Kundenrezensionen


14 Rezensionen
5 Sterne:
 (3)
4 Sterne:
 (2)
3 Sterne:    (0)
2 Sterne:
 (6)
1 Sterne:
 (3)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen zur Kulturgeschichte
„Wie hat die Wissenschaft der griechischen Antike überdauert und auf welchem Weg gelangte sie nach Westeuropa?“ (fast 1000 Jahre später), das ist die Kernfrage, der sich John Freely in seinem Buch nachhaltig zuwendet, wenn er dies auch weitgehend nicht in flüssig zu lesender Sprache vollzieht.

Ein Weg der Kultur des Denkens und der...
Veröffentlicht am 21. August 2012 von M. Lehmann-Pape

versus
37 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Leider enttäuschend
Mehr Beschreibung als Erklärung.
Es besteht aus einer müden Aneinanderreihung in dem Stil: "Er war der Schüler von xy und hat 3 Bücher mit Namen "so und so" geschrieben. Dann kam der Schüler von xy und er hat 2 Abhandlungen geschrieben mit den Titeln "x" und "y"."
Die Grundlagen der griechischen antiken Wissenschaft werden...
Veröffentlicht am 27. Juni 2012 von R. Wenzl


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

37 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Leider enttäuschend, 27. Juni 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: Platon in Bagdad: Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam (Gebundene Ausgabe)
Mehr Beschreibung als Erklärung.
Es besteht aus einer müden Aneinanderreihung in dem Stil: "Er war der Schüler von xy und hat 3 Bücher mit Namen "so und so" geschrieben. Dann kam der Schüler von xy und er hat 2 Abhandlungen geschrieben mit den Titeln "x" und "y"."
Die Grundlagen der griechischen antiken Wissenschaft werden überwiegend in bezug auf naturwissenschaftliche Aspekte erläutert.
Wichtige Beiträge (die ja im folgenden von Europäern diskutiert wurden) von Philosophen wie Aristoteles und Platon werden nur oberflächlich behandelt.
Für mich leider ein sehr enttäuschendes Buch. Wenn sie das Buch kaufen wollen-lesen Sie vorher ein paar Seiten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Vorgetäuschte Wissenschaftsgeschichte, 4. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Platon in Bagdad: Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam (Gebundene Ausgabe)
Dem Vorrezensenten R. Wenzl (siehe "Leider enttäuschend") ist zuzustimmen, wenn er eine Täuschung konstatiert. Hier wird Wissenschaftsgeschichte angekündigt, aber leider nicht eingelöst. Der Autor John Freely ist zwar gebürtiger US-Amerikaner, Physiker und Wissenschaftshistoriker, leider vermisst man bei seiner Herangehensweise wie auch bei seinem Schreibstil sowohl den typisch angelsächsischen Approach, Überblicksdarstellungen in den großen Zusammenhangslinien zu bieten und anschließend zu reflektieren, als auch überhaupt irgendein (natur-)wissenschaftliches Hinterfragen des Warum.

Daher erfährt der Leser leider so gut wie nichts über die möglichen Antworten auf die Schlüsselfrage, warum die islamische Welt nicht nur ihren Wissenschaftsvorsprung vor Europa eingebüßt hat, sondern wissenschaftliches Arbeiten mehr oder minder komplett zum Erliegen gekommen ist, nachdem diverse Wissenschaften einige Jahrhundert lang in diesem Teil der Welt floriert hatten.

Kurz eingeschoben seien hier Hinweise auf Bücher, die sich mit dieser Frage eingehender beschäftigen: "Im Haus der Weisheit" von Jim Al-Khalili und ganz besonders "Versiegelte Zeit" von Dan Diner.

John Freely hingegen stellt so gut wie keine Fragen, gibt entsprechend keine Antworten und stellt auch keine Beziehungen und Zusammenhänge her. Was hier über 330 Seiten (ohne Anhänge) geboten wird, ist so etwas wie ein Ausstellungskatalog. Zu einigen wenigen Graphiken, Karten und Illustrationen werden im Anhang Zitatnachweise, Bildnachweis, Verzeichnis der Quellen und Literatur sowie ein Register geboten. Leider ist der Rest des Buches nicht auch in Tabellenform gehalten, dann könnte man wenigstens den tatsächlichen Informationsgehalt besser nutzen. Denn im Fließtext enthalten sind eigentlich auch nur Auflistungen und persönliche Anekdoten.

Beispeilhaft zitiert sei ein (Schlüssel-)Absatz auf den Seiten 309 und folgende:
"Eines der wichtigsten Nachschlagewerke in meinem Kurs der Wissenschaftsgeschichte ist ein enzyklopädisches Werk, das Boris A. Rosenfeld und Ekmeleddin Ihsanoglu im Jahr 2003 in Istanbul veröffentlichten. Es trägt den Titel Mathematicians, Astronomers and Other Scholars of Islamic Civilisations and Their Works (7th-14th Centuries) - Mathematiker, Astronomen und andere Gelehrte islamischer Kulturen und ihre Werke (7.-14. Jahrhundert). Allgemein unter der Abkürzung MASI bekannt, bietet dieses Werk einen Überblick über 1711 Wissenschaftler, deren Manuskripte gemeinsam mit 1376 Werken unbekannter Verfasser in Bibliotheken in 50 Ländern aufbewahrt werden. Die Mehrzahl der Handschriften ist auf Arabisch verfasst, dazu einige auf Persisch, Syrisch, Sanskrit, Tadschikisch, Urdu, Alttürkisch, Tatarisch, Usbekisch und in anderen asiatischen Sprachen. Das MASI verzeichnet sie unter folgenden Themen: Mathematik, Astronomie, Mechanik, Physik, Musik, mathematische Geographie, beschreibende Geographie, Chemie und Alchemie, Mineralogie, Meteorologie, Zoologie, Botanik, Philosophie und Theologie, Literatur und Sprachwissenschaft sowie Mystik. 29 der Bibliotheken, wo die im MASI aufgeführten Manuskripte aufbewahrt sind, befinden sich im Irak, 27 im Iran, 25 in der Türkei, 15 in Indien, 10 in Ägypten, 9 in Afghanistan, 8 jeweils in Marokko und Russland, 6 jeweils im Libanon, in Spanien, und Syrien, 5 jeweils in Pakistan, Usbekistan und im Jemen, 4 jeweils in Tadschikistan und in der Ukraine, 2 jeweils in Algerien, Aserbaidschan, Bosnien-Herzegowina, Portugal, Saudi-Arabien, Tunesien, und jeweils 1 in Armenien, Bangladesch, Bulgarien, Georgien, Indonesien, Kasachstan, Libyen, Nigeria, Katar und Turkmenistan, um nur die Länder zu nennen, wo einst Zentren der islamischen Wissenschaften waren."

Das vorhergehende umfangreiche Zitat wurde ausgewählt, weil es zum Einen den allgemeinen Stil des Buches typisch wiedergibt und zum Anderen, weil mich ebenfalls der Verdacht beschlichen hat, dass John Freely mit dem vorliegenden Buch mehr oder weniger ein "MASI light" vorgelegt hat. (Auf die Funktion des MASI sowie auf die von John Freely auch eingestandenen fehlenden Sprachkenntnisse hat der Rezensent "Geschichtspauker" bereits zu Recht hingewiesen.) Wer sich für ein oberflächliches "MASI light" interessiert, wird möglicherweise bedient. Allen anderen, insbesondere den wachen Geistern, die "verstehen" (also Kausalzusammenhänge erfahren und Argumente gegeneinander abwägen) wollen, ist von "Plato in Bagdad" dringend abzuraten und auf Al-Khalili und Diner zu verweisen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wichtiges Thema schlecht angegangen, 15. September 2013
Der Nahe Osten und der Fortschritt, so mancher Stammtisch hat sich schon darüber mockiert. Aber es sind nicht nur wir Westler die ein falsches Bild von der islamischen Hochphase haben in der Wissen wiederentdeckt und bewahrt und, das ist auch wichtig, weiterentwickelt wurde, bis es schließlich nach langer Zeit wieder ins christliche Europa fand.
Diese Hochphase des Islams war geprägt von Offenheit und Toleranz. Es gab islamische, christliche, heidnische und sogar atheistische PHilosophen und Wissenschaftler die sich austauschten. Anders als so mancher rückwärtsgewandte Islamist glaubt waren Toleranz und Offenheit die Stärken der islamischen Welt jener Zeit.
Freely versucht nun den Weg jenes Wissens aus der Antike über die islamische Welt bis hinein in den Beginn der Renaissance zu zeichnen.
Doch er scheitert leider bei dem Versuch. Er listet Orte, Namen und Daten auf und man hat das Gefühl das er lieber auf Masse als auf Klasse setzt. Nur vereinzelt schildert er umfangreicher einige Gestalten wie Thabit ibn Quarra, Isaac Newton oder Copernikus.
Der Versuch die Philosophie- und Wissenschaftsgeschichte rund ums Mittelmeer in ein Buch zu pressen ist edel, aber er scheitert kläglich. Mann kann einzelnen Theorien/Themen schlicht nicht folgen und es bleibt nach dem Abschluss des Buches eine große Lehre, die einem das tragische Gefühl gibt, dass da sehr viel Wissen ist das sich anzueigenen in jedem Fall lohnt, aber man wie vor einer Wand steht und nicht zu diesem Wissen vorstoßen kann. Ein Lexikon im Bezug aufs Thema wäre wahrscheinlich sinnvoller und hilfreicher gewesen, als ein als Fleißtext geschriebenes Sachbuch.

Anmerkung: Meine Kritik bezieht sich auf das englische Orginal, zur deutschen Übersetzung kann ich nichts sagen.

+Guter chronologisch und geographisch gegliederter Aufbau
+Index, man findet also die Einträge zu bestimmten Themen

-Überladen
-trockener Stil
-Nicht mehr als ein grober Überblick oder ein Führer zum weiteren Studium des Themas, mithilfe der Quellen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen zur Kulturgeschichte, 21. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Platon in Bagdad: Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam (Gebundene Ausgabe)
„Wie hat die Wissenschaft der griechischen Antike überdauert und auf welchem Weg gelangte sie nach Westeuropa?“ (fast 1000 Jahre später), das ist die Kernfrage, der sich John Freely in seinem Buch nachhaltig zuwendet, wenn er dies auch weitgehend nicht in flüssig zu lesender Sprache vollzieht.

Ein Weg der Kultur des Denkens und der Wissenschaft, der von Athen nach Alexandria, nach Rom und Konstantinopel bis hin zum nestorianischen Gondischapur. Wo das Wissen noch lange nicht halt macht, sondern über das abbasidische Bagdad, das fatimidische Kairo, Damaskus, das muslimische Cordoba und das normannische Palermo eben zurück nach Europa führt.
Ein Weg, den Freely detailliert nachvollzieht und es dabei nicht versäumt, wesentliche Erkenntnisse und deren Wirkgeschichte aufzuzeigen. So entsteht vor den Augen des Lesers eine umfassende und für die breite Leserschaft gedachte Gesamtdarstellung der Wissenschaftsgeschichte.

Freely gelingt es, die nahtlose Geschichte des Wissens und der Kultur des Wissens überhaupt fundiert nach zu erzählen und stellt intensive Zusammenhänge dabei her, die deutlich aufzeigen, wie die „wissende“ Welt eben „eine Welt“ letztlich ist. Zwar in verschiedenen Entwicklungsstadien (vieles wurde auch getilgt und vergessen an einstigen „Hochburgen des Wissens“), dennoch aber löst sich in der Geschichte der Wissenswanderschaft und Weiterentwicklung das (auch und gerade machtpolitisch-religiös motivierte) Unterteilen in Polaritäten und Gegensätzen („Orient und Okzident“) in guter Weise auf. Wobei Freely durchaus Wert auf ein solides „Fundament“ legt und daher die Anfänge der Wissenschaft in der griechischen Antike breit und fundiert zunächst darstellt.

Dass Trennungen, weltlich gebaute Gegensätze, destruktive Machtrivalitäten letztlich immer Rückschritte für das Wissen der Menschen bedeuten, dass Wissen auch verloren gehen kann und Formen dann wieder eher undifferenzierter Gesellschaftsformen ihren Platz einnehmen, auch dies stellt Freely überzeugend, wenn auch manches Mal zu kleinteilig, dar, wie er überhaupt in der Form auch mit manchen Abbildungen dem Leser auch komplexe Vorgänge durchaus verständlich nahe bringt. So versteht man bei der Lektüre mehr und mehr, dass sich der Orient lange Zeit im philosophischen Denken an Griechenland orientiert hat und eben nicht an fundamentalen, muslimischen Doktrin, ebenso, wie das kaiserliche Rom die Philosophie pflegte und weiter entwickelte und erst später das „dunkle Mittelalter“ über Europa kam als Folge katholischen Machtanspruches und „Verteufelung“ von „Wissen“.

Seite für Seite spürt man dem Buch die Leidenschaft Freelys für sein Thema ab und darf sich als Leser durchaus daran freuen, dass Freely komplexe Zusammenhänge und Erkenntnisse der Wissenschaft in verständlicher Sprache mitzuteilen versteht. Wenn auch die Fülle von Informationen und das Thema an sich ein konzentriertes Lesen notwendig machen und das Buch eher als trockener „Wissensstoff“ denn als „Unterhaltungslektüre“ zu verstehen ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Interessant , aber anspruchsvoll, 18. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Platon in Bagdad: Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam (Gebundene Ausgabe)
Vom Thema her für mich sehr interessant, die Bezüge zur Antike sind sehr präzise und fordern viel Allgemeinwissen. Ich kämpfe mich durch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Das beste dass Ich je gelesen habe, 25. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Platon in Bagdad: Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam (Gebundene Ausgabe)
Platon in Baghdad
Ganz einfach, das beste dass Ich je gelesen habe. Dies in allen belangen und mit viele Überraschungen. Wie modern die Antike war. Schade dass die Toten nicht sprechen können, man könnte sehr viel von Ihnen lernen und leider geht vieles vergessen. Danke John Freely.
Ein Buch zum empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2.0 von 5 Sternen So gut gewählt der deutsche Titel, so unspannend das Buch, 30. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Platon in Bagdad: Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam (Gebundene Ausgabe)
Hätte ich doch die kritischen Rezensionen vorher gelesen ...
Eine Aneinanderreihung hunderter Philosophennamen mit kurzen Anmerkungen zu ihrem Wirken so anregend wie ein Philiosophenlexikon. Der Autor mutet den Lesern zu sich anzusehen, wie er seine Karteikarten geordnet, Ornung in die überquellende Vielfalt gebracht hat. Doch eine eigene Geschichte beginnt nie.
Und wer hat sich ausgedacht, die Menschheit in Christen und "Heiden' einzuteilen. Etwa Herr Freely selbst oder war es ein Tropf von Übersetzer. Zeit für die Aufklärung!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Chance vertan!, 30. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Platon in Bagdad: Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam (Gebundene Ausgabe)
Freely unternimmt in seinem Buch den mehr als anspruchsvollen Versuch, den Weg des europäischen naturwissenschaftlichen Wissens von seinen Ursprüngen im antiken Griechenland bis zur Wissensrevolution der frühen Neuzeit zu verfolgen und dabei insbesondere den bedeutenden arabischen Anteil an der Vermittlung antiken Wissens zu beleuchten. Naturgemäß muss eine solche Betrachtung viele Leerstellen aufweisen, da der Wissenstransfer und die gegenseitigen Abhängigkeiten der einzelnen Autoren oft nicht genau zu bestimmen sind. Leider unternimmt der Autor aber über weite Strecken nicht einmal den Versuch, sich dem Problem von Akkulturation, Kulturtransfer und ihren Grenzen auch nur zu nähern, und dies hängt sicherlich mit der gewählten Zugriffsweise zusammen: Wie von anderen Rezensenten bereits bemängelt ergeht sich der Autor über weite Strecken in einer zusammenhanglosen Aneinanderreihung von Wissenschaftlerkurzbiographien, die alle nach einem auf die Dauer ermüdenden Schema aufgebaut sind. Die Darstellung wirkt bereits wegen ihrer Gedrängtheit wenig anschaulich und bleibt zumeist unvernetzt. Gern hätte man beispielsweise als Leser mehr von den innerislamischen Auseinandersetzungen bei der Aristotelesrezeption erfahren, die in ihrem Streit um das Verhältnis zwischen Religion und Wissenschaft den vielbeklagten Absturz der islamischen Wissenschaft seit der Renaissance vorwegzunehmen scheint, aber für eine solch differenzierte Auseinandersetzung fehlte dem Autor anscheinend der Atem. Eine Ausnahme hiervon bilden interessanterweise die Anfangskapitel über die Geburt der Naturwissenschaften im antiken Griechenland, die deutlich anschaulicher und informativer sind als der restliche Teil. Woran dies liegen könnte, deutet der Autor selbst im 16. Kapitel an: Mangels Sprachkenntnissen waren er selbst und seine Studenten überwiegend auf lexikalische Abrisse aus dem MASI angewiesen, und dies merkt man der Darstellung denn auch deutlich an. Das Buch hinterlässt beim leser somit einen etwas zwiespältigen Eindruck: Man gewinnt sehr wohl einen Eindruck von der Vielfältigkeit islamischer Einflüsse auf die europäischen Wissenschaften, allerdings bleibt dies überwiegend auf der Ebene von faktenhuberisch dargebrachten Bröckchenwissens.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Spannendes Thema langweilig dargestellt, 4. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Platon in Bagdad: Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam (Gebundene Ausgabe)
Ich habe mich spontan zum Kauf dieses Buches entschieden, da es ja ansich ein sehr spannendes Thema ist. Die ersten Kapitel sind noch am besten geschrieben, es werden einige Erfindungen erklaert und auch mit Zeichnungen illustriert. nach und nach geht der Autor dann dazu ueber, nur noch Fakten aneinander zu reihen nach dem Motto: "X schrieb dieses Buch. Dann kam Y und schrieb jenes Buch". Das ist extrem langweilig und natuerlich kann man sich die vielen Namen nicht merken. Die historischen Zusammenhaenge und Hintergruende werden leider stark vernachlaessigt.
Ich kann das Buch daher nicht empfehlen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr aufschlussreich, 14. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Platon in Bagdad: Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam (Gebundene Ausgabe)
Wer 'Allahs Sonne über dem Abendland' von Sigrid Hunke gelesen hat, weiß das Buch von Freely erst recht zu schätzen. Werden hier doch die Wege des Transfers antiken griechischen Wissens in die arabische und persische Welt im Einzelnen beschrieben. In den ersten Kapiteln wird die Entwicklung der griechischen Wissenschaften in der Antike in Verbindung mit den universitären Einrichtungen und Schulen und deren Schicksal sehr anschaulich dargestellt. Dem entsprechen die letzten Kapitel, die dem Transfer und der Weiterentwicklung der Wissenschaften noch vor Ende des Mittelalters nach Europa ('Abendland') gewidmet sind.
1000 nach Christo hätte wohl niemand erwartet, dass das Abendland den Orient in den Disziplinen Wissenschaften und Technik überholen würde. Warum es anders kam, dazu gibt Frau Hunke einige wenige Hinweise. Freely fügt dem noch ein weiteres und sicherlich sehr schwerwiegendes Argument hinzu. Insgesamt ein sehr bedeutsames Thema für uns Europäer und hierzu eine Darstellung, die spannend zu lesen ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Platon in Bagdad: Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam
Platon in Bagdad: Wie das Wissen der Antike zurück nach Europa kam von John Freely (Gebundene Ausgabe - 19. November 2013)
EUR 24,95
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen