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50 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Juli 2014
Zu der Handlung von Tolkiens Meisterwerk wird keine Rezension mehr nötig sein, darum widme ich mich in diesen Zeilen voll und ganz der deutschen Übersetzung in der Hoffnung, dem geneigten Leser eine Entscheidungshilfe an die Hand zu geben. Ich glaube nämlich, dass der Übersetzer der vorliegenden Ausgabe bereits „unten durch“ ist und das Ausmaß der Redigierung vielen Interessierten nicht klar ist.

Mir bekannt sind drei deutsche Ausgaben vom Herrn der Ringe:
Die ursprüngliche, übersetzt von Margeret Carroux; und zwei Ausgaben von Wolfgang Krege aus den Jahren 2001 und 2012, alle erschienen bei Klett–Cotta; letztere entstand durch Lisa Kuppler auf Basis von Kreges Arbeit.

In manchen Internetforen wird Zeter und Mordio geschrien, die Neuübersetzung habe das Werk Tolkiens auf die deutsche Sprache bezogen zerstört. Aber auf die Gefahr hin, mir den Groll der Tolkienianer zuziehen: Die Übersetzung von Krege erscheint mir als die Bessere. In der redigierten Ausgabe von 2012, wohlgemerkt. Und zwar aus folgenden Gründen:

Zweifellos hat der ursprüngliche Krege Fehler gemacht, haarsträubende teils nicht nur für Sprachpuristen oder eingefleischte Fans.
Für mich als vergleichenden Leser war etwa stets unverständlich, wieso Wolfgang Krege in dem Bestreben, die Carroux–Übersetzung zu entschlacken, passende Formulierungen mit unpassenden ersetzte und im Gegentum unpassende Formulierungen manchmal unangetastet ließ. So verwendet er als Synonym für Nachrichten bzw. Neuigkeiten durchweg das Wort „Post“: ,Dies ist schlimme Post!, rief Celeborn‘, heißt es in der 2001er Ausgabe. Wann hätte man je im deutschsprachigen Raum eine solche Verwendung von ,Post‘ gehört? Nie! Auch im Wörterbuch der Gebrüder Grimm ist davon nichts zu finden. ‚Post‘ ist das Mittel der Überbringung der Nachricht, nicht die Nachricht selbst.

Gleichwohl hat sich auch Margeret Carroux gelegentlich im Wörterbuch vergriffen, darauf sei durchaus hingewiesen. Vielfach wirken ihre Übersetzungen nicht minder unfreiwillig komisch. So bezeichneten schon die Gebrüder Grimm die Verwendung von ,köstlich‘ als Eigenschaftswort für Gegenstände als veraltet. Ein ,köstliches Schmuckstück‘ soll der Eine Ring laut Carroux sein — für mich ein Fehler, wie ihn viele Fans vor allem bei Krege finden. Die durchgehende Übersetzung von „well“ (ein Füllwort wie ,nun‘, ,wohlan‘) mit „ja“ wirft ebenfalls Fragen auf. Was wird bejaht? Nichts wird bejaht.

Zweifellos entdeckt man solche Macken häufiger bei Krege (in der Ausgabe von 2001). Was dieser indes ansonsten noch an sprachlichen Schnitzern abliefert („Chef“ anstatt Carroux’ „Herr“, „dalli dalli“ anstatt Carroux’ „schneller, schneller“), damit wartet Letztere im Satzbau auf. Frau Carroux’ Übersetzung ist zu nahe am englischen Original. Wie jedem, der die Sprache beherrscht, bekannt sein wird, lassen sich im Deutschen wortreiche Formulierungen im Englischen in aller Kürze zu Papier bringen. Der Umkehrschluss darf aber nicht darin bestehen, knappmöglichste Übersetzungen abzuliefern. Sie wirken allzu hölzern. Schriftsprache kann auch in einem altertümelnden Werk nicht als direkte Rede durchgehen.

Weitere vergleichende Beispiele zur Veranschaulichung dessen, woran die Geister sich scheiden…

---------------------------------------------------------------------------------------------------------
[(Eigen-)Namen]
---------------------------------------------------------------------------------------------------------

Tolkien = Nob and Bob

Carroux = Hinz und Kunz

Krege 2001
u. 2012 = Nob und Bob

*

Tolkien = Bill Ferny

Carroux = Lutz Farning

Krege 2001
u. 2012 = Lutz Farnrich

*

Tolkien = Goblin

Carroux = Bilwiss

Krege 2001
u. 2012 = variierend, manchmal Ork, manchmal auch Schurke etc.

---------------------------------------------------------------------------------------------------------
[Anrede]
---------------------------------------------------------------------------------------------------------

Tolkien = Lady

Carroux = Herrin

Krege 2001
u. 2012 = hohe Frau, bezgl. Éowyn auch: Jungfrau

*

Tolkien = Master bzw. Sir

Carroux = Herr

Krege 2001 = Chef

Krege 2012 = Master

*

Tolkien = Prince

Carroux = Fürst

Krege 2001
u. 2012 = Prinz

---------------------------------------------------------------------------------------------------------
[Zufällig ausgewählte Formulierungen]
---------------------------------------------------------------------------------------------------------

Tolkien = Parlour

Carroux = Gaststube

Krege 2001 = Clubzimmer

Krege 2012 = Hinterstübchen

*

Tolkien = Come, dear folks!

Carroux = Kommt, liebe Leute!

Krege 2001
u. 2012 = Kommt, ihr Kerlchen!

*

Tolkien = the mark Dale

Carroux = Herkunftsbezeichnung Thal

Krege 2001 = Made in Thal

Krege 2012 = Herkunftszeichen von Thal

*

Tolkien = He seldom talks: not but what he can tell a rare tale when he has the mind

Carroux = Er redet selten, es sei denn, er erzählt, wenn ihm der Sinn danach steht, eine ungewöhnliche Geschichte.

Krege 2001 = Er redet nicht viel; nur ab und zu mal, wenn ihm danach zumute ist, erzählt er irgend so eine verrückte Geschichte.

Krege 2012 = Er redet nicht viel; nur ab und zu mal, wenn ihm danach zumute ist, erzählt er eine ganz besondere Geschichte.

*

Tolkien = S is for Sauron, said Gimli. That is easy to read.

Carroux = S steht für Sauron, sagte Gimli. Das ist leicht zu lesen.

Krege 2001
u. 2012 = S steht für Sauron, sagte Gimli. Nicht schwer zu erraten.

*

Tolkien = a draught of cooks, from every inn and eating-house for miles around

Carroux = ein ganzer Schwarm Köche aus allen Gast- und Wirtshäusern auf Meilen im Umkreis

Krege 2001 = die Köche aus allen Wirtshäusern und Imbissstuben auf Meilen im Umkreis

Krege 2012 = die Köche aus allen Wirtshäusern und Speiselokalen auf Meilen im Umkreis

Es gilt hier anzumerken, dass all diese Variationen nicht per se falsch sind, wiewohl manche arg konstruiert wirken (bspw.: „hohe Frau“). Besonders bei Ortsbezeichnungen und Personennamen gibt es auch keine an sich „richtige“ Übersetzung; folgerichtig, freilich unschön wäre es sogar gewesen, diese Namen unverändert aus dem Englischen zu übernehmen, aber auch das hätte das Lesevergnügen m.E.n. getrübt, s.u.. Die Moral von der Geschicht’, alle Übersetzungen haben sich teils große Freiheiten genommen. Alle Übersetzungen bedienen sich Formulierungen, die nicht immer die besondere Atmosphäre tragen.

Dennoch, Klett-Cotta hat in der redigierten Ausgabe von 2012 viele Makel von 2001 beseitigt. Sie ist wirklich erstaunlich gut gelungen, wenn auch der krege’sche Fehler, am Gesunden zu verarzten, immer noch nicht ganz ausgetrieben ist. Die neue Ausgabe enthält jetzt, da auch Krege teils auf Carroux aufbaute, gewissermaßen die besseren Werkteile beider Übersetzer in einem Buch.

Beide Übersetzungen sind gut lesbar und machen Freude, Carroux’ aus den 1970ern und Kreges 2012er; aber ich finde, man begeht keinen unverzeihlichen Fehler dabei, den Krege zuerst zu lesen.
Freilich: Wer Englisch spricht und sich mit altenglischen Begriffen auskennt („Wither goest thou?“ anstatt „Where are you going?“), sollte die Originalausgabe aus Tolkiens Feder gelesen haben!

Fazit: Eine gelungene Vereinigung der beiden großen Übersetzungen. Vier von fünf Sterne, mit Abzügen für immer noch nicht beseitigte Unstimmigkeiten. → ▌4/5▐
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Juli 2015
Da es sich bei diesem Hörbuch wohl um die Krege Übersetzung von 2001 handelt, kann ich auch nur über diese Version etwas schreiben.

Wolfgang Krege hat bei seiner Neuübersetzung vermutlich versucht die altbackene Sprache etwas zu verjüngen und damit u.U. auch jüngere Leser anzusprechen. Das ist im leider in zweierlei Hinsicht mißlungen.

1) Magaret Carroux's Übersetzung ist meiner Meinung nach nahezu perfekt. Das kann und muss natürlich jeder für sich entscheiden, aber ich kenne von vielen Büchern die deutsche und englische Fassung und habe es selten so, dass die deutsche Übersetzung so gut wie das Original ist. Da "Chef" Krege nicht einfach die fertige Übersetzung abschreiben konnte und wollte, hat er sich wohl bemüht keine große Ähnlichkeit zur ersten Übersetzung herzustellen (was manchmal sehr erzwungen wirkt)... Aber wenn man etwas Perfektes verändert, muss zwangsläufig etwas Schlechteres herauskommen.

2) Eine Verjüngung der Sprache hätte vielleicht sogar funktioniert, wenn er dieses nicht halbherzig angegangen wäre. So mischen sich fröhlich moderne und altertümliche Ausdrücke, die zusammen nicht harmonieren. Bei vielen Neuübersetzungen von Wörtern haben sich mir die Haare gesträubt, weil die Wörter nun eigentlich etwas ganz anderes bedeuten...

Insgesamt nimmt diese Krege Übersetzung viel von der Atmosphäre des Buches. Ich werde das Hörbuch nicht wieder hören, dann lese ich das Buch lieber wieder. Leider gibt es keine (offiziell erhältliche) Lesung der Carroux Version...

Zur Punktevergabe:

Die Geschichte an sich hat natürlich 5 und mehr Sterne verdient, dazu brauche ich mich nicht weiter auslassen.
Die Übersetzung ist schon wirklich schlecht und es kommt keine echte Fantasy-Atmosphäre auf, dafür kann ich nur 1 Punkt geben...
Der Specher Achim Höppner liefert eine gute, aber leider auch teilweise verbesserungswürdige, Lesung ab. Einige Stellen, die wirklich wichtig sind, werden so nebenbei betont, dass es einfach nicht passt (woran aber auch Teils die Aufnahme-Regie Schuld ist). Außerdem ist gerade bei den Liedern die Sprechperformance nicht so doll. Wenn man im Vergleich das englische Hörbuch hört, muss man dem Original ein "Hervorragend" geben.

Eine überflüssige Übersetzung, die die Welt nicht braucht. Von daher kann ich dieses Hörbuch nur denen empfehlen, die unbedingt den Herrn der Ringe kennenlernen wollen aber partout nicht lesen wollen und nicht gut genug Englisch können. Besser als die Filme ist das Hörbuch allemal, aber das ist ja auch nicht weiter schwer...
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. Juni 2014
Krege hat hier wirklich eine furchtbare Übersetzung eines fantastischen Werkes abgeliefert, die das Potential hat, den besonderen Charme des Originals vollkommen zu zerstören. In vielen Rezensionen und Berichten werden Beispiele für misslunge Sätze und Worte aus dieser Übesetzung im Vergleich mit der alten Übersetzung aufgezeigt. Daher will ich an dieser Stelle keine Auflistung von Beispielen machen.
Ich will hier nur meinen Eindruck schildern, dass Krege vermutlich beim Auftrag eine Neuübersetzung zu realisieren, die alte Übersetzung und ein Synonymwörterbuch zu Rate gezogen hat und meiner Meinung nach eher wenig Eigenleistung erbracht hat. Viele Sätze wirken bei Krege so, als hätte er die alte Übersetzung krampfhaft umformuliert und dabei neben Satzumstellungen auch Synonyme für bereits verwendete Worte von der alten Übersetzung verwendet. Das mag gängige Praxis sein - wirkt aber hier auffallend. Das hierbei in den meisten Fällen teilweise merkwürdige Satzkonstruktionen und Worte auftauchen ist zwangsläufig. Ein einheitlicher Stil ist fatalerweise auch nicht zu erkennen.

Ein Beispiel:
Manche Sätze scheinen auf den ersten Blick originalgetreuer zu sein, wirken sich jedoch negativ auf die Dramatik einzelner Szenen aus. Der vorhandene Grusel in der Szene mit den "Barrows Wights" geht verloren, wenn Krege diese wortwörtlich korrekt mit "Grabwichte" übersetzt. Dies wirkt stark verniedlichend. Das alte "Grabunholde" bedient sich eines älteren, vergleichbaren (Stichwort Konnotation) aber wesentlich dramatisierenderen Wortes, was diesbezüglich eine unzweifelhaft bessere Wortwahl darstellt. Obwohl Krege sich darüber ggf. bewusst war, wollte er hier aber meiner Meinung nach umformulieren, um eine gewisse Eigenleistung in der Übersetzung zu erreichen.

Sinniger wäre wohl eine Überarbeitung der alten Übersetzung gewesen. Naja, vielleicht kommt das ja noch irgendwann...

Mir fehlt die Motivation mich mehr mit dieser schlechten Übersetzung zu beschäftigen. Um das Buch wirklich zu lesen, muss man entweder das Orginal oder (zumindest) die alte Übersetzung (M. Carroux) lesen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Mai 2015
Ich habe, als die Jackson-Filme in die Kinos kamen, die Bücher in der Übersetzung von Krege erhalten. Ich habe mich ein Jahr lang gequält, "Die Gefährten" zu lesen, weil der Grundkonsens hieß: Klasse Bücher, die man gelesen haben muss! Nun ja, ich empfand dies nicht und habe die Krege-Version nach dem ersten Buch nicht mehr berührt, sogar verschenkt. 2012 habe ich von der Carroux-Übersetzung gehört, die ich mir auch zulegte - und siehe da: "Der Herr der Ringe" ist mein Lieblingsbuch geworden. Es vergeht kein Tag, an dem ich an Tolkiens Welt denke (auch wenn dies vielmehr beunruhigend erscheinen mag); Krege schafft es nicht, die Atmosphäre Tolkiens einzufangen. Madame Carroux schafft dies, hat Tolkien bei der Übersetzung sogar mitgeholfen! Ich träume von einer Taschenbuchausgabe von Carroux-Übersetzung, auch wenn dies eher Wunschdenken bleiben wird. Sei es drum: Bitte fasst euch ans Herz, lasst die Krege-Übersetzung unbeachtet (auch wenn sie gut anzuschauen ist) und kauft / leiht euch die Carroux-Übersetzung; die Taschenbuchausgabe gibt es auch für rund 25 Euro gebraucht zu kaufen - allerdings die Ausgabe aus den 70ern.

Mittlerweile besitze ich eine tolle Sammlung aus Tolkien-Büchern, Originalsprache und ins Deutsche übersetzt; Krege besitze ich aber nicht, zumindest nicht im Rahmen der "Der Herr der Ringe"-Bücher, so wird es auch bleiben.

Viel Spaß mit der Carroux-Übersetzung! ;-)
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14 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Februar 2013
Ich habe den Herrn der Ringe vor knapp 20 Jahren das erste Mal in der alten Übersetzung von Frau Carroux gelesen. Das Buch hat mich vollkommen faziniert und ich konnte in eine völlig andere, mittelalterliche Welt eintauchen. Die altertümliche und leicht umständliche Sprache war dabei ein wichtiges Kriterium und hat einen großen Teil zu meiner Begeisterung beigetragen.

Jahre später kam die Übersetzung von Herrn Krege auf den Buchmarkt und ein gequälter Aufschrei ging durch die Reihen der Tolkien-Fans. Alte Übersetzungen wurden zu Horrorpreisen verkauft und was lernt daraus der Verlag? Er lässt die grausige, jugendsprachliche Übersetzung von Herrn Krege in 2012 nochmals überarbeiten??????

Ich habe alle verfügbaren Leseproben der Neubearbeitungen fleissig studiert und empfinde die Übersetzungen immer noch als absolut störend und auf das Niveau der heutigen Jugendsprache abgestumpft. Wenn man Wikipedia glauben darf, war Tolkien eben gerade eine Übersetzung wichtig, die seinem Werk gerecht wurde und er hatte mit den ersten Übersetzern der deutschen und dänischen Ausgabe noch direkt zusammengearbeitet. Wie kann man diesen Wunsch und diese Arbeit des Autors dann heute einfach ignorieren?

Schade, dass der Klett-Verlag die große Chance nicht erkannt hat die alte Übersetzung in einer schönen 3 bändigen, gebundenen Form auf den Markt zu bringen. Die alte Übersetzung ist weiterhin nur in einem Band zu bekommen. Das Papier extrem dünn und das Buch doch extrem schwer. Und trotzdem würde ich jedem die Carroux-Übersetzung wärmstens ans Herz legen!!

Ich persönlich werde mir nun wohl die englische, gebundene Ausgabe zulegen, ganz ohne Übersetzungsärger und mit einigen Extras.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. März 2015
Nachdem es zu diesem Klassiker der Fantasy-Literatur schon lange ein Hörspiel gab, war es eigentlich schon lange überfällig, dass es endlich auch eine ungekürzte Lesung gibt. Da die Geschichte wohl den meisten schon bekannt ist und es dazu auch schon viele Rezensionen gibt, will ich mich hier ausschließlich mit der Hörbuchumsetzung befassen:
Beim Herrn der Ringe ist es so, dass die meisten Menschen die Geschichte lieben oder hassen. Das Hörbuch kommt natürlich dann nur für die erste Gruppe in Betracht, zu der ich auch gehöre. Ich gehe deshalb anhand der aus meiner Sicht überragenden Geschichte von 5 Punkten aus, die eine super Lesung erreichen könnte. Trotzdem lande ich im Ergebnis bei nur einem Stern.
Zunächst ist hier der Leser zu erwähnen. Es handelte sich um Achim Höppner, der in der Verfilmung dem Gandalf seine Stimme lieh. Höppner liest auch sehr ausdrucksvoll und stimmig. Bei Lesungen gibt es grundsätzlich 2 Arten: Der eine Leser versucht, jedem Charakter eine eigene Stimme zu verleihen, die sich von allen anderen unterscheiden soll. So geschehen z.B. bei den Harry-Potter-Lesungen von Rufus Beck. Diese Lesungen sind recht schräg und passen nicht zu jedem Buch. Anderer Sprecher geben den einzelnen Charakteren in der Tonlage nur leichte Nuancen und versuchen nicht, den Eindruck von vielen verschiedenen Sprechern zu erzeugen. So macht es Höppner. Dabei fällt aber negativ auf, dass seine Stimme nunmal total mit Gandalf assoziiert wird und zu vielen anderen Charakteren nicht wirklich passt. Insbesondere wenn er Hobbits wie Bilbo Beutlin spricht, klingt das eher wie ein hysterischer Magier, der einem Roman von Terry Pratchett entsprungen ist. Hier wäre einfach eine neutralere Stimme sinnvoller gewesen wie z.B. die von Sascha Rotermund. So wird oft die Atmosphäre verdorben. Andererseits erzeugt natürlich Höppner gerade bei Gandalf eine einzigartige Atmosphäre.
Da diese aber natürlich nicht durchgängig ist, wäre die Lesung an sich bei drei Sternen gelandet.
Zwei weitere Sterne Abzug gibt es aber von mir dafür, dass man bei der Lesung nicht die schöne Übersetzung von Margret Carroux genommen hat, sondern die total verhunztre moderne Krege-Übersetzung. Szenen wie "Made in..." aufdrucke auf Gegenständen machen die Atmosphäre der Geschichte endgültig tot (oder der Umstand, dass Sam seinen Herrn Frodo immer zu mit "Chef" anspricht). Wieso sowohl der Klett Verlag wie jetzt auch der Hörverlag trotz der überwältigenden Ablehnung der Fans an dieser furchtbaren Übersetzung festhalten, erschließt sich mir nicht. Wie heißt es so schön: "Garstiger Krege, verdirbt guten Text!".
So bleibt leider die resignierte Feststellung, dass dieses Hörbuch kaum eine sinnvolle Ergänzung oder gar Alternative zur Lektüre des Buches ist.
Schade!
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am 21. Februar 2014
Ich liebe alles was mit HdR zu tun hat.
Und ich wollte es mir unbedingt auch mal vorlesen lassen.
Das macht wirklich viel Spaß.

Was hier hier aber absolut nicht gefällt, ist die Art wie es gelesen wird. Gut lesen heißt selbstverständlich gut betonen an den richtigen Stellen. Das macht Achim Höppner auch. Aber man ist hier dauernd am laut und leise regeln, weil Höppner manche Passagen so sehr leise vorliest, dass man sie kaum noch hört.
Das finde ich sehr anstrengend und auch nicht unbedingt passend. Das wäre sicher auch anders möglich gewesen.
Daher hur 3 Sterne.
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Dezember 2006
Schade, dass amazon für diese mp3-Ausgabe derzeit deutlich mehr Geld verlangt, als für dieselbe Einspielung auf Audio-CD, obwohl sie in der Produktion und im Handling mit nur zwei statt 17 CDs doch eigentlich einfacher ist.

Ich empfehle eindeutig die Audio-CD-Fassung. Mit der kann man nämlich die Qualität der mp3-Files beim Überspielen auf den heimischen Player dann auch selbst einstellen, denn bei 1280 Minuten auf den nur zwei CDs der mp3-Fassung muss die Datenreduktion doch schon recht massiv sein.

Über das Hörbuch an sich ist bei der Audio-CD-Fassung eigentlich alles gesagt.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Dezember 2014
Ich kenne noch die Carroux Version, das Buch das einer Bibel gleichkommt^^, aber da ich dieses schwere und unhandliche Ding mir nicht zumuten wollte und ich dachte die neue Übersetzung von Krege würde mir auch gefallen, hab ich mir eben diese zugelegt. So ein bisschen hatte ich noch die Zeilen von Carroux Übersetzung in Erinnerung und konnte somit ein wenig vergleichen. Zu Anfang gefiel mir schon der Schreibstil, auch wenn man sofort bemerkt das die Ausdrucksweise etwas direkter ist und nicht wie bei Carroux schön ausgeschmückt und flüssig. Aber später sah ich dann doch das, was mich und andere Leser wieder störte. Zwar wurde das Wort "Chef" hier ganz rausgenommen und es durch "Herr" ersetzt, dafür wechselt aber der Ausdruck zwischen Herr und Meister. Dann störte mich das Gespräch zwischen Frodo und Galadriel. Auf einmal duzt man sich und so wie die Elbenkönigin spricht, redet doch keine so hochangesehene Frau.
Also mit diesen Kauf hab ich mir selbst kein gefallen getan und werd wohl zu der echten Übersetzung zurückgreifen. Das Cover sieht zwar schick aus, ein Grund weshalb ich mich letzten Endes dafür entschieden hab, auch wegen der neuen Übersetzung von Krege und ihn somit noch eine Chance geben zu wollen, ist diese Ausgabe kein wirklicher Kauf wert. Zum Glück war er nicht zu teuer und das Geld ist zu verschmerzen. Schade schade. Teilweise liest sich das Buch recht gut, aber manche Stellen sind wie bei seinen ersten Versuch nicht gut gelungen und passen nicht in die Welt von Mittelerde.
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am 4. September 2015
Herr der Ringe ist einfach nur e m p f e l e n s w e r t,ein Muss für Fantasy Fans!!!!!!! !!!!!!!
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