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Das Reich Südmark ist bedroht: König Olin ist bei Feinden in Geiselhaft, seine Kinder tot oder auf der Flucht, sein Thron in der Hand eines Verräters, sein Reich Schauplatz einer Elbeninvasion. Aus dem Süden rückt ein größenwahnsinniger Gottkönig heran, in der Zwergenstadt unter der Burg passieren merkwürdige Dinge, und an den Legenden über Götter und Halbgötter ist vielleicht mehr Wahrheit als erwartet. Im Mittelpunkt stehen die fünfzehnjährigen Zwillingskinder des Königs: Briony und Barrick. Getrennt müssen sie sich durch Elben- und Menschenlande zurück zu ihrer Heimatburg kämpfen. Weitere Hauptfiguren sind Gardehauptmann Vansen, der Zwergensteinmetz Chert, die hasserfüllte Elbenfürstin Yasammez, der Gossendichter Matthias und die xixische Prinzessin Qinnitan.

Gibt es noch Neues im High Fantasy- Bereich? In "Shadowmarch" plündert Williams hemmungslos alle Versatzstücke des Genres, die ihm in seine Story passen. Genrekundige Leser entdecken in allen Bänden der Tetralogie immer wieder Variationen von Themen aus dem Silmarillion, der Drenai- Saga, der Osten Ard- Saga und dem Lied von Eis und Feuer. Immerhin gelingt es Williams, die Elemente in einen stimmigen Gesamtzusammenhang zu bringen und von Band zu Band die epische Perspektive immer weiter zu verbreitern. Positiv fällt auf, dass die pubertären Zickigkeiten der adligen Zwillinge im Vergleich zu den Anfangsbänden stark nachgelassen haben. Der Qinnitan- Handlungsstrang hat leider immer noch kaum Verbindung zur Restgeschichte, und wenn es nach mir ginge, hätte man die Bände 2 und 3 straffen und zusammenfassen können. Davon abgesehen ist "Die Dämmerung" der gelungene dritte Band einer Saga, die zwar nicht sonderlich originell ist, aber allen Genrefans gefallen dürfte. Vier Sterne.
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am 5. September 2010
Hallo,

zuerst muss ich sagen: Bisher habe ich schon viele Tad Williams Bücher verschlungen. Egal ob Osten Ard, Otherland, der Blumenkrieg, Stimme der Finsternis und die ersten zwei Bände von Shadowmarch. Immer war ich begeistert und hatte nie das Gefühl, dass die Bücher künstlich gestreckt wurden.

So kommen wir zur aktuellen Triologie, die zu einer Quadrologie wurde. Es dauert bei allen extrem lange, bis sich mal was verändert. Barrick wandert praktisch 2 Bücher nur durch die Schattenlande. Briony braucht 2 Bücher um ein paar Verbündete zu finden. Wenn ich ehrlich bin, ist bei Ferras Vansen und Qinnitan auch nicht wirklich was passiert, bis auf den Schluss.

Der Schreibstil vom guten Tad war natürlich wieder gewohnt grandios und die ersten 350 Seiten vergingen wie im Flug.

Hab es natürlich zu Ende gelesen, weil im 4. Teil ja jetzt einiges passieren muss

Ich habe außerdem das Gefühl, dass die Charaktere (besonders die Bösewichte) viel zu kurz kommen. Hendon Tolly, der Autarch und Yassamez können bei weitem nicht mit Johnny Dread, Felix Jongluer, Pryrates, Elias und der Nornenkönigin mithalten. Sie sind nicht ausgearbeitet genug. Besonders Pryrates und Dread waren so fiese Charaktere. Der Autarch hätte sowas werden können. Statt dessen brabbelt er seitenlang ohne, dass mal gesagt wird wie gruselig er dabei aussieht oder so.

Wie dem auch sei. Ich wünschte Tad hätte es als Triologie belassen, die dafür rasanter abgeht. Hatte mich sehr auf das Finale gefreut. Na ja, das kann ich ja dann jetzt weiterhin tun ;-)
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am 3. November 2014
Unglaublich, endlich, endlich, endlich wird es spannend. Nach den ersten beiden Bänden wollte ich schon gar nicht mehr dran glauben...! Obwohl die Beweggründe einiger Akteure doch noch nicht wirklich nachvollziehbar sind, habe ich diesen Band nun wirklich verschlungen! Allerdings bleibt die Geschichte düster und die Erfolgserlebnisse der Hauptcharaktere sucht man vergebens, es ist wirklich einen düstere Handlung - puh. Leider bleiben immer noch die meisten Fragen offen und auch die ewige Odyssee hinter der Schattengrenze mit Barrick nimmt irgendwie kein Ende. Wenigstens sind die restlichen Geschichten um Vansen, Chert, Briony und Qinnitan spannend, so dass ich mich dann immer auf deren Kapitel freue. Ich finde, im Vergleich zu den anderen beiden Bänden, liest sich dieser hier sehr spannend und ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen.
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TOP 500 REZENSENTam 17. August 2010
Southmarch Castle, immer noch in den Händen von Hendon Tolly, wird weiterhin von den Qar unter Lady Yasammez belagert während der rechtmäßige Herrscher König Olin sich in den Händen des Autarchen von Xis Sulapis befindet. Arvin Brone kocht sein eigenes Süppchen und engagiert Mat Tinwright als seinen Spion, Hendon Tollys dunkle Geheimnisse zu entdecken.
Sulapis hat Pläne mit Olin, die er jedoch nur an Mittsommer in Southmarch vollenden kann: Er will die Götter wieder zum Leben erwecken, die Crooked, der Vater der Qar, vor langer Zeit von der Erde verbannte.
Währenddessen organisiert Ferras Vansen im Untergrund von Southmarch Castle den Kampf der Funderlings gegen ihre Verwandten, die Drow, welche das Schloss durch die unterirdischen Tunnel im Felsen von Southmarch Castle erobern wollen. Der Junge Flint jedoch scheint eine Aufgabe zu haben und einen Plan zu verfolgen, der jedoch nicht einmal im selber bewusst zu sein scheint.
Währenddessen schlägt sich Prinz Barrick weiter durch die Lande hinter der Shadowline und versucht den Spiegel nach Qul-na-Qar zu bringen und so den letzten Wunsch von Storm Lantern zu erfüllen. Begleitet wird er von geschwätzigen Raben Skurn, der ihn durch diese gefährlichen Gebiete der Qar führt. Immer noch träumt er von Quinnitian, die sich in den Händen von Daikonas Vo befindet, der sie dem Autarch von Xis ausliefern muss, will er selber weiterleben.
Briony hat es mit ihrer Truppe von Schauspielern an den Hof von Syan verschlagen, wo sie sich in Prinz Aeanes verliebt. Hin und hergerissen zwischen ihrer Zuneigung zu Ferras Vansen und Aeneas gerät sie immer mehr in den Strudel der Hofintrigen.

Der dritte Band der Shadowmarch Saga schließt nahtlos an Band 2 an. Jedoch gibt es zum Glück zu Beginn des Buches jeweils eine Zusammenfassung von Band 1 und Band 2, deren Veröffentlichung bereits einige Zeit zurückliegen.
Eigentlich sollte diese Reihe eine Trilogie werden, aber das sollte auch bei Osten Ard der Fall sein. Letztendlich hat es Tad Williams auch diesmal (zum Glück) nicht geschafft diesen Plan einzuhalten, so dass der dritte Band der Trilogie in zwei Bände geteilt werden muss. Shadowheart: Volume Four of Shadowmarch wird jedoch anders als die anderen Bände, die ja mehrere Jahre brauchten, noch dieses Jahr (2010) im November auf Englisch erscheinen.
Wie in den vorherigen Bänden laufen auch in Band 3 viele Handlungsstränge immer noch parallel. Von Kapitel zu Kapitel wechseln die Protagonisten sich ab, teils auch in den Kapiteln, so dass der Leser immer weiß wo sich wer zu welcher Zeit aufhällt und was an den verschiedenen Orten der Geschichte passiert. Einige neue Protagonisten werden eingeführt, deren Rolle jedoch noch unklar ist.
Erste Puzzelstücke finden ihren Platz. Die verschiedenen Varianten der Göttergeschichten, die bereits in Band 2 jeweils am Anfang eines Kapitel zu finden waren, werden hier weiter erzählt und man beginnt zu erkennen, wo der wahre Kern dieser Geschichten verborgen ist und was damals wirklich geschah. Der aktuelle Krieg ist eine Fortsetzung des alten Götterkrieges der verschiedenen Religionen der Qar, des Trigons und der Menschen aus Xis. Aber welcher Gott ist der Böse, welcher der Gute, was geschah damals wirklich und was wird geschehen, wenn die Götter wieder erwachen?
Besonders die Reise von Barrick hinter der Shadowline führt den Leser in viele neue, fremdartige Gegenden wie die Stadt "Sleep/Schlaf" mit ihren Bewohnern und anderen neuen und fremden Kreaturen.
Der Autarch von Xis hat ein Problem, dass ihm noch gar nicht bewusst ist. Seine Armee ist so groß und so mächtig geworden, dass ihm nichts anderes übrig bleibt, als weiter Krieg zu führen, will er nicht, dass sie ihm selber Probleme bereiten. Sulapis hat einige, wirklich extreme Auftritte, besonders sein kurzer Besuch in Jellon ist absolut genial geschildert. Ein genialer, machthungriger Psychopath, der schon lange durchschaut hat, um was es im Krieg der Qar gegen Southmarch wirklich geht und dieses Wissen zu seinem Nutzen anwenden will.
Dennoch ist diese Geschichte nicht nur düster und grausam. Es gibt witzige Seitenhiebe auf die Braut des Prinzen, als Theron Briony Buttercup nennt.
Die Sprache und die Denkweise der Qar ist wunderbar poetisch und exotisch fremd, diese Kapitel zeigen Tad Williams wunderbares sprachliches Geschick. Seine poetische Art diese fremdartigen Wesen die Welt sehen zu lassen ist ein wahrer Lesegenuss.

Fazit: Wieder einmal keine Trilogie. Dieser Band ist anders als angekündigt der vorletzte Band der Reihe. Der Showdown zu Midwinter rückt immer näher und erste Puzzelstücke der Geschichte finden ihren Platz, dennoch sind noch viele Fragen ungeklärt. Es bleibt Spannend bis zum Finale auf englisch im November 2010.

Die Reihe
Shadowmarch. Bd.1: Die Grenze
Shadowmarch. Bd.2: Das Spiel
Shadowmarch. Bd.3: Die Dämmerung
Shadowmarch. Bd.4: Shadowheart
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Prinzession Briony, die sich unter einer Gauklertruppe versteckt hielt, ist in die Hände syanesischer Soldaten gefallen. Als „Gast“ wird sie am Hofe von König Enander festgehalten und entgeht nur knapp mehreren Mordanschlägen.

Derweil irrt ihr Zwillingbruder Barrick in Begleitung des Raben Skurn durch den Wald der gefährlichen Seidenspinner im Schattenland. Unter Lebensgefahr und auf geheimnisvollen Wegen gelangt er in der Land der träumenden Götter, die Gott Krummling in den Schlaf fallen ließ. Auf Krummlings historischen Straßen schafft Barrick es bis in die Residenz des blinden Qar-Königs Ynnir, um ihm den Spiegel zu bringen, der ihm von Gyir Sturmlicht anvertraut wurde.

Ynnir, der im Sterben liegt, überträgt Barrick die Kraft der Feuerblume, eine Flamme der Unsterblichkeit, wie sie die Götter tragen. Diese Kraft wird von ihren Trägern an ihre jeweiligen Kinder weitergegeben, lediglich die Südmarksburg belagernde Quar-Fürstin Yasammez hat sie durch die Jahrhunderte nie hingegeben. Yasammez will sich an den Menschen rächen, weil diese ihre Schwester, die Quar-Königin Saqri ermordet haben sollen. Lediglich durch ein von Ynnir durchgesetztes Abkommen, der Pakt des Spiegelglases, wird sie noch zurück gehalten. Ynnir vermag durch die Weitergabe de Feuerblume und seinen eigenen Tod auch, Königin Saqri aus dem Reich der Toten zurückzuholen und wieder zu erwecken.

Im dritten Teil von „Shadowmarch“ wird das engmaschige Geflecht der vielen Figuren noch komplexer. Dachlinge, Funderlinge, Zwielichter, Traumlose, Stoltewichte und Menschen treten auf. Weinende Schatten, Gestalten aus Spinnweben, samtene Ratten, Männer mit glutroten Augen, riesige Wasserwesen, Hammerfüße, Tiefenettins und andere Urwesen aus den Tiefen der Erde kommen hervor. Der Autor zieht alle Register der Phantasie und schafft es dennoch, alle Fäden seines Epos gespannt zu halten.

In einem Gespräch, das ich mit Tad Williams bei der Vorstellung des vierten und letzten Bandes von „Shadowmarch“ führen konnte, bezeichnete er sich selbst als „Kontrollfreak“. Damit erklärt er seine Fähigkeit, den Überblick über das gewaltige Getümmel zu behalten. Er will alles selbst gestalten vom Kostüm über das Licht bis hin zur Dramaturgie und kommt ohne Exposés, Stammbäume oder Hilfsmaterialien aus.

Tad Williams schreibt in Schwüngen und überarbeitet seinen „Riesentanker von Story“ nicht wesentlich. Er behauptet sogar, die Manuskriptteile später nicht einmal mehr zu lesen. So verwundert es wenig, dass dieses anfangs auf drei Bände konzipierte Opus noch einen vierten Teil benötigt, um die Protagonisten zur letzten Schlacht wieder zusammen zu führen. Und es liegt in der Struktur der Erzählung, dass dieses Gefecht im Herzen der Südmarksburg geführt werden muss.
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am 20. Juni 2011
Ja Shadomarch ... . Ich teile die Kritik meiner Vorrezensenten vollkommen : Auch ich habe manchmal gut lust das Buch an die Wand ... äh, in das Bücherregal zu stellen und auch ich denke, daß Tad Williams einfach nicht zum Punkt kommt. Die Tendenz zu einer übermäßigen Fantasie, die man schon bei Otherland feststellen konnte ( und noch ne Welt ) findet bei Bd. 3 einen teilweise unerträglichen Niederschlag. Gerade Prinz Barrick und die Funderlinge nerven doch stellenweise extrem !

Ganz klar : Die von mir empfundenen Haupthandlungsstränge um Prinzessin Briony kommen einfach zu kurz und die sich anbahnende Passion zu Ferras Vansen wirken doch - mitunter - lächerlich und gewollt. Weitere Kritikpunkte ließen sich noch erwähnen.

Und doch : Seit meine Frau mir den ersten Band zu meinem Geburtstag schenkte habe ich innerhalb von ca. vier Wochen ungefähr 1400 Seiten gelesen.

Also : Trotz aller Kritik gefällt mir die Geschichte und ich freue mich auf Band 4 !
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am 22. August 2012
Mit dem wirklich hochklassigen zweiten Band der vierteiligen Shadowmarch-Reihe hat Tad Williams einen enorm hohen Niveaustandard aufgebaut, der im dritten Teil leider nicht mehr ganz gehalten werden kann. Während vor allem die Spannung im zweiten Buch hochgehalten wird, verliert sich Williams diesmal zu sehr im Detail und über viele Seiten geht oft gar nichts voran. Die Sprache und grundsätzliche Handlung sind nach wie vor super, aber das Tempo der Höhepunkte ist einfach nicht hoch genug, zu viel Leerlauf steckt darin.
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am 27. September 2011
Tad Williams macht es einem nicht leicht. Es erscheint mir so, als würden seine Bücher immer komplexer, aber leider auch immer zäher. Wo "Das Geheimnis der großen Schwerten" noch grandios war, verwirrte Otherland über weite Strecken mit langatmigen Schilderungen farbeprächtiger Parallelwelten und konnte erst am Ende wieder Tempo aufnehmen.

Und nun die Shadowmarch-Reihe. Von Buch zu Buch immer anstrengender. Muss das sein - brauche ich wirklich ständig irgendwelche kleinen und großen Geschichten, von Göttern (mal in der einen, mal in der anderen Version), von irgendwelchen Zwischenetappen mit gegen Null gehender Handlung. Das mag zwar in gewissem Maße atmosphärisch und stimmungstragend sein, in dem hier genutzten Maße ist es (zumindest mir) eindeutig zu viel.

Darüber hinaus gelingt es mir nur schwer, einen Protagonisten, ein Identifikationsfigur in dem Buch auszumachen. Die Perspektiven wechseln ständig, die Hauptpersonen, ja, die gesamte Geschichte berührt mich irgendwie nur wenig. Ich leide nicht wirklich mit, ich fiebere nicht mit den Schicksalen der Charaktere. Alles bleibt auf Distanz, merkwürdig blass.

Und so kommt es, dass ich erst einmal eine Pause einlegen werde. Sicherlich gebe ich dem Buch eine zweite Chance (und der 4. Band steht auch schon im Regal), aber im Moment bin ich einfach übersättigt von vielen Worten und wenig Handlung.
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am 19. November 2010
Vielen langen Stories geht irgendwann die Luft aus - Shadowmarch ist hier eine rühmliche Ausnahme.
Es gilt ebenfalls, wie auch schon im zweiten Band, wer die Vorgeschichte nicht gelesen hat, der sollte nicht mit Buch Nummer 3 einsteigen. Die Figuren werden nicht mehr vorgestellt, die Handlung schreitet nahtlos fort.
Der Autor bleibt bei dem eingeführten Erzählmuster immer da abzubrechen wo es wirklich spannend wird. Somit laufen ca. 10 unterschiedliche Handlungsstränge einfach weiter.
Unlogische Handlungen einiger Hauptpersonen, die nach 1600 Seiten und 2 Bänden vorhanden waren, lösen sich im dritten Teil auf.
Die Welt wird immer düsterer. Die Spannung wird nochmals angehoben. Mein Vorsatz die Geschichte ruhig, langsam und mit Genuss zu lesen ist schon nach ein paar Seiten über den Haufen geworfen gewesen.
Teil 3 ist ein echter Pageturner...

Der einzige Vorwurf, den man Tad Williams machen könnte, er hat einfach zu viel Phantasie.
Der Weg der Hauptpersonen ist von vielen Irrwegen gekennzeichnet. Manches Erlebnis ist mit Sicherheit für die Fortsetzung der Haupthandlung nicht zwingend nötig. Hier hätte das Werk sicher etwas gestrafft werden können.
Aber, Hand aufs Herz - drum liebt man Tad Williams ja auch - er lässt sich Zeit (und hält den Spannungsbogen immer ganz oben). Nach 400 Seiten hab ich es nochmals mit langsam lesen versucht um das Ende ein bisschen hinauszuzögern.
Wie schon zu Beginn - ich habe wieder verloren!

5 Sterne

Ende November geht das Warten zu Ende - Band 4 (und hoffentlich die Auflösung) werden veröffentlicht.
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am 8. September 2010
Ich bin ein begeisterter Fan von Tad Williams. Ich habe alle seine Bücher gelesen. Von der Shadowmarch-Reihe bin Ich seit dem ersten Buch hellauf begeistert und habe das Erscheinen des dritten Bandes lange entgegen gesehnt

Um mich richtig einzustimmen habe ich vorher nochmal Band 1 & 2 gelesen. Als dann 'die Dämmerung' erschien, konnte ich es nicht aus der Hand legen. Jedoch kam ich nicht umhin zu merken, dass Band 3 doch recht blass neben seinen Vorgängern steht.
Ich bin trotzdem begeistert von den liebevoll kreiierten Charaktern, dem Plot, den fremden Wesen und dem Witz. Tad Williams hat mit seiner Shadowmarch-Reihe bisher hervorragende Arbeit geleistet, doch man kommt als Leser schnell darauf, dass 'die Dämmerung' ein Luftholen vor dem Sprung ist. Es wird während des ganzen Buches auf den Finalen Höhepunkt in Band 4 hingearbeitet.
Brionys Suche nach Verbündeten in Syan...
Barricks verzweifelter Weg jenseits der Schattengrenze...
Ferras Vansens Bemühungen die Funderlinge, allen vorran Cherz Blauquarz, gegen Yasammez und die Zwilichter zu verteidigen...
Matty Kettlesmit, der ohne großes Heldenpotential versucht einer zu sein...
Quinnitan mit dem Soldaten Daikonas Vo, auf dem Weg zurück zu ihrem Peiniger dem Autarchen selbst, der mehr und mehr von seinen verquerten Plänen preisgibt...

Wer Band 1 & 2 gelesen hat, kommt in Band 3 durchaus auf seine Kosten und kann danach - Genauso wie ich! - das im Herbst 2011 angekündigte Finale kaum erwarten.
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