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am 9. September 2008
Den Simplicissimus kannte ich bisher nur aus sprachlich modernisierten Ausgaben, weil ich immer davon ausgegangen bin, als Laie barockes Deutsch im Original nicht wirklich zu verstehen bzw. mit Gewinn lesen zu können. Diese Ausgabe hat mich überraschend eines Besseren belehrt: Der Text in dieser Form ist außerordentlich erhellend und das umfangreiche, hervorragend aufgearbeitete, Kompendium hilft über die wenigen Verständnisschwierigkeiten leicht hinweg.
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am 24. Februar 2009
Der "Simplicissimus Teutsch" von Grimmelshausen ist wohl der bekannteste Roman des Barock. Er gehört in die Gattung des niederen Romans und weist dementsprechend satirische Züge auf. Ferner weist er Kennzeichen des Pikaro-Romans, sowie des "roman comique" auf.
Der Bauernjunge Simplicissimus wird in den Wirren des 30-jährigen Krieges von seinem Elternhof verschleppt und startet eine wunderliche Reise durch die Welt, bei der Fortuna ihn wie einen Ball hin und her wirft...

Grimmelshausen hat hier ein Meisterwerk geschaffen, dass in seiner Vielfalt an literarischen Formen und historischen Bezügen wohl einzigartig ist. Der Roman ist jedoch sehr umfangreich und verweigert, aufgrund seiner satirischen Schriftart und seiner Formenvielfalt, jede eindeutige Interpretation.
Der Roman ist gut zu lesen, hat man sich einmal an die barocke deutsche Sprache gewöhnt. So ist der Roman zu einer Zeit entstanden, in der die deutsche Sprache immer mehr zur Gelehrten- und Literatursprache wurde und das Lateinische ablöste.

Die vorliegende Ausgabe ist mit einem umfangreichen Stellenkommentar versehen, sowie mit Fußnoten, die einen bestimmten Wortgebrauch näher erläutern.

Ein sehr interessantes Werk für Literaturbegeisterte und Gelehrte, aber für den privaten Leseabend am Kamin ist eine gekürzte Ausgabe empfehlenswerter.
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am 29. August 2010
Breuers Kommentar ist m.E. an sehr vielen Stellen unbedingt mit Vorsicht zu genießen! Vieles scheint mir hieran sehr "modern" gedeutet und teils einfach nur an den Haaren herbeigezogen. Müßig, das hier in aller Vollständigkeit ausführen. Stattdessen verweise ich lieber auf Rainer Hillenbrands "Erzählperspektive und Autorintention in Grimmelshausens Simplicissimus. Ein poetologischer Kommentar." Textnah, fundiert und schlüssig führt Hillenbrand durch den Roman und äußert des Öfteren auch sehr deutliche Kritik an den ansonsten geläufigen Textinterpretationen - wie eben der Breuers.
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am 4. Oktober 2011
Der Roman von Grimmelshausen zeichnet ein Bild der Abenteuer des Simpliccimus im Dreißigjährigen Krieg. Es werden die Schlachten, die Leiden der Bevölkerung, die Gaunereien des Militärs beschrieben, und wie sich der Held durchschlägt. Darüber hinbaus wird Kritik an der Religion, am Adel und an der starren Gesellschaft geübt, und zwar in Form von Träumen und bei Begegnungen mit den untershiedlichsten Menschen und ihren Meinungen. Die Ausgabe ist nicht leicht zu lesen, da die Schreibweise und die Striche anstatt von Interpunktion der ursprünglichen Ausgabe beibehalten wurde. Es gibt jedoch einen umfangreichen Anhang mit Erläuterungen und Einführung in die Entstehungsgeschichte sowie der Ergänzungen des Autors selbst. Ein Klassiker, sehr lesenswert. Der Roman wurde im Rahmen eines Uni-Seminars gelesen und interpretiert.
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