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4.0 von 5 Sternen Unterhaltend
Dieses Buch ist weniger eine (Doppel-)Biographie. Der Untertitel, das Programm sozusagen lautet: "Zwei Europäer im 19. Jahrhundert." Ausgehend von Wagner und Verdi, bzw. ihren Werken und biographischen Eckpunkten, sind Aspekte der Geistesgeschichte des 19. Jahrhunderts eigentliches Thema. Der Teil, der in konventionellen Biographien den Hintergrund abgibt zur Sache...
Vor 18 Monaten von Gideon veröffentlicht

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wer ALLES bingen will, bringt ZU WENIG
Das Buch beginnt recht stark mit einem schwungvoll geschriebenen Einleitungskapitel, das interessante Schlaglichter auf die beiden Komponisten wirft. Eberhard Straub ist ein virtuoser Stilist, der durch zugespitzte, feuilletonistisch-freie Formulierungen bekannte Fakten neu belebt und vergnüglich darbietet. Leider lässt das Lesevergnügen in den folgenden...
Vor 19 Monaten von Asilomar veröffentlicht


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wer ALLES bingen will, bringt ZU WENIG, 13. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Wagner und Verdi: Zwei Europäer im 19. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Das Buch beginnt recht stark mit einem schwungvoll geschriebenen Einleitungskapitel, das interessante Schlaglichter auf die beiden Komponisten wirft. Eberhard Straub ist ein virtuoser Stilist, der durch zugespitzte, feuilletonistisch-freie Formulierungen bekannte Fakten neu belebt und vergnüglich darbietet. Leider lässt das Lesevergnügen in den folgenden Kapiteln durch zu große Faktenfülle und sprunghafte Darstellungsweise dann stark nach. Immer wieder schiebt sich der Historiker und der enorm belesene Feuilletonist durch Zusatzinformationen und Querverweise störend in den Erzählfluss hinein, sodass der überforderte Leser angestrengt und frustriert nach dem roten Faden sucht. Bei diesem Buch sollte man sich auf sein warnendes Bauchgefühl verlassen, das einen eigentlich abhält von einem 350-Seiten-Buch mit dem globalen Titel "Wagner und Verdi". Bereits im Buchtitel fehlt die bündelnde, zuspitzende, ordnende These. Somit bleibt hier vieles an der Oberfläche und wird nur angerissen. Schade.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Kampf um Paris, 21. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Wagner und Verdi: Zwei Europäer im 19. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Mit diesem Buch zum Doppeljubiläum Wagner/Verdi - beide wurden 1813 geboren - räumt der Historiker Eberhard Straub mit populären Ansichten auf. Er stellt klar, dass Wagner - ebenso wie Giuseppe Verdi - nachträglich zu nationalen Volkshelden instrumentalisiert, um nicht zu sagen missbraucht wurden. Nationalisten waren beide Komponisten nicht. Beide standen ihren eigenen Ländern sogar eher skeptisch gegenüber, beide dachten gesamteuropäisch. Politisch, gesellschaftlich. Musikalisch sowieso.

Spannend ist er geworden, der Vergleich der beiden Personen, ihrer Welten und ihrer Absichten, ihr Kampf um Paris und um den Applaus des Publikums, vor allem, als Wagners Ruf über die Alpen nach Italien vordrang. Straub schildert die Konkurrenz des «Volksmusikers und Schlagerfabrikanten Verdi» gegen den «Dramatiker und Visionär Wagner» und lässt die beiden auch als Charaktere lebendig werden: Hier Wagner, der Zerrissene, der Revoluzzer der 1848er Jahre, der utopische Sozialist, der aber ohne Luxus und seidene Unterwäsche nicht leben kann und sich vom bayerischen König finanzieren lässt. Dort der schon beinahe biedere Verdi, der katholische Christ, der es versteht, sich mit seiner Umwelt zu arrangieren und keine Geldsorgen kennt.

Für Wagner sind laut Straub die „Meistersinger“ bezeichnend, der einzigen seiner Opern übrigens, in der niemand umgebracht wird, in der am Ende alle Stände auf der Festwiese gemeinsam feiern. Für Verdi „Die Macht des Schicksals“, in der alle Menschen schwach und schlecht sind und nur auf das Mitleid eines Gottes hoffen können.

Das ist alles sehr informativ. Seltsamerweise aber erscheint diese Doppelbiografie immer wieder gebrochen, als wäre sie von zwei Autoren geschrieben worden. Es gibt Episoden, die lesen sich flüssig-süffig weg, und dann verfällt Straub – Historiker und FAZ-Feuilletonist – seitenweise in ein akademisches Dozieren und Referieren von Fakten, als wolle er unbedingt alles mitteilen, was er weiß. Hier wäre weniger oft mehr gewesen. (von nakott.de)
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltend, 26. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Wagner und Verdi: Zwei Europäer im 19. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Dieses Buch ist weniger eine (Doppel-)Biographie. Der Untertitel, das Programm sozusagen lautet: "Zwei Europäer im 19. Jahrhundert." Ausgehend von Wagner und Verdi, bzw. ihren Werken und biographischen Eckpunkten, sind Aspekte der Geistesgeschichte des 19. Jahrhunderts eigentliches Thema. Der Teil, der in konventionellen Biographien den Hintergrund abgibt zur Sache selbst, der rückt hier sehr nach vorne: Der Generalbaß dominiert die Melodie.

Wagner ist einerseits nicht vorstellbar ohne Verankerung in den (Un-)Tiefen seiner Zeit. Viele der Gespreiztheiten, an denen das 19. Jahrhundert laborierte, schlugen sich nieder in seinen außermusikantischen Hervorbringungen. Den "reinen Opern-Narren" mag das langweilen. Der Leser aber, der sich interessiert für den "moralischen Skrupel," der "einer (Wager-)Oper zugrunde liegen" müsse (Zitat Wagner), dem bietet E. Straub viel Information. Die Lektüre unterhält. Vielleicht hätte Brahms, der Antipode, der Beherrscher der Form, mehr einbezogen werden können; nicht um das Thema auszuufern, sondern um Wagners Bild abzurunden.
Bei Verdi haben die damaligen Zeitläufe offenbar weniger "Skrupel" verursacht. Darum ist von ihm knapper die Rede. Seine Verankerungen waren mehr praktischer Natur, weniger Haschen nach Wind. Und E. Straub räumt auf mit Legenden, etwa der, dass Verdis frühe Opern ein Fanal des Risorgimento gewesen seien.

Das Schlusskapitel zeigt, wie beide Komponisten durch politisch-ideologische Irrungen und Katastrophen hindurch vereinnahmt wurden. Die Musik als solche ging unbeschadet daraus hervor - so wie sie heutzutage vom sogenannten Regietheater nicht totzukriegen ist.
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8 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 2013, 10. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Was liegt näher, als die beiden Giganten, 1813 geboren, gemeinsam zu porträtieren?
Gemeinsamkeiten hatten sie ja durchaus.Paris war beiden Stätte von Niederlage und Triumph. Zugleich zeigen sich die unterschiedlichen Einstellungen: während Wagner von Paris als einer idealen Stadt träumte, schimpfte Verdi über die Pariser Oper."Verdi konnte sich nie mit Paris und dessen Gewohnheiten anfreunden und verbrachte immer nur möglichst kurze Zeit in Frankreich. Lieber verschanzte er sich in seinem Gut Sant'Agata, wo er die nötige Ruhe zum Komponieren fand."lesen wir bei WiKi.So stimmt es zwar nicht,aber nach den Erfahrung mit dem Don Carlos war Verdi Paris überdrüssig.

Sie hätten sich begegnen können,machten aber einen Bogen umeinander.Wagner nahm Verdi nicht ernst und Verdi langweilte sich bei Wagner.

Dennoch ist es ein Anliegen von Straub, die Gegensätzlichkeiten, vor allem,wenn sie anscheinend national bedingt seien, ein wenig zu mildern.
" Die Vollständigkeit des Materials allerdings in stringenter Abhandlung auf 350 Seiten ist spannend zu lesen und dürfte auch Intimkennern Freude bereiten. Zumal Straub das Versöhnende, Aussöhnende sieht: "Wagner ist viel italienischer, als die germanische oder altdeutsche Maskerade vermuten lässt, und Verdi viel deutscher, als ihm selbst zuweilen lieb sein konnte." meint Marianne Schultz.

Die wesentlichen Opern werden, geistesgeschichtlich eingeordnet, vorgestellt, Wagner als ein antibürgerlicher, Verdi ihm gegen Verflachung des Kulturbetriebs als verwandt dargestellt.

Eine Studie, die tief schürft und den Beleg dafür liefert, dass beide sich gegen die Einvernahme, die ihnen angetan wurde, sicher sehr verwahren würden.

P.S. Als " Verdianer" meine ich nach der Lektüre: 1 zu 0 für Verdi. Was Wunder.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein Muss, 26. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner und Verdi: Zwei Europäer im 19. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
für jeden Wagner- und Verdi-Verehrer. Intelligente historische Bezüge, v.a. durch die Nationalgeschichten Italiens und Deutschland aber auch durch den Bezug zu Meyerbeer. Räumt mit vielen Legenden auf.
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5.0 von 5 Sternen Hervorragendes Werk, 10. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner und Verdi: Zwei Europäer im 19. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Ein sehr schön und interessant geschriebenes Werk des Schriftsteller. Studienbegleitend für Musikstudenten ist er ein tolles Geschenk und kam sehr gut an.
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0 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Habe ich nicht gelesen., 24. März 2013
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner und Verdi: Zwei Europäer im 19. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Dazu kann ich überhaupt nichts sagen, weil es ebenfalls ein Geschenk war, und ich bis jetzt noch keine Gelegenheit dazu hatte, das Buch zu lesen. Die Idee, die beiden doch sehr gegensätzlichen Komponisten anlässlich ihres 200. Geburtstag in dieser Form zu ehren, ist sehr gut.
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4.0 von 5 Sternen Waqgner und Verdi, 8. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner und Verdi: Zwei Europäer im 19. Jahrhundert (Gebundene Ausgabe)
Ich habe das Buch verschenkt , und meine Freundin ist am Lesen. Es scheint sehr gut zu sein. Wenn sie es fertig gelesen hat und mir begeistert berichtet, werde ich mir das Buch selbst auch noch kaufen
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Wagner und Verdi: Zwei Europäer im 19. Jahrhundert
Wagner und Verdi: Zwei Europäer im 19. Jahrhundert von Eberhard Straub (Gebundene Ausgabe - 10. Januar 2013)
EUR 24,95
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