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5.0 von 5 Sternen Gekonnte Porträts großer Literaten vom Altmeister aus Spanien, 24. März 2012
Von 
Sommerwind - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Geschriebenes Leben: Ironische Halbporträts (Gebundene Ausgabe)
Javier Mariás (Jahrgang 1951) ist der wichtigste spanische Romancier und Essayist der Gegenwart. Sein neuester Roman "Die sterblich Verliebten" ist jüngst im S. Fischer Verlag erschienen, ein Werk, das an seine großen Erfolge "Mein Herz so weiß" oder "Morgen in der Schlacht denk an mich" anknüpft.

Der vorliegende Essayband (spanisches Original 2000) ist nun etwas Anderes und etwas Besonderes. Er enthält biographische Skizzen zu Schriftstellern, die Marías auf die eine oder andere Art beeinflusst oder - vielleicht noch etwas stärker - beeindruckt haben. Eine ganz unorthodoxe literarische Ahnengalerie. Uns begegnen Faulkner, Conrad, Stevenson oder Kipling neben Thomas Mann, Rilke, Rimbaud und vielen anderen.

Dem Buch liegt erkennbar kein literaturwissenschaftliches Ordnungssystem zugrunde, aber ein ästhetisches Gestaltungsprinzip: Marías legt uns - buchstäblich - seine zusammengesuchten Lieblings-Schnappschüsse großer Literaten vor und kommentiert diese. Launig, pointiert und durchaus kenntnisreich. Insofern reiht sich dieser Band in eine Folge wohlwollender Literatenporträts ein, die unter anderem von Nabokov oder Magris befüllt worden ist.

Häme ist Marìas weitgehend fremd, aber auch die im Untertitel (vom Verlag?) annoncierte Ironie. Die passt dann doch zu wenig zum spanischen Temperament. Im Aufsatz über Thomas Mann wird das ganz deutlich. Mit dessen Ironie kann Marías so rein gar nichts anfangen.

Solche Kleinigkeiten können das Vergnügen an den hier zusammengestellten, ganz subjektiven Exkursen in die Literaturgeschichte nicht schmälern. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung, zumal da der Band ungewöhnlich schön ausgestattet ist.
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5.0 von 5 Sternen Literarisches Pantheon: farbenfroh beschrieben und bebildert, 24. März 2012
Von 
Sommerwind - Alle meine Rezensionen ansehen
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Javier Mariás (Jahrgang 1951) ist der wichtigste spanische Romancier und Essayist der Gegenwart. Sein neuester Roman "Die sterblich Verliebten" ist jüngst im S. Fischer Verlag erschienen, ein Werk, das an seine großen Erfolge "Mein Herz so weiß" oder "Morgen in der Schlacht denk an mich" anknüpft.

Der vorliegende Essayband (spanisches Original 2000) ist nun etwas Anderes und etwas Besonderes. Er enthält biographische Skizzen zu Schriftstellern, die Marías auf die eine oder andere Art beeinflusst oder - vielleicht noch etwas stärker - beeindruckt haben. Eine ganz unorthodoxe literarische Ahnengalerie. Uns begegnen Faulkner, Conrad, Stevenson oder Kipling neben Thomas Mann, Rilke, Rimbaud und vielen anderen.

Dem Buch liegt erkennbar kein literaturwissenschaftliches Ordnungssystem zugrunde, aber ein ästhetisches Gestaltungsprinzip: Marías legt uns - buchstäblich - seine zusammengesuchten Lieblings-Schnappschüsse großer Literaten vor und kommentiert diese. Launig, pointiert und durchaus kenntnisreich. Insofern reiht sich dieser Band in eine Folge wohlwollender Literatenporträts ein, die unter anderem von Nabokov oder Magris befüllt worden ist.

Häme ist Marìas weitgehend fremd, aber auch die im Untertitel (vom Verlag?) annoncierte Ironie. Die passt dann doch zu wenig zum spanischen Temperament. Im Aufsatz über Thomas Mann wird das ganz deutlich. Mit dessen Ironie kann Marías so rein gar nichts anfangen.

Solche Kleinigkeiten können das Vergnügen an den hier zusammengestellten, ganz subjektiven Exkursen in die Literaturgeschichte nicht schmälern. Eine uneingeschränkte Leseempfehlung, zumal da der Band ungewöhnlich schön ausgestattet ist.
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7 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einige tote Dichter, 28. Mai 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Geschriebenes Leben: Ironische Halbporträts (Gebundene Ausgabe)
Javier Marías fasziniert den Leser mit den Meisterhaft geschriebenen Portäits einigen berühmten Dichter, und dies mit feinsten, ironischen Unbestechlichkeit, denn als erfolgreicher Schriftseller, der als Sohn eines Essayisten in einem Haus voller Bücher Aufgewachsen ist, kann er seine eigene Kollegen nicht als "Auserwählte" oder gar als Künstler idealisieren: gerade diese Distanz macht die Lektüre dieses Werkes so amüsant.
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Geschriebenes Leben: Ironische Halbporträts
Geschriebenes Leben: Ironische Halbporträts von Javier Marías (Gebundene Ausgabe - 2001)
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