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Ralph Bollmann, ehemaliger Parlamentskorrespondent der Tageszeitung, versucht sich in seinem neuen Buch als Porträtist der Kanzlerin Angela Merkel. Er, der langjährige Beobachter der Kanzlerin, meint, dass sie die Deutschen einfach nur für "plemm plemm" hält.

Eine hysterische, verwöhnte und geschichtsvergessene Nation seinen wir geworden und da sowieso niemand weiß, in welche Richtung es gehen soll, übernimmt sie die Entscheidung. Sie war für den Bundeswehreinsatz im Irak, gegen den Einsatz in Libyen und für eine enge Partnerschaft mit den USA, trotz der ungeheueren Abhörmassnahmen der Geheimdienste. Merkel, schreibt Bollmann, kultiviere einen "Machtpragmatismus" statt einen anpassungsfähigen Opportunismus.

Nein, das Buch ist keine Biografie, denn es beleuchtet zwei Seiten, die Kanzlerin und die Deutschen. Auch ist es keine Abrechnung mit der Kanzlerin, sondern eher die Bestandsaufnahme einer langjährigen Ehe. Erfolge kann man Angela Merkel nicht absprechen, sie repräsentiert die Nation in der Welt und wird dafür in aller Welt bewundert. Sie steht auf der Weltbühne, so wie sich die Deutschen auch gerne sehen: fleißig, bescheiden, vernünftig und auf jeden Fall normaler, als der "normale" französische Präsident Hollande. Gerade in der Finanzkrise Europa ist sie zum Felsen in der Brandung geworden, zu einer eisernen Führungsfigur mit einer historischen Aura.

Was mir persönlich im Buch fehlt, ist die Beschreibung der Schwäche ihrer politischen Gegner, die ihren Erfolg erst ermöglicht hatten. Niemand scheint in der Lage zu sein, es mit ihr aufzunehmen, weit und breit gibt es keinen ebenbürtigen Politiker. Steinbrück wirkt nicht unbedingt sympathisch, die Grünen sind wiederum populistische Opportunisten ohne Rückgrat, ausserdem fehlen ihnen das politische Format. Angela Merkel ist ein Mysterium, eine Teflon-Kanzlerin, an der nichts hängenbleibt! Keine geheimdienstliche Tätigkeit, eine saubere Vergangenheit und saubere Entscheidungen, auch wenn sie erst mal lange Zeit ausgesessen werden. "Sie wirkt nur an ihrem eigenen Machterhalt interessiert, sie ist ziel- und planlos, delegiert Verantwortung, versteckt sich hinter ihrem Kabinett, sitzt Probleme aus, informiert, aber erklärt nicht," ...sagen ihre Gegner. Aber ihr Erfolg gibt ihr Recht! Die Wähler fürchten die linken Spinner, die grünen, wirklichkeitsfremden Idealisten, die dekadenten Piraten und mit der Kirche haben die Bürger auch immer weniger am Hut. In einem Europa des Umbruchs mit den schweren wirtschaftlichen Problemen, die man tagtäglich im Fernsehen sieht, wollen die Wähler Sicherheit und Vertrauen in eine Regierung. In Politiker jeder Couleur fehlt mittlerweile das Vertrauen völlig, da bleibt, alternativlos, nur die "Karte Merkel" auszuspielen.

Das 100. Buch über Frau Merkel ist gut geschrieben, lüftet aber genauso wenig das Mysterium um diese Frau wie die vorherigen 99 Bände.

Empfehlenswert. Trotzdem und gerade deshalb.
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am 14. August 2014
Man erfährt in dem Buch jetzt nicht viel neues über die Kanzlerin, aber als Analyse, warum die gute Frau bei ihrem Volk immer beliebter wird, enthält es so finde ich einige interessante Aspekte. Dabei zeigt der Autor, dass Merkel vor allem aus ihren "Fehlern" gelernt hat (Militäreinsatz, Antisemitismus, Atompolitik) und weiß, was ein Großteil der Bevölkerung will und inwieweit sie auf diese Bedürfnisse eingehen muss. Also sie wäre eigentlich viel Reformfreudiger, aber das wichtige Sicherheitsbedürfnis (um nicht zu sagen die Beamtenmentalität) in der Bevölkerung ist ihr gut bekannt. Auch im persönlichen Auftritt findet sie die richtige Mischung - keine Anbiederung an den Mainstream (Wagner) ohne die überhebliche Intellektuelle zu geben (Fußball).Somit hat sich eine Art Vertrauensverhältnis entwickelt, mit welchem zumindest derzeit beide Seiten gut leben können und von Überraschungen verschont bleiben. Die Basis hierfür wurde nach Meinung des Autors in der für die deutsche Bevölkerung unter ihrer Führung glimpflich verlaufende Finanzkrise geschaffen.
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