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283 von 291 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Für alle, die mehr wissen wollen
Nachdem ich den Herrn der Ringe verschlungen habe, habe ich mich gefragt, woher die Truchsesse aus Gondor kommen und wieso sie keinen König mehr haben, wie der König aus Rohan damit im Zusammenhang steht, wieso Elrond soviel um alte Dinge weiß und warum der Dunkle Herrscher Sauron seinen unheilvollen Ring schmieden und ihm soviel Macht innewohnen lassen...
Veröffentlicht am 23. Oktober 2005 von S.Q.

versus
41 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Dieses Buch zu kaufen war ein Fehler (beinahe)
Irgendwann im März 2000:Silmarillion gekauft und angefangen zu lesen.
Heute: Gerade Kapitel 9 fertiggelesen.
Zukunft: viel zu lesen, viel mehr zu verstehen.
Ich würde jedem von diesem Buch abraten, der nicht vorher mindestens ein "normales" Werk von Tolkien gelesen hat. Denn das Silmarillion erschlägt einen geradezu mit Namen,...
Am 17. Juli 2000 veröffentlicht


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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Bibel Tolkiens, 23. Oktober 2001
Rezension bezieht sich auf: Das Silmarillion (Taschenbuch)
Das "Silmarillion" ist das Werk das dem "Herr der Ringe" und dem "Kleinen Hobbit" zugrunde liegt. Es zeigt keinen "geordneten" Ablauf so wie die beiden anderen Bücher sondern ist mehr eine Sammlung vieler einzelnen Geschichten aus allen Zeitaltern Mittelerdes. Dabei reicht die Spanne von der Entstehung allen Lebens über grausame Schlachten bis zu rührenden Liebesgeschichten. Am Anfang wird man zwar von den vielen Namen und Orten etwas überrollt aber legt sich auch diese mit der Zeit. Wer mehr über Mittelerde und seine Geschichte wissen möchte und den Umfang an Informationen nicht scheut der sollte sich dieses Werk nicht entgehen lassen
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39 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine neue Welt, 3. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Silmarillion (Gebundene Ausgabe)
Ich habe wie viele andere auch zuerst den Herrn der Ringe und den Hobbit gelesen und mich erst ca. 3 Jahre danach mit dem "Silmarillion" befasst. Man sollte sich meiner Meinung nach viel Zeit lassen, um dieses Buch zu lesen.Insgesamt habe ich so etwa 3 Monate (mit Unterbrechungen) gebraucht. Was einem im Silmarillion erwartet, ist etwas ganz anderes als im Herrn der Ringe. Hier wird eine ganze Welt mit ihrer Geschichte, ihren Tragödien und Schicksalen dargestellt. Tolkiens Meisterwerk ist vielmehr dieses Buch, das in seiner epischen Breite und Erzähldichte alles andere übertrifft, was ich je gelesen habe. Manchen mag das schwer zu verstehen sein, wenn 1000 Namen und Ereignisse auf einem niederprasseln, andererseits ist es gerade dieses Komplexe, was Tolkiens Welt ausmacht. Und irgendwie ergibt am Ende alles einen Zusammenhang, die Sprache verzaubert einem vom ersten Wort an und lässt einem bis zum Ende nicht mehr los. Das, was Tolkien geschaffen hat, ist mit Worten kaum zu beschreiben. Seine Welt ist genauso schön und zugleich auch hässlich wie die unsere, seine Charaktere manchmal schön wie die Sonne (s. Luthien Tinuviel) , manchmal dunkel und grausam, aber nie ganz das eine oder andere. Inhaltlich erzählt dieses Epos die Geschichte der Entstehung von Arda (der Welt), der Geburt der Elben, der Zwerge und der Menschen. Hauptsächlich aber geht es um die Elben und ihre tragische Vorbestimmung. Und dies zu verfolgen, ist das Ziel dieses Buches. Als ich den letzten Abschnitt las und erfuhr, was nach der Herrn der Ringe geschah, wusste ich, das der Herr der Ringe nur eine winzige Geschichte darstellt. Alles in allem kann dieses Buch Geschmackssache sein, dennoch ist es alles andere als nur ein Buch einer fantasierten Welt, es birgt viel mehr als das. Dazu solltet ihr es aber selbst lesen! ;)
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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der nächste Schritt für den "Herr der Ringe"-Fan, 10. Mai 2002
Rezension bezieht sich auf: Das Silmarillion (Taschenbuch)
„Eru war da, der in Arda Ilúvatar heißt; und er schuf erstens die Ainur, die Heiligen, Sprößlinge seiner Gedanken; und sie waren bei ihm, bevor irgend andres erschaffen war. Und er sprach zu ihnen, sie Melodien lehrend, und sie sangen vor ihm, und er war froh."
So beginnt das Silmarillion und nicht zu Unrecht wird es manchmal als „die Bibel Mittelerdes" bezeichnet.
Das Silmarillion, hiernach als Sil bezeichnet, wurde 1978, also fünf Jahre nach J.R.R. Tolkiens Tod, von seinem Sohn Christopher veröffentlicht. Doch die Entstehungsgeschichte der einzelnen Mythen und Sagen des Sil reicht zurück bis ins Jahre 1917.
Zeit seines Lebens entwickelte J.R.R. Tolkien die Mythologie rund um Mittelerde und rund um den „Herr der Ringe". Bis in die Zeit des ersten Weltkriegs reichen die Notizen auf zerfledderten Papieren, in denen Tolkien Sagen aus der Welt der Elben, Zwerge, Menschen und der Ainur entwirft.
Nach seinem Tod verwaltete sein Sohn Christopher seinen Nachlass und stellte aus dem „Best of" das Silmarillion zusammen, die vielen Geschichten, die nicht in das Sil aufgenommen wurden, wurden später in den „Nachrichten aus Mittelerde" oder der „History of Middle-Earth" veröffentlicht, doch meist fehlt ihnen der innere Zusammenhang und manchmal auch die Stimmigkeit. Denn die Mythologie Mittelerdes wuchs und entwickelte sich über die Jahre und vieles wurde später überarbeitet, gestrichen und verworfen.
Und so ist auch das Sil keine zusammenhängende Geschichte, sondern eine Sammlung von Erzählungen, die unzählige Fragen, die sich beim Lesen des „Herr der Ringe" stellen, beantwortet.
Zum Beispiel: Warum hassen sich Elben und Zwerge? Wer ist eigentlich Elbereth, die von den Elben und von Sam und Frodo angerufen wird? Kankra ist die letzte von Ungolianths Brut, aber wer ist eigentlich Ungolianth? Wer ist dieser Earendil, über den Bilbo in Bruchtal ein Lied dichtet? Wie entstanden eigentlich die Orks?
Alles Fragen, die sich beim Lesen des „Herr der Ringe" aufwerfen, aber nicht beantwortet werden - das Silmarillion schafft Abhilfe.
Das Sil unterteilt sich in Ainulindale, die Geschichte von der Erschaffung der Welt, in die Valaquenta, die Geschichte von den einzelnen Ainur und Maia, in das Quenta Silmarillion, dem längsten Teil, der die Geschichte Mittelerdes bis zur endgültigen Verbannung Melkors umfasst, die Akkalabêth, die sich mit den Númenórer und deren Untergang beschäftigt, und schließlich in das Schlußkapitel Von den Ringen der Macht und dem Dritten Zeitalter, also quasi eine Kurzzusammenfassung vom „Herr der Ringe".
Der längste Teil des Sil ist das (namensspendende) Quenta Silmarillion; es wird erzählt, wie nach der Erschaffung der Welt einer der 15 Ainur (= die „Erzengel" Erus bilden, der sich nicht mehr direkt in die Geschicke der Welt einmischt) namens Melkor von Eru abwendet und sich nicht mehr an dessen Weltenplan halten will - er will selbst Leben schaffen, doch er kann es nicht, wird neidisch und verdirbt alles in Mittelerde.
Er zerstört die gewaltigen Lampen, die die Welt erhellen, gemeinsam mit dem Monster Ungolianth vergiftet er die zwei lichtspendende Bäume von Valinor, dem Segensreich im Westen, und er stiehlt die Silmaril. Sie wurden von Feanor, dem begabtesten Elbenkünstler aller Zeiten geschaffen und tragen das Licht der zwei Bäume in sich.
Feanor will die Silmaril wieder zurückgewinnen und zieht mit seinem Elbenvolk, den Noldor, zurück nach Mittelerde, obwohl die Ainur sie daran hindern wollen. Doch Melkor hat nicht nur die Silmaril gestohlen, er hat auch Hass in die Herzen der Elben gelegt und so kommt es wieder zu Kriegen zwischen den einzelnen Elbenkönigen, es kommt zu Völkermord, Verrat und Betrug.
Vor allem das Quenta Silmarillion ist ein wildes Sammelsurium an dem Stoff, aus dem Mythen sind: große Schlachten, tapfere Helden, Verrat, Inzest, Gier und sehr viel Tragik. Die Leidensgeschichte der Elben in den ersten Zeitaltern lässt einen erahnen, wieso die Elben im „Herr der Ringe" derart ‚entrückt' sind, wieso sie zu Melancholie neigen und wieso sie zurück in den Westen ziehen wollen.
Aber man sieht auch die dunklen Seiten der Elben, die ja im HdR stets einen sehr unfehlbar Eindruck gemacht haben. Aus Gier nach den Silmaril begehen die Noldor einen Völkermord und die Söhne Feanors töten jeden Elben, der die Silmaril nicht herausgeben will, nachdem sie Melkor endlich abgenommen wurden.
Es bietet sich also ein gänzlich anderes Bild, es bildet sich eine geschlossene Mythologie und manche der Figuren aus dem Sil (Galadriel, Sauron, Círdan, Elrond,...) finden sich auch im HdR wieder.
Sprachlich ist das Sil um einiges anspruchsvoller als der „Herr der Ringe"; auch hier hält sich Tolkien sehr eng an die mythologischen Vorbilder aus der Menschheitsgeschichte.
Was viele Kritiker der Neuübersetzung des HdR durch Wolfgang Krege wundern wird ist, dass auch das Sil von Krege übersetzt wurde. Seltsamerweise kamen hier allerdings nie irgendwelche Proteste von „Sprachpuristen", im Gegenteil, in einem Tolkienforum hat sogar jemand behauptet, „Krege hätte sich ein Vorbild an dem Übersetzer des Sil nehmen sollen." (Viel Spaß im Fettnäpfchen ;) )
Um so störender sind da vereinzelte Tippfehler (!) - hoffentlich nur in meiner Ausgabe! - die den Gesamteindruck leider doch etwas herabsetzen, vor allem, da sie doch durch sorgfältiges Korrekturlesen vermieden hätten werden können.
Fazit: Jedem, dem der „Herr der Ringe" gefallen und der sich nun noch mehr für Mittelerde und seine Geschichte interessiert, ist das „Silmarillion" wärmstens zu empfehlen. Nach dem HdR ist es der nächste logische Schritt, sich dem Gesamtkunstwerk Mittelerde zu näheren.
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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unvergleichlich, 17. März 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Silmarillion (Taschenbuch)
Im Gegensatz zum HdR sowie dem Hobbbit stellt sich das Silmarillion nicht so sehr als Unterhaltungslektüre, sondern vielmehr als Kompendium des Tolkienschen Kosmos dar, welcher Schöpfungsmythos, Genealogie und Historie Mittelerdes gleichermassen in sich vereinigt. Darin liegt seine Schwäche - für diejenigen, welche ihre Lektüre primär nach ihrem Unterhaltungswert und dem Augenblicksgenuß,den sie bietet, beurteilen; für all diejenigen dagegen, die sich mit Mittelerde um seiner selbst willen beschäftigen und tiefer in seine Geheimnisse eindringen möchten, ist dieses Werk die Offenbarung schlechthin.
Erst dieses Buch ermöglicht es, die Geschehnisse im HdR sachgerecht einzuordnen; es repräsentiert gleichsam den Masstab, an welchem sich die Vorgänge und Protagonisten des HdR bewerten und ermessen lassen. Numenor, Elbereth, Nargothrond, Gondolin, die elbische Sehnsucht nach dem Westen, Beren und Luthien, Eaerendil, der Balrog... alle diese in Tolkiens Hauptwerk nur oberfächlich gestreiften Legenden und Charaktere werden hier ans Licht der Erkenntnis gehoben; aber auch Schlüsselfiguren im HdR, deren Machtbefugnisse und Stellung (absichtlich) nicht mit letzter Schärfe gezeichnet werden - wie z.B. Elrond, Galadriel, Sauron und nicht zuletzt Gandalf - werden hier in ihrer wahren Natur beleuchtet.
Zum Stil: sicherlich liest sich das Silmarillion nicht so leicht wie die bekannteren Werke Tolkiens, und doch verleiht der archaisierende, episch-getragene Stil den dargebotenen Geschichten eine gemmessene Würde und entfaltet einen eigenwilligen, doch eingängigen Reiz.
Das Silmarilion ist gewiß kein Buch, welches je dem Bewußtsein der lesenden Masse zugänglich sein wird, und doch ist es Tolkiens dichtestes, eigenstes, schönstes Werk; erst seine Lektüre erlaubt es, den HdR in seiner wahren Dimension zu erfassen; und es ist dieses Buch, welches in plastischer Weise die beispiellose Erfindungsgabe seines Schöpfers in all ihrer gedanklichen und ästhetischen Tiefe offenbart.
Stilistisch anspruchsvoll, inhaltlich fesselnd, an Gedanken- und Ideenreichtum nicht zu überbieten - Danke, Herr Professor!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse Buch für wirklich interessierte, 24. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Das Silmarillion (Taschenbuch)
Das Silmarillion ist ein wirkliches muss für jeden HDR Fan, es schließt unmengen an Lücken, klärt den Leser über Dinge auf die nicht unbedingt aus dem Hobbit und dem HDR herausgehen. Ausserdem wird hier die Entstehung von Mittelerde, der Elfen, der Menschen und der Bösen genau Buch geführt.

Wer sich nun allerdings einen ähnlichen Epos wie bei HDR oder eine Erzählung wie beim Hobbit erwartet ist hier falsch.

Das Silmarillion ist zeitweise langatmiger, und beinhaltet eine wirklich extreme Menge an Namen. Dennoch ist es für Leute welche die Lücken, die nach HDR und Hobbit noch bleiben, füllen wollen ein tolles Buch mit guten erzählungen welche Tolkiens Universum zu einer gesammten und schlüssigen Sache macht.
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52 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Episch, tragisch, unübertroffen!, 1. November 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Silmarillion (Taschenbuch)
Das Silmarillion ist bildet wohl die Grundlage des Gesamtwerkes Tolkiens. Im Mittelpunkt des Werkes steht die Quenta Silmarillion, die Geschichte von der Erschaffung der Silmaril und der daraus entstehenden tragischen Geschehnisse des 1. Zeitalters, in die Elben und Menschen gleichermassen hineingezogen werden.
Unübertroffen an Heldentum, aber auch an Tragödie sind wohl die Geschichten von Beren und Luthien sowie die Geschichte Turin Turambars.
Das Silmarillion ist ein komplexes Buch. Das liegt an der großen Anzahl der handelnden Personen und den unglaublichen Verknüpfungen zwischen den einzelnen Protagonisten.
Den idealen Einstieg in Tolkiens Universum bildet wohl der Herr der Ringe, m.E. (nachdem ich das Werk 4x gelesen habe) ist das Silmarillion das beeindruckendere Werk. Gemeinsam mit den Nachrichten aus Mittelerde episch, tragisch, unübertroffen!
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36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schwierig aber es lohnt sich..., 19. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: Das Silmarillion (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich die Trilogie DHdR verschlungen hatte, wollte ich nun doch wissen, woher sie kommen, die Orks, die Elben, die Istari, welchen Ursprung sie haben, die Reiter von Rohan oder der Truchsess von Gondor, warum ein Waldläufer auch ein Dunedain ist und warum Gandalf sich mit einem Balrog so schwer tut. Gerade für diejenigen, die der Herr der Ringe begeistert hat aber auch viele Fragen aufgeworfen hat, ist das Silmarillion empfehlenswert wenn auch gefährlich. In dieser "Bibel Mittelerdes" werden die Ursprünge und unzählige Entstehungsgeschichten von Völkern, Königreichen und Beziehungen detailliert geschildert und neben dem Effekt, dass es nicht so nebenbei zu lesen ist (dazu ist es zu komplex) besteht die Gefahr, dass man sich täglich (auch im Alltag !!!) damit beschäftigt, die einzelnen Stammbäume zu verinnerlichen. Ich fühlte mich teilweise an meine Schulzeit erinnert, in der im Geschichtsunterricht diverse Stammbäume der Herrscherhäuser Europas abgefragt wurden, nur das ich diesmal keinerlei Zwang unterlag, mich damit zu beschäftigen. Ist Tuor ein Sohn Hurins oder Turins, ist er ein Bruder Huors, ist er ein Elbe, Halbelbe oder Mensch? Ist Fingolf der Vater Fingolfins oder andersrum und wie sind sie verwand mit Finrod, der auch Felagund genannt wird? Die vielen (teils sehr ähnlich klingenden) Namen und Verflechtungen der einzelnen Personen mit ihren jeweiligen Schicksalen machen das Buch schwierig aber auch fesselnd. Wer also wirklich überlegt, sich dieses Buch zuzulegen, sollte Zeit für konzentriertes Lesen mitbringen und ein gerüttelt Mass an Selbstkontrolle, um sich nicht völlig in die Welt Tolkiens hineinziehen zu lassen.
Ein faszinierendes Buch mit Suchtgefahr !
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35 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hätte Tolkien doch nur länger gelebt..., 14. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Das Silmarillion (Taschenbuch)
Hätte Tolkien länger gelebt, so hätte er neben (bzw. VOR) dem Hobbit und dem Herrn der Ringe (etc.) noch zig weitere Bücher schreiben können. Denn an Ideen mangelte es ihm nicht. Das Silmarillion ist der Beweis hierfür.
Insgesamt über 2 Dutzend ineinander übergreifende Geschichten aus der Historie Mittelerdes sind in der "Bibel" niedergeschrieben. Im letzten Kapitel wird übrigens der Herr der Ringe auf 10 Seiten erzählt. Hätte also Tolkien "mehr Zeit gehabt", so hätte er meines Erachtens nach aus den restlichen WICHTIGEN (!!!) Erzählungen weitere Bücher schreiben können, bzw. müssen. Besonders die Geschichte des Túrin Turambar ist sehr sehr gelungen. Und wenn mensch bedenkt, dass dies "nur" Notizen des J.R.R. Tolkien sind, die von seinem Sohn zu einem Buch zusammengesetzt wurden, so lässt sich hieraus ableiten, dass Tolkien noch mehr Bücher geplant hatte. Es ist schade, dass diese nicht mehr in Form von zig Büchern erschienen sind. Gerade Túrin Turambar wäre ein geniales Buch beworden (wie Herr der Ringe mindestens eine Trilogie!).
Doch dies sind alles nur Spekulationen meinerseits.
Tatsache ist jedoch, dass das Silmarillion für jeden der alles über die Entstehung und die Historie Mittelerdes erfahren will Pflichtlektüre ist. Für all jene, die sich weniger hierfür interessieren, dürfte das Silmarillion zu einem bibelähnlich geschriebenem Langweiler werden.
Mich faszinierte Das Silmarillion allerdings. Daher 5 Sterne. "Nicht-Freaks" werden diese Bewertung mit Sicherheit nicht nachvollziehen können. Also: Vor dem Kauf fragen: "Interessiere ich mich für die Geschichte einer fiktiven Welt?"
Viel Spaß.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Das Alte Testament von Mittelerde" - das trifft den Nagel auf den Kopf!, 16. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Silmarillion (Gebundene Ausgabe)
Lange habe ich überlegt, ob ich mir das "Silmarillion" zulegen sollte, denn obgleich ich ein großer Fan von Tolkiens "Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe" bin, genauso sehr natürlich von den ausgezeichneten Verfilmungen von Peter Jackson, hab ich natürlich auch gelesen, dass dieses Buch hier nicht jedermanns Sache sei. Dass sich hier viele Fans verschrecken ließen von den vielen Namen, den vielen unbekannten Orten und der Sprache, die Tolkien hier verwendet. Lange haben mich die Zweifel also abgehalten, dieses Werk zu lesen.
Doch dann endlich siegte letztlich mein Drang danach, mehr zu erfahren über die Vorgänge des 1. Zeitalters, über die Erschaffung der Welt - einer Welt, in der die großen drei Elbengeschlechter maßgeblich Mittelpunkt des Geschehens waren. Einer Welt, die unter der Bedrohung von Morgoth, Saurons Meister, stand. Einer Welt, in der Balrogs keine sagenumwobenen Wesen aus einer fernen Zeit sind, sondern zu hunderten Teil der finsteren Armeen von Angband, die in Schlachten des EZ gegen riesige Elbenheere zogen.

Ich habe bewusst in Kauf genommen, dass mich die Sprache des Silmarillions nicht packen würde, dass ich mich eventuell durchkämpfen müsse und das alles rein um der Information Willen, die man daraus ziehen kann.
Dementsprechend motiviert und vorgewarnt las ich die ersten Kapitel um die Ainur, die Valar und die Erschaffung von Ea, die in der Geburtsstunde der Eldar gipfelte. Und ich war von Anfang an drin in der Geschichte. Ich habe von Anfang an den Zugang zu dem Buch erhalten, den viele andere anscheinend nicht finden konnten. Die antiquierte Sprache liest sich sicherlich nicht so flüssig wie in einem Roman, wobei selbst "Der Herr der Ringe" alles andere als einfach geschrieben ist. Doch wer wirklich mehr wissen will über die Fantasywelt Tolkiens, der findet meines Erachtens auch rein, wenn - ja wenn - man sich von vorneherein klar darüber ist, was man hier bekommt. Das ist kein Buch für die Straßenbahn, oder für ein paar Seiten kurz vor dem Schlafengehen wenn einem schon die Augen halb zufallen. Das ist ein Buch, mit dem man gewissermaßen "arbeiten" muss. Man liest einen Absatz, stolpert über zwei-drei Namen, die einem vielleicht grob bekannt, vielleicht noch unbekannt sind und schon ist man wieder hinten im Namensregister und forscht nach, um wen es sich hier handelt. Und kaum beginnt man nachzuforschen, gerät man schnell in Gefahr, vom Hundersten ins Tausendste zu kommen. "Wie, Feanor, der Sohn von wem - schau ich doch mal nach. Ah, der hat drei Söhne. Die heißen so und so... ah hier ein Stammbaum..."
Und ehe man sich versieht, sind 10 Minuten vergangen, in denen man nur auf den letzten Seiten des Buches vertieft war, bevor es dann wieder im eigentlichen Text weitergeht.
So ging es mir jedenfalls und das bis ungefähr zur Hälfte des "Silmarillions". Und auch wenn das jetzt manchen abschrecken könnte. Ich selbst habe es genossen, immer und immer wieder nachzuschlagen. Und je mehr man das am Anfang macht, und nicht stur alle Namen überliest und sich dabei ärgert, dass man mit Namen und Orten zugeschüttet wird, desto einfacher fällt es einem hinten heraus, der Handlung zu folgen. Es lohnt sich also, sich gerade in der ersten Hälfte des Buches einen Wissensschatz anzusammmeln, die Stammbäume grob verinnerlicht zu haben, um dann die zweite Hälfte, in der es - selbst für Silmarillion-Verhältnisse- dann echt auch zur Sache geht, genießen zu können. Und dann - aber wohl nur dann - ist dieses Buch auch echt mitreißend und spannend.
Geschichten wie von "Beren & Luthien", "Den Kindern Húrins" und den großen fünf schicksalhaften Schlachten der Eldar (Elben) und Edain (Menschen) gegen Morgoth entfalten sich im Kopf des Lesers so sehr, dass man, obgleich Tolkien auch hier recht selten mal in wörtliche Rede wechselt oder ganz nah ans Gesehen rangeht, trotzdem das Gefühl hat, mitten drin zu sein.
Anders ausgedrückt: "Das Silmarillion" ist das perfekte Buch für Freunde des Kopfkinos. Und ja, da bekommt man schon Gänsehaut, wenn man sich manch eine Festung, die Minas Tirith wie eine Kleinstadt aussehen lassen würde, oder Balrogs und Drachen hoch oben über Schlachtfeldern mit tausenden Kriegern beim Lesen bildlich vorstellt und das dann noch in Gedanken von Herrn Jackson verfilmt auf der Leinwand sieht.

Garniert werden die Geschichten dann noch - in meiner gebundenen Klett-Cotta Ausgabe - von wunderschönen, stimmigen und auch künstlerisch ausgesprochen wertvollen Bildern aus der Hand von Ted Nasmith. Sie begleiten die wichtigsten Geschehnisse des Buches mit Bildmaterial und helfen ungemein, dass man sich besser in die Geschichten einfühlen kann. Allen, die ähnliche Zweifel, wie ich sie hatte, hegen, dass das Buch zu trocken sei, empfehle ich in jedem Fall diese Ausgabe. Abgesehen davon sieht sie einfach 1000 Mal besser aus als die Broschur.

Am Ende des Buches ist man einfach überwältigt über die Wucht, die Größe und die weitreichenden Konsequenzen des "Silmarillions". Nach der Lektüre dieses Buches sieht man als Fan den "Herr der Ringe" definitiv mit anderen Augen. Dazu trägt vor allem auch das eigene Kapitel über den Aufstieg und Fall Númenors bei, das die wichtige Brückenfunktion zwischen den weit in der Vergangenheit liegenden Legenden aus dem EZ und den jüngst geschehenen Ereignissen im HdR oder im Hobbit einnimmt.
Ich persönlich hoffe sehr, dass all diese Geschichten irgendwann einmal würdig und in all ihrer Pracht den Weg auf die große Leinwand finden. Sicherlich wäre es nötig, die Filme noch mit Details zu füllen, die Tolkien im "Silmarillion" der Fantasie der Leser überlässt. Doch verfilmbar wäre das Buch rein theoretisch schon.

Demnächst findet allerdings erst einmal die rote Schmuckausgabe des "Herrn der Ringe" den Weg unter meinen Weihnachtsbaum, und dann werde ich mich erneut nach Mittelerde begeben, nun aber mit dem Wissen über die Anfänge seiner Welt, über die Heldensagen und Mythen des 1. Zeitalters, über den Aufstieg und Untergang Beleriands und darüber, wie es dazu kam, dass die Welt so ist wie sie ist, wenn Frodo Beutlin im 3. Zeitalter die Reise seines Lebens antritt.

Wer Mittelerde in seinen Grundzügen verstehen will, muss dieses Buch lesen. Ich bin froh, dass ich es endlich getan habe, und hoffe, dass ich durch diese Rezension einige andere, die noch zweifelten, dazu bewegen kann.
Das erste Gebot ist allerdings, sich wirklich drauf einzulassen. Wenn man das macht, dann muss man definitiv "kein Freak" sein, wie in den Verissen hier teilweise herausposaunt wird, um dieses Buch faszinierend zu finden.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolkien's episches Meisterwerk, 20. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Das Silmarillion (Broschiert)
Mir ging es wohl wie vielen Anderen: Zuerst stolperte man über "Herr der Ringe", dem unvergleichlichen Meisterwerk der Fantasy-Literatur. Man ist fasziniert von dieser Geschichte, von den Personen und den immer wieder leicht angedeuteten Mythen und Legenden aus den vergangenen Zeitaltern. Schnell hat einen das Fieber gefasst und man will mehr über diese Welt lesen, also forscht man nach, was es noch so gibt.
Man stößt auf die Vorgeschichte, den "Hobbit", in dem erzählt wird, wie Bilbo damals an den Einen Ring kam. Doch man liest erneut von Geschichten aus längst vergangenen Zeitaltern, von Legenden und Sagen. Vielleicht fragt man sich auch, was es mit Gandalf wirklich auf sich hat, sowie mit Elrond, dem Weisen. Wenn man weiterstöbert, stoßt man früher oder später auf das Silmarillion. Und erst hier wird Tolkiens gigantisches Schaffen und seine überberstende Fantasie völlig gezeigt.

Das Buch beginnt mit der Ainulindale, in der die Erschaffung der Welt (Arda) in sehr biblischem und pompösen Tonfall vorgetragen wird. Man erfährt von den Ainur, später auch Valar genannt, göttergleichen Wesen (ähnlich etwa den griechischen sowie auch den nordischen Göttern), die von Eru, dem Einen, dem christlichen Gott stark ähnelnden Wesen dazu gebracht werden, mit ihrem göttlichen Gesang die Welt zu erschaffen. Doch schon bald erhebt sich eine dunkle Macht, um diesem Schaffen entgegenzuwirken und Misstöne in die Klänge der Schöpfung einzubringen...
Das ganze Thema des Silmarillions hier jetzt zu überfliegen, wäre zu langwierig, und man kann die Story nicht zusammen fassen. Man muss das Silmarillion selbst lesen. Man muss es erleben. Denn dieses Buch ist wirklich ein Erlebnis. Man taucht wirklich ein in die gewaltigen Ereignisse, die damals die Welt erschütterten und ihr das Gesicht verliehen, wie es später Bilbo oder auch Frodo zu sehen bekamen.
Im Mittelpunkt steht hier die "Quenta Silmarillion". Man erfährt von den Elben, den Unsterblichen, den reinsten Lebewesen, die nach und nach die Welt bevölkern und sich über viele Jahrhunderte hinweg einen erbitterten Krieg mit dem dunklen Feind liefern. Und man erfährt von den Silmaril, den leuchtenden Edelsteinen und wohl kostbarsten Dingen, die je erschaffen wurden. Sie sind Auslöser vieler gewaltiger Ereignisse. Es werden Kriege gefochten, Schlachten geschlagen und gewaltige Kämpfe ausgetragen, man liest von Habgier, Verrat, Flüchen und unsterblichen Schwüren. Doch nicht nur Elben sind es; bald schon werden die Menschen das Licht der Welt erblicken, und auch sie werden in die schicksalsträchtigen Ereignisse der Welt hineingezogen.

All dies ist bombastisch und episch, und ich glaube, ich übertreibe nicht wenn ich sage, dass Tolkien mit diesem Buch die Messlatte für den Begriff "episch" in der Fantasy-Literatur so hoch gelegt hat, dass man sie wohl auf unbestimmte Zeit nicht übertreffen kann. Mir selbst hat sich besonders die Geschichte über Fingolfin, dem Hohekönig der Noldor und seinem Zweikampf mit Morgoth in mein Gehirn gebrannt und selbst jetzt, wenn ich nur daran denke, bekomme ich eine Gänsehaut.

Eins jedoch sollte erwähnt sein: Wer den Tonfall der vorher genannten Werke von Tolkien gewöhnt ist, wird sich zuerst schwer tun; ganz besonders steht der "Hobbit" im starken Kontrast mit diesem Buch, hat das Silmarillion doch in keinster Weise einen so verspielten und kindlichen Touch wie das berühmte Kinderbuch. Der Tonfall ist überwiegend ernst und pompös, mehr wie eine Oper denn wie ein Märchen. Doch erst hier, im Silmarillion, wird gezeigt, was Tolkien für ein gigantisches Werk geschaffen hat. Eine völlig in sich abgeschlossene Welt mit eigener Mythologie, und diese nicht einfach nur aus ein paar Minuten heraus geschrieben, sondern über viele Jahre hinweg hingebungsvoller Arbeit, bis ins letzte Detail durchdacht. Das Silmarillion ist ein wahres Meisterwerk und nur, wer dieses Buch gelesen hat, weiß wirklich über die Schöpfungskraft des großen John Ronald Reuel Tolkien Bescheid. Dies ist sein Vermächtnis. Die Bibel der Fantasy-Literatur.
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Das Silmarillion
Das Silmarillion von John R. R. Tolkien (Gebundene Ausgabe - 2007)
Gebraucht & neu ab: EUR 4,53
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