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am 29. März 2007
Aether ist ein gutes Buch. Eine Mischung aus Science-Fiction und Phantastik. Aber irgendwie fehlt dem Buch der richtige Kick. Gewiss, der Schreibstil von Ian R. MacLeod ist gut und die Übersetzung von Barbara Slawig ebenfalls. Aber es fiel mir schwer, in MacLeods Welt vollends einzutauchen, oder mit den Charaktern mitzufühlen. Das ganze dümpelt emotionslos bis zum Ende hin. Der Hauptkonflikt des Buches, nähmlich der Kampf gegen die allmächtigen Gilden, ist meiner Meinung nach zu uninteressant ausgearbeitet. Es kam bei mir nie so richtig das Los-Macht-Die-Gilden-Fertig-Gefühl auf. Das liegt nicht etwa daran, dass der Konflikt etwa blutleer wäre - das ist er nähmlich an ein oder zwei Stellen durchaus nicht, wobei natürlich viel fließendes Blut noch nie ein Garant für eine gute Story war.

Nein, ganz einfach ausgedrückt war ich nicht in der Lage die Gilden zu hassen und die Hauptcharaktere zu lieben. Es fehlt etwas, dass das alternative England in meinem Kopfkino zu vollem Leben erwachen lässt. Etwas das die Welt, sei sie auch noch so dreckig und unsymphatisch, zu einem imaginären Ort macht, an dem ich mich gern aufhielt und den ich irgendwann mal wieder besuchen will. Und etwas, dass die Charaktere von Aether zu Personen macht, die ich nach dem Umblättern der allerletzten Buchseite vermissen werde - egal ob die Helden oder die Schurken. Das "Etwas" fehlt Aether in meinen Augen.

Aber aus einer anderen Perspektive gesehen ist Aether auch wieder sehr interessant. Ich persönlich interpretiere die magische Substanz, um die es sich im Buch dreht und ihm den Titel gibt - den Aether, als eine Allegorie zum Öl in unserer Welt. Die Gilden wiederum, die sich den Aether gierig unter den Nagel gerissen haben, könnten für soviele Dinge in unserer Welt stehen: Politiker, Großkonzerne, Lobby's und Logen oder allgemein für die Gier nach Macht. Ich möchte dem Autor da selbstverständlich keine beabsichtigten Paralellen unterstellen. Das alles kann ja sowieso jeder Interpretieren, wie es ihm beliebt. Aber getreu nach dem Motto: "Willst du die Wahrheit aussprechen, dann kleide sie in eine Geschichte." scheint hier MacLeod offen Kritik an unserem wirschaftlichen System zu üben. Was ich für eine gute Sache halte.

Alles in allem kann man sagen, dass Aether durchaus lesenswert ist, dass die Welt von MacLeod aber nicht dazu geeignet ist, sich darin zu verlieren, um den Alltag mal für ein paar Buchseiten sausen zu lassen. Diese Magie hat das Buch leider nicht.
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am 13. September 2011
Das Buch von Ian McLeod hat mir gut gefallen. Es hätte mir sehr gut gefallen, wenn es 30 Seiten früher geendet hätte.
Der Autor hat eine fantastische Version des viktorianischen Zeitalters mit Magie und sozialen Konflikten geschaffen, einen Spannungsbogen um die Hauptcharaktere aufgebaut, kommt aber dann nicht zu einem Ende, obwohl die wesentlichen Fragen geklärt sind und man die weiteren offenen Punkte durchaus auch der Fantasie des Lesers hätte überlassen können.
Daher gebe ich dem Buch nur drei anstatt vier Punkte.
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