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117 von 121 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch schaffte es, daß ich ihm ein Opfer brachte...
... indem ich es nämlich freiwillig auf einen Überseeflug und zwei anschließende Inlandflüge zum Gespött meiner Mitreisenden in der Hand mitschleppte, nur um es weiterlesen zu können. Sogar als Taschenbuch ist "Gödel Escher Bach" nämlich noch ein Wälzer von über 840 Seiten und mehr als einem Kilo Gewicht und sprengt jede...
Veröffentlicht am 3. Dezember 2004 von isy3

versus
11 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen OK, aber nicht überragend
Ich fand dieses Buch bei weitem nicht so gut, wie sein Ruf. Es ist meiner Meinung nach viel zu stark auf das Thema Mathematik eingeangen und hat die Verbindungen zu den beiden anderen Bereichen (Musik und Computer) zu sehr vernachlässigt. Ferner ist es nicht halb so schön zu lesen, wie man andere Bücher zu ähnlichen Themen lesen kann. Aber für...
Veröffentlicht am 15. März 2001 von Stefan Beermann


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117 von 121 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch schaffte es, daß ich ihm ein Opfer brachte..., 3. Dezember 2004
Von 
isy3 (lebt nun am Bodensee) - Alle meine Rezensionen ansehen
... indem ich es nämlich freiwillig auf einen Überseeflug und zwei anschließende Inlandflüge zum Gespött meiner Mitreisenden in der Hand mitschleppte, nur um es weiterlesen zu können. Sogar als Taschenbuch ist "Gödel Escher Bach" nämlich noch ein Wälzer von über 840 Seiten und mehr als einem Kilo Gewicht und sprengt jede Damenhandtasche. Das Buch ist auch keine leichte Lektüre. Die grauen Zellen müssen ganz schön schuften, um in die Tiefe des Werkes vorzustoßen und seine Vielschichtigkeit genießen zu können. Wer aber gerne "Spektrum der Wissenschaften" und dergleichen liest, kommt voll auf seine Kosten.
Kurz vor Antritt meiner Reise hatte ich den Fehler begangen, das Buch anzulesen, und ich verfiel sofort Hofstadters brillant dargestellten Gedankengängen zu Bach, Aristoteles und Babbage, zur Logik, zur Zahlentheorie und vor allem seinem Humor. Kongenial und sehr gelungen sind die Dialoge zwischen Achilles und der Schildkröte sowie Hofstadters eigene Inspirationen zum Werk Magrittes in Verbindung zu buddhistischen Koans. Hier schreibt auch einer, der auch um die Schwierigkeiten des Übersetzens weiß, was als erfreuliche Nebenerscheinung noch zu einer hervorragenden Übertragung des Buches ins Deutsche geführt hat.
Wir haben es hier mit einem echten Querdenkerbuch zu tun, das zugleich ein Leckerbissen ist für naturwissenschaftlich interessierte Leser, für Fans von Johann Sebastian Bach und für Mathematikfreaks.
Letzten Endes las ich zwar doch ich nicht das ganze Buch, denn mein mathematisch ungeschultes Hirn mochte speziell die Ausführungen des Autors irgendwann nicht mehr bis ins Letzte nachvollziehen, die zu sehr nach Formeln aussahen, und so überflog ich am Ende gewisse Absätze. Doch bleibt das Ganze deshalb trotzdem ein absolut lesenswertes Gesamtkunstwerk und ein klarer Fall für die Hausbibliothek.
Ich denke, dieses Buch eignet sich auch ideal als Einführung in die Zahlentheorie und es kann Lust machen, Programmiersprachen zu erlernen - besser als manches herkömmliche Mathematik- und Informatik-Lehrbuch.
Es stimmt, daß es inzwischen an einigen Stellen etwas veraltet ist (zum Beispiel weiß man heute mehr über die Gliazellen im Gehirn. Sie sind durchaus keine uninteressante Füllmasse, sondern spielen eine Schlüsselrolle bei den Denkvorgängen). Ich teile auch überhaupt nicht den Optimismus des Autors hinsichtlich der Erschaffung künstlicher Intelligenz durch den Menschen. Doch ist und bleibt dieses Buch höchst originell in seinen ungewöhnlichen Gedankenverbindungen zwischen Bachs kontrapunktischem Werk, Eschers graphischen Vexierbildern und mathematischen Gesetzmäßigkeiten. Eine Fünf-Sterne-Empfehlung noch mindestens für die nächsten hundert Jahre!
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Markstein!, 6. Juni 2003
Mitte der 70er Jahre arbeitete D.R. Hofstadter in mehreren K.I. Projekten an Definitionen und Begriffen der KI aus technischer Sicht. Daraus entstanden Ende der 70er und Anfang der 80er Jahre (7 Jahre später auch im Deutschen) mehrere brillante Bücher zum Thema von Intelligenz, Geist und Seele im Grenzbereich von Philosophie und Informatik.
Sein erstes und wohl bekanntestes und hochdekoriertes Buch "Gödel, Escher, Bach" (1979 in USA erschienen) war ein Markstein für die K.I, trug es doch ihre damaligen anspruchsvollen Ideen in eine breite Öffentlichkeit, und nicht wenige bekannte Vertreter ihrer Zunft wie Marvin Minsky schrieben: "Hofstadter ist einer von dem man in 50 Jahren sagen wird: Er war auf dem richtigen Weg."
In den folgenden Jahren erlebte die K.I, getragen von diesem breiten öffentlichen Interesse, einen sagenhaften Boom, der sich jedoch mehr und mehr als ein Hype herausstellte: Die Ansätze erwiesen sich in ihrer technischen Umsetzung als nicht greifbar/implementierbar und brachten nur spärliche Ergebnisse. Man erkannte dessen Grundproblem: die Definition von Intelligenz und Bewusstsein als nicht geklärt an um ihre technische Realisierung 'nur' auf die Verknüpfung von klassischen Paradoxien, Möglichkeiten der menschlichen Sprache und mathematischen Systemen in einer unendlichen "Spiegelung/Rekursion ihrer selbst" zurückzuführen.
Ein viertel Jahrhundert später ist "Gödel, Escher, Bach" vor diesem Hintergrund Geschichte, wenn auch seine Ideen/Fragen nichts von ihrer ungeheuren intellektuellen Anziehungskraft eingebüsst haben. Um es einfach auszudrücken: wir warten heute auf und suchen nach einer sinnvollen evolutionsbiologischen Erklärung von Intelligenz und Bewusstsein, welche noch völlig ungeklärt ist, um es in unseren Labors mit evolutionären Algorithmen zu simulieren oder zu überprüfen.
Meine Meinung: Ich habe dem Buch ‚nur' vier Sterne gegeben, obwohl ich es selbst vor mehr als 15 Jahren als junger Student geradezu verschlang, ist es heute eine wenig überholt. Nichtsdestoweniger gibt das Buch auch heute noch eine grandiose Fülle von Ideen und Anregungen über das menschliche philosophische Selbstverständnis nachzudenken!
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31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend und tiefgehend, 28. Oktober 2005
Dieses Buch hat völlig zu Recht den Pulitzerpreis bekommen. Man muss auch kein Mathematiker sein um es zu lesen - alles, was Sie brauchen ist ein offener Verstand und viel, viel Zeit. Was Sie dann serviert bekommen ist eine tour de force in angewandtem Denken.
Zentrum des Buches bildet die Entwicklung der formalen Logik im 20.Jh, konzentriert auf die Ergebnisse von Kurt Gödel. Hofstädter versteift sich aber nicht auf trockene Beschreibungen (wie manch anderes Buch), sondern schafft es, anhand vieler Analogien und Denkbeispielen das Interesse des Lesers zu entfachen. So findet man sich plötzlich in einem Geflecht von Zusammenhängen, das sich von Logik über bildende Kunst, Kompositionstechnik, Zen, bis hin zu Informationstechnologie, Codierung von Gensequenzen, künstlicher Intelligenz und vielem mehr spannt. Immer amüsant sind dabei die Dialoge (und Trialoge ;-) ) zwischen Herrn Schildkröte, Archilles und Herrn Krebs, drei Archetypen, die auf verschiedenen Informationsebenen denken und immer wieder versuchen herauszufinden, was die Welt im Innersten zusammenhält.
Faszinierend und tiefgehend. Sehr zu empfehlen.
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Absolut empfehlenswert, aber nicht perfekt, 18. August 2009
Von 
C. Redl (Wien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Bevor ich das Buch gekauft habe, habe ich hier auf Amazon die Möglichkeit genutzt, ein bisschen hineinzulesen. Das hat mich eher skeptisch gemacht, und ich hätte schon fast die Finger davon gelassen. Das Buch beginnt nämlich mit einer Erzählung eines Königs, verflochten mit Fachdiskussionen rund um die Musik von Bach. Ich muss gestehen, dass ich weder geschichtlich noch musikalisch besonders interessiert bin.

Nach all den positiven Kommentaren hier habe ich es aber doch gekauft, und kann es jetzt absolut weiterempfehlen. Leider endet die Amazon-Vorschau genau an der Stelle, wo der eigentliche Inhalt des Buches beginnt. Nach der Einleitung wird es nämlich ein sehr mathematisch geschriebenes Buch. Bach und Escher kommen zwar zwischendurch immer wieder mal vor, aber immer nur am Rande, und nicht in einer monotonen Art und Weise, bei der ewig lang über Kunst fachgesimpelt wird. Sogar ich, der wenig in Kunst interessiert ist, erkennt die Schönheit und den mathematischen Bezug in Escher's Werken. Manche kritisieren den mathematischen Schwerpunkt des Buches, aber wer sich genau dafür interessiert, hat mit dem Buch sicher viel Freude. Ein bisschen Vorwissen über formale Systeme (oder zumindest über mathematische Schreibweisen) würde ich aber dringend empfehlen, da es sonst an manchen Stellen sicher schwer zu lesen ist. Auch die Beschreibungen von Computersystemen sind, obwohl sie sehr detailliert sind, für einen vollkommen Fachfremden wohl schwer zu verstehen.

Gödel's Theorem wird nicht in einem Zug von A bis Z erklärt, sondern es wird über das ganze Buch verteilt schrittweise nähergebracht. Dazwischen kommen immer wieder Ausflüge in andere Disziplinen (Biochemie, Zen-Buddhismus, Neurologie, Kunst, Musik, Informatik, etc.), die in irgendeinem Zusammenhang mit dem mathematischen Hintergrund stehen. Meistens betrifft es Rekursionen, Selbstähnlichkeit, Reproduzierbarkeit und dergleichen. Trotzdem ist das Buch keinesfalls reines philosophisches Geplaudere. An den entsprechenden Stellen kommen schon auch handfeste Formeln und Terme vor. Die Unvollständigkeitssätze werden zwar vorsichtig und langsam näher gebracht, trotzdem erklärt sie das Buch präzise und formal korrekt, und nicht bloß "irgendwie".

Ein bisschen Kritik muss ich aber anbringen: Teilweise ist das Buch schon sehr langatmig geschrieben. Man langweilt sich dann eher, bis endlich ein endlos langer Abschnitt aus ist, und mit dem Beginn des nächsten wieder Spannung entsteht. Vor allem betrifft das die Geschichten von Achilles und Herrn Schildkröte. Um es kurz zu sagen: Manchmal ist das Buch ZU detailliert.

Auch zum Teil über das Gehirn und Denkprozesse muss ich Kritik anbringen. Für meinen Geschmack lässt sich hier der Autor auf zu viele Spekulationen ein. Das Buch stammt zwar noch aus einer Zeit, als man weitaus weniger über das Gehirn wusste als heute, und viele der Prozesse kann man auch heute noch nicht erklären, das entschuldigt aber nicht die vielen Mutmaßungen, die hier in den Raum gestellt werden. Viele davon stellt der Autor im Laufe der beiden betroffenen Kapitel schon fast als Tatsachen hin, was dem Buch an dieser Stelle einen Touch von Esoterik gibt. Wenn man gewisse Dinge noch nicht versteht, dann sollte man auch nicht darüber schreiben bzw. deutlicher machen, dass es Spekulationen sind. In Anbetracht der sonst sehr guten Sachlichkeit und Wissenschaftlichkeit, finde ich diese Abschnitte misslungen.

Gegen Ende des Buches - etwa die letzten 150 Seiten - wurde es für mich zunehmend langweiliger. Dann sind nämlich die "hard facts" bezüglich Gödel's Theorem erklärt, und der Autor beginnt mit einer Beschreibung der KI-Forschung. So interessant sich das vielleicht anhört, finde ich, dass er sich auf zu viele Spekulationen einlässt. Man merkt auch an der zunehmenden Anzahl von rethorischen Fragen und Zitaten, dass hier noch vieles in der Schwebe ist (damals als das Buch geschrieben wurde, und auch heute noch). Mich interessieren solche philosophischen Monologe zwar grundsätzlich, er schweift für meinen Geschmack aber viel zu sehr aus und findet kaum zu einem Ende. Dadurch geht der interessante Grundgedanke immer mehr unter.

Die Übersetzung ist ganz gut gelungen (allerdings noch in der alten Rechtrechreibung). Einige Fachbegriffe wurden aber leider sinnentstellend oder falsch übersetzt.

Um es zusammenzufassen: Das Buch ist sehr gut und empfehlenswert. Wäre es 200 Seiten kürzer, dann wäre es perfekt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ausgezeichnete Darstellung von Gödels Satz, 24. Oktober 2003
Der Autor gibt eine wirklich hervorragende und auch für mathematische Laien wahrscheinlich noch einigermaßen verständliche Darstellung von Gödels Unvollständigkeitssatz. Das ist besonders verdienstvoll, weil gerade dieser Satz in populärwissenschaftlichen (und auch philosophischen) Abhandlungen oft schreckliche Misshandlungen über sich ergehen lassen muss. Eine beliebte Verzerrung ist z.B. die absurde Behauptung, nach Gödel gebe es wahre mathematische Aussagen, die sich prinzipiell nicht beweisen ließen (und woher wissen wir dann eigentlich, dass sie wahr sind?).
Von dem restlichen Material in GEB fand ich vieles weniger interessant und überzeugend.
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25 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vergnügliche Gehirnakrobatik, 15. Mai 2002
Von Ein Kunde
Wer dieses Buch (bis zum Ende) gelesen hat, sieht die Welt mit anderen Augen. Hofstadter 'zwingt' den Leser geradezu dazu jedes angesprochene Problem aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten und in scheinbar Gegensätzlichem noch Gemeinsamkeiten zu entdecken.
Zugegeben, das von Hofstadter angeführte MUI-System ist für einen Nicht-Mathematiker (wie mich) sicherlich nicht leicht zu verstehen. Dieses 'Zahlensystem' wird dem Leser Schritt für Schritt in mehreren,über das ganze Buch verteilte Kapitel nahegebracht. Wer sich die Zeit nicht nehmen kann (oder will) und diese Kapitel nur überfliegt verliert schnell die Übersicht und damit die Lust an diesem Buch. Wer jedoch Spass an Denksportaufgaben hat, die Welt gerne mal aus einer anderen Perspektive sehen möchte und sich auf mehreren Denkpfaden einer Problemlösung nähern will, für den ist dieses Buch genau das Richtige.
Dieses Buch ist Bewusstseinserweiterung in reinster Form, weil es den Geist aus seinen eingeschränkten Denkmustern befreit und die Wahrnehmung sensibilisiert.
Dieses Buch wird immer einen besonderen Platz in meinem Bücherregal einnehmen und ich werde dieses Buch sicherlich auch noch ein viertes und fünftes Mal lesen. Danke, D.Hofstadter, für dieses Meisterwerk
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Theorie für Alles, 15. Januar 2004
Von 
Torsten Mueller (Ratingen, NRW Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Gödel,Escher,Bach ist eine umfassende und dabei auch noch detailreiche Einleitung in die mathematische Logik und Philosophie. Der Inhalt ist mit einigen Bemühungen verständlich; Gundkenntnisse in klassischer Aussagenlogik und Numerik könen jedoch nicht schaden. Das Buch bestätigt die von vielen Philosophen und Physikern vermutete (wenngleich auch durch die New-Age-Bewegung in Veruf geratene) These daß "alles irgendwie zusammenhängt". Der Autor führt den Leser dabei auf Pfade denen man analytisch nichts entgegensetzen kann, jedoch intuitiv wiedersprechen möchte. Die durchaus bekannten Erkenntnisse der Systemtheorie sind dabei hübsch angeführt. Dabei stellt sich immer mehr heraus was die von vielen Menschen zu Unrecht verschmähte Mathematik vor Allem ist : eine Exploration in die Grenzen des menschlichen Denkenvermögens.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wissenschaftliche Unterweisung, 25. September 2004
Von 
Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Das Buch ist erstmals 1986 erschienen und stellt unter Informatikern so etwas wie eine Bibel dar. Der Autor Douglas Hofstadter hatte schon vorher durch seine mathematische Kolumne in der Fachzeitschrift Spektrum der Wissenschaft einen achtbaren Bekanntheitsgrad erreicht.
Anhand mehrerer geistiger Größen auf unterschiedlichen Gebieten, wie dem Mathematiker Gödel, dem Maler Escher und dem Komponisten Bach zeigt der Autor das Streben der Menschheit festzustellen, ob diese Welt determiniert ist oder nicht. Zu diesem Zweck nutzt er die Selbstbezüglichkeit in Musik, Bild, Sprache gleich einer Art Stimmgabel und prüft an ihr die Wirklichkeit/Stimmigkeit der Welt.
Gleich einem Studiengang baut der Autor sein Werk sorgsam zusammen. Anfangs wird der Leser mit dem Problem anhand zahlreicher Beispiele konfrontiert. Danach werden die Werkzeuge, erst einfache, dann immer raffiniertere vorgestellt. Das Verständnis/Geschick des Lesers wird so nach und nach aufgebaut. Am Ende steht so etwas wie eine Seziermaschine für diese Welt.
Das Werk ist spannend und abwechslungsreich gestaltet. Es gibt reichlich Beispiele und Erklärungen und wo diese nicht das rechte Werkzeug sind, ersetzt er sie durch lehrreiche Dialoge zweier fiktiver Figuren. Abstrakte und verwinkelte Textpassagen werden durch schwarzweiß Abbildungen und hilfreichem Untertext abgestützt und helfen so dem Leser über so manche Klippe. Neben einem ausreichend großen Inhaltsverzeichnis am Anfang enthält das Buch am Ende Anmerkungen mit den Fußnoten, ein Verzeichnis der Abbildungen, Quellennachweise, eine Bibliographie und ein umfangreiches Register. Das Werk sollte (auch heute noch) Pflichtlektüre für alle Studenten im ersten Semester sein.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine kreative Darstellung der Grenzen der Logik, 4. Dezember 2013
Von 
Raumzeitreisender (Lummerland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer sich für Paradoxien und damit letztlich für Widersprüche in unseren Denkstrukturen interessiert, ist mit diesem Buch bestens bedient. "Gödel, Escher, Bach" ist ein Klassiker auf dem Gebiet selbstbezüglicher Systeme ("Seltsame Schleifen") im Grenzbereich zwischen Endlichem und Unendlichem.

Autor Douglas R. Hofstadter betrachtet das Thema aus drei Perspektiven. Seine kreative Arbeit besteht darin, Parallelen zwischen Johann Sebastian Bachs Musik, Maurits Cornelis Eschers Grafiken und Kurt Gödels Mathematik aufzuzeigen.

Bei Bach ist es der "Endlos Reduplizierte Canon" aus dem "Musikalischen Opfer", der Hofstadters Aufmerksamkeit erregt, bei Escher sind es die endlos steigenden oder fallenden Treppen in der Grafik "Treppauf, Treppab" und bei Gödel die Idee, mathematisches Denken zur Erforschung des mathematischen Denkens selbst zu verwenden. In all diesen Fällen hat man es mit Selbstbezug bzw. Schleifen zu tun.

Gödels Unvollständigkeitssatz (Inhalt und Beweis) bilden den Kern von Hofstadters Betrachtungen. Um sich diesem Thema nähern zu können, ist das Verständnis formaler logischer Systeme zwingend erforderlich. Diese Grundlagen machen einen wesentlichen Teil des Buches aus.

Um das Werk verstehen zu können, sind laut Beschreibung keine Vorkenntnisse erforderlich, dennoch würde ich es nur Lesern empfehlen, die ein überdurchschnittlich großes Interesse an mathematischen Problemstellungen haben. Für andere Leser gibt es einfacher strukturierte Bücher wie z.B. "Die Scheinwelt des Paradoxons" von Patrick Hughes und George Brecht.

In einer Rezension kann man nur einen minimalen Eindruck von diesem großartigen Werk vermitteln. Es ist, auch wenn es in einigen Bereichen (Hirnforschung, Informatik) nicht mehr dem aktuellen Stand entspricht, ein bedeutendes Grundlagenwerk, auf das sich zahlreiche Autoren beziehen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessante Darstellungsform, 19. August 2013
Von 
karin1910 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Laut Klappentext soll es sich bei diesem - im Original bereits 1979 erschienenen - Werk um ein "Kultbuch" handeln, bei dem "der heroische Versuch unternommen wurde, Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften gemeinsam auf Forschungsreise zu schicken".
Derartige Lobeshymnen sind zwar etwas übertrieben, man kann ihnen aber doch insofern zustimmen als es sich hier tatsächlich um eine ungewöhnliche und sehr engagierte Art handelt, wissenschaftliche Inhalte zu vermitteln. So werden beispielsweise immer wieder fiktive Dialoge eingeschoben, in denen (von Zenos berühmten Paradoxon inspiriert) Achilles und die Schildkröte sowie einige andere Figuren auftreten, und die dazu dienen, manche Inhalte sozusagen auf eine andere Ebene zu heben, Verbindungen herzustellen oder auch durch absurde oder paradoxe Handlungen zu unterhalten.

Auch sonst merkt man, dass hinter diesem Buch viel Mühe steckt, es wirkt von vorne bis hinten perfekt "durchkomponiert".
Doch auch vom Leser wird eine gewisse Mühe verlangt, dies ist sicher nichts, was man flott nebenbei lesen kann. Es ist einige Konzentration erforderlich, um allen Gedankengängen zu folgen und die diversen Anspielungen zu erkennen, wobei es wahrscheinlich kaum möglich ist, schon beim ersten Lesen alle Zusammenhänge zu erfassen.
Diese Mühe lohnt sich aber auch, da man hier doch eine Reihe spannender Einblicke erhält. So gibt es etwa eine relativ tiefschürfende und doch allgemein verständliche Diskussion von Gödels Unvollständigkeitssatz oder interessante Überlegungen zur Funktionsweise des Gehirns und zum Wesen des Bewusstseins - auch wenn diese teilweise durch neuere Forschungsergebnisse widerlegt worden sein dürften.

Allerdings sind auch einige negative Punkte zu vermerken: Der Autor selbst beklagt sich in einem anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums verfassten Vorwort darüber, dass es sogar begeisterten Lesern seines Buches schwer falle, dessen eigentliches Anliegen auf den Punkt zu bringen. Meiner Meinung nach ist dies absolut verständlich - neigt er doch zu sehr dazu, sich in irgendwelchen Randthemen zu verlieren und abzuschweifen. So kommt er immer wieder vom Hundertsten ins Tausendste, vieles davon ist nicht einmal uninteressant, doch es macht es beinahe unmöglich, den roten Faden im Blick zu behalten, erst recht, da dieses Werk doch mit sehr vielen und vielschichtigen Inhalten überladen ist.
Etwas weniger wäre hier also tatsächlich mehr gewesen.
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Gödel, Escher, Bach - ein Endloses Geflochtenes Band
Gödel, Escher, Bach - ein Endloses Geflochtenes Band von Douglas R Hofstadter (Gebundene Ausgabe - 13. Dezember 2013)
EUR 35,00
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