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am 5. September 2010
Die Dowayos leben in Kamerun. Ein Ethnologe, der sich noch nicht an den Theorien und vorgefassten Meinungen seines Fachs schuldig gemacht hat (oder einfach wieder aus der Umklammerung befreit hat, indem er sich redlicherweise seine eigenen Vorurteile und Schwächen eingesteht) macht sich auf, um an ihrem Leben teilzuhaben und um als neuer Mensch in seine 'eigene' Kultur zurückzukehren, die nun wieder mit neuen Augen gesehen alles andere als selbstverständlich ist.

Wie auch in seinen anderen Büchern versteht es der Autor auf wunderbare Weise, witzige Situationen zu zeichnen und skurrile Gestalten vorzustellen, denen er im afrikanischen Dorf begegnet. Er räumt mit vielen gängigen Vorurteilen auf, so z.B. der Aberglaube, wonach alles, was in Afrika als 'gut' bezeichnet wird, aus einheimischen Traditionen stammt, während alles Böse wie Rassismus und Unterdrückung bloß Erbe des Imperialismus ist. Zeigt die wahnwitzigen Spielchen der Bürokratie auf und verdirbt sich gründlich den Magen, sodass er bei der Heimreise derart geschwächt ist, sein Gepäck zu tragen. Eine authentische, lebensnahe Schilderung eines englischen Feldforschers also, der mir nach der Lektüre so liebenswert erschien aufgrund seiner Selbstironie, seiner Bescheidenheit, seines Wissens, seiner Macken wie das Volk der Dowayos selber.

Unbedingt lesen, wer gerne lacht!!

Das hat noch Platz hier: Als Mr. Barley wieder in die so genannte Zivilisation zurückkehrt (Kapitel: Der Engländer aus dem Weltraum): "Ich schritt durch die Straßen Roms wie ein Dowayo-Zauberer, der den Unterschied zwischen seiner rituellen Rolle und den Alltagsfunktionen durch gespenstische Langsamkeit markiert. Der reichen Auswahl auf den Speisekarten in den Lokalen fühlte ich mich nicht gewachsen: Ich hatte bei den Dowayos so lange nehmen müssen, was ich bekam, dass ich die Fähigkeit auszuwählen völlig verloren hatte."
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