Kundenrezensionen


78 Rezensionen
5 Sterne:
 (43)
4 Sterne:
 (20)
3 Sterne:
 (5)
2 Sterne:
 (1)
1 Sterne:
 (9)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


199 von 204 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rückkehr nach Mittelerde
Das wichtigste zuerst: Die "Kinder Hurins" ist kein "Herr der Ringe II"! Es ist in archaischer Form geschrieben und erlaubt nicht das unmittelbare Mitempfinden der Geschichte, wie es beim "Herr der Ringe" durch die Hobbits möglich gemacht wird, die ja als eine Art Vermittler zwischen den Ereignissen und dem Leser stehen. In diesem Buch gibt es KEINE Hobbits...
Veröffentlicht am 25. April 2007 von Thomas Klein

versus
52 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Beinahe schon Abzocke
Ich will hier keinem Herrn der Ringe Fan zu nahe treten, aber diese Werke sind keine eigenständigen Bücher. Sie sind Bestandteile des Silmarillions. Das Ganze hat ungefähr den gleiche Stellenwert, wie wenn man ein Buch mit dem Titel "Die Minen von Moria" herausgeben würde, das nur von der Durchquerung der Minen durch die Gefährten handelt...
Veröffentlicht am 27. Februar 2008 von Antonius van Aken


‹ Zurück | 1 28 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

199 von 204 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rückkehr nach Mittelerde, 25. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder Húrins (Gebundene Ausgabe)
Das wichtigste zuerst: Die "Kinder Hurins" ist kein "Herr der Ringe II"! Es ist in archaischer Form geschrieben und erlaubt nicht das unmittelbare Mitempfinden der Geschichte, wie es beim "Herr der Ringe" durch die Hobbits möglich gemacht wird, die ja als eine Art Vermittler zwischen den Ereignissen und dem Leser stehen. In diesem Buch gibt es KEINE Hobbits!

Die Ereignisse aus "Die Kinder Hurins" tragen sich in einer Zeit, unvorstellbar lange vor den Geschehnissen aus dem "Herr der Ringe" zu (ca. 6000 Jahre!).
Dementsprechend ist die Welt und ihre Schauplätze kaum wiederzuerkennen, denn das Land Beleriand, das Schauplatz der Geschichte ist, wurde am Ende des 1. Zeitalters überflutet und ist nicht mehr.

Hat deshalb diese Geschichte nichts zu tun mit den Erzählungen "Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe"?

Mitnichten! Wer den Hobbit und den HdR aufmerksam gelesen hat und darin mehr sieht als eine schöne Fantasy-Geschichte, der erkennt viele Verbindungen, die bis in die ältesten Tage des ersten Zeitalters zurückreichen:

Da ist zum Beispiel Elrond, der im Hobbit bei der Begutachtung der Schwerter Glamdring, Orcrist und Stich vom untergegangenen Gondolin erzählt, aus dem diese Klingen stammen oder die Erwähnung, dass Kankras (das ist die Riesenspinne aus dem HdR) Haut so hart gewesen sei, dass auch nicht die Kraft eines Menschen und seien es sogar Turin oder Beren ausgereicht hätte, diese zu durchdringen. An anderer Stelle meint Elrond zu Frodo, dass dieser in einer Reihe stehe mit den Helden von einst: Tuor, Beren und Turin. Ganz davon abgesehen all die Lieder, Gedichte und Geschichten aus dem HdR, die sich fast alle auf das 1. Zeitalter beziehen.

Es gibt Leser des HdR die solche Details nicht interessiert, die die Gedichte überblättern und die nur an der vordergründigen Handlung interessiert sind. Diese Leser werden von dem Buch sehr enttäuscht sein und hier rate ich vom Kauf ab. Ebenso sollten Tolkien-"Fans", die nur die Filme toll fanden und das Buch "entsetzlich langweilig", die Finger davon lassen.

Es gibt aber auch solche Leser (und da zähle ich mich dazu), deren Phantasie durch diese Andeutungen angeregt wird, die etwas Größeres hinter all dem vermuten.

Das "Silmarillion" stellt für solche Leser eine unglaubliche Fundgrube dar, erklärt vieles, stellt aber auch ganz neue Fragen.

Das Problem mit dem Silmarillion scheint aber zu sein, dass es zu komplex und zu wenig romanhaft geschrieben ist. Das ist aber auch nicht verwunderlich, denn schließlich beinhaltet es die gesamte Geschichte Mittelerdes von der Schöpfung bis zum Ende des 3. Zeitalters.

Gerade deshalb ist "Die Kinder Hurins" für all die Leser zu empfehlen, denen das Silmarillion zu komplex war und die sich schwer taten, einen Einstieg zu finden.

Denn hier wird der Leser oft auf Bekanntes stoßen, beispielsweise wandelte Baumbart in seiner Jugend im Osten Beleriands, Balrogs kämpfen in der Schlacht der ungezählten Tränen, Galadriel ist die Schwester des Königs von Nargothrond, das Reich von Doriath ist eine ältere Version von Lothlorien, Melian gibt Beleg Lembas als Wegzehrung mit und Sauron ist nur ein Diener (wenn auch der mächtigste) Morgoths.

Aber auch für Kenner der Hintergründe erweist sich das Buch als sehr wertvoll. Ich für meinen Teil hatte mir, seit ich die Fassung aus den "Nachrichten aus Mittelerde" gelesen hatte, stets eine vollständige Fassung der Geschichte ohne Lücken gewünscht und bin mit dieser Version vollauf zufrieden.

Außerdem kann ich mich nur den Wünschen der anderen Rezensenten anschließen: Bitte gebt auch die anderen großen Geschichten ("Beren & Luthien", "Der Fall von Gondolin") als eigenständige, überarbeitete und vollständige Bücher heraus!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


94 von 99 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die erste der großen Geschichten, 16. April 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder Húrins (Gebundene Ausgabe)
Nach langer Zeit gibt es nun endlich die "Geschichte der Kinder Húrins" als eigenständiges Werk. Wer das "Silmarillion" und/oder die "Nachrichten aus Mittelerde" besitzt, kennt die Geschichte im Grunde schon. Dennoch ist es schön, sie hier nun in abgeschlossener und umfangreicher Form zu haben.

Zur Handlung:

Das Buch beschreibt das tragische Leben von Túrin, einem Menschen der lange vor der Zeit von "Der Herr der Ringe" in Mittelerde lebte. In einer Zeit geboren, in der Elben und Menschen sich in einem großen Krieg gegen den dunklen Herrscher Morgoth befinden und in der sich die Dunkelheit immer weiter ausbreitet, stellt sich Túrin Orks und Drachen entgegen, die Mittelerde mit Krieg überziehen. Doch der Fluch Morgoths und sein Schicksal holen ihn unaufhaltsam ein und so enden all seine großen Taten immer wieder in Leid und Tod.

Wie bereits erwähnt wurde, ist die Geschichte kein klassischer Roman sondern eher eine epische Erzählung wie etwa die Nibelungensage. Insofern ist das Buch ein wenig anspruchsvoller. Wenn man sich aber darauf einlässt, wird man in eine fantastische Welt hineingezogen und erlebt eine der größten und tragischten Geschichten, die Tolkien je geschaffen hat. Deswegen ist das Buch vor allem für die Leute geeignet, die bei "Der Herr der Ringe" den Wunsch verspürten, mehr über die Altvorderenzeit zu hören, über die großen Geschichten, als die Reiche der Elben in Mittelerde entstanden und zerfielen und als die Menschen ihre ersten Schritte auf der Erde machten.

Die Ausgabe selber ist ein Augenschmauß. Das Cover mit seiner golden glänzenden Schrift ist einfach edel. Dazu kommt der schöne, stabile Einband. Highlight sind aber natürlich die vielen Zeichnungen und Skizzen von Alan Lee. Die Bilder sind ein Traum und untermalen die Stimmung der Geschichte wunderbar. Allein schon deswegen, lohnt sich der Kauf dieses Buches, selbst wenn man schon alle anderen Bücher Tolkiens über diese Geschichte besitzt.

Für alle, die Sagen und epische Erzählungen mögen ist dieses Buch zu empfehlen. Bleibt nur zu hoffen, dass in nicht allzu ferner Zukunft auch die beiden anderen großen Geschichten des 1. Zeitalters ("Die Geschichte von Beren und Lúthien" und "Der Fall von Gondolin") in so einer schönen Ausgabe als eigenständige Werke veröffentlicht werden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine fast echte Heldengeschichte!, 27. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder Húrins (Gebundene Ausgabe)
Es ist durchaus lohnenswert, dieses gute Stück "künstlicher Heldenepik" zu lesen. Zwar, und dies sei als eindeutige Einschränkung gekennzeichnet, stellt es nur eine erweiterte Neuzusammenstellung zum Großteil bereits veröffentlichten Materials aus dem "Silmarillion" dar, doch erscheinen Húrins Kinder keineswegs zu uninteressant, um ihnen ein eigenes Buch zu widmen. Interessant ist das Werk, in dem vornehmlich die Geschicke Túrins von seiner Geburt bis zu seinem Tod geschildert werden, vor allem für den Tolkinliebhaber, sicherlich auch für Philologen oder Freunde der Fantasyliteratur schlechthin. Denn Tolkien realisiert in diesem Werk heldenepische Merkmale am reinsten. So ist es nur konsequent, seinen Protagonisten in einen genealogischen Kontext einzubetten, ihn mit Krieg und Leid zu konfrontieren, bis er sich seinem, und nur seinem, Gegner zu stellen hat. Konsequent nimmt sich auch das Ende aus: Anders als im "Hobbit" oder im "Herrn der Ringe", wo das kleine Volk um Bilbo und Frodo heroische Muster allenthalben durchbricht, wird Túrins eigenständige Geschichte denn auch zur Gänze erzählt. Und ja: gut erzählt. Sprachlich einfach wie elegant werden essentielle Aspekte des Lebens eines Helden beschrieben und - nicht zuletzt - hervorragend von Alan Lee illustriert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wunderschöne Tragödie, hinreißend erzählt!, 28. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder Húrins (Gebundene Ausgabe)
Vorweg gesagt: Ich bin ein Fan vom Herrn der Ringe, lange bevor es die Filme gab. Doch das Silmarillion - das große allumfassende Werk von der Entstehung Mittelerdes - habe ich nie gelesen. Zu schwierig fand ich es oft und musste mich häufig zwingen, es anzufangen. Denn es fehlt oft ein roter Faden und die geschichte verliert sich mal hierhin und mal dorthin. Zudem wimmelt es von fremden Namen und Ländern.

Vor kurzem verschlang ich "Die Kinder Hurins" und bin immer noch völlig begeistert von der tragischen Schönheit und Epik dieser Geschichte. Sie ist ganz im Stil von Tolkien geschrieben. Teils eher im Silmarillion-Stil, wenn mehrere Jahre wie im Fluge übersprungen werden aber größtenteils im Stil des Herrn der Ringe wenn Turins Reisen berichtet werden.

Das wichtigste aber: Es ist eine zusammenhängende Geschichte, die sich nie im großen Hintergrund verliert und all die Namen und Orte nur gebraucht, wenn Sie der Geschichte dienen. Und dennoch wird viel angerissen. Meine Neugier und mein Verständnis ist nach dieser Lektüre so groß, dass ich nun das Silmarillion mit Freude lese und bedaure, dass ich schon halb durch bin.

Ich kann dieses Buch jedem uneingeschränkt empfehlen, der den Herrn der Ringe mag und mehr über die Welt dahinter erfahren möchte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


31 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Beinahe neu!, 31. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder Húrins (Gebundene Ausgabe)
Da ist er also, der neue Tolkien, na ja, der beinahe neue. Die Grundrisse der Geschichte um Turin Turambar und seine Schwester Nienor begegnen dem erfahrenen Tolkienisten ja bereits im "Silmarillion" und in den "Unfinished Tales" (dt. "Nachrichten aus Mittelerde"). Was hat Christopher Tolkien, Sohn und Nachlassverwalter also dazu bewogen, den "Narn i Hîn Húrin" nochmals in Buchform zu veröffentlichen? Die Liebe zur Prosa seines Vaters? Die berührende Schönheit der Erzählung? Die tragische Kraft der Geschichte? Die überdurchschnittlich hohe Stromrechnung des vergangenen Winters?

Da ist er also, der neue Tolkien, na ja, der beinahe neue. Und so sehr man sich bemüht, sich abgezockt zu fühlen, wenn man herausgefunden hat, dass Nachlassverwalter-Man dem bereits Veröffentlichten nichts noch Unveröffentlichtes hinzuzufügen hat, so hilflos muss man schließlich vor "The Children of Hurin" kapitulieren. Natürlich kennt man die Geschichte, klar weiß man, wann der Protagonist einen entscheidenden Fehler macht und... selbstverständlich war die Geschichte beim ersten Mal lesen unvorhersehbarer. Und dennoch wird man zum wiederholten Mal von der schier überwältigenden Kraft des Tolkienschen Erzählgenies übermannt/fraut/elbt. Auch wenn Turins Schicksal kein Überraschungsmoment mehr zu bieten hat, so fesselt es einen doch bis zur letzten Seite und man hofft, dass man bislang das - soviel sei verraten, düstere - Ende immer missverstanden hat und doch so etwas wie ein Silberstreif am Horizont bleibt.

Da ist er also, der neue Tolkien, na ja, der beinahe neue. Und wem Turin und Nienor in seiner/ihrer Lektürevergangenheit noch nicht über den Weg gelaufen sind, sollte hier nicht lange zögern und zugreifen. Für alle anderen gilt: "The Children of Hurin" vervollständigt die Tolkiensammlung, sieht hübsch aus (vor allem die wieder einmal phänomenalen Grafiken vom "selordofsetolkienillustreischn" Oscar © Preisträger Alan Lee), riecht herrlich nach neuem Buch und lässt einem die einfach herzzerreißend traurig-schöne Geschichte von Turin Turambar wieder einmal genießen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichtsstunde in Mittelerde, 15. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder Húrins (Gebundene Ausgabe)
Zuerst einmal muss man zu diesem Buch sagen, dass es beinahe neunzig Jahre von den ersten Zeilen bis zur Veröffentlichung gereift ist. Wie in Vorwort und Anhängen erwähnt, hat es Tolkien zu Lebzeiten trotz zahlreicher Versuche nie geschafft seine Entwürfe, Gedichte und Teilerzählungen in einer der öffentlichkeit annehmbaren Form zu veröffentlichen. Das seinem Sohn dies nun gelungen ist und er dabei nach eigenen Angaben außer ein paar Überleitungen und der Beseitigung einiger weniger Logikfehler nur Orginalmaterial verwendete, ist schon einmal eine Leistung für sich.

Nun zum Inhalt, jedoch ohne alzu grob zu spoilen:

Der Hauptinhalt des Buches dreht sich um die tragische Lebensgeschichte Turins des Sohnes Hurins, der dem dunklen Valar Morgoth (ein gottähnliches Wesen das irdische Gestallt angenommen hat) in der "Schlacht der ungezählten Tränen" die Stirn bot und dabei in Gefangenschaft geriet. Doch selbst im Angesicht der Niederlage und Gefangenschaft bot Hurin Morgoth die Stirn und so verfluchte er dessen Haus und Turins Leidensweg beginnt.

Zum Stil:

Das Buch ist kein üblicher Roman sondern mutet eher so an, als ob man einen alten Geschichtsfolianten aus den Archiven der "Weißen Stadt" Minas Tirith, aus Der Herr der Ringe, in den Händen hielt. Die Ereignisse sind, wie in Sagen oder in frühzeitlichen Geschichtschroniken, lediglich grob und recht nüchtern beschrieben und führen Orts und Personennamen sowie "geschichtliche" Ereignisse so ein, als ob sie dem Leser langläufig bekannt währen. Die Sprache wirkt zwar altertümlich sollte aber dennoch auch für den Otto-Normal-Leser durchaus flüssig und gut zu lesen sein. Trotz dieser gewöhnungsbedürftigen Ansätze ist es aber ein gutes Buch mit einer poetisch schönen, wengleich traurigen Handlung. Des weiteren tragen die stimmungsvollen, ganzseitigen Farbbilder und kleineren Strichzeichnungen sowie der feste Einband stark zur Atmosphäre des Buches bei. Lediglich der Preis und ein paar Stellen wo ein Wort fehlt oder doppelt dasteht stoßen mir ein wenig übel auf, aber das ist verschmerzbar.

Fazit:

Wer sich nicht scheut auch mal etwas anderes als einen klassischen Roman zu lesen wird, ganz gleich ob er schon vorher HDR-Bücher gelesen hat (was aber hilfreich sein kann, wie in meinem Fall vorher der Hobbit und HDR) oder Neuland betritt, mit einer bittersüßen Heldensage belohnt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


39 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nicht nur für Fans!, 21. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder Húrins (Gebundene Ausgabe)
Um es vorweg zu nehmen, ich bin seit über 20 Jahren Tolkienleser und müßte mich wohl als "Fan" bezeichnen.

Ich habe die Rezensionen mit größtem Interesse gelesen und möchte daher auch meine Meinung dazu abgeben.

Mein persönlicher Eindruck ist ausgesprochen positiv. Ich habe die Geschichte in den anderen Versionen inkl. der englischen Fragmente im Stabreim gelesen und bin der festen Überzeugung, dass hier ein großer Wurf gelungen ist!

Das die Geschichte nichts mit "Hobbits" zu tun hat finde ich ausgesprochen gut. Der Sagen bzw. epische Stil ist sehr gut getroffen und ich habe das Buch in mehr oder weniger einem Rutsch gelesen, obwohl ich es mir eigentlich als Urlaubslektüre gekauft hatte.

Ich bin der Meinung, dass die Geschichte wesentlich einfacher zu lesen ist als das Silmarilion, was für die meisten Leser ein weiterer Pluspunkt sein dürfte. Auch das nicht vorhandene "Happy-End" steigert die Qualität deutlich. Nicht alle Sagen und Legenden enden nunmal "Ende-gut-alle-gut".
Niemand würde aufgrund von "schwieriger" Lesbarkeit die Edda, das Nibelungenlied oder die Kallevala negativ bewerten. Man soll sich ruhig mal an anspruchsvolleren Texten versuchen. Seichte Literatur gibt es ja an jeder Ecke! Was aber nicht heißen soll, das ich auch diese mit Genuss lese. :-)
Wenn man nun sagen würde, "der ist ja schon seit 30 Jahren tot und wie kann man da aus Fragmenten ein Buch zusammenschreiben...", ist der Einwand sicher berechtigt, aber unbegründet. Christopher Tolkien hat scih das ebenfalls nicht leicht gemacht und das ganze nur minimal ergänzt und korrigiert. Daher finde ich das es sich um einen "echten" Tolkien handelt. Beatlesaufnahmen die plötzlich in irgendwelchen Archiven in grottenschlechter Qualität auftauchen sind ja auch Beatles und verkaufen sich wie geschnittenes Brot.

Auch bin ich der Ansicht, dass es sich NICHT um Abzocke handelt.
Das Buch ist von der Machart kein Paperback, hochwertig produziert und einer sprachlichen Qualität, die ich bei vielen anderen Büchern des Genres im Moment vermisse. Ich habe es als ABZOCKE empfunden, als die Herr der Ringe Übersetzung von Herrn Krege gemacht wurde, die das Ganze etwas "lesbarer" gemacht haben soll. Mir ist der epische Stil der Tolkienschen Sprachschöpfungen in der alten Übersetzung von Margarete Carroux um Längen lieber. Diesmal hat man sich ja gottseidank der Qualitäten eines Helmut W. Pesch erinnert und daher eine passende Übersetzung hinbekommen. Alleine das verdient einen Stern.

Fazit: Sehr gutes Buch! Runde Geschichte! Mehr davon!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolkiens posthumes Epos, 29. April 2007
Von 
Olaf Keith (Dortmund) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder Húrins (Gebundene Ausgabe)
Dreißig Jahre nach Tolkiens Tod hat sein Sohn und literarischer Nachlaßverwalter Christopher Tolkien nun aus verschiedenen nachgelassenen Fragmenten ein und derselben Geschichte einen durchgehenden „Lesetext“ der Geschichte der Kinder Húrins zusammengestellt oder vielmehr in archäo-philologischer Kleinarbeit rekonstruiert.

Das Ergebnis wird vielfach als Tolkiens erster „neuer“ Roman seit drei Jahrzehnten angepriesen, doch diejenigen, die einen zweiten Herrn der Ringe erwarten, dürften enttäuscht werden. Die Kinder Húrins spielt etwa 6000 Jahre vor dem Herrn der Ringe und erzählt in archaisch-epischem Stil die Geschichte der Húrin Kinder Túrin und Niénor, die durch einen Fluch des Dunklen Herrschers Morgoth ins Verderben geführt werden. Die tragische Geschichte der Familie Húrins steuert unerbittlich und unausweichlich auf ihr dramatisches Ende zu, und es gibt nur wenige Szenen, die nicht von einer düsteren und verhängnisvollen Atmosphäre durchzogen sind. Hier gibt es keine Momente des Comic Relief und keine Hobbits, aber dafür viele bittersüße Momente von großer Tragik.

Kein moderner Roman, sondern vielmehr ein klassisches Heldenepos, dass an Tragik und Dramatik mit jeder griechischen Tragödie konkurrieren kann. Die dem eigentlichen Buchtext beigefügten Vor- und Nachworte sorgen dafür, dass auch Tolkien-Laien sich zurechtfinden und die Geschichte würdigen können. Keine leichte Lektüre, dafür aber umso lohnender.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöner Nachlass, 19. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder Húrins (Gebundene Ausgabe)
Ich bin kein Fan von Fantasy-Literatur und "Herr der Ringe" habe ich erst nach den Filmen gelesen. "Die Kinder Húrins" haben mich in der attraktiven Aufmachung in der Buchhandlung angelacht. Túrin mit dem Drachenhelm und dem schwarzen Schwert blickt wie ein griechischer Held vom Cover herab. Die Erzählung selbst ist gerade einmal 235 Seiten lang, der Rest besteht aus einem mehr oder weniger interessanten Vorwort, einer Einführung und einer Anmerkung zur Aussprache. Von den Anhängen sind die Namensliste, die Stammbäume und die eingeklebte Karte nützlich, die zwei Texte über die Genese der Saga sind für Fachleute. Die Sprache der Erzählung ist, wie schon von einigen bemerkt, getragen und erinnert mich an meine Lektüre im Lateinunterricht. Am Anfang habe ich die Namensliste und die Stammbäume oft konsultiert, aber schon im zweiten Kapitel waren Túrin und seine Sippe dermassen zentral und individualisiert, dass ich immer weniger in die Hilfsmittel gesehen habe. Die Geschichte ist tragisch und nimmt kein gutes Ende. Morgoth, der abgefallene dunkle Herrscher, verflucht Húrin (Túrins Vater) nach der verlorenen grossen Schlacht der ungezählten Tränen. Von einem Steinthron aus muss dieser mit ansehen, wie Túrin sein ganzes Leben strampelt und nicht aus dem Bann herauskommt, ganz egal, ob er bei den Elben als Ziehsohn aufwächst oder den Geächteten als Führer vorausgeht. Doch bis zum Ende ist es noch lange. Auf dem Weg durch die immer stärker unterjochen Reiche der Elben und Menschen, gerät Túrin zu den Zwergen, verliert Beleg, seinen Elbenfreund, besiegt den Drachen Glaurung und ehelicht wider besseres Wissen seine Schwester Nienor. Am Schluss richtet das schwarze Schwert den Helden selbst. Húrin wird von Morgoth entlassen. Dieser irrt umher und findet seine Gattin Morwen, zu einem Skelett abgemagert, sterbend am Grab- und Gedenkstein von Túrin und Nienor. Wer Hoffnung braucht, der halte sich am Elben Elrond fest, ein entfernter Nachkomme von Huor, Túrins Onkel. Elrond muss man ja nach "Herr der Ringe" nicht mehr vorstellen. - Bliebt nur noch anzumerken, dass ich es keinesfalls daneben finde, dass man diese schöne Sage aus Vorbestehendem kompiliert und nun als eigenes Buch veröffentlicht hat. Immerhin sind es Sohn und Enkel, die in der Lage sind, die Würde des Autors zu wahren. Wenn ich mir vorstelle, was Goethe und wenige bekannte Autoren an ihren Geburts- und Todestagen und zu jeder anderen erdenklichen (geldbringenden) Gelegenheit von den Verlagen über sich ergehen lassen müssen, dann unterstütze ich "Tolkiens Kinder" mit dem Kauf von "Die Kinder Húrins" gerne.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Kunstwerk, 16. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Kinder Húrins (Gebundene Ausgabe)
Tolkiens Bücher kann man in meinen Augen nur als Kunstwerke bezeichnen. Obwohl phantastische Literatur ist "Die Kinder Húrins" kaum mit moderner Fantasykost zu vergleichen. Die Geschichte spielt zwar in der Welt des "Herrn der Ringe" (allerdings im ersten Zeitalter Mittelerdes), ist aber von einem ganz anderen Schreibstil. Sie erinnert an alte Heldensagen und man könnte sich gut vorstellen, dass Bilbo Beutlin die Geschichte von Túrin und Nienor dem jungen Frodo erzählt hat. Eine Geschichte von großer Tragik, ähnlich Poul Andersons "Das Schwer des Nordens" (nur nicht so brutal). Natürlich ist sie episch nicht so tiefgehend wie "Der Herr der Ringe" und daher sollte man auch nicht von Tolkiens berühmtestem Werk ausgehen, wenn man "Die Kinder Húrins" in die Hand nimmt.
So ist diese Erzählung, die im Wesentlichen von Tolkiens Sohn Christopher zusammengestellt wurde, eine traurige Erzählung einer dunklen Epoche des Ersten Zeitalters, in der der ausgestoßene Valar Morgoth seine düsteren Fäden spinnt und das Schicksal der Menschen und Elben Beleriands bestimmt.

Doch vor allem ist es dem Verlag gelungen, eine wirklich schöne Ausgabe, angefangen vom Cover bishin zu den Zeichnungen und Malereien im Inneren des Buches, auf die Beine zu stellen. Alan Lee hat diese Geschichte mit seinen Illustrationen, die das ein oder andere Mal beim Lesen auftauchen, wirklich gut bereichert. Daher empfehle ich das Buch auf jeden Fall jedem, der über den "Herrn der Ringe" hinaus noch etwas von Tolkiens Welt erfahren will, aber auch denen, die die Geschichte in kurz schon vom Silmarillion her kennen. Ein wirklich schönes Stück Literatur!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 28 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst
ARRAY(0xb2a148f4)

Dieses Produkt

Die Kinder Húrins: Mit Illustrationen von Alan Lee
Die Kinder Húrins: Mit Illustrationen von Alan Lee von John R Tolkien (Gebundene Ausgabe - 30. Dezember 2012)
EUR 22,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen