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Satte 880 Seiten Mord und Totschlag, Verrat und Treueschwüre, Rachelust und Liebeswahn. Die Nibelungen-Saga an sich hat es in sich, und das Beste: alles fand im 5 Jhdt. mitten in Deutschland statt. Deshalb wurde dieses Herzstück „teutscher" Kultur aus germanischen Zeiten auch immer wieder neu aufgelegt, es gibt mindestens 250 Bücher zu dem Thema. Hier ist nun Lodemanns Fassung.
Mangels neuer Erkenntnisse arbeitet Lodemann mit einem literarischen Kniff: er erfindet einfach eine fiktive Quelle! Nämlich den Mönch Kilian Hilarus, der angeblich unter den Nibelungen lebte und dem es im Jahr 486 gelang, Krimhilds Bruder Giselher im Knast höchstpersönlich zum Aufschreiben der Geschichte zu bewegen - aus dessen Sicht die Saga daher erzählt wird. Auf diese Quelle und auf einen gewissen ebenfalls fiktiven Herrn J.B.B.Schazman, der die Urfassung dann um 1840 ins Englische übersetzt hätte, beruft sich Lodemann ausgiebig. Ob man sich mit den darauf beruhenden spielerischen Interpretationen nun beschäftigen will, muss jeder selbst entscheiden. Nun haben selbst einige Uni-Bibliotheken als offizielle Quelle dieses Buches den Mönch Kilian angegeben - Lodemann hätte das deutlicher klarstellen sollen.
Nicht zuletzt auch durch die diffusen Wortkreationen wie einem „WutWotan" oder im Extremfall einem „RiesenErdSchlundMaul" ist die Saga avantgardistisch angepasst. Die Bemerkungen mit Transfers u.a. zu Alfred Krupp, Konrad Adenauer oder gar dem Dritten Reich sind teilweise sehr weit hergeholt und haben mit der Saga selbst oft nichts mehr zu tun. Was Kenner reizen mag, halte ich für Einsteiger nur bedingt geeignet. Der Normal-Deutsche, der die Story vielleicht einfach mal in Hochdeutsch und vielleicht auch kürzer lesen will, sollte mit einer der schönen Alternativen starten (u.a. Auguste Lechners „Die Nibelungen").
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am 20. Juli 2002
Trotz nur guter Kritiken war ich von diesem Buch enttäuscht. Durchweg wurden die Protagonisten sehr stereotyp und eigentlich wenig menschlich beschrieben, was vielleicht an der Nähe zur Orginalgeschichte liegt. Ein Roman hätte durchaus die Möglichkeit geboten, die Personen etwas differenzierter und weniger clischeehaft zu charakterisieren. Kritik an der katholischen Kirche, Worte wie "Besitzgier","Imperiales Befehlssystem" oder die Betonung der positiven Ganzheitlichkeit und Naturverbundenheit der alten nord. Religionen finden sich auf fast jeder 2. Seite. Die Intention des Autors wäre auch durch etwas weniger Wiederholung dieses Konfliktes deutlich geworden. Ansonsten ist die Geschichte der Nibelungen aus dieser Perspektive sehr interessant und auch gut zu lesen.
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am 1. Juli 2003
Wer - wie ich - die Nibelungen vor allem noch aus den Werken von Auguste Lechner in Erinnerung hat, denkt an brave, tapfere Helden, fromm, gottesfürchtig und edel. Davon ist in diesem Werk wenig zu spüren. Jürgen Lodemann macht sich mit den sprachlichen Mitteln der Gegenwart auf den Weg zu den Wurzeln des Mythos. Die »Heldinnen« und »Helden« nehmen Gestalt an und veranschaulichen in ihren Handlungen die Wurzeln von Problemen, deren Auswirkungen wir heute erleben. Die allgegenwärtige Entfremdung von natürlichen Rythmen, die Trennung von Geist und Körper, ... schnell kommt man bei einer solchen Aufzählung in die Schlagwörter. Dass Jürgen Lodemann genau diese vermeidet und mit seinen sprachlichen Schöpfungen vieles erhellt, auf den Punkt bringt und damit noch klarer macht ist eines seiner grossen Verdienste. Für mich bringt dieses Werk bei jedem Hineinlesen ein weiteres Aha-Erlebnis. Schwer vorstellbar, dass dieser Mythos in der Gegenwart spannender und tiefergreifender erzählt werden könnte.
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am 8. Oktober 2011
Die Nibelungensage als der Zusammenprall zweier Welten: Die alte germanische Welt unterwirft sich dem Christentum. Sigfried ist der letzte Rebell, ermordet von dem treuesten aller Soldaten, Hagen.
Dieses Buch ist tragisch und mitreissend, ein tiefer Brunnen. Faszinierend und bleibend wie Rulaman.
Wer es liest wird es noch einmal lesen.
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am 14. August 2013
Meine Deutschlehrer hat es mir empfohlen, und ich muss sagen, das hat er gut gemacht. Ein solch ehrliches Buch hab ich schon lange nicht mehr gelesen, und zum schmunzeln, ja sogar laut lachen lädt es auch ein!!
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am 25. Juli 2002
Die Nibelungensage aus der Sicht von Giselher, dem jüngsten der drei burgundischen Königssöhne erzählt. Das Schlusskapitel erzählt dann ein irischer Mönch.
Siegfried wird als durchaus sympathischer Revolutionär dargestellt der die Herrschaftsordnung durcheinanderbringt und deshalb beseitigt werden muss. Der Konflikt zwischen den Christentum und der "alten Religion" ist anhand der Gegensätze zwischen Siegfried und den Burgundern dargestellt.
Ein faszinierendes Buch, kompetent recherchiert.
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