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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungeheure Aktualität
Über Anthony Burgess Buch "A Clockwork Orange" kann man leicht geteilter Meinung sein. Besonders der gleichnamige Film von Stanley Kubrick wird oft als gewaltverherrlichend und unnötig brutal dargestellt. Anthony Burgess hat sich immer gegen diese unötige Darstellung der Brutalität ausgesprochen. In seinem Buch, in dem er staatliche...
Am 14. Dezember 1999 veröffentlicht

versus
36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen miese übersetzung
als ich auf der ersten seite anstatt "dim" "doofie" las, ahnte ich fürchterliches. und ich wurde leider bestätigt. eines der genialsten bücher die ich kenne in einer katastrophalen übersetzung (meine lieblingssequenz fehlt überhaupt komplett). versucht irgendwo die "heyne-ausgabe" von walter brumm zu bekommen. dann wisst ihr, was dieses buch...
Veröffentlicht am 21. April 2005 von christian holzinger


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36 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen miese übersetzung, 21. April 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Uhrwerk-Orange: Roman (Gebundene Ausgabe)
als ich auf der ersten seite anstatt "dim" "doofie" las, ahnte ich fürchterliches. und ich wurde leider bestätigt. eines der genialsten bücher die ich kenne in einer katastrophalen übersetzung (meine lieblingssequenz fehlt überhaupt komplett). versucht irgendwo die "heyne-ausgabe" von walter brumm zu bekommen. dann wisst ihr, was dieses buch wirklich wert ist.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ungeheure Aktualität, 14. Dezember 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Uhrwerk-Orange: Roman (Gebundene Ausgabe)
Über Anthony Burgess Buch "A Clockwork Orange" kann man leicht geteilter Meinung sein. Besonders der gleichnamige Film von Stanley Kubrick wird oft als gewaltverherrlichend und unnötig brutal dargestellt. Anthony Burgess hat sich immer gegen diese unötige Darstellung der Brutalität ausgesprochen. In seinem Buch, in dem er staatliche Kontrolle und Konditionierung des Menschen anprangert, werden die brutalen Szenen nicht unötig in die Länge gezogen und eigentlich entsteht die Brutalität meistens im Kopf des Lesers, da Burgess Situationen oft nur andeutet. Für das Buch hat der Autor eine eigene "Slangsprache" entwickelt, die einem Kauderwelsch aus Deutsch, Russisch und Englisch entspricht und beim Leser die geniale Eigenschaft hat, das er sich nach der Lektüre des Buches selber, so wie Alex, wie nach einer Gehirnwäsche fühlt. In einer Welt, in der der Mensch immer mehr durch den Staat und durch andere äußere Einflüsse stark konditioniert wird, ist Burgess Buch aktuell wie nie zuvor und gehört meiner Meinung nach in jedes Bücherregal. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch ist "echt horrorshow", 16. November 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Uhrwerk-Orange: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Die Uhrwerk-Orange", vielen Menschen sicherlich hauptsächlich durch die Verfilmung durch Stanley Kubrick bekannt, ist auch als Buch eine beklemmende, verstörende Zukunftsvision. Ein Ich-Erzähler berichtet uns von seiner Jugend. Die Gesellschaft in der Alex (der Erzähler) lebt ist nur noch auf zwei Punkte hin ausgerichtet: das Arbeiten und das tägliche Fernsehprogramm. Alex ist ein Junge, der sich nicht mit diesem Lebensstil abfinden will und rebelliert. Diese Rebellion besteht darin, dass er mit seinen Jungs Menschen grundlos überfällt, und diese auf das brutalste verprügelt. Todesfälle werden dabei in Kauf genommen. Alex landet schließlich im Gefängnis, dort wird ihm nach einem weiteren Todesfall angeboten, sich der Ludovico-Therapie zu unterziehen, die aus ihm einen "guten" Menschen machen soll. Aber er wird nicht zu einem guten Menschen sondern zu einem Wrack, dem sämtliche Gefühlsregungen genommen werden. Er wird zum Opfer der Regierung, der Medien, man kann sagen er ist das Opfer der Gesellschaft. Er hat gegen diese Gesellschaft rebelliert, und das wird von der Gesellschaft nicht hingenommen. Alex wird gleichgeschaltet. Ein Buch, das uns zeigt, wie eine Gesellschaft manipuliert werden kann. Der Mensch und die Gesellschaft als Uhrwerke.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unterhaltsam und zun Nachdenken anregend., 6. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Uhrwerk-Orange: Roman (Gebundene Ausgabe)
In "uhrwerk Orange" von Anthony Burgess geht es nicht in erster Linie, wie man vielleicht meinen könnte, um eine Gang von jugendlichen Verbrechern, sondern um ernstere, geradezu philosophische Fragen. Das Hauptanliegen von Anthony Burgess besteht darin, den Leser dazu zu bringen, sich Gedanken über den freien Willen als manifestierende Eigenschaft des Menschen zu machen. Dabei vertritt Burgess selbst auf unaufdringliche Weise die Ansicht, daß der Mensch ohne seinen freien Willen kein echter Mensch mehr ist und daß somit jeglicher Eingriff in den freien Willen abzulehnen ist. In der Art und Weise, in der er dies präsentiert, läßt er aber auch andere Interpretationen zu, ja, er regt sogar Diskussionen zu diesem Thema an. Um dieses Thema zu präsentieren, entwirft Burgess das Bild einer zukünftigen Gesellschaft, in der das Leben nicht sonderlich lebenswert erscheint. Vor diesem Hintergrund erzählt er die Geschichte der jugendlichen Verbrechergang um ihren Anführer Alex, der gefangengenommen und einer neuen "Therapie" unterzogen wird. Sowohl die Beschreibung des gesellschaftlichen und politischen Hintergrundes, als auch die Erzählung der Geschichte von Alex und seiner Gang gelingt Burgess eindringlich und unterhaltsam. Dabei wird vor allem Alex, der Ich-Erzähler, nicht ausschließlich negativ, sondern in allen Facetten, dargestellt. Ein weiterer Leckerbissen ist die konsequente Benutzung eines Slangs, des sogenannten "Nadsat-English", in der gesamten Sprache der Jugendlichen; um dies vollständig zu würdigen, sei dem der englischen Sprache Mächtigen die englische Originalfassung empfohlen. Alles in allem vereinigt "Uhrwerk Orange" politische, menschliche und soziologische Fragen und Gedanken zu einem Gesamtwerk, das ich jedem potentiellen Leser empfehlen kann, sofern dieser keine Problem mit den drastisch geschilderten Gewaltszenen hat; diese dienen nicht der Erzeugung von Action, sondern sind für die Handlung und die entwicklung des gedanklichen Fadens unentbehrlich. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider nur der halbe Spaß, 20. Dezember 2001
Rezension bezieht sich auf: Die Uhrwerk-Orange: Roman (Gebundene Ausgabe)
Ein geniales Buch in einer sehr traurigen Übersetzung. Für denjenigen, der das Buch in der Übersetzung von Walter Brumm gelesen hat (Heyne Verlag, 1972), ist diese Ausgabe ein rechtes Ärgernis.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen A clockwork orange, 30. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Uhrwerk-Orange: Roman (Gebundene Ausgabe)
Eines Tages suchte ich voller Missmut eine große Buchhandlung auf, um mir endlich, es war höchste Zeit geworden, ein englisches Buch für die mir drohende Buchvorstellung im Englisch-LK, 12.Klasse, zu kaufen. Ich hatte nicht die geringste Lust auch nur irgendeines zu lesen, aber was blieb mir anderes übrig...Schließlich entschied ich mich für 'Die Uhrwerk orange', da ich schon einmal davon gehört hatte und die Inhaltsbeschreibung wenigstens einigermaßen interessant klang. Als ich dann zu lesen begann, steigerte sich mein Widerwillen und meine Unlust auf diese Buchbesprechung ins Unermeßliche als ich entdeckte, dass der Autor den Protagonisten eine erfundene Jugendsprache sprechen läßt...mit deren Verständnis ich zunächst Probleme hatte! Doch schon bald gewöhnt man sich an diese Sprache und nach einigen Seiten hat man keinerlei Verständnisprobleme mehr. Und auch ansonsten begeisterte mich dieses Buch immer mehr. Ich kann nur nur jedem empfehlen, es zu lesen, da es zum einen unglaublich unterhaltsam geschrieben ist, und man manchmal, trotz der zugegeben brutalen Szenen, lächeln oder gar lachen muss, sogar Mitleid mit Alex, dem Erzähler, empfindet. Zum anderen regt dieses unglaublich vielschichtige Buch zum Nachdenken an- vor allem wenn man sich mit der Biographie des Autors beschäftigt, da im gesamten Roman viele autobiographische Elemente zu finden sind. Aber auch für denjenigen, der keine Lust hat, nebenbei Anthony Burgess-Biographien zu wälzen, ist dieses Buch ein geistiger Gewinn, eine moralische Lektion, die man nicht so schnell vergisst. Es ist wirklich schade, dass Anthony Burgess, der ein vielseitig begabter Mensch war, selbst nie mit seinem Werk zufrieden war, eine Ansicht, die ich nicht nachvollziehen kann. 'A clockwork orange' bzw. 'Die Uhrwerk orange' hat bei mir bis heute einen Ehrenplatz im Regal und immer wieder lese ich gerne die ein oder andere Passage und denke auch oft über das Buch und die Moral die dahinter steckt, nach. Ich kann nur sagen, jedem, dem dieses Buch nicht gefällt hat sich nicht intensiv genug damit beschäftigt, denn es ist wirklich ein Schatz an Philosophie, und so clever geschrieben, dass ich immer noch darüber staune.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DAS Buch zu DEM Film, 28. April 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Uhrwerk-Orange: Roman (Gebundene Ausgabe)
Uhrwerk Orange (Clockwerk Orange) ist ein sehr verstörendes und eigentwilliges Buch, das Stanley Kubrik dazu veranlaßt hat, seinen gleichnamigen Film zu drehen. Das besondere an diesem Buch ist die besondere Sprache, in der es geschrieben wurde. Der Autor verwendet viele Ausdrücke aus der Jugendsprache natsat, die sich unter anderem aus russischen Ursrüngen ableiten läßt. Das Buch selbst handelt von dem Jugentlichen Alex der mit seinen droogs leutetollschockend durch die Gegend zieht, dabei allerdings erwischt wird und in eine Umerziehungsanstalt gesteckt,wo ihm eine Gehirnwäsche verpaßt wird. Interessant ist noch, dass die deutsche Punkband Die Toten Hosen ein ganzes Album über dieses Buch aufgenommen hat. (ein kleines bischen Horrorshow, u.a. mit "Hier kommt Alex" über den Alex aus dem Buch.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Mensch als Uhrwerk, 9. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Uhrwerk-Orange: Roman (Gebundene Ausgabe)
"Nadsat" heisst die Jugendsprache der Zukunft, und sie kommt aus dem Russischen: Woerter wie Babuschka, kraschnig oder sluschen sind typisch fuer den fremden, bedrohlich klingenden Slang, den Anthony Burgess seine Figuren quorietschen laesst. Die Geschichte handelt vom Jugendlichen Alex, der mit seiner Gang jede Nacht loszieht, Drogen nimmt, wehrlose Leute brutal tollschockt, Maedchen vergewaltigt. Als er sich mit seinen Freunden zerstreitet, liefern sie ihn der Polizei aus. Durch sie wird Alex zur "Ludovico"-Therapie zugelassen: eine neue Form der Heilung, die ihm, um ihm die Lust zur Ultrabrutalen auszutreiben, zunaechst selbst Gewalt antut: Unter Dorgeneinfluss muss er verschiedene Filme glasen, die Gewaltexzesse darstellen und ihn abschrecken sollen. Obwohl er zunaechst leidet, scheint die Therapie jedoch bald anzuschlagen, doch ganz anders, als er es sich vorgestellt hat. Anthony Burgess zeichnet mit dieser Gschichte nicht nur ein Stueck pessimistischer Zukunftvision; es geht ihm auch um moralische Fragen: Ist es schlimmer, sich frei fuer die Gewalt zu entscheiden oder als menschliche Maschine ("Uhrwerk") das Friedliebende waehlen zu MUESSEN ? Diese recht abstrakte Problematik zieht sich durch die Geschichte, die faszinierend, zunaechst aber nicht ganz leicht zu lesen ist. Die Nadsat-Sprache, in deren Stil der obige Handlungsabriss verfasst wurde, ist gewoehnungsbeduerftig, praegt das ganze Buch; laesst die Figuren aber auch authentisch und zugleich seltsam entrueckt erscheinen. Fuer diesen eigenwilligen Stil gibt es denn auch keine Erklaerung, man wird von der ersten Seite an damit konfrontiert und "lernt" die Sprache nach und nach durch die entsprechenden Zusammenhaenge. Dadurch wurde die Geschichte fuer mich aber auch lebendiger, man geht eine Art "Komplizenschaft" mit den Figuren ein: Man spricht dieselbe Sprache. Wer dies zunaechst als abschreckend empfindet, der sollte daran erinnert werden, dass das Buch nicht mit philosophischen Monologen langweilt, im Gegenteil Spannung und die zentrale moralische Fragestellung allein aus dem Konstrukt der Geschichte bezieht. Beruehmt wurde das Buch 1972 durch die Verfilmung von Stanley Kubrick. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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3.0 von 5 Sternen Achtung!, 14. Februar 2014
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Uhrwerk-Orange: Roman (Gebundene Ausgabe)
Wer hier nach einer schönen gebunden Ausgabe Ausschau hält, muss aufpassen, die Sprache ist unglaublich schwer zu verstehen, denn es handelt sich hier anscheinend um das Originalwerk, somit also auch sehr schwer zu lesen.
Man muss ungelogen ca. 20 mal pro Seite im Glossar hinten nachschauen, schade drum.
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4.0 von 5 Sternen schade, dass die Ludovico-Methode nur Fiktion ist..., 21. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Uhrwerk-Orange: Roman (Gebundene Ausgabe)
Der 15-jährige Alex zieht als Kopf einer kleinen Bande Abend für Abend durch die Straßen auf der Suche nach Opfern. Ob es sich dabei um Raub, Vergewaltigung oder "nur" um Schlägereien handelt, spielt für sie dabei kaum eine Rolle. Nachdem eines von Alex' Opfern verstirbt und er auch noch auf frischer Tat dabei erwischt wird, scheint er sich für viele Jahre an das Leben im Gefängnis gewöhnen zu müssen. Überraschenderweise erhält er jedoch nach 2 Jahren die Aussicht auf eine vorzeitige Entlassung, allerdings unter der Voraussetzung, dass er bereit ist, sich an einer Art Rückgewinnung in die Gesellschaft in einer äußerst drastischen Form zu beteiligen, der sogenannten Ludovico-Methode.

Auch wenn dieses Buch unbestritten als Pflichtlektüre zum zeitlosen Thema "Jugendgewalt" anzusehen ist, so ist mir zum Ende hin die eigentliche Aussage etwas verborgen geblieben. Man kann weder ein Plädoyer für noch gegen die radikalen staatlichen Maßnahmen erkennen. Beinah hat man Eindruck, dass der Erzähler letztlich alle Ereignisse mit dem Schicksal des Erwachsenwerdens entschuldigt. Dem Leser allein dieses Urteil zu überlassen, hinterlässt in diesem Fall einen eher fahlen Beigeschmack.
Auch wenn dies durch die Tatsache, dass der Täter hier als Erzähler auftritt, gerechtfertigt ist, so ist dennoch fraglich, ob die ständige Benutzung der Jugendsprache wirklich sinnvoll ist oder den Leser eher nervt. Außerdem fehlen zumindest Hinweise, warum die Täter zu dem geworden sind, was sie sind. Die Vergewaltigung von zwei 10-jährigen Mädchen damit zu erklären, dass einem das Böse schlichtweg genauso viel Spaß macht wie es anderen Menschen zum Glück verhilft, gutmütig und hilfsbereit zu sein, ist zu simpel und lässt zu viele Fragen unbeantwortet.
Trotz der Unzulänglichkeiten ist das Buch natürlich dennoch absolut lesenswert. Zwar schockieren sowohl die Gewaltdarstellungen wie auch die Anwendung der staatlichen Gegenmaßnahmen heute niemanden mehr, regen allerdings zum Nachdenken an und falls dies die Absicht Burgess' war, hat er sein Ziel erreicht.
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Die Uhrwerk-Orange: Roman
Die Uhrwerk-Orange: Roman von Anthony Burgess (Gebundene Ausgabe - April 2011)
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