außen wäre dieser Wert nicht messbar, auch in der Eigeneinschätzung wäre eine Gesamtwertbestimmung immer zu kurz gegriffen.

Ein Befund, den Stavemann an mannigfaltigen "Leistungshaltungen" verdeutlicht, sei des der Perfektionist, Stars und Models, die "beste Mutter aller Zeiten", an Sammlern und Besitzern ebenso, wie an Mächtigen. Selbst selbsternannte Lebenskünstler lässt er nicht aus, die nur vordergründig es locker angehen lassen, ihren Wert aber darin versuchen, zu definieren, immer und überall und generell etwas Besonderes darzustellen und damit im Leistungssystem sich wiederfinden. Auch die andere Seite, die nicht der Leistung in erster Linie, sondern dem Gemocht werden anhängt, blüht das gleiche Schicksal der tickenden Bombe. Vom Klasenclown bis zum Applausfetischisten verdeutlicht Stavemann mit Nachdruck und Ernst die Problematiken solcher nach außen gerichteter, pauschaler Selbstwertkonzepte.

Im weiteren Verlauf des Buches erarbeitet Stavemann anhand vielfacher Beispiele und einer Reihe von Übungen, die in Eigenregie durchgeführt werden können, ergänzt durch Arbeitsblätter und Onlinematerialien, verständliche und umsetzbare Strategien zur Entschärfung der eigenen Selbstwertbomben und Wege zur Entwicklung eines gesunden Selbstwertkonzeptes und konstruktiver Selbstbewertungen. Dies gelingt ihm mit einer Verlagerung der Gedankenkraft. Nicht mehr in wertenden Kategorien wird gedacht und geschildert, sondern in deskriptiven Kategorien. Aus dem Versuch einer Bewertung wird das Bild einer Beschreibung, aus einem Selbstwert ein Selbstbild mit vielerlei Facetten.
Hier geht es dann im Folgenden allerdings nicht darum, nur die eigenen Facetten zu beschreiben, sondern durch die zunächst wertfreie Betrachtung der eigenen Gesamtschau führen dann Unterscheidungen in erwünschte und unerwünschte Elemente zu einer aktiven Möglichkeit der Veränderung.

Dies zu guter Letzt tatsächlich Schritt für Schritt in die Praxis umzusetzen, damit beschäftigt sich der abschließende Teil des Buches mit einer Vielzahl von Arbeitshilfen und Möglichkeiten der Zielerstellungen und Zielerreichungen.

Die kognitive Verhaltenstherapie mit ihrer rationalen Arbeitsweise ist als Ansatz im Buch klar erkennbar. In dieser sehr rationalen Betrachtung von Lösungsmöglichkeiten ist das Buch nicht jeder Persönlichkeitsstruktur ohne weiteres zugänglich. Durch die vielfach an Beispielen sich orientierte Darstellung aber gelingt letztendlich die Einarbeitung nach doch kurzer Zeit und das Buch beginnt, eine Eigenwirkung alleine schon durch die Erkenntnis eigener Selbstwertfallen zu initiieren. Wenn der Leser bereit ist, sich dieser Diagnose auszusetzen.

Kurz, knapp, verständlich, immer wieder mitten aus dem Leben die Beispiele vorführend ist Harlich H- Stavemann eine treffende Betrachtung schädlicher Selbstwertkonzepte gelungen. Ebenso zeigt er gangbare Wege einer schrittweisen, aber nachhaltigen Veränderungsmöglichkeit auf.
Ein wichtiges Buch zu einer Zeit, in der gesellschaftliche Systeme mehr und mehr nur mehr auf den Nutzwert eines Menschen zu schauen scheinen und Krankheiten wie Depressionen und Burn out als Folge weit um sich greifen. Hier kann das Buch eine Möglichkeit auch des Selbstschutzes bieten.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesenswert, 2. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: ... und ständig tickt die Selbstwertbombe: Selbstwertprobleme erkennen und lösen (Gebundene Ausgabe)
Das Buch veranschaulicht aus meiner Sicht eine analytische Vorgehensweise zur Erklärung der eigenen Verhaltensmuster. Die Sezierung der inneren Prozesse wird verständlich hergeleitet. Anhand der angeführten Beispiele hält sich der Autor nicht mit fachspezifischem Vokabular oder wissenschaftlichen Abhandlungen aus, sondern legt allgemeinverständlich eine mögliche Vorgehensweise zur Selbsterkennung und ggf. Veränderung dar. Die klare und einfache Darstellung regt zum Nachdenken über die eigenen Gefühle, Wertvorstellung, Normen und Verhaltensweisen an. Nicht zuletzt macht er Hoffnung auf die Möglichkeit zur Veränderung. M.E. wird im Verlauf des Buches auch klar, dass dieser Prozess nur tiefgreifend von einem außenstehenden Experten geführt werden kann. Trotzdem absolut lesenswert.
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42 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das hilft, Selbstsicherheit im Alltag zu trainieren und die Fallen zu erkennen, in die man gerne immer wieder rennt, 9. April 2011
Von 
Winfried Stanzick (Ober-Ramstadt, Hessen Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: ... und ständig tickt die Selbstwertbombe: Selbstwertprobleme erkennen und lösen (Gebundene Ausgabe)
Viele Menschen leiden unter einem Selbstwertproblem. Entweder sie nehmen sich unendlich wichtig, wollen überall die erste Geige spielen, geben sich allwissend und kompetent und verdecken doch dadurch nur etwas, was auf keinen Fall ans Licht kommen darf: dass sie sich selbst und ihrem Wert nicht trauen. Die anderen halten sich zurück, trauen sich nichts zu, stapeln tief, riskieren nichts, haben dauernd Angst um ihre Außenwirkung, halten sich für wenig attraktiv und sehen sich nur und ausschließlich als kleine unwichtige graue Maus.

Für alle diese Menschen, und es sind beileibe nicht nur Frauen, wobei die Wichtigtuer bei den Männern dominieren und die grauen Mäuse bei den Frauen, hat der Psychotherapeut Harlich Stavemann, der mit der Kognitiven Verhaltenstherapie arbeitet und auch andere ausbildet in dieser Kurzzeittherapie, ein nur etwa 170 Seiten umfassendes und dennoch grundlegendes Buch geschrieben, mit dessen Hilfe sie in einer Art Programm an ihrem Selbstwert arbeiten können. Dabei unterscheidet er immer die verschiedenen Begriffsbestimmungen:

* Selbstwert
Der Wert , den sich jemand selbst zuschreibt
* Selbstwertkonzept
Das sind die bewussten und unbewussten Regeln, Eigenschaften
oder Merkmale, die zur Bestimmung des Selbstwerts benutzt werden.
* Selbstwertbestimmung
Die Berechnung des eigenen Werts
* Selbstwertmaßstab
Die Messlatte die zur Selbstwertbestimmung benutzt wird.
* Selbstbild
Beschreibung der eigenen Fähigleiten, Eigenschaften und Eigenheiten
* Selbstwirksamkeit (auch: Selbsteffizienz)
Die Erfahrung, in der Vergangenheit zur Bewältigung von
Problemen erfolgreiche Strategien gehabt zu haben
* Selbstvertrauen
Die von sich selbst vermutete eigene Selbsteffizienz aufgrund positiver
Erfahrungen in der Vergangenheit
* Selbstsicherheit
Das Auftreten eines Menschen mit großen Selbstvertrauen und gespürter
Selbsteffizienz

Mit vielen Beispielen angereichert und mit zahlreichen Übungen leitet Stavemann nun seine Leser an auf einem Weg, der sie in kurzer Zeit zur Selbstsicherheit führen soll und kann. Am Ende des Buches ist ein Passwort abgedruckt, mit dem man Zugang erhält zu einer Fülle von weiteren Online-Materialien und Übungsblätter zum Thema.

Ein Buch, das hilft, Selbstsicherheit im Alltag zu trainieren und die Fallen zu erkennen, in die man gerne immer wieder rennt. Eine Art Minensucher für versteckte "Selbstwertbomben" ...
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42 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen wenig hilfreich, 9. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: ... und ständig tickt die Selbstwertbombe: Selbstwertprobleme erkennen und lösen (Gebundene Ausgabe)
Ich komme vom Fach, vielleicht sehe ich deshalb dieses Buch etwas anders als die bisherigen Rezensenten.
Ich bestellte mir dieses Buch, weil ich mir wertvolle Hinweise und Kenntnisse über die Entstehung und den Umgang von Selbstwertproblemen erhofft habe. Schon beim Auspacken war ich sehr verwundert: ein so dünnes und kleines Buch für 19,95€? Das erscheint mir für den geringen Umfang doch sehr happig.
Als ich dann anfing zu lesen, ging ich sehr schnell dazu über, den Text seitenweise zu überspringen, da ich das Gefühl hatte, auf alles Seiten wurde das Selbe in anderen Worten wiedergegeben, ohne, dass es einmal zu handfesten Aussagen kam. Dieser Eindruck zog sich durch das Ganze Buch. Es gibt zu viele Allgemeinplätze und auch wenn sich das Buch an Laien richten soll: der Stil ist wesentlich zu einfach, es werden unnötig immer wieder die gleichen Aussagen wiederholt.

Meiner Meinung nach handelt es sich hier also -auch wenn der Titel Spannendes verspricht- um kein besonders lesenswertes Buch.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hilfe und Selbsthilfe, 25. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...ein Buch nicht nur für selbst reflektierende Laien...auch oder gerade auch für Therapeuten (VT und tiefenpsychologisch fundiert) geeignet in der täglichen Arbeit !
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein pragmatischer Ratgeber für Gefühle, 22. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: ... und ständig tickt die Selbstwertbombe: Selbstwertprobleme erkennen und lösen (Gebundene Ausgabe)
Mir wurde dieses Buch von meinem Therapeuten empfohlen. Leider hat es nicht den gewünschten Erfolg erzielt. Die Aufschlüsselung von Problemsituationen durch das ABC Modell ist recht gut beschrieben. Am Ende ist diese Aufstellung allerdings sehr langatmig, so dass man keine Lust mehr hat, sich diesem ewig langen Denkprozess auszusetzen. Im Zuge dieser eigenen Erkenntnisarbeit muss man sich automatisch mit alten Mustern befassen. Viele Aussagen, die man in der Kindheit und später gehört hat, sind aufgeführt und erinnern an alte Verletzungen. Außerdem halte ich es für sehr schwierig, seine eigenen Schwächen vor sich selber zuzugeben. Das gelingt in einer richtigen Therapie erheblich besser, da der Therapeut im richtigen Tempo und mit viel Einfühlungsvermögen dieses schwierige Thema angeht. Im weiteren Verlauf werden künstliche Therapiegespräche aufgezeigt. Es fällt sehr schwer, sich darin wiederzufinden, da nur wenige Beispiele gebracht werden. Zum Ende des Buches gibt es einige Übungsleitern mit Anregungen für "Mutproben". Ich kann mir nicht vorstellen, dass es Menschen mit diesen Problemen voranbringen kann, wenn man ein Pupsgeräusch abgebend, sich in der Öffentlichkeit präsentiert oder laut rülpsend, unordentlich angezogen, einen Mann anmachen soll. Ich glaube, das Menschen mit diesen Problemen im Alltag ausreichend Herausforderungen meistern müssen, sodass sie sich nicht auch noch zusätzlich solchen gestellten Problemen aussetzen müssen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Buch, 9. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: ... und ständig tickt die Selbstwertbombe: Selbstwertprobleme erkennen und lösen (Gebundene Ausgabe)
Ich muss sagen, dass ich von dem kleinen Buch wirklich begeistert bin. Sehr anschaulich und Schritt für Schritt wird man durch die einzelnen Phasen geführt, wobei die Beispiele hilfreich sind, die Aufgabenstellungen besser zu verstehen bzw. deutlich machen, worauf genau Augenmerk gelegt werden muss. Sehr schön sind auch die Kopiervorlagen, die die Bearbeitung erleichtern. Insgesamt war ich überrascht, welche Denkanstöße mitunter durch gezielte Fragen und Hinterfragen eigentlich angeregt wurden und würde es jederzeit weiter empfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig, 17. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wichtiges Buch für jeden... denn ca. 80% von uns haben ein geringes Selbstwertgefühl. Sehr locker und verständlich geschrieben, mit Übungen, um das Theoretische in der Praxis zu probieren...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für Fachleute und Laien gleichermaßen empfehlenswertes Manual zum Verständnis und zur Behandlung von Selbstwertproblemen, 7. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: ... und ständig tickt die Selbstwertbombe: Selbstwertprobleme erkennen und lösen (Gebundene Ausgabe)
Das Buch beinhaltet ein klug durchdachtes und auf aktuellen wissenschaftlichen Grundlagen beruhendes Gesamtkonzept und Behandlungsmanual. Die Problematik wird von seinen Ursachen her über seine verschiedenen Erscheinungsformen bis hin zur Veränderung und "Heilung" klar strukturiert und nachvollziehbar beschrieben. Der Autor beachtet dabei Lerngesetze und verknüpft anspruchsvolle theoretische Inhalte ("linke Hirnhälfte") mit charakteristischen Figuren und humorvollen Geschichten ("rechte Hirnhälfte"), um die Thematik und das Vorgehen sowohl Fachleuten als auch Laien verständlich und einprägsam zu vermitteln.

80 Prozent aller psychischen Probleme in ambulanten Psychotherapiepraxen lassen sich schätzungsweise auf Selbstwertprobleme zurück führen. Als Psychotherapeutin empfehle ich dieses handliche Manual standardmäßig auch betroffenen Klienten. Einmal hatte ich die Begleitlektüre wohl zu früh an einer Stelle im Therapieprozess empfohlen, als der dann Lesende - oder richtiger gesagt, in dem Buch nur oberflächlich blätternde - noch nicht genug Vertrauen und Verständnis für die Methodik entwickelt und wegen noch bestehender pauschalkritischer Selbstwertkonzepte sich zu sehr ängstigte und in der Folge ebenso konsequent-pauschal gleich mal das gesamte Buch abwertete - ähnlich wie hier in einer Rezension. In der Rückschau beschrieb er es sinngemäß so: "Da stand ich noch gänzlich am Anfang und hab' wohl noch von ganz unten rauf zum Zehner-Sprungbrett geschaut - da runterspringen?? Uuahh niemals!! Und ich "musste" dann das Ganze als unsinnig weit von mir schieben, damit hier keiner auf die Idee kommt, ich könnte mich (schon) in solche Übungen wagen.“ Als Therapiebegleitlektüre empfehle ich das Buch also zu dem Zeitpunkt in der Therapie, wenn schon ein Vertrauensverhältnis entstanden ist und ein gewisses Grundverständnis und Commitment für die Wirkmechanismen bereits gemeinsam in der Therapie erarbeitet wurden und erhalte regelmäßig positive Rückmeldungen, dass hier das Besprochene im eigenen Tempo und zu jeder Zeit zu Hause noch einmal nachgelesen und sich wegen der anschaulichen Beispiele aus beruflichen und privaten Lebenskontexten noch besser verstehen und einordnen lässt.

Neben der ausführlichen Vermittlung eines zentralen Werkzeuges der Kognitiven Verhaltenstherapie - dem ABC-Modell - wird auch ein wesentlicher Unterschied der Kognitiven Verhaltenstherapie zur "Klassischen" Verhaltenstherapie in diesem Buch deutlich, nämlich dass Übende nicht einfach mit ihren alten Bewertungen in herausfordernde Situationen "geschickt" werden, in der Hoffnung, dass sie dann schon von selbst "habituieren", also merken, dass sie überleben und sich an die Situation gewöhnen. Sondern der Schwerpunkt liegt auf dem Erschließen und Aktualisieren unbewusster Normen, Konzepte, Handlungsleitlinien und Wertvorstellungen. Es werden neue, sinnvolle und realistische Sichtweisen und differenzierte Bewertungen erarbeitet und die Übungen sind letztlich nur noch Mittel zum Zweck, nämlich die neuen, funktionalen Kognitionen auch "glauben" zu lernen. Ein außerordentlich effektives Vorgehen, das Betroffenen Schritt für Schritt zu einem detaillierten Selbstbild, zu neuem Selbstvertrauen und Selbsteffizienz verhilft.

Angesichts der hohen Verbreitung von Selbstwertproblemen in unserer Gesellschaft empfiehlt sich das Lesen dieses Buches uneingeschränkt auch jedem Laien. Auch wenn noch keine Probleme entstanden sind, kann der Leser eigene und die Handlungsweisen anderer Menschen besser verstehen lernen und präventiv pauschalisierenden Urteilen vorbeugen. Das Büchlein ist preiswert, passt mit seiner praktischen Größe in eine Handtasche und ist - insbesondere wegen seiner verständlichen und bildhaften Erzählweise - gut auch zwischendurch und unterwegs in Bus und Bahn lesbar. Wer schon beginnende Selbstwertprobleme bei sich erkennt, erhält durch praktische Übungsaufgaben eine orientierende Anleitung und fundierte Hilfe zur Selbsthilfe.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selbstwert als Bombe und die Lösung dafür ..., 12. September 2011
Rezension bezieht sich auf: ... und ständig tickt die Selbstwertbombe: Selbstwertprobleme erkennen und lösen (Gebundene Ausgabe)
Gerade im Sport erlebe ich immer wieder negative Dialoge bzw. Selbstgespräche, die man sicherlich bei einem guten Selbstwertgefühl definitiv so nicht führen würde.

Daher ist es immer wieder spannend sich den "Problemen" auf verschiedenen Wegen anzunähern. Es gibt kein Coaching-Konzept, dass bei allen Sportlern gleich ist. Deswegen braucht man auch hier Coaching-Varianten, die der Problematik auf den Grund gehen, aber was noch viel wichtiger ist ... auch Lösungsmöglichkeiten anbietet.

Das Buch bietet daher einen sehr guten Einblick, wie die Bewertung von sich selbst und die damit verbundene Wertigkeit, Einfluss auf Entscheidungen und somit auch auf das eigene Leben nimmt. Denn anhand genau dieser "eigenen Bewertungen" treffen wir unsere Entscheidungen!

Diesen Prozess beschreibt Dr. Stavemann in seinem Buch, so dass man bei "objektiver" Betrachtung jeder seine persönlichen AHA-Momente erlebt und den Spiegel vorgehalten bekommt. Und was noch viel wichtiger ist! Es zeigt einem Möglichkeiten auf, diese "Defizite" bzw. "Selbstwertbomben" auch erfolgreich zu verändern. GEFÄLLT MIR! ;-)
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... und ständig tickt die Selbstwertbombe: Selbstwertprobleme erkennen und lösen
... und ständig tickt die Selbstwertbombe: Selbstwertprobleme erkennen und lösen von Harlich H. Stavemann (Gebundene Ausgabe - 7. Januar 2011)
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