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47 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sich in das Wirtshaus setzen und lauschen...
möchte man am liebsten, als Kvothe damit beginnt, seine Geschichte zu erzählen, zu der ich selbst nicht viel schreiben werde. Genug Vorredner haben die Story schon besser zusammengefasst, als ich es je könnte, die Worte mit denen Kvothe einleitet, sind schon lange im Gedächtnis jedes Lesers eingeprägt >Ihr habt sicher von mir gehört<...
Veröffentlicht am 8. Mai 2012 von Ilias

versus
89 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Handwerklich perfekt, aber irgendwie zäh
Kaum ein Buch habe ich mit solcher Spannung erwartet wie Patrick Rothfuss' "Der Name des Windes". Der Hype um den Debütroman des Amerikaners war - und ist - unglaublich groß. Sowohl diesseits als auch jenseits des Großen Teichs wurde das Buch als "der Fantasy-Roman des Jahres" gefeiert. Nach dem Lesen des Buches kann ich folgendes sagen: Unbestreitbar...
Veröffentlicht am 10. Januar 2009 von Christian Handel


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47 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sich in das Wirtshaus setzen und lauschen..., 8. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag (Gebundene Ausgabe)
möchte man am liebsten, als Kvothe damit beginnt, seine Geschichte zu erzählen, zu der ich selbst nicht viel schreiben werde. Genug Vorredner haben die Story schon besser zusammengefasst, als ich es je könnte, die Worte mit denen Kvothe einleitet, sind schon lange im Gedächtnis jedes Lesers eingeprägt >Ihr habt sicher von mir gehört<.

Zu dem Erzählstil: die Sprache ist wirklich großartig, sie verliert sich nicht in großen Erklärungen, trotzdem kommt man immer mit. Es ist durchweg flüssig zu lesen, sodass man nach wenigen Seiten von der Geschichte eingesogen wird und selbst wenn der Auto wie im Prolog Vergleiche zieht, so sind die Sätze nie so verschachtelt, dass man ihnen gar nicht folgen kann. Ein großartiger Erzählstil, der nie überdrüssig wird und an den richtigen Stellen ausschmückt oder spart.

Die Personen sind durchweg glaubhaft, sie haben alle ihre Fehler, alle ihre Größen und werden zum Ende hin zu Freunden, die man gerne im zweiten Teil wiedersieht. Die Geschichte bereitet so eine Freude beim lesen, dass man das Buch gar nicht zu Ende lesen mag. Manch einer mag es zu langatmig finden, ich persönlich mag diese Luft, diesen Spielraum und habe mich nie gelangweilt. Selbst die geselligen Abende im Eolian oder die Tage in Tarbean fand ich sehr unterhaltsam zu lesen und habe Kvothe auch gerne durch ruhige Abschnitte begleitet.

Es ist eines der seltenen Bücher, die man nicht zu Ende lesen mag, weil sie so großartig sind und weil man den Abschied nicht verschmerzen kann.

5 Sterne und mein Lieblingsbuch derzeit. Mit Abstand!
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269 von 290 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen High Fantasy vom Feinsten, 26. September 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag (Gebundene Ausgabe)
Zahlreiche Legenden umranken Kvothe, den berühmt berüchtigtsten Zauberer und Musiker aller Zeiten - Geschichten von Genius, Schönheit und Heldentum sowie Ignoranz, Verrat und abscheulichen Verbrechen.
Ein eifriger Chronist will das Gespinst aus Lügen und Wahrheit durchdringen und spürt den Zauberer in einem Provinznest auf, wo er in einer Taverne arbeitet und auf das endgültige Vergessen wartet. Nur widerwillig teilt Kvothe seine Erinnerungen. Doch manchmal müssen Helden daran erinnert werden, dass sie Helden sind und gebraucht werden.

DER NAME DES WINDES ist allen Lesern von High Fantasy uneingeschränkt zu empfehlen. Insbesondere Fans von Joe Abercrombie, Robin Hobb oder Steven Erikson werden von Patrick Rothfuss begeistert sein. Nicht umsonst erreichte DER NAME DES WINDES als Debütroman einen Top Ten Platz der New York Times Bestsellerliste und heimste etliche Preise und Nominierungen ein. Rothfuss überzeugt mit sprachlichen Qualitäten sowie einer beeindruckenden Vielschichtigkeit und einem Auge fürs Detail, was sich in Charakterdarstellung, Atmosphäre, Setting und Handlungsverlauf widerspiegelt.

Der Protagonist Kvothe ist der Angelpunkt des Buches und der gesamten Trilogie. Man begegnet ihm in der 3. Person Gegenwart als gebrochenen Mann, der widerwillig seine Memoiren diktiert sowie als Ich-Erzähler, der seine Kindheit als Teil einer Wandertruppe und Jugend an der Universität für Magie wiederaufleben lässt. Was sich nach Opas öder Erzählstunde anhört, nach altbekanntem Fantasykonzept, entpuppt sich als packender Entwicklungs- und Abenteuerroman. Kvothe ist ein vielschichtiger und faszinierender Charakter. Obwohl man ihm in der Ich-Form rasch nahe kommt, bleibt ein Teil von ihm undurchsichtig. Trotz seiner Talente ist er menschlich. Er begeht Fehler, aus Unwissenheit, Arroganz oder Unbesonnenheit (viele seiner späteren Probleme und sein schlechter Ruf gründen darin) und wird durch seine schwierigen Lebensumstände aufgehalten. DER NAME DES WINDES ist das erste Fantasybuch, das ich gelesen habe, in dem Geldmangel ein gravierendes Dauerhindernis für den Hauptcharakter ist. Gerade diese Menschlichkeit macht Kvothe so sympathisch.
Obwohl das Buch streckenweise düster ist, wird es durch Lebensfreude gepaart mit intimen Momenten aufgehellt.
Einziger Wehmutstropfen ist, dass der Leser wenig von den aktuellen Zuständen in Kvothes Welt erfährt - es gibt allenfalls Andeutungen von einem kürzlich beendeten Bürgerkrieg (an dem Kvothe mitschuld gewesen sein soll) und einer magischen (Monster-)Plage. Aber die gegenwärtige Situation steht auch nicht im Mittelpunkt des Buches, sonders Kvothes Vergangenheit. Ich schätze, dass Rothfuss im zweiten Band von Kvothes Abenteuern als Erwachsenen erzählen und im dritten Band die 'Gegenwart' weiterlaufen lassen wird (nach dem Motto: Memoiren als Therapieform für einen gefallenen Helden).

DER NAME DES WINDES ist eines der wenigen Bücher, die mich wünschen lassen, bessere Lobgesänge schreiben zu können. Es hätte sie sich verdient.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubend vielschichtig!, 21. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag (Gebundene Ausgabe)
Ich muss sagen, dass ich kaum ein Fantasybuch gelesen habe, dass so vielschichtig ist, wie dieses. Es gehört WIRKLICH im Regal neben den Herrn der Ringe. Jedenfalls steht es bei mir direkt daneben in der ersten Reihe!
Die Geschichte ist bunt und abenteuerlich. Viele Themen fließen wie selbstverständlich in die Geschichte hinein. Es geht um musikalische Leidenschaft, Wissensdurst, Magie, eine tragische Lebensgeschichte und den täglichen Überlebenskampf. Und über allem steht die Frage, wie Kvothe, die Hauptfigur, sich zu dem Menschen entwickelt hat, der er schließlich ist.
Das Buch wird rückblickend erzählt. Zwischendurch wacht man auf und findet sich im Hier und Jetzt im Gasthaus vom Wirt Kvothe wieder. Der Rahmen, den Patrick Rothfuss um die Geschichte gewoben hat, ist brillant gestaltet und man kann es nicht erwarten, endlich den nächsten Teil in Händen zu halten!
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99 von 114 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Wind hat einen Namen, 29. September 2008
Von 
Eskalina (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag (Gebundene Ausgabe)
"Die Eltern von irgendwem haben die falschen Lieder gesungen!"Dieser Satz ist es, den Kvothe zu hören bekommt, als er unheimliche weiß glänzende Fremde mit schwarzen Augen am Lagerfeuer seiner Eltern sitzen sieht und dieser Satz wird ihm immer in Erinnerung bleiben und sein Leben zu einer Suche nach diesen Wesen - den "Chandrian" werden lassen, denn sie haben seine Eltern ermordet.
Kvothe vegetiert danach lange Zeit ohne Geld und ohne Hoffnung in der großen Stadt Tarbean und will Vergessen finden, doch sein großer Wissensdurst und die Erinnerung an einen alten Arkanisten, der in ihm einen begabten Schüler erkannte, treiben ihn in die Universität nach Imre, um zu studieren und mehr über die Mörder seiner Familie zu erfahren, denn sie scheinen nur in alten Mythen und Legenden zu existieren.
Was er dort erlebte, erzählt er eines Tages einem Chronisten, der ihn in einem abgelegenen Dorf aufsucht. Der Chronist will Antworten auf die Fragen vieler Menschen und Kvothe erzählt seine Geschichte. Von Liebe handelt die Geschichte, von Magie und Lautenspiel, aber auch von Drachen, Feuer, Hass und dem Namen des Windes - und immer wieder vom Helden Kvothe.
Schon lange habe ich auf das Erscheinen dieses Buches gewartet, denn ihm eilte sein guter Ruf aus dem USA voraus und ich muss sagen, das Warten hat sich gelohnt. Auch, wenn die Handlung zuerst nicht viel Überraschendes zu bieten scheint, so erzählt der Autor eine Geschichte, wie sie bunter und üppiger nicht sein kann. Er schafft eine magische Welt und entführt den Leser dorthin, der, wenn er nicht aufpasst darin verschwinden kann. Es sind die vielen kleinen Sätze, die das Buch von anderen unterscheiden, die es zu etwas Besonderem machen. Sätze wie:"...und es war eine dreistimmige Stille. Der vernehmliche Teil dieser Stille war dumpf und lastend und verdankte sich dem, was fehlte. Hätte ein Wind geweht, so hätte er in den Bäumen geseufzt, hätte das Wirtshausschild quietschend zum Schaukeln gebracht und die Stille wie trudelndes Herbstlaub die Straße hinabgeweht..." Die Atmosphäre, die geschaffen wird, die Dichte der Erzählung, lassen einen nicht mehr los. Man fühlt mit den Helden, lacht und weint und leidet mit ihnen und irgendwann dann hat man die letzte Seite umgeblättert und weiß, dass das noch nicht alles gewesen sein kann. Zum Glück ist es nur der erste Teil einer Trilogie und nun heißt es Warten auf die nächsten Teile und diesmal werde ich noch ungeduldiger sein.

Wie viele Bücher wurden schon zu Werbezwecken mit "Der Herr der Ringe" verglichen. Immer wieder taucht dieser Vergleich auf, wenn ein neuer Autor die Bühne betritt, doch bis jetzt habe ich noch kein Buch entdeckt, dass diesem Vergleich wirklich stand halten konnte - bis jetzt, denn "Der Name des Windes" kann es. Wie man bei Klett-Cotta nachlesen kann, empfiehlt das Magazin "The Onion" seinen Lesern, dieses Buch direkt neben "Der Herr der Ringe" ins Regal zu stellen und den Tag zu erwarten an dem beide in einem Atemzug genannt werden. Und ich glaube, genau das werde ich tun.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von Drogensüchtigen Drachen und der ersten Liebe bittersüßem Kuss, 13. August 2009
Von 
callisto (Freiburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag (Gebundene Ausgabe)
Der fünfundzwanzigjährige Kote, dessen Name "Katastrophe" bedeutet, arbeitet als Wirt in einer kleinen Wirtschaft. Er hat feuerrotes Haar und ist der Inbegriff des gemütlichen Gastwirtes. Kaum einer ahnt, dass Kote nicht immer Wirt war und was sich hinter seinem Diener Bast wirklich verbirgt.
Als ein Chronist in Kote den größten Magier aller Zeiten Kvothe erkennt und ihn dazu überredet, seine Lebensgeschichte zu erzählen, beginnt sich dem Leser eine Welt der Wunder und Magie zu erschließen.

Kvothe wurde als Sohn eines Fahrenden Schauspielers und seiner adeligen Frau geboren. Heutzutage würde man ihn wohl als hochbegabt beschreiben. Kvothe saugt jegliches Wissen in sich auf wie ein Schwamm und seine Eltern sorgen durch ihr aufregendes Leben für permanenten intellektuellen Nachschub. So ist es für den wissbegierigen Jungen ein wahrer Glücksfall, als sich ein fahrender Arkanist der Gruppe anschließt und beginnt, ihn zu unterrichten. Schon früh erkennt Abenthy, der Arkanist, das unglaubliche Potential, das in Kvothe schlummert, und dass ihm eine große Karriere an der Universität möglich wäre, oder jede andere Karriere, die Kvothe jemals anstreben sollte. Doch es sollte anders kommen.
Als Kvothe eines Tages vom Kräutersammeln zurückkehrt, findet er die komplette Schauspielertruppe bestialisch ermordet vor. Einige unheimliche Gestalten sitzen am Feuer und als sie Kvothe bemerken sagen sie ihm nur "Die Eltern von irgendwem haben die falschen Lieder gesungen!"

Die Suche nach diesen Dämonen, die seine Familie ermordeten soll von nun an zu einer permanenten Obsession werden. Er will mehr über diese Chandrian erfahren, er will die Wahrheit hinter dem Mythos ergründen: "Ein Geist will Vergeltung, ein Dämon will deine Seele, und ein Butzemann ist hungrig und durchgefrohren. Das nimmt ihnen etwas von ihrem Schrecken. Singe, die wir nachvollziehen können, können wir auch versuchen zu beherrschen. Die Chandrian aber kommen wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Reine Zerstörung. Ohne Sinn und Verstand." (S. 117)
Besonders fasziniert, wie Patrick Rothfuss Kvothes Leben an der Universität erzählt. Man merkt, dass der Autor selber an der Universität lehrt und arbeitet, denn er verfügt über eine Menge Insiderwissen und scheint einige seiner Kollegen als Vorbilder für die Meister des Arkanums verwendet zu haben. Es gibt den egozentrischen Ergeizling, der begabte Studenten zu demütigen versucht und es nicht ertragen kann, wenn diese ihn letztendlich mit den eigenen Waffen schlagen. Es gibt den gutmütigen väterlichen Typ, den genial verschrobenen, der seine Semiare "überall" und "jetzt" hält und schon einige Zeit in der Psychatrie verbracht hat. Den Praktisch veranlagten Meister/Professor.
Sich selber verewigt der Autor im ewigen Studenten Manet: Er war fünfzig Jahre alt, hatte struppiges Haar, einen grauen zerzausten Vollbart und sah so aus, als wäre er gerade aus dem Bett gekrochen (S 319). Manet studierte schon fast dreißig Jahre [...] und alle nannten ihn nur den ewigen E'lir. (S. 441). Manet einziges Ziel ist es als Student an der Uni zu bleiben bis er an Altersschwäche stirbt. Parallelen in der Biographie und im Aussehen des Autors und Manets sind sicherlich kein Zufall. In einem Interview mit phantastik-couch.de sagte der Autor von sich selber "Eigentlich bin ich eher wie ein Student, der so lang an der Universität geblieben ist, bis man ihm einen Job gegeben hat, damit er keinen Ärger bekommt."
Ambroses und Kvothes Feindschaft erinnern stark an diejenige zwischen Draco Malfoy und Harry Potter, genaus wie Meister Hemme ein wenig an Snape erinnert, dennoch ist dieses Buch deutlich erwachsener als die Harry Potter Bücher und ehr mit den Osten Ard Büchern von Tad Williams vergleichbar.
Die Sprache des Autors ist sehr poetisch und erschafft eine Welt, in welcher man bedingungslos eintaucht und Kvothe auf seinen Abenteuern begleitet.
Besonders die Gespräche von Kvothe mit Auri sind von einer Poesie erfüllt, die diese zu einem wahren Genuss machen:

Ich zog eine Flasche unter meinem Umhang hervor. "Ich habe dir Honigwein mitgebracht."
Sie nahm ihn in beide Hände. "Aber das ist ja ein fürchterliches Geschenk." Sie betrachtete die Flasche mit großen Augen. "Man stelle sich das nur vor: all die beschwipsten Bienen" Sie öffnete die Flasche und schnupperte daran "was ist da drin?"
"Sonnenschein", sagte ich. "Und ein Lächeln und eine Frage."
Sie hielt sich die Flaschenöffnung ans Ohr und grinste mich an.
"Die Frage liegt auf dem Grund", sagte ich.
"Also eine schwere Frage", sagte sie und streckte mir eine Hand entgegen. (S. 804)

Auch wenn der Autor einige Dinge hinter Wortneuschöpfungen wie Schlagaal statt Zitteraal oder Bassal (S. 607) statt Magnesium, verbirgt, macht er nicht den Fehler, den einige Fantasyautoren oft begehen, in eine altertümliche Sprache mit Fantasiewörtern abzudriften, die nur allzu oft einfach gestrickte Plots verschleiern helfen sollen. Die Geschichte ist so vielschichtig, dass das auch nicht nötig ist. Anders als Tad Williams erzählt Patrick Rothfuss die Geschichte in einer geraden Erzähllinie, nur unterbrochen von kleinen Exkursionen in die Erzählgegenwart, jedoch ist sein Epischer Stil und die Welt die er erschaffen hat denen von Tad Williams absolut ebenbürtig.

Eines der besten Fantasy Bücher, das in in letzter Zeit gelesen habe!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schön - aber Geschmacksache, 14. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag (Gebundene Ausgabe)
In "Der Name des Windes" lässt Rothfuss den legendären Zauberer Kvothe, animiert durch einen Chronisten, auf sein Leben und Wirken zurückblicken. Kvothe schildert seine glückliche Kindheit beim fahrenden Volk, den schmerzhaften, brutalen Verlust seiner Eltern, die daran anschließende harte, von Armut geprägte Zeit in einer Großstadt und schließlich seine Studienzeit an der Universität für Magie. Unterbrochen wird seine Erzählung durch kleine, beunruhigende Scharmützel in der Gegenwart, die offenbar in Zusammenhang mit Kvothes Vergangenheit stehen.

All das klingt in der Zusammenfassung recht unspektakulär und in der Tat wird jeder Leser, der hier einen Roman über Schlachten epischen Ausmaßes erwartet, vermutlich stark enttäuscht. Der Spannungsbogen ist im Vergleich zu anderen Vertretern des Genres vergleichsweise niedrig angelegt, Rothfuss eilt nicht in atemberaubendem Tempo von einem Höhepunkt zum nächsten.

Wer keinen Draht zur Hauptfigur aufzubauen vermag, dem wird "Der Name des Windes" möglicherweise als langweiliger Fehlgriff erscheinen. Ich persönlich mag das Buch, die Erzählweise und Wortwahl des Autors und den in meinen Augen gar nicht so perfekten Hauptprotagonisten Kvothe, zumal das Buch bereits Andeutungen enthält, dass der Zauberer wohl eine Gratwanderung zwischen Licht und Schatten vollzogen hat.

Leider heißt es jetzt erst einmal warten auf den nächsten Band.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fantasy mit literarischem Anspruch, 3. Januar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag (Gebundene Ausgabe)
Endlich gibt es einen weiteren "jungen" Autoren, der qualitativ hochwertige Fantasy auf dem Niveau von Tad Williams oder George R.R. Martin schreibt. Rothfuss hebt sich aus dem Einheitsbrei der Fantasy, die im Sog des Herrn der Ringe entstand, wohltuend ab.
Es geht nicht um die typischen Fantasy-Themen ("verschollener Königssohn erkämpft sich den Thron zurück", "Gruppe furchtloser Kämpfer verjagt bösen Zauberer") sondern um eine differenzierte Darstellung der Entwicklung eines der mächtigsten Arkanisten seiner Zeit. Besonders für die Entwicklung des Protagonisten an der Universität nimmt sich Rothfuss viel (nötige) Zeit.
Das Buch liest sich trotz des für Fantasy hohen Niveaus flüssig und macht neugeurig auf die beiden noch ausstehende Bände.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Magie interessant erklärt, mein Fantasybuch des Jahres 2008!, 13. Dezember 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag (Gebundene Ausgabe)
Kvothe, so fremdartig hören sich viele Personen aus Fantasyliteratur an. Das ist nichts Besonderes!

Doch der Name des Windes grenzt sich selbst sehr deutlich von Altbekanntem ab. Sei es durch die ungewöhnlichen Abenteuer und deren Ausgänge oder Lösungen oder durch den Stil wie Patrick Rothfuss versucht eine mystische Welt zu erklären.

Kvothe's Geschichte ist im Vergleich zum allgemeinen Fantasyschmalz recht grausam und trotzdem kommt sie einem reeller vor als Vergleichbares.
Vor Allem wegen der ungewöhnlichen Erzählweise würde ich dieses Buch (obwohl es um seine Kindheit, das Leben als Straßenkind in Tarbean und um seine frühe Zeit an der Universität) nicht gerade 12-jährigen empfehlen.
Das rohe Leben in Tarbean ist daran gar nicht mal so der Grund. Viel mehr um die vielschichtigen Handlungsstränge zu begreifen.

Man macht sich einfach unweigerlich sehr viele Gedanken.

Zuerst vergleicht man seine Aufnahme ins Arkanium unweigerlich mit Harry Potter's Jahre in Hogwarts... allerdings bleibt das nicht lange so. Obwohl Kvothe dort wie Harry hinter die Geheimnisse der Magie kommt kann man nach ein paar Kapiteln die beiden Personen und Bücher nicht mal mehr im Ansatz miteinander vergleichen und das ist sehr beruhigend und baut wieder neue Spannung auf.

Im Großen und Ganzen geht es in "Der Name des Windes" um die Suche nach den Chandrian und deren mythische Vergangenheit.

Am tollsten finde ich an dem Buch aber immer noch, wie man von mal zu mal mehr entdeckt wie sich Patrick Rothfuss den Kreislauf der Magie vorstellt. Das ist einfach grandios und schlau.
Und die Verbindung zur Musik. Kvothe ist leidenschaftlicher Lautenspieler, was ihn in mehreren Situationen der Geschichte in seinem Leben sehr hilft. Nicht zu vergessen seine große Liebe Denna (oder wie sie sich gerade nennt), die so unberechenbar wie ein Blatt im Wind ist...

...oder gibt es doch ein Muster in den Flugbahnen der Blätter im Wind? :-)
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut konkurrenzlos!, 13. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag (Gebundene Ausgabe)
Der Name des Windes bekommt von mir die volle Punktzahl! Dieses Buch ist wirklich ein wahres Meisterwerk! Patrick Rothfuss schafft mit seinem Debütroman, was manch Anderer während seiner ganzen Autorenkarriere nie schaffen wird. Ihm gelingt es eine völlig neue Welt zu erschaffen und diese unglaublich bildgewaltig und echt an seine Leser weiter zu geben. Sein Schreibstil ist fesselnd und sehr detailliert. Ihr könnt es euch ungefähr so vorstellen...Ihr steht in einem völlig leerem Zimmer...Die Wände sind weiß und kahl...und während Patrick Rothfuss seine Geschichte erzählt, beginnt sich das Zimmer zu verändern..Plötzlich könnt ihr einen Wald sehen...Ein unbefestigter Weg schlängelt sich in der anderen Ecke entlang...während er die Fäden seiner Geschichte weiter spinnt...verschwinden die Wände und das Zimmer ...und ihr befindet euch mitten IM Wald...ihr nehmt die Gerüche der Bäume wahr, hört die Vögel zwitschern...und folgt seiner Geschichte als Protagonisten, nicht als Zuschauer...
Ich hoffe, so habt ihr eine Vorstellung, wie es mir ergangen ist :DEs fällt mir schwer, seinen Schreibstil sonst in Worte zu fassen. Er schreibt mit großer sorgfalt und sein facettenreichtum hat mich wirklich erstaunt. Die Story und die Sprache sind anspruchsvoll aber dennoch gut zu lesen. Zu keinem Zeitpunkt, der 863 Seiten, habe ich mich gelangweilt oder wusste, wie es in der Geschichte weiter geht. Herrlich undurchschaubar! Die Atmosphäre dieses Buches, hat mir wirklich sehr sehr gut gefallen- düster, lebensfroh,humorvoll,traurig, ihr merkt verschrobener kann es kaum werden;)
Nun kommen wir zu dem Hauptprotagonisten-Kovthe, Reshi, Kote. Er hat viele Namen während seiner unzähligen Reisen angenommen. Seine Eltern nannten ihn aber einst Kovthe. Einen passenderen Hauptprotagonisten könnte ich mir für diese Geschichte gar nicht vorstellen. Er ist humorvoll, düster, sensibel, einfühlsam, grausam, pflichtbewusst, ich könnte diese Liste noch endlos weiterführen- das Wort vielschichtig trifft es aber glaub ich ganz gut. Ich konnte mit ihm lachen, ich konnte mit ihm weinen, ein wirklich rundum absolut gelungener Charakter. Auch die Nebenprotagonisten haben es in sich und sind eine Bereicherung für die Geschichte.
Ich kann nicht mehr viel sagen. Dieses Buch ist der erste Teil einer Trilogie, ich kann es kaum abwarten, die nächsten Teile zu lesen! Ich empfehle dieses Buch wirklich jedem der auf High-Fantasy der extra Klasse steht. In anderen Pressestimmen aus der Brigitte heißt es "Der Platz neben Tolkien ist jetzt besetzt" . Dem stimme ich im vollen Maße zu! Ich ziehe meinen Hut vor so einem Autor, setze ihn wieder auf, und ziehe ihn gleich nochmal.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wow!, 7. Januar 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag (Gebundene Ausgabe)
Ich kann meinen Vorgängern hier nur aus vollem Herzen zustimmen: das Buch ist seit langem das beste, das ich gelesen habe. Besonders die Stimmung nahm mich immer wieder gefangen und bei einigen Sätzen hatte ich das Bedürfnis sie aufzuschreiben, um sie nie wieder zu vergessen. Gerade diese Kleinigkeiten sind es, die dieses Buch zu einem Meisterwerk machen. Auch wenn die Handlung nicht unbedingt mit unerwarteten Wendungen Spannung erzeugt, die Stimmung, die das gesamte Buch über spürbar ist, macht das um einiges wieder wett und lässt den Leser gespannt jede Seite genießen. Auch das in diesem Buch die üblichen Zauberer- und Fantasyklischees umgangen werden, fand ich sehr angenem und erfrischend.
Mein Tipp: Genießt dieses Buch wie erlesene, feinste Schokolade und lasst euch entführen in die Welt von Kvothe, dem wahrschenlich ärmsten Helden der Welt.

Was zum Schluss bleibt ist allerdings die Frage: Wann geht es endlich weiter?
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Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag
Der Name des Windes: Die Königsmörder-Chronik. Erster Tag von Patrick Rothfuss (Gebundene Ausgabe - 2012)
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