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4.0 von 5 Sternen Basiert auf einem wahren Skandal
"Tödlicher Staub" von Massimo Carlotto basiert auf einem wahren Skandal. Wie auch "die tageszeitung" vom 23.07.2011 berichtet, testen Militär und Rüstungsfirmen in einem riesigen Gebiet auf Sardinien neuartige Waffen, obwohl die italienische Mittelmeer-Insel doch eigentlich eher für wunderschöne Badestrände und wilde Bergregionen bekannt ist...
Veröffentlicht am 21. Mai 2012 von Silke Schröder, hallo-buch.de

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Ex-Söldner, der Ex-Finanzpolizist und der Ex-Dealer
Pierre Nazarri, Deserteur vom Militär, wird von einer dubiosen Organistation erpresst und auf die junge Tierärztin Nina angesetzt. Nina, die an radioaktiver Strahlung erkrankte Ziegen und Schafe untersucht, soll er die Forschungsergebnisse stehlen. Dabei verstrickt sich Pierre immer tiefer in ein gefährliches Netzt aus Vertuschung, Macht und Geld, in das...
Veröffentlicht am 15. Juni 2012 von Vampyress "Coffee and Book...


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Ex-Söldner, der Ex-Finanzpolizist und der Ex-Dealer, 15. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Tödlicher Staub: Roman (Broschiert)
Pierre Nazarri, Deserteur vom Militär, wird von einer dubiosen Organistation erpresst und auf die junge Tierärztin Nina angesetzt. Nina, die an radioaktiver Strahlung erkrankte Ziegen und Schafe untersucht, soll er die Forschungsergebnisse stehlen. Dabei verstrickt sich Pierre immer tiefer in ein gefährliches Netzt aus Vertuschung, Macht und Geld, in das nicht nur die korrupte örtliche Polizei, sondern auch das Militär, die Mafia und die Politik verstrickt sind.

Handlung:

"Tödlicher Staub" packt ein Thema an, für das Carlotto und sein Co-Team aus elf Autoren und investigativen Journalisten recherchiert haben. Das Stichwort ist "Nanopartikel", und womit Pierre es in der militärischen Sperrzone auf Sardinien zu tun bekommt, ist absolut beängstigend - denn die Grundlagen dieses Fiktiven Romans sind absolut real.

Dieses brisante und bisher vor allem todgeschwiegene Thema vor der Kulisse Sardiniens hat mich auch zum Lesen verlockt, denn Krimis sind normalerweise eher nicht mein Genre. So viel habe ich mir versprochen von diesem Buch, aber hier wurde viel, aber auch so viel in den Sand gesetzt, dass es zum Haareraufen ist. Carlotto wird als einer der besten und erfolgreichsten Autoren Italiens gehandelt, aber nach "Tödlicher Staub" bin ich erst mal mit ihm durch.

Was mich gestört hat? Allem voran die schlecht strukturierte Handlung, viel zu sehr wird hier an der Oberfläche gekratzt, das Thema Nanopartikel wird nur am Anfang wirklich behandelt und im Laufe des Geschehens einfach fallengelassen. Hinzu kommen dievöllig stereotypen Charaktere. Das Büchlein ist nur 160 Seiten dick, aber Carlotto überschüttet den Leser mit derart vielen Ex-Söldnern, Ex-Finanzpolizisten, Ex-Majoren, Ex-Dealern und Ex-Gefängniswärtern, die man allein an ihren - für uns fremdartigen italienischen - Namen auseinanderhalten muss, dass einem förmlich die Ohren schlackern. Wer bei der Hälfte des Buches noch weiß, wer wen erpresst , wer von wem herumgeschubst wird, wer wen linkt und mit wem verbündet ist (und wie jeder von denen heißt!), der ist richtig, richtig gut.

Mir war es, beim besten Willen, zu viel. Was mich bei der Stange hielt, war das Schicksal Pierres und Ninas, aber irgendwann ist die Handlung einfach so konfus und unzusammenhängend, dass ich bestimmt aufgegeben hätte, wäre das Buch nicht so dünn.

Fast will man glauben, Carlotto war sich beim Schreiben für seinen eigenen Roman "zu cool". Das Buch ist einfach zu dünn, zu unstrukturiert und zu oberflächlich, um dem wichtigen Thema auch nur annähernd gerecht zu werden. Sämtliche agierende Figuren (die Militärs, erst recht die ganzen schmierigen Mafiosi, aber sogar vor den Frauen macht Carlotto nicht Halt!) sind cool, so cool, dass Erpressungen, Ermordungen, ja selbst schlimme Schicksalsschläge immer aalglatt rüberkommen und jeder immer noch einen flotten Spruch nachschieben muss wie in einer billigen Gangsterklamotte. Ist es das klischeebehaftete süditalienische Ego, das hier durchschimmert und jeden als Macho auftreten lässt? Ich weiß es nicht.

Fazit: Das wichtige Thema des Buches hat diese unzureichende Umsetzung nicht verdient. Zu sehr wird and der Oberfläche gekratzt, das 160 Seiten schmale Büchlein ist zu vollgestopft mit Personen, die allesamt kein Gesicht haben, dafür aber mächtig cool und geleckt redet. Schade.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Basiert auf einem wahren Skandal, 21. Mai 2012
Rezension bezieht sich auf: Tödlicher Staub: Roman (Broschiert)
"Tödlicher Staub" von Massimo Carlotto basiert auf einem wahren Skandal. Wie auch "die tageszeitung" vom 23.07.2011 berichtet, testen Militär und Rüstungsfirmen in einem riesigen Gebiet auf Sardinien neuartige Waffen, obwohl die italienische Mittelmeer-Insel doch eigentlich eher für wunderschöne Badestrände und wilde Bergregionen bekannt ist. Auffällig daran sind die vielen Krebserkrankungen und Missbildungen bei menschlichen wie tierischen Bewohnern in der Umgebung des Übungsgeländes. Aus diesen Fakten zaubert Massimo Carlotto einen knallharten fiktiven Thriller, der zunächst als erstklassige Polit-Öko-Enthüllungsgeschichte daherkommt, sich dann jedoch zu einem brutalen Mafiakrimi entwickelt. Detailreich und anschaulich beschreibt Carlotto, wie skrupellos die Hintermänner agieren, um Ninas Ergebnisse zu vertuschen, verliert dabei aber leider das eigentliche Thema ein wenig aus den Augen. Trotzdem zeigt 'Tödlicher Staub' mit dem Finger auf die gefährlichen Umweltsünden von Militär und Rüstungsfirmen mitten auf der sonst so beschaulichen Sonneninsel Sardinien.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre für Sardinien-Urlauber!, 4. Juni 2012
Von 
Hamlet - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tödlicher Staub: Roman (Broschiert)
Der Autor Massimo Carlotto ist ein Schriftsteller mit einer außergewöhnlichen Vita: Mitglied bei Lotta Continua, einer linksradikalen Vereinigung, Verhaftung und Verurteilung wegen Mord, 5 Jahre auf der Flucht, 11 Prozesse, 6 Jahre im Gefängnis, dann Aufhebung des Urteils und Begnadigung (nachzulesen bei Wikipedia). Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis kehrte er dem italienischen Festland den Rücken und lebt seither auf Sardinien. (siehe auch "Der Flüchtling" von Massimo Carlotto)

Immer mit großem Interesse an politischen Themen, lässt er sich bis heute nicht mundtot machen und nutzt seine Bekanntheit, auch über die Grenzen Italiens hinaus, die Dinge beim Namen zu nennen und auf Missstände hinzuweisen. So liegen auch seinem neuesten Politthriller wahre Begebenheiten zugrunde.

Seit Jahren häufen sich rund um das sardische Sperrgebiet Salto di Quirra Krebserkrankungen sowie Missbildungen, die offensichtlich ihre Ursache in den freigesetzten Nanopartikeln der dort getesteten Uranmunition haben. Gemeinsam mit Mama Sabot", einer Gruppe Journalisten, hat Carlotto deshalb Nachforschungen angestellt und die Ergebnisse in Tödlicher Staub" literarisch verarbeitet.

Carlotto schreibt pointiert, knapp aber doch informativ - in hard-boiled Manier eben. Und es gibt in diesem spannenden Tatsachenthriller keine Guten, denn alle, die die an diesen Schweinerein verdienen können, haben Dreck am Stecken. Ob Militär, Politiker, Polizei und natürlich auch die Mafia - jeder hat die Finger darin und die Geldbörse weit offen.

Weil man als Leser weiß, dass der Autor sich die Inhalte seines Buches nicht ausgedacht hat, läuft einem beim Lesen doch das eine oder andere Mal ein Schauer über den Rücken. Möchte jetzt wirklich noch jemand Urlaub an der Costa Smeralda machen? Ich mit Sicherheit nicht!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Oberflächlicher Krimi mit einem brisanten Inhalt, 14. Juni 2012
Von 
Nicole (berga, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tödlicher Staub: Roman (Broschiert)
Deserteur Pierre Nazzari wird von der Militärpolizei gesucht und soll eine Gefängnisstrafe absitzen. Er versucht unterzusuchen, wird jedoch von verschiedenen Organisationen für diverse Aufträge eingesetzt.
Er soll der Tierärztin Nina näher kommen, die im Sperrgebiet Salto di Quirra missgebildete Schafe untersucht. Die Missbildungen gehen auf einen Skandal zurück, der auf keinen Fall aufgedeckt werden soll.
Leider konnte mich das Buch nicht komplett überzeugen. Anhand des Klappentextes hatte ich auf einen tiefgründigen Krimi zum Thema Umweltverschmutzung in Sardinien gehofft.
Jedoch spielt dieser Skandal um die Nanopartikel in dem Buch und geheime Waffentests an der Küste Sardiniens nur eine kleine Nebenrolle. Vielmehr werden die Machenschaften von Mafia, Militär, Polizei und Politik dargestellt. Jedoch werden für mich diese Verstrickungen auch immer nur kurz angerissen, mal lernt viele verschiedene Figuren kennen, jedoch alle nur sehr oberflächlich und auch durch die italienischen Namen kam ich anfangs schwer in die Handlung rein.
Der Krimi ist sehr kurz und präzise geschrieben und somit bleibt kaum eine Möglichkeit einen Charakter näher kennen zu lernen oder in der Handlung richtig in die Tiefe zu gehen.
Schade, denn der Autor und die 9 Journalisten der Gruppe Mama Sabot haben viele Jahre an der Geschichte recherchiert die leider auf waren Begebenheiten beruht.
Fazit: Ein spannendes und brisantes Thema, das jedoch in diesem Buch nur im Hintergrund bleibt und Handlung und Charaktere oberflächlich abgehandelt werden. Das Buch erhält von mir 3 Sterne aufgrund der jahrelangen Recherche Arbeit des Autors und der Journalisten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ökoskandal auf Sardinien, 13. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Tödlicher Staub: Roman (Broschiert)
Das Buch "Tödlicher Staub" ist ein gründlich recherchierter Roman, den Massimo Carlotto zusammen mit einer Gruppe von neun sardischen Journalisten verfasste. Der Protagonist Pierre Nazzari dessertierte und wird nun von der Militärpolizei gesucht. Das macht ihn erpressbar und so muss er die Drecksarbeit für eine paramilitärische Organisation mit dubiosem Hintergrund erledigen. Von dieser wird er auf die junge Tierärztin Nina angesetzt, die mittels Tierversuchen an Schafen und Ziegen über die Wirkung von Nanopartikeln forscht.
Dieser Roman möchte einen Ökoskandal an den Traumstränden Sardiniens aufdecken, der durch radioktiven Müll als Überrest militärischer Übungen entstanden ist. Er beruht auf einer wahren Begebenheit, Neben diesem Skandal wird auch die Situation auf Sardinien geschildert, die schmutzigen Machtspiele von Mafia und Militär sind Bestandteil der Romanhandlung.
Zu Beginn muss man sich erst einlesen, die vielen verschiedenen Namen zu den einzelnen Parteien zuordnen. Doch dann wird der Leser durch ansteigende Spannung belohnt. Ehe man sich versicht, ist das Buch auch schon zu Ende. Für meinen Geschmack hätte es noch 100 Seiten länger sein können. Insgesamt ist es ein lesenswerter und informativer Roman, der sehr fllüssig genossen werden kann.
Wer mehr über Sardinien, Nanopartikel und die Beziehung von Nina und Pierre erfahren möchte, sollte den Roman unbedingt lesen. Viel Spaß damit!
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4.0 von 5 Sternen Tödlicher Staub, 20. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Tödlicher Staub: Roman (Broschiert)
*** Klappentext ***
Pierre Nazzari wird als Deserteur von der Militärpolizei gesucht. Er ist erpressbar und muss die Drecksarbeit für eine dubiose, paramilitärische Organisation machen, die ihn auf die junge Tierärztin Nina angesetzt hat.
Denn die Nachforschungen, die die junge Frau im Zusammenhang mit einer Reihe mysteriöser Erkrankungen und Missbildungen bei Schafen und Ziegen macht, scheinen ein paar einflussreichen Persönlichkeiten zu weit zu gehen ...

*** Meine Meinung ***
Tja, so ganz weiß ich nicht, was ich von dem Buch halten soll. Es war jetzt nicht spannend im herkömmlichen Sinne, doch ich konnte es nicht aus der Hand legen, weil ich wissen wollte, wie es weiter geht. Vor allem die 2. Hälfte kam mir irgendwie wie ein recht emotionsloser Tatsachensachenbericht in einer Zeitung vor. Das ganze Buch ist sehr dicht und die 185 Seiten sind einfach zu prall gefüllt, da wären mehr Seiten drin gewesen, die dann auch persönlicher hätten werden können. Die Dichte ließ sich trotzdem locker lesen, weil die Schreibweise Carlottos flüssig und gut lesbar ist.
Keine der Figuren ist nur Gut oder nur Böse. Jeder hat seine Facetten, die ihn liebenswerter oder unsympathischer machen, wie die Tierärztin Nina. Sie stellt nicht nur Nachforschungen wegen der Missbildungen an Tiere an, sondern führt auch selber Tierversuche durch, was ihre Sympathie bei mir extrem schmälert.
Was den Titel betrifft, wird leider nicht groß auf den tödlichen Staub" eingegangen, obwohl die Handlung sehr dicht ist. Da hätte man mehr draus machen können und vor allem nicht nur die sardische Mafia und auch ein wenig die politische Sichtweise beleuchten können, sondern auch wirklich auf den tödlichen Staub" eingehen können, um dem Titel gerecht zu werden.
Vor allem die vielen italienischen Namen machten mir zu Beginn Probleme und doch mit einem kleinen Spickzettel konnte ich dem Abhilfe schaffen.
Alles in allem war das Buch interessant und ich vergebe knappe 4 Sterne.
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4.0 von 5 Sternen Spannung garantiert!, 7. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Tödlicher Staub: Roman (Broschiert)
Klappentext:
Drogendealer, die Mafia und ander Ganoven spielen in diesem Buch eine große Rolle. Doch von dem allen versucht sich Pierre durch seine Flucht fast völlig abzuwenden. Doch dies kann er nicht, was er nicht zuletzt seiner bösen Vergangenheit zu verdanken hat, denn er wird von der Militärpolizei gesucht. Genauer dieser Punkt macht ihn für die Mitwisser seiner Vergangenheit erpressbar und diese fordern von ihm vieles...

Meine Meinung:
Mir hat das Buch "Tödlicher Staub" wirklich gut gefallen und ich kann auch sagen, dass es wirklich spannend ist und einen beim Lesen sofort in seinen Bann zieht, weshalb ich es auch an einem Stück durchgelesen habe. Der Autor beschreibt seine Charaktere gut und ausführlich, sodass man sich leicht in diese hineinversetzen kann und auch schnell Sympathien zu bestimmten Personen bildet.
Das Cover finde ich schön gestaltet und so ein Strichcode auf der Vorderseite ist doch auch mal etwas anderes. Auch die Rückseite des Buches ist auf eine ganz spezielle Art etwas besonderes und zwar dadurch, dass es auch hier nicht wie bei den meisten Büchern ist und so der Klappentext auch nicht gerade ist, sondern sich diagonal über die Hinterseite streckt.
Leider muss ich bemängeln, dass ich in diesem Buch nicht wirklich einen Krimi erkennen konnte, obwohl ich schon öfter in den Genuss von einem solchen gekommen bin. Also wenn man ein großer Krimi-Fan ist und sich dieses Buch auch nur deswegen kaufen will, sollte man lieber nachdenken, ob man es sich wirklich anschaffen soll.
Zudem ist mir erst nach dem Lesen aufgefallen, dass der Titel "Tödlicher Staub" nur am Anfang einen direkten Bezug zum Buch hat, doch dann diesem Staub immer weniger Bedeutung beigemessen wird.

Fazit:
Allgemein kann ich nur sagen, dass das Buch das Lesen wirklich wert war, auch wenn es einige negative Punkte gab und deswegen vier Sterne von mir bekommt.
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4.0 von 5 Sternen Investigativer Kriminalroman mit Schwächen, 18. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Tödlicher Staub: Roman (Broschiert)
"Es ist das vierte, Frau Doktor", sagte er leise.
Nina nickte. Sie zog ein paar Banknoten aus der Hosentasche und reichte sie ihm. "Wie geht es den anderen?"
Der Hirte zuckte mit den Schultern. "Ich glaube, gut. Sie wissen ja, ich gehe da nicht so nah dran."
"Ich schaue nachher mal nach ihnen." Sie betrat den Stall und betrachtete den winzigen am Boden liegenden Kadaver."
(S. 9/10)

Pierre Nazzari wird als Deserteur von der Militärpolizei gesucht. Um nicht im Gefängnis zu landen, muss er für eine korrupte Organisation die Drecksarbeit erledigen, unter anderem die Tierärztin Nina auszuspionieren, die an missgebildeten Tieren forscht.

Massimo Carlotto und Mama Sabot, neun investigative Journalisten, haben recherchiert und mit "Tödlicher Staub" einen realitätsnahen und erschütternden Kriminalroman geschrieben.

Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und dennoch hatte ich Probleme in "Tödlicher Staub" reinzufinden. Zum einen hängt es mit den schon zu Beginn zahlreich auftretenden Protagonisten zusammen, zum anderen aber auch mit der fehlenden Übersichtlichkeit , mangels Kapiteleinteilung. Es gibt zwar Absätze, diese reichen meiner Meinung nach aber nicht aus, um für Ordnung zu sorgen.

Zum Inhalt sei gesagt, dass man sich unter dem Titel "Tödlicher Staub" eigentlich mehr Infos und Details zur Verschmutzung bzw. Kontaminierung an Sardiniens Küsten und Stränden wünscht. Dieses Thema wird jedoch nur angerissen und nicht tief genug ausgeleuchtet - was andererseits auf grade 159 Seiten sehr schwierig wäre. Der Leser erfährt mehr über gewisse dubiose Organisationen, ihre Handlungsmethoden und die Verstrickung in Politik und Wirtschaft, was natürlich nicht minder interessant ist.

Die Charaktere bleiben im Laufe des Buches alle eher blass und rufen keinerlei Gefühle in mir wach. Für mich sind sie einfach ein Mittel zum Zweck, um diese Geschichte erzählen zu können.

Dennoch möchte ich dem Buch knappe vier Sterne geben, da ich es als Aufschrei einiger Menschen ansehe, die Augen offen zu haben und nicht immer wegzuschauen.
Wir haben nur eine Erde!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mittelmässige Krimilektüre mit beunruhigender Realität..., 7. Juni 2012
Von 
A. Zanker (CH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tödlicher Staub: Roman (Broschiert)
Dass ein Autor Tatsachen in seinen Krimi miteinbindet, hier sind es die pulverisierten Restbestände von Uran-Waffen, die bspw. von Tieren (hier Schafe aufgenommen werden und sich in Missbildungen abzeichnen), hat sicher seinen ganz eigenen Reiz und Anziehungspunkt, dass ein Dennis Scheck gerne Krimis empfiehlt ist nichts Neues, nur riskiert er mit solchen Empfehlungen auch bei den Lesern, zumindest was seine Empfehlungen anbelangt, zu sinken, und sein Spruch " Vertrauen Sie mir, ich weiss was ich tue" ich schon längst nicht mehr hören kann...denn so sehr mich dieses Thema auch interessiert hat, inwiefern die Bevölkerung, Natur, Tier und Mensch von solchen "Waffenversuchsgebieten" wie es eben auf Sardiniens Sperrgebiet "Poligono Interforza Salto di Quira- Capo San Lorenzo" existiert, betroffen sind, geht der Roman / Krimi eher als ein Nebenschauplatz darauf ein, ansonsten finden wir hier eine mittelmässige Krimilektüre, eine etwas grobe und primitive Sprache, jede Menge Tode / Morde, und eine eher dürftige Spannung...

Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Deserteur Pierre Nazzari, der aufgrund seiner Vergangenheit unter Druck gerät und erpresst wird. Sein Pendant ist die Tierärztin Nina, die im Auftrag für ein Unternehmen arbeitet, Schafe seziert um die Auswirkungen von Nanopartikeln zu erforschen und zu dokumentieren, im verseuchten Waffentestgebiet auf Sardinien. Aufgrund zweier Lager zwielichtiger, krimineller Kreise, wo jeder den anderen ausspioniert und beobachtet, geraten Pierre und Nina immer tiefer in Schwierigkeiten voller Brutalität und sie fast ermordet werden...Wir finden jede Menge Gemeinheit, Rechnungen die noch abzurechnen sind und eine Vergangenheit, der beiden Lager bis nach Afghanistan zurückgeht, und jetzt nach so langer Zeit, das kriminelle Milieu geradezu nährt...

Fazit: Eine etwas seichte Lektüre um die "Unschuldigen" und die "Bösen", die dann auch irgendwann dran glauben müssen. Natürlich beunruhigt einen die Tatsache, dass Nanopartikel ihren ganz eigenen und unsichtbaren Schaden anrichten. Ohne entsprechende Schutzausrichtung scheint auch der Mensch alleine schon durch die Einatmung dem tödlichen Staub (deswegen auch der Titel) nicht gefeit zu sein. Zwei Lager von irgendwelchen grauen zwielichtigen Typen, die vor allem Pierre und Nina, aber auch andere, schaden und töten wollen, sich gegenseitig ausspionieren und anlügen und nur auf eigene Rache und Vorteile bedacht sind. Ein wenig primitiv, ein wenig grausam, garniert mit ein wenig Unterhaltungscharakter und ein bisschen Erotik, abgerundet mit einer Vergewaltigung, finde ich dann das vorliegende Werk doch ein wenig dürftig und alles andere als eine hochkarätige Krimiliteratur, also wenn das der beste Krimiautor Italiens sein soll, wie es die Rückseite des Buchumschlags plagiert, dann weiss ich nicht...Das einzige was bleibt ist diese Partikelgeschichte, wofür man wohl nicht darum herumkommt, sich näher beispielsweise im Internet genauer zu informieren.

Übrigens gibt es eine interessante Stelle (S.43) wo auf den 11.Sept. 2001 eingegangen wird, denn damals haben auch Feuerwehrleute oder auch Suchhunde giftige Nanopartikel eingeatmet, woran Mensch und Tier danach erkrankten...der "tödliche Staub" ist also nicht zu unterschätzen...

Nachtrag: Man kann sich bei diesem Buch einige Fragen stellen. Ist der Kriminalroman wirklich die einzige Möglichkeit, hier Waffenlobby und Umweltverseuchung zu thematisieren? Warum wurde hier kein Politthriller geschrieben? Wenn es wirklich nur darum geht, den Skandal der Waffenproduzenten anzuklagen, könnte man genauso ein Sachbuch darüber schreiben. Dieses Buch ist weder Fisch noch Vogel. Es ist weder ein Politthriller noch ein wirklicher Krimi. Irgendwie ist es beides und doch nicht richtig. Und natürlich kommt es völlig auf die Haltung des Leser an, mit der ich dieses Buch lese. Geht es mir dabei um den wirklichen Skandal, oder will ich einfach einen Kriminalroman lesen, der hier die Wirklichkeit miteinbindet? Und wer kann schon behaupten, dass er diesen Roman "verstanden" hätte oder noch schlimmer, wissen dass es andere "nicht verstanden" hätten. Wie also dieses Buch beim Leser ankommt, wird zum grössten Teil damit zu tun haben, mit welcher Haltung er dieses Buch in Händen hält. Ich halte wenig von Büchern, die sich nicht klar positionieren, aber vielleicht liegt es ja an den mafiösen Machenschaften, dass der Autor zu dieser Buchform gezwungen ist, nur: will der geneigte Leser wirklich behaupten, er könne dies objektiv beurteilen? Wohl kaum.

13.6.2012
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4.0 von 5 Sternen Tödlicher Staub, 4. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Tödlicher Staub: Roman (Broschiert)
Pierre Nazzari will untertauchen, da er von der Militärpolizei gesucht wird, die ihn ins Gefängnis bringen will. Eine Organisation hat ihn gefunden und erpresst ihn nun, damit er deren bedenkliche und undurchsichtige Aufträge erfüllt, die ihn aber immer weiter hineinreiten. Er wird undercover in einer Bar eingesetzt und soll die Tierärztin Nina beschatten und deren Forschungsergebnisse stehlen, wobei es um radioaktive Strahlung im und um das Sperrgebiet Salto di Quirra geht. Missgebildete Lämmer sind das Ergebnis. Die Verseuchung der schönsten Strände auf Sardinien durch Nanopartikel, Waffen- und Bombentests spielen hier aber eine eher untergeordnete Rolle, worüber ich gern mehr erfahren hätte. Es geht hier hauptsächlich um das Agieren von Mafia und Militär und auch über Politik. Der Schreibstil entspricht dem Journalistenstil, knapp und bündig werden hier die Details dargelegt. Somit bleiben die Charaktere der Personen völlig auf der Strecke, blass und ohne jegliches Gefühl. Mir waren allesamt völlig unsympathisch. Ansonsten konnte man das Buch flüssig lesen und war auch teilweise recht spannend.
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Tödlicher Staub: Roman
Tödlicher Staub: Roman von Mama Sabot (Broschiert - 23. Mai 2012)
EUR 14,95
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