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Kundenrezensionen

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am 16. August 2007
Tolkiens Bücher kann man in meinen Augen nur als Kunstwerke bezeichnen. Obwohl phantastische Literatur ist "Die Kinder Húrins" kaum mit moderner Fantasykost zu vergleichen. Die Geschichte spielt zwar in der Welt des "Herrn der Ringe" (allerdings im ersten Zeitalter Mittelerdes), ist aber von einem ganz anderen Schreibstil. Sie erinnert an alte Heldensagen und man könnte sich gut vorstellen, dass Bilbo Beutlin die Geschichte von Túrin und Nienor dem jungen Frodo erzählt hat. Eine Geschichte von großer Tragik, ähnlich Poul Andersons "Das Schwer des Nordens" (nur nicht so brutal). Natürlich ist sie episch nicht so tiefgehend wie "Der Herr der Ringe" und daher sollte man auch nicht von Tolkiens berühmtestem Werk ausgehen, wenn man "Die Kinder Húrins" in die Hand nimmt.
So ist diese Erzählung, die im Wesentlichen von Tolkiens Sohn Christopher zusammengestellt wurde, eine traurige Erzählung einer dunklen Epoche des Ersten Zeitalters, in der der ausgestoßene Valar Morgoth seine düsteren Fäden spinnt und das Schicksal der Menschen und Elben Beleriands bestimmt.

Doch vor allem ist es dem Verlag gelungen, eine wirklich schöne Ausgabe, angefangen vom Cover bishin zu den Zeichnungen und Malereien im Inneren des Buches, auf die Beine zu stellen. Alan Lee hat diese Geschichte mit seinen Illustrationen, die das ein oder andere Mal beim Lesen auftauchen, wirklich gut bereichert. Daher empfehle ich das Buch auf jeden Fall jedem, der über den "Herrn der Ringe" hinaus noch etwas von Tolkiens Welt erfahren will, aber auch denen, die die Geschichte in kurz schon vom Silmarillion her kennen. Ein wirklich schönes Stück Literatur!
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am 21. Januar 2008
Ein erstklassiger Roman, so viel sit sicher!
Am Anfang mag man von den vielen ähnlich klingenden Namen etwas verwirrt sein, man mag den Beginn Christopher Tolkiens leichtfinden, doch all das ist nicht einmal im Geringsten ein Negativaspekt, der einen das Buch linbksliegen lassen würde.
Man kann viele Stilelemente erkennen, doch vor allem Lehren aus dieser Geschichte ziehen. Man kann sich in, vor allem die Hauptperson, besonders gut hineinversetzen aber auch Parallelen entdecken.
Durch dieses Meisterstück an Literatur kann man auch zu sich selbst finden;
Dies ist nur sehr selten der Fall.
Mit "Die Kinder Húrins" kann man niemals etwas falsches machen und es erzählteinem, nebenbei bemerkt, auch noch mehr über die Welt Tolkiens und Mittelerdes.

Meiner Meinung nach ist überhaupt kein Zweifel daran, dass dieses Werk auf meiner "Most Wanted Liste", mit Abstand, ganz oben ist.
Meine Empfehlung lautet daher klipp & klar: zugreifen!
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Erzählt wird die tragische Geschichte von Túrin und seiner Schwester Nienor, die von Morgoth mit einem Fluch belegt wurden... (sh. auch Inhaltsangabe des Verlages)

Nein, Tolkien ist nicht vom Kampf mit dem Balrog zurück, wie dereinst Gandalf. Es ist etwas unspektakulärer aber nicht weniger erfreulich.
Mit "Die Kinder Húrins" will Tolkiens Sohn den Fokus weg von Jacksons übermächtiger Film-Trilogie hin zum geschrieben Wort lenken. Er rekonstruierte dafür in jahrzehntelanger Kleinarbeit das unvollendete Manuskript seines Vaters.

Die Geschichte ist in fragmentarischer Form bereits in "Das Simarillion" enthalten, wurde allerdings dort nie in dieser ausführlichen Form beschrieben.
Das Buch ist eine epische Erzählung über Abenteuer, böse Mächte, Freundschaft und Heldentum - jene Motive also, die auch "Herr der Ringe" bestimmen. Es las sich anfangs wie ein typisches Märchen, ein Sohn der aus seinem Elternhaus weg muss, ein böser Herrscher mit einem Drachen. Doch je tiefer man in die Lektüre eindringt, desto mehr verschmilzt man - durch die traurigen und sehr realistisch geschilderten Gefühle der Hauptpersonen - mit den einzelnen Charakteren; man leidet förmlich körperlich mit ihnen.

Gerade dies macht die Geschichte zu einem der schönsten, aber dennoch traurigsten Bücher Tolkiens. Das neu editierte Werk ist dunkler als "Der kleine Hobbit" und "Der Herr der Ringe".

Ein weiteres Highlight dieser Ausgabe sind die wunderschönen Illustrationen.
Acht einseitige, glänzende, farbige Illustrationen und 26 kleine schwarz-weiß Zeichnungen von Alan Lee, jeweils eine am Anfang eines Kapitels und einige dazwischen sowie eine Karte von Beleriand, ergänzen das geschrieben Wort. Schon allein wegen der tollen Zeichnungen lohnt sich das Buch ;-)

Bevor die eigentliche Geschichte beginnt gibt es ein Vorwort, die "Einführung Mittelerde in den ältesten Tagen" und - sehr hilfreich - Anmerkungen zur Aussprache.
Ergänzt wird das Werk mit am Ende befindlichen Stammbäumen sowie einem 50seitigen Anhang und einer faltbare Karte.

Fazit:
Die Freunde von Tolkiens Werk werden um ein faszinierendes Leseerlebnis bereichert.
Eine klare Kaufempfehlung von mir - für Tolkien-Fans sowieso ein Muss!
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am 8. Mai 2008
Zunächst einmal möchte ich anmerken, dass mir etliche der negativen Rezensionen zu "Die Kinder Húrins" nicht ganz nachvollziehbar scheinen.
Dieses Buch ist mit Sicherheit keine Abzocke, denn die darin enthaltene Geschichte Túrin Turambars ist in DIESER Form NICHT im Silmarillion enthalten. Zwar wird dort ebenfalls dessen Geschichte erzählt, jedoch auf eine ganz andere Weise: Dem Stil des Silmarillions entsprechend nicht in romanhafter Form, sondern eher so, wie alte Chroniken, Mythen oder Epen geschrieben sind - man denke an die Illias des Homer oder die Prosa-Edda Snorris.
Diese Art der Erzählkunst ist es, die manchen Lesern Schwierigkeiten bereitet: so ist sie zwar von poetischer Wucht und sprachlich-ästhetischer Macht, doch verlangt sie dem Leser auch einiges an Engagement ab.

Ganz anders "Der Herr der Ringe", der viele Leser mit seiner epischen Tiefe beeindruckt und dennoch relativ leicht zu lesen ist, mit lebendigen Charekteren und spannender Handlung - eben ein Roman mit allem was dazugehört.
Auch dieses, von Tolkiens Sohn Christopher aus seines Vaters unveröffentlichten Notizbüchern zusammengetragene Werk "Die Kinder Húrins", ist eher ein Roman denn eine Mythenchronik und ähnelt daher eher dem "Herrn der Ringe" als dem "Silmarillion" (wenn auch immer, im Vergleich zur Ringtrilogie, natürlich in relativ komprimierter Form). Die Figuren werden hier eingehender beschrieben, sie werden sehr plastisch ausgemalt und haben viel mehr eigene Persönlichkeit, als dies in Rahmen des eher "berichtenden" Stils des Silmarillion möglich wäre. Zwar bei weitem keine leichte Kost, wie sie Leser eher zeitgenössischer Fantasyliteratur gewöhnt sein dürften, aber dennoch im besten Sinne unterhaltsam, aber niemals im Sinne von billigem "Entertainment", sondern mitreissend, packend und erhebend.

"Die Kinder Húrins" ist, wie alle Werke Tolkiens, ein Meisterwerk: Was dieser Mann mit der sagenhaften Welt "Mittelerde" erschaffen hat, bleibt einfach unerreicht. Mit diesem Buch liegt ein weiterer Teil dieses gewaltigen Gesamtkunstwerkes vor.
Zu der Geschichte selbst möchte ich an dieser Stelle nicht sehr viel verraten, nur so viel: Sie ist von epischen Ausmaßen, handelt von Kriegen, Verlust, Rache, Verrat, Liebe, Treue, Mut und Freundschaft - und von Schönheit, ja, Schönheit ist das, was Tolkiens Worte stets durchdringt, aber in diesem Werk auch stets eine bedrückende, düstere Schwere und Traurigkeit.
Was manche Leser als ermüdend empfinden, nämlich Tolkiens ausgedehnte Landschafts- und Naturbeschreibungen, ist für mich Ästhetik auf höchstem Niveau: Tolkiens Welt, wie sie auch in diesem Buch vor den Augen des Lesers entsteht, ist eine mythologische, eine Welt, in der das Wirken der Natur allgegenwärtig ist und das Geschehen sowie das Schicksal seiner Helden mitbestimmt und durchdringt. Wunderbar gelingt es diesem meisterhaften Schriftsteller hier, die Tradition insbesondere nordeuropäischer Epen wie bspw. des "Kalevala" aus Finnland aufzugreifen und fortzuführen und damit für unsere moderne Welt, aus der man manchmal so gerne entfliehen möchte, eine Mythologie zu erschaffen, in der Edelmut und Tapferkeit noch ebenso allgegenwärtig sind wie ein gewaltiges, manchmal verhängnisvolles Schicksal.
Auch kann ich nicht verstehen, warum einige Rezensenten hier meinen, man merke der Geschichte an, dass sie von Christopher Tolkien aus dem Nachlass seines Vaters "zusammengestückelt" wurde: dies macht überhaupt nichts, da ja durchweg ein innerer Zusammenhang im Erzählten besteht. Sprich, man merkt eigentlich gar nicht, dass es sich hier um einzelne Fragmente handelt, die zu der einen, großen Handlung zusammengesetzt wurden - das Buch liest sich, als wäre es aus einem Guß, stilistisch erscheint mir der Aufbau makellos.

Damit dürfte außer Frage stehen, dass auch "Die Kinder Húrins" lesenswert ist, mehr als lesenswert. Hinzu kommt die meiner Meinung nach durchaus gelungene Übersetzung, an der ich persönlich eigentlich nichts auszusetzen habe, da sie viel von der ganz eigenen Stimmung und Atmosphäre von Tolkiens Sprache einzufangen vermag, sowie die für bibliophile Leser natürlich famose Gestaltung des Buches: eine hinten eingeklebte, großformatige Karte des Landes Beleriand sowie zahlreiche wunderschöne Bleistiftskizzen und, wenn ich mich nicht verzählt habe, sechs ganzseitige Farbabbildungen des Künstlers Alan Lee machen dieses Buch zu einem wahren Schmuckstück, das auch inhaltlich auf ganzer Linie einhält, was das glanzvolle Äußere verspricht.
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am 11. Dezember 2007
Ich möchte hier mal etwas klarstellen um potentielle Leser vor einem "Fehlkauf" zu bewaren.
Man sollte sich darüber im Klaren sein, ob man "nur" ein Herr-der-Ringe-Fan ist, oder ein echter Tolkien-Fan. Um dieses Buch wirklich genießen zu können reicht es nicht aus Tolkiens "Blockbuster" gelesen zu haben und toll zu finden und schon gar nicht reicht es aus, nur den Film gesehen zu haben. Keine Frage, Der Herr der Ringe ist ein herausragendes Buch aber es ist nur die Spitze eines gigantischen Eisberges der das von Tolkien geschaffene Universum darstellt. Und die Bezeichnung Universum ist keineswegs übertrieben.

Die Geschichte der Kinder Húrins ist nur scheinbar eine in sich geschlossene Geschichte, tatsächlich ist sie aber eingebettet in eine Vielzahl von kleineren und größeren Erzählungen, die die Vorgeschichte Mittelerdes und somit auch des Ringkrieges ausmachen. Um die ganzen Zusammenhänge und somit auch die Narn i hîn Húrin zu verstehen sollte man unbedingt das Silmarillion gelesen haben, dann wird man auch keine Probleme damit haben, die vorkommenden Figuren, Götter, Länder und Fabelwesen zuzuordnen.
In den bereits geposteten Rezensionen wird oft der Erzählstil kritisiert und ungerechterweise wird Christopher Tolkien beschuldigt, die Geschichten seines Vaters zu verunstalten. Dazu gehört folgendes gesagt: Wer sich ein wenig mit Tolkiens Werken beschäftigt wird feststellen, dass das meiste davon unfertige, teilweise in mehreren Ausführungen vorhandene Skizzen von Erzählungen waren - geschrieben in einfachen Notizbüchern - die niemals dem Anspruch von "Unterhaltungsliteratur" gerecht werden können. Auch von der Geschichte der Kinder Húrins gibt es verschiedene Versionen, mit unterschiedlichen Enden usw. Das war bei fast allen Erzählungen aus dem Silmarillion und vor allem bei den Büchern der verschollenen Geschichten der Fall.
Christopher Tolkien hat daran also nichts verändert oder herumgedoktert, er hat sie lediglich in chronologisch geordnete Reihenfolgen gebracht und eventuell notwendige Verbindungen zwischen den Fragmenten hergestellt, so auch bei den Kindern Húrins. Daraus resultiert eben dieser etwas spartanische und chronikhafte Erzählstil.
Diese Tatsache impliziert, dass der Leser hier keine formvollendete Geschichte vorgekaut bekommt sondern seine eigene Phantasie gefragt ist, um die Welt über die er liest zum Leben zu erwecken. Und wenn das gelingt, erwachen Epen zum Leben, deren Gewalt und Wucht man sich nur schwer entziehen kann, ähnlich den griechischen Tragödien.

Also, dieses Buch ist sicher kein leicht verdaulicher Fantasy-Schmöker für den Urlaub oder die Fahrt mit der S-Bahn. Aber wer bereit ist sich vorab etwas eingehender mit Tolkiens Welt zu befassen und beim Lesen mal wieder sein Gehirn zu gebrauchen, wird es hinterher nicht bereuen.
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am 29. April 2007
Es ist nun schon einige Zeit her, dass ich das Silmarillion und die Nachrichten aus Mittelerde gelesen habe und beide Bücher (vor allem das Silmarillion) haben mir sehr gut gefallen. Insbesondere die Geschichte Turins - in Nachrichten aus Mittelerde ausführlich beschrieben - hatte es mir angetan. Daher freute ich mich schon sehr auf dieses Buch und hoffte, neues von den Kindern Hurins zu erfahren. Aber leider musste ich feststellen, dass kaum etwas wirklich Neues darin enthalten ist. Die meisten Änderungen betreffen Details, die mir ohnehin nicht in Erinnerung geblieben sind. Ich vergebe aber dennoch 4 Sterne, da ich die Geschichte sehr gut finde und mir die Aufmachung des Buches auch sehr gefällt - vor allem die vielen Illustrationen im Buch selbst.

Mein Rat daher: für jeden, der die Nachrichten aus Mittelerde bereits kennt, wird dieses Buch kaum Neues zu bieten haben. Für die anderen kann ich dieses Buch durchaus empfehlen, da die Geschichte sehr kurzweilig ist.

mfg.
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am 6. Januar 2012
Als erstes muss gesagt werden das dieses buch nur etwas für einen ist, der sich auch für die hintergründe interessiert und es stellt eine eigene geschichte dar und ist nur indirekt mit dem herrn der ringe zu verknüpfen. Jedoch werden dadurch eine dinge klarer die in hdr ihre erwähnung finden. es ist nicht schwer zu lesen aber durch die erzähltpersepektive ist man nicht so nah am geschehen und man erlebt die geschichte eher passiv mit. die illustrationen (bleistiftzeichnungen und die farbigen bilder, welche immer eine ganze seite bedecken) sind sehr gelungen und machen das buch eindeutig lesenswerter. man sollte jedoch erst hdr gelesen haben und danach zu diesem buch greifen.
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am 11. September 2007
Ich kann durchaus verstehen, dass manche Leser entäuscht sind, wenn sie in "Die Kinder Hurins" keinen zweiten Herrn der Ringe finden. Auch mir waren die ersten Seiten viel zu sehr vollgestopft mit Namen und Daten, die man sich auf die Schnelle nicht merken kann. Auch ich habe mich manchmal über Turin und seine Dickköpfigkeit geärgert, ihn verflucht wenn er mal wieder alles falsch gemacht hat. Trotzdem ist es eine wunderschöne, traurige Geschichte die Tolkien hier erzählt. Man muß sich aber immer vor Augen halten, dass auf Turin (und seinem Handeln) der Fluch Morgoths lastet. Ich habe jedenfalls bis zum (viel zu frühem) Schluss mit dem (Anti-)Helden gefiebert.
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am 17. Juli 2013
Turin Turambar ist der Sohn des Menschen Húrin, Herrscher über Dor-lórmin und Lehnsmann der Elben. Eines Tages, als Turin noch ein kleiner Junge war, zieht sein Vater Húrin mit seinem Gefolge in eine Schlacht, die unter dem Namen die Schlacht der ungezählten Tränen („Nirnaeth Arnoediad“) in die Geschichte von Mittelerde eingehen sollte und kehrt nie mehr zurück. Húrin wird vom dunklen Herrscher Morgoth gefangen gehalten, gefoltert und mit einem Fluch belegt. Turins Mutter Morwen versucht unterdessen der Besatzungsmacht zu trotzen, die Dor-lórmin eingenommen hat, doch bald muss sie Turin fortschicken, an den Hof des Elbenkönigs Thingols in Doriath. In Doriath erhält Turin eine fast unbeschwerte Kindheit, doch seine Gedanken wandern oft in seine Heimat und zu seiner Mutter Morwen und seiner Schwester Nienor, die noch nicht geboren war, als er aus Dor-lórmin fortging. Durch einen unglückseligen Vorfall verschlägt es Turin hinaus aus dem schützenden Doriath, hinein in die Gefahren Mittelerdes und seinem Schicksal entgegen, denn der Fluch Morgoths lastet schwer auf ihm…

„Die Kinder Húrins“ ist eine unvollendete Erzählung Tolkiens, die von seinem Sohn Christopher aus verschiedenen Fragmenten zu einer vollständigen Geschichte zusammengetragen wurde. Sie ist im ersten Zeitalter Mittelerdes angesiedelt, ca. 3.000 Jahre vor den Ereignissen in „Der Herr der Ringe“ und stellt eine wunderbare Ergänzung dar, für alle, die sich für Tolkiens Fantasy-Epos begeistern können. Ich habe „Der kleine Hobbit“ und „Der Herr der Ringe“ verschlungen und wollte nun nach Mittelerde zurückkehren. Dies ist mir mit diesem Büchlein auch durchaus gelungen, zumal man außer dem tapferen Turin noch jede Menge Elben, einen Kleinzwerg und einen Drachen antrifft. Natürlich auch auf Orks, aber diese sind irgendwie zwar eine Bedrohung, aber dann doch nicht so präsent, wie bei Frodo oder Bilbo. Ich hatte ein wenig Mühe den Einstieg in die Geschichte zu finden, da der Schreibstil doch ein wenig sperrig ist, man die Ereignisse als Außenstehender beobachtet und man sich erst langsam in Turins Umgebung zurechtfinden muss. Doch irgendwann sprang der Funke dann doch noch über und ich konnte diesen Ausflug nach Mittelerde genießen.

Der Schreibstil ist sehr opulent, sperrig und poetisch in einem. Es geschieht manchmal sehr viel in einem Satz, man überspringt Jahre und wird dann wieder in bestimmtes Szenario hineingeworfen. Dann gibt es Stellen, in denen die Handlung nur langsam und schleppen voran geht, die manchmal allzu ausführlich gehalten sind, aber die wunderbaren Landschaftsbeschreibungen, die man aus „Der Herr der Ringe“ kennt, sucht man hier leider vergeblich. Der Schreibstil ist wirklich nur etwas für hartgesottene Tolkien-Leser und wer einen leichteren Einstieg in die Geschichten um Mittelerde sucht, der sollte am besten zu „der kleine Hobbit“ greifen!

Die Protagonisten sind einem allesamt bis zum Schluss unglaublich fern. Man begleitet Turin auf seiner Wanderschaft durch Mittelerde, schafft es aber nicht eine Beziehung zu diesem unglaublichen jungen Mann aufzubauen. Man beobachtet ihn und sein Schicksal aus der Ferne und dem zweiten (überlebenden) Kind Húrins wendet sich die Geschichte sowieso erst ganz spät zu, so dass man Ninor nur als Nebendarstellerin wahrnimmt, obwohl sie dann doch noch eine entscheidende Rolle spielt.

Das Cover des Taschenbuchs finde ich allerdings wunderschön! Erhaben steht der Krieger mit dem Wolfshelm, Turin, auf einem Felsen und blickt in die Ferne. Im Hintergrund sind seine Krieger mit Langbogen und Speeren zu sehen. Es ist alles sehr düster und atmosphärisch gehalten, umrandet wird sie Szenerie von einem goldenen, an den Ecken verschnörkelten Rahmen.

Fazit: „Die Kinder Húrins“ ist wahrlich keine leichte Fantasy-Kost, sie könnte einem sogar eher wie ein Stein im Magen liegen, und dennoch ist das Buch für alle Fans von Tolkiens Büchern eine Bereicherung! Zumal Christopher Tolkien ein Vorwort und die Entstehungsgeschichte des Textes beigesteuert hat, einen Stammbaum, eine Karte der im Buch wichtigen Ländereien, eine sehr hilfreiche Namensliste und es sind farbige Illustrationen von Alan Lee vorhanden, die durchaus sehenswert sind!
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Was für eine fantastische Welt ist da dem Autoren J. R. R. Tilkien aus der Feder entsprungen? Seinen Herrn der Ringe habe ich mehr als 100x gelesen, das Silmarillon mehr als 50x und DIE KINDER HURINS, welche teils im Simarillon und in den Bänden der verschollenen Geschichten Teil 1 & 2 Erwähnung finden sind mir mehr als präsent und bekannt. Mit dieser Vertonung des kompletten Stoffs der Geschichte um HURIN UND SEINE KINDER ist eine weitere Facette von J. R. R. Tolkiens Meisterwerken nun als Hörbuch erschienen. Für wahre Tolkien Fans wird an dieser Ausgabe kein Weg dran vorbei führen.

Das große Böse ist noch aktiv in Mittelerde, wir schreiben noch das Erste Zeitalter und Melkor oder vielmehr Morgoth ist noch da und spinnt seine Ränke und bösen Zauber. Er nimmt Hurin gefangen und verflucht ihn. Sein Sohn, der tapfere Turin tritt in die Geschichte ein und versucht das Blatt des Schicksals zu wenden.

Gerd Heidenreich liest diesen Text voll düsterer Spannung und echtem Heldentum gegen ein maßloses und übergroßes Böse kongenial und einfühlsam Wort für Wort. Die vollständige Lesung nimmt den Zuhörer mit und zeigt ihm wahrhafte Liebe und echte Gefahr im Angesicht des ultimativ grausamen Melkors.

Hurins Auftritt in der Geschichte ist kurz aber er initiiert eine Geschichte, welche große Kreise zieht und Turin sein Sohn wird ohne es zu wissen von Melkor benutzt und alles endet in einer totalen Zerstörung. Die Macht Melkors und seine schwarzen Zauberränke sind so omnipräsent, dass es schwer ist sich ihnen zu entziehen. HURINS KINDER ist ein ganz grandioser Stoff voller Poesie, tiefer Verzweiflung und großen Gefühlen, als wäre er wie gemacht für eine Oper.

Freunde von Tolkien werden den Stoff, hier vorgetragen und grandios intoniert von Gerd Heidenreich, lieben und schätzen, sie werden mit Hurin und Turin leiden und lachen, mitfiebern wenn es in die Schlacht geht und versuchen dem Bösen zu widerstehen, obwohl man weiß das es aussichtslos ist - doch gerade da liegt die große Tragödie in diesem Stoff - das Unmögliche wagen, das Böse zu bekämpfen obwohl man weiß das man gegen es scheitern muss und am Ende sei hier Iluvatar zitiert: und so sei sich Melkor bewusst, dass all sein Treiben und Tun nur meinen Zielen dient und am Ende wird er erkennen das alles nur dazu gedient hat, meinen Plan die große Dimension zu verleihen und dann die ganze Schönheit meiner Schöpfung offenbar wird".

Iluvatar hatte am Ende recht und wenn das letzte und größte Lied gespielt werden wird, werden alle Töne rechtens sein und der Glanz der Schöpfung wird auf alle herab strahlen. Hurin und Turin sind dann ein Teil der Geschichte und ihr Wirken und Leben haben die große Musik erst zu dem gemacht was sie dereinst sein wird.

Sehr empfehlenswert!
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