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am 28. November 1999
Howard Gardner, Entwicklungs-Psychologe der Harvard Graduate School of Education, unterzieht in diesem Buch den vorherrschenden Intelligenzbegriff einer berechtigten Kritik. Dabei geht er - im 1.Teil seines Buches - von zwei Seiten aus:
Zunächst kritisiert er die einseitige Zuspitzung von "Intelligenz" auf eine rein abstrakte, kognitive und angeborene Leistung oder Leistungsfähigkeit. Dabei macht er vor allem deutlich, wie sehr unser Verständnis von einem "intelligenten Menschen" von der Fähigkeit abhängig ist, in Intelligenztests oder in schulischen Leistungstests zu bestehen, die jedoch oft mit der Wirklichkeit und im wirklichen Leben geforderten Qualitäten wenig gemein haben.
Der zweite Ausgangspunkt seiner Überlegungen ist eine zusammenfassende Sicht verschiedenster Erkenntnisse und Entwicklungen:
Neurobiologische Befunde unterstreichen die Möglichkeit von funktionalen Einheiten im menschlichen Gehirn, die sich unter anderem bei Verletzungen des Gehirns zeigen können. Diese Einheiten bilden für Gardner die Grundlage für spezielle "Intelligenzen".
Daneben stützt er sich auf die Existenz von Ausnahme-Individuen, wie zum Beispiel "idiots savants", die in einem bestimmten geistigen Bereich (Musik, Zeichnen, Rechnen etc.) außergewöhnliche Leistungen erbringen können, aber in anderen Bereichen stark zurückgeblieben sind.
Es gibt in den verschiedensten Kulturen End-Zustände menschlichen Leistungsvermögens, also Spitzenleistungen, die mit den von Gardner korrespondierenden geistigen Leistungsvermögen korrespondieren.
Die von Gardner identifizierten Bereiche zeichnen sich auch dadurch aus, dass sie in einem eigenen Zeichensystem encodiert sind. Zum Beispiel Schriftzeichen für den sprachlichen Bereich, Zahlen und Operationssymbole für den mathematischen Bereich, Notenzeichen für den musikalischen Bereich und so weiter.
Die von Gardner - im 2.Teil von "Frames of Mind" - aufgestellte Liste von Intelligenzen enthielt in der ursprünglichen Fassung die folgenden sieben Bereiche:
1. Linguistisch - sprachliche / 2. Musikalische / 3. Logisch-mathematische / 4. Räumliche / 5. Kör-perliche und Bewegungsintelligenz / 6. Intrapersonale / 7. Interpersonale Intelligenz.
Die Liste wurde von Gardner bewusst offen gehalten; so fügte er selbst im Jahr 1996 noch die "naturalistische" Intelligenz hinzu.
Nach der Aufzählung der von ihm identifizierten Bereiche menschlicher geistiger Leistungsvermögen geht Gardner auf mögliche Gegenargumente ein. Dabei weist er die übliche Grundannahme von Intelligenz als einer angeborenen Fähigkeit zurück, besser gesagt, er modifiziert sie unter Hinweis auf die Wichtigkeit des kulturellen, materialen und gesellschaftlichen Kontexts, in welchem eine geistige Kapazität sich zeigt oder beurteilt wird.
Darüberhinaus kritisiert er die Inanspruchnahme des stark positiven Intelligenzbegriffes für abstrakt-kognitive Leistungen allein. Entweder sollen alle gleichrangigen geistigen Vermögen "Intelligenz" genannt werden dürfen oder keine.
Im 3.Teil seines Buches äußert Gardner einige Ideen bezüglich Erziehung und Schule. Diese Ideen sind sehr fragmentarisch und vorläufig. Sie werden in einem späteren seiner Werke viel ausführlicher dargestellt: "Multiple Intelligences - The Theory in Practice" (1993).
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ist jeder, der einen hohen IQ hat, intelligent? Wird der herkömmliche Intelligenztest unseren vielfältigen Fähigkeiten gerecht? Nein, meint der amerikanische Kognitionswissenschaftler Howard Gardner und stürzt den IQ vom Thron. Seine Forschungen widerlegen die These der Alleinherrschaft einer allumfassenden Intelligenz, wie sie in standardisierten Tests ermittelt wird. Stattdessen ruft Gardner gleich sieben Intelligenzen auf den Plan, darunter die musikalische, die räumliche und die körperlich-kinästhetische. Das ehrgeizige Ziel: dem ganzen Menschen gerecht werden ' und allen Menschen, auch denen außerhalb der westlichen Kultur. Gardner erklärt seine Ideen anschaulich und auch für Laien nachvollziehbar. Die Umsetzung in pädagogische Konzepte lässt allerdings zu wünschen übrig ' bis heute. Immerhin bereitete die 1985 erschienene Erstausgabe des Buchs mit ihrem Begriff der 'multiplen Intelligenzen' den Weg für Daniel Golemans Buch "Emotionale Intelligenz", das zehn Jahre später erschien. Heute arbeiten Hirnforscher daran, die Ansätze der beiden Harvard-Psychologen zu erhärten. getAbstract empfiehlt diesen Klassiker der Populärwissenschaft Ausbildern, Führungskräften und Personalfachleuten.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Februar 2011
Vieles in dem Buch erinnerte mich an: "stimmt, das ist mir auch schon mal aufgefallen." Aber so ausführlich und so präzise (inzwischen auch schon unzählig zitiert gefunden) ist es eben nur im Original zu lesen. Sehr schön auch, wenn man die sonderbaren Verhaltensweisen seiner Mitmenschen jetzt schnell und schlüssig zuzuordnen weiss: z.B. Aha, meine Freundin ist so, weil bei ihr die eine Intelligenz deutlicher ausgeprägt ist als die andere! Es erscheint erstmal mühsam zu lesen, wegen der o.g. Ausführlichkeit, lohnt sich dadurch aber um so mehr, weil die Informationen nachhaltiger im Kopf gespeichert werden.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Juli 2013
Das Buch scheint eine ältere Ausgabe zu sein, als in der Bestellung gezeigtes Bild (anderes Cover,vergilbt,von 1991).
Da es vermutlich Inhaltlich gleich ist, dient es meinem Zweck.
Die Lieferung war schnell.

Danke

gerne wieder mal
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