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5.0 von 5 Sternen Medium ist die Botschaft
Der bekannte Ausspruch: 'Das Medium ist die Botschaft' von Marshall McLuhan (1911'1980) weist ihn nicht nur als Visionär einer mittlerweile etablierten Medienphilosophie aus, sondern zugleich auch als Meister der message selber, also als jemanden, der punktgenau eine Botschaft formulieren kann. Sein Satz: 'Der Name eines Menschen ist der Schlag, der ihn benommen...
Veröffentlicht am 10. Juni 2012 von Ewald Braunschweiger

versus
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3.0 von 5 Sternen Der Medizinmann des globalen Dorfes
Marshall McLuhan ist eine Legende. Der kanadische Literaturwissenschaftler war nicht der erste, der sich in den 50er und 60er Jahren Gedanken zu den damals noch neuen Medien wie Fernsehen, Radio und Computer machte. Er war aber der erste, der damit ein Massenpublikum erreichte, da er die sich veränderte Gesellschaft mit pointierten Formulierungen beschrieb, die von...
Veröffentlicht am 8. April 2011 von Dirk Engel


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3.0 von 5 Sternen Der Medizinmann des globalen Dorfes, 8. April 2011
Rezension bezieht sich auf: Marshall McLuhan: Eine Biographie (Gebundene Ausgabe)
Marshall McLuhan ist eine Legende. Der kanadische Literaturwissenschaftler war nicht der erste, der sich in den 50er und 60er Jahren Gedanken zu den damals noch neuen Medien wie Fernsehen, Radio und Computer machte. Er war aber der erste, der damit ein Massenpublikum erreichte, da er die sich veränderte Gesellschaft mit pointierten Formulierungen beschrieb, die von den Medien, die er analysierte, begierig aufgenommen und verbreitet wurden.

The Medium is the Message" war sein erfolgreichster Geistesblitz, andere waren: heiße und kalte Medien, wie der Buchdruck das lineare Denken in der Gutenberg Galaxis" bestimmt, wie das Fernsehen uns zurück in eine Stammesgesellschaft schickt, wie wir alle dank TV und Telegraphen in einem globalen Dorf" leben. Weniger bekannt, aber dafür heute umso aktueller ist sein Satz: Der Konsument ist der Inhalt". Vieles, was McLuhan beschrieben hat, ist heute lebendiger denn je, dank des Internets, das McLuhan nicht mehr erlebt hat (er starb 1980).

Jetzt ist - rechtzeitig zu McLuhans 100. Geburtstag - die deutsche Übersetzung einer Biographie erschienen, die der Schriftsteller Douglas Copeland bereits 2009 veröffentlicht hat. Coupland ist Romanautor, mit McLuhan hat er sich beschäftigt, weil beide in der kanadischen Provinz aufgewachsen sind und auch sonst einige Gemeinsamkeiten haben. Auch Coupland wurde mit seinem Buch Generation X" kurzzeitig als Visionär, Trendguru und Analyst eines sich veränderten Zeitgeistes von den Medien gefeiert. Seine Herangehensweise ist unkonventionell: Weder hat er eine klassische Biographie geschrieben, noch handelt es sich um eine Auseinandersetzung mit den Ideen und Werken McLuhans. Das Buch erinnert in einigen Stellen einer Collage: seitenlange Anagramme, Zitate aus Ebay, eine Item-Batterie aus einem Fragebogen zur Diagnose von Autismus - bis hin zu Kapiteln aus Couplands neueren Roman Generation A".

Das Fragmentarische und die Verknüpfung so vieler unterschiedlicher Stilmittel und Themen sind aber durchaus im Sinne McLuhans. Überraschende Erkenntnisse gibt es allerdings nicht - der Autor hat auch nicht selbst recherchiert, seine wichtigste Quelle - zumindest kokettiert er ständig damit - ist Wikipedia. Die Lebensgeschichte folgt eng den Fakten, wie sie aus anderen McLuhan-Biografien bekannt sind. Erzählt ist sie sehr unterhaltsam, mit einer Mischung aus Bewunderung und skeptischer Distanz. Was aber eindeutig zu kurz kommt, ist die Welt der Ideen, die McLuhan in seinen Büchern, Aufsätzen, Interviews und sogar auf einer Schallplatte ausbreitete. Sie scheint nur manchmal auf zwischen den Anekdoten, die der Autor aneinanderreiht.

McLuhans Werk ist durchaus sperrig, weil er seine Erkenntnisse eher aphoristisch, assoziativ und wenig strukturiert präsentierte, weshalb viele Kritiker in ihm eher ein Popkultur-Phänomen sehen. Auch Coupland staunt, warum gerade der steife, zum Katholizismus konvertierte Literaturwissenschaftler aus der kanadischen Prärie zum Held der Technologie- und Massenkultur wurde, obwohl er die von ihm analysierten Phänomene eher ablehnte und sie als etwas Böses ansah.

Es ist zu hoffen, dass jetzt zu seinem 100. Geburtstag weitere Bücher und Artikel im Feuilleton seine brillanten Ideen freilegen, damit sie uns auch heute wieder zur Inspiration dienen können. Couplands Buch schafft es zumindest, wieder etwas Neugierde auf den Mann zu wecken, der schon Mitte des letzten Jahrhunderts unsere mediale Zukunft sah.
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5.0 von 5 Sternen Medium ist die Botschaft, 10. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Marshall McLuhan: Eine Biographie (Gebundene Ausgabe)
Der bekannte Ausspruch: 'Das Medium ist die Botschaft' von Marshall McLuhan (1911'1980) weist ihn nicht nur als Visionär einer mittlerweile etablierten Medienphilosophie aus, sondern zugleich auch als Meister der message selber, also als jemanden, der punktgenau eine Botschaft formulieren kann. Sein Satz: 'Der Name eines Menschen ist der Schlag, der ihn benommen macht und von dem er sich nie erholt' aus den Auftaktseiten stehe als Beispiel dafür. McLuhan selber war ein gern gesehener Redner, der es verstand, sein Publikum zu unterhalten und zu fesseln. Er wäre heute zum Medienpapst avanciert ' und das wäre ihm sicher recht gewesen. Mit seinem Buch The Gutenberg Galaxy gilt er als Vorläufer jener Akademiker, die das Medium selber untersuchen, mit dem Botschaften übertragen werden: Buch, Radio, Zeichen usw. Seinen Durchbruch und internationale Berühmtheit erlangte er aber durch das Werk Understanding Media, welchem The Medium ist the Massage (sic!) im Stile der 68er-Avantgarde folgte. Trotz aller Skepsis ist sein Einfluss bis heute nachhaltig. Sein Biograf, selbst Kult-Autor (Generation X), versucht nicht einfach eine Lebensgeschichte McLuhans zu erzählen. Er nutzt vielmehr die vielfältigen Möglichkeiten von Schreibkultur, um dem Leser einen Eindruck der komplexen mediale Wirkung adäquat zu machen, für die der Name 'McLuhan' steht. Ist zwar ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber McLuhan hätte es, wie mir auch, gefallen.
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5.0 von 5 Sternen Wichtiger denn je, 4. April 2011
Von 
Fuchs Werner Dr (Zug Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Marshall McLuhan: Eine Biographie (Gebundene Ausgabe)
Drei Jahrzehnte sind es nun schon her, seit der Urvater der Medientheorie, Marshall McLuhan mit neunundsechzig Jahren gestorben ist. Und seither haben sich Dinge ereignet, die damals niemand vorausgesehen hat. Außer Marshall McLuhan und vielleicht ein paar wenige, deren Namen nie bekannt wurden. Aber McLuhan erkannte in der globalen Vernetzung und ihrem ununterbrochenen Rauschen eine Krankheit, deren Ursachen es sich zu erforschen lohnt. Nicht um Kulturpessimisten zusätzliches Futter zu geben, sondern um ein Zentrum zu finden, von dem aus Ordnung in den aufgewirbelten Kosmos gebracht werden kann.

Der Autor und Künstler Douglas Coupland ist nicht der erste Biograph von McLuhan. Aber er geht so völlig anders ans Werk, dass man sicherlich behaupten darf, er habe eine neue Biographie geschrieben. Das signalisiert er bereits auf den ersten fünf Seiten, auf denen sinnvolle und sinnlose Anagramme aus den Buchstaben von Marshall McLuhans Namen stehen.

Spätestens auf Seite 21 wird jedem Leser klar, warum die erste Überschrift "Der Seher" lautet. Denn was McLuhan 1962 schrieb, war dem allgemeinen Zeitgeist so weit voraus, dass der 1911 in Edmonton geborene Medientheoretiker von seinen Gegnern als Scharlatan, Clown und Wichtigtuer verspottet wurde. Aber auch wenn "Das Medium ist die Botschaft" und "Die Welt ist ein globales Dorf" zu seinen Markenzeichen wurden, leistete Marshall McLuhan sehr viel mehr, als Erscheinungen auf ein paar Begriffe zu reduzieren. Douglas Coupland erkannte, was viele Rezipienten von McLuhan übersahen. Der kluge Akademiker aus Toronto war ein Meister in der Mustererkennung. Und er sah auch schon voraus, dass seine Lehren mit der Zeit zu einem verschwommenen Bild gerinnen, das seine Betrachter so häufig und unreflektiert weitergeben, dass sich deren Grundbotschaft auflöst.

Obwohl Douglas Coupland die Technik hasste, wollte er sie wie ein Besessener verstehen. Warum er nicht davon ablassen konnte, die moderne Welt geradezu verbissen deuten zu wollen, versucht Coupland ebenso zu erklären wie die Frage, welche Analysen von McLuhans auch heute noch Bestand haben. Es ist also kaum Zufall, dass Coupland während der Recherchen zu diesem Buch an einer Art Fortsetzung von "Generation X" arbeitete. Und es macht Sinn, dass Coupland auch aus seinem Roman "Generation A" zitiert.

Möglich, dass Couplands These stimmt, McLuhan sei in seinem Denken auch völlig anders gewesen, weil dessen Gehirn anders durchblutet wurde. Aber sich eingehender als gewöhnlich mit dem Körper einer berühmten Person zu befassen, rührt wohl auch von der Tatsache her, dass McLuhan unzählige kleine Schlaganfälle erlitt, bevor ihn dann der Schlag wirklich traf. Doch wie es sich für eine Biographie gehört, erfahren wir natürlich auch viel über McLuhans Kindheit, sein Elternhaus und die Umgebung, in der er aufwuchs. Die Quellenlage ist speziell, weil McLuhan Tagebücher hinterlassen hat, die auch Auskunft über seine Gefühle, Ängste und Hoffnungen geben.

Marshall McLuhan war der Inbegriff der zerstreuten Professors, aber ein fantastischer Redner, der Unmengen von Gedichten und Prosatexten vortrug. Coupland druckt den AQ-Test ab, der Auskunft über den Autismus-Spektrum-Quotienten geben soll, ohne sich anzumaßen, eine Pathographie von McLuhan verfassen zu wollen. Da der Übertritt zum Katholizismus das spätere Leben Marshall McLuhans stark beeinflusste, geht sein Biograph natürlich auch auf religiöse Aspekte ein.

Das zweite Kapitel "...command ...shift" beginnt mit Anagrammen der drei Wörter "The global village". Wir schreiben das Jahr 1940, auf der Welt leben 2.5 Milliarden Menschen und Marshall kehrt mit seiner Frau zusammen nach St. Louis zurück. 1942 brachte Corinne einen Sohn zur Welt, das erste von sechs Kindern. Wie sehr Marshall ein störrischer Konservativer war, wird heute leicht vergessen, kommt aber in dieser Biographie immer wieder zur Sprache. Und natürlich in vielen der zahlreichen Zitate, die oft einsam auf einer ganzen Seite stehen.

Je tiefer ich in dieses seltsame und faszinierende Leben eines genialen Außenseiters eintauchte, desto überzeugter wir ich, dass Douglas Coupland der ideale Mann ist, Lesern des 21. Jahrhunderts Marshall McLuhan näher zu bringen. Er berichtet von McLuhans Vorlesungen, als sei er selber im Saal gesessen. Er montiert verschiedene Textsorten zu einem Kaleidoskop, durch das ein Mann sichtbar wird, der sich selbst in einem mehrbändigen Werk nicht fassen lässt.

"The Medium ist the message" wird ebenfalls in allen möglichen Buchstabenkombinationen auf weißes Papier gedruckt und bildet den Auftakt zum dritten und letzten Kapitel "...escape ...control". 1962 erscheint "The Gutenberg Galaxis" und schlägt wie eine Bombe ein. Aber der eigenwillige Stil rief auch vehemente Gegner auf den Plan. Coupland beschreibt das umstrittene Buch so bildhaft und emotional, dass ich es wohl ebenfalls anschaffen und lesen werde. Zum Popstar der Medienwissenschaft wurde Marshall McLuhan aber erst 1965, nachdem ihn einige maßgebende Werber, Schriftsteller und Publizisten entdeckten. Und dank "Understanding Media" kam McLuhan auch endlich zu Geld. Der Anfang vom Ende signalisierte dann eine Gehirnoperation im Alter von sechsundfünfzig Jahren.

Mein Fazit: Eine der faszinierendsten und aufregendsten Biographien, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Und das liegt sowohl an der Persönlichkeit von Marshall McLuhan als auch an seinem Biographen Douglas Coupland. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Selber lesen macht glücklich.
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4.0 von 5 Sternen eigenwillig aber gut, 1. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Marshall McLuhan: Eine Biographie (Gebundene Ausgabe)
Der Autor stellt Marshall McLuhan und sein Werk eigenwillig, mit viel persönlicher Note vor. Das geht in diesem Fall gut, weil McLuhan selbst eine der ungewöhnlichsten Persönlichkeiten des letzten Jahrhunderts ist. Viele Zitate und Querverweise machen das Buch nützlich. Die eigenen Story-Auszüge des Autors stören nicht weiter, sind aber auch nicht wirklich ein Gewinn.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Marshall McLuhan, 24. Januar 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Diese Biographie ist absolut ärgerlich, eitel und überflüssig, es bringt sehr viel mehr, sich bei Wikipedia zu informieren.
Der Autor sollte sich mehr an sein Thema halten und nicht versuchen, originell zu sein.
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Marshall McLuhan: Eine Biographie
Marshall McLuhan: Eine Biographie von Douglas Coupland (Gebundene Ausgabe - Dezember 2011)
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