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Kundenrezensionen

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am 15. Juni 2015
Kurzweilig, spannend, gut geschrieben! Klare Empfehlung für kurzweilige Unterhaltung für ein paar Stunden in der Sonne/im Liegestuhl ... auch wenn der Ausgang relativ bald klar erscheint...
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am 2. Oktober 2013
Wo die Zitronen blühen ist nicht schlecht geschrieben, aber zum einfachen Entspannen und Abschalten wars nicht so perfekt. Etwas kompliziert zu lesen.
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am 17. August 2012
Ich habe vor nunmehr zwei Tagen "Wo die Zitronen blühen" ausgelesen und muss leider gestehen, dass ich immer noch nicht weiß, was ich von dem Buch halten soll. Mit Sicherheit kann ich nur sagen, dass es mir überhaupt nicht gefallen hat. Dabei hatte ich vorweg noch nicht einmal besonders hohe Erwartungen an die Handlung. Ich wollte einfach nur gut unterhalten werden. Aber noch nicht einmal das konnte mir der Krimi bieten.

Der Inhalt an sich ist schnell erzählt, da nicht wirklich viel passiert. In einem kleinen Dorf im Nordosten Italiens gerät der junge Francesco, Sohn eines sehr angesehenen Anwalts, in den Verdacht, seine Verlobte Giovanna ermordet zu haben. Da Francesco unschuldig ist, versucht er auf eigene Faust den wahren Mörder zu finden. Sein einziger Anhaltspunkt ist die Tatsache, dass Giovanna einen Geliebten hatte, der laut ihrer eigenen Aussage ihr Leben zerstört hat. Zusammen mit Carla, einer guten Freundin der Toten, geht Francesco allen Hinweisen nach und kommt einem Wirtschaftsskandal auf die Spur, der weite Kreise zieht…

Im weiteren Verlauf der Handlung wird klar, dass das Dorf in allen wichtigen Belangen von den Familien Visentin und Calchi Renier beherrscht wird. Ob Richter, Polizeibeamte oder einfache Bauern, alle haben großen Respekt vor Antonio Visentin und Selvaggia Calchi Renier und umgehen ihretwegen auch gern mal Gesetze und Vorschriften. Da ich schon im Voraus auf viel Korruption, etliche Vertuschungsaktionen und mafiöse Praktiken eingestellt war, erfüllte das Buch in dieser Hinsicht durchaus meine Erwartungen. Nur hatte ich nicht damit gerechnet, dass diese normalerweise Spannung garantierenden Elemente so langweilig und fantasielos präsentiert werden würden. An einigen Stellen werden die sich ausbreitenden rassistischen Strömungen in Italien erwähnt, die daraus resultieren, dass sich immer mehr Chinesen, Rumänen und andere Volksgruppen in den einzelnen Wirtschaftszweigen breitmachen und sogar die Geschäfte der ansässigen Mafia übernehmen. Das hört sich interessant an, ist es aber nicht, da das Thema im Buch nicht genügend ausgearbeitet wird und keine brauchbaren Fakten geliefert werden.

Am meisten hat mich jedoch das Figurenensemble gestört. Wenn eine Geschichte sich in einem räumlich so eng begrenzten Rahmen wie einem Dorf abspielt, dann müssen wenigstens die handelnden Personen so charakterisiert sein, dass der Leser ihre Aktionen und Reaktionen nachvollziehen kann. Doch in "Wo die Zitronen blühen" findet sich nichts davon. Ich habe bis jetzt keine Vorstellung davon, wie auch nur einer der Protagonisten aussehen könnte. Ebenso wenig sind mir ihre Handlungen verständlich geworden, da die beiden Autoren es nicht geschafft haben, ihre Figuren mit Leben zu füllen. Alles bleibt an der Oberfläche und vor allem Francesco war mir sehr suspekt. Er hat zwar gerade die Liebe seines Lebens verloren, zeigt dafür aber ziemlich wenig Trauer und Schmerz. Zwar ist er ab und zu sehr aggressiv, aber das scheint bei ihm normal zu sein. Für mich kein Sympathieträger! Besonders ärgerlich ist aber die Tatsache, dass die Identität des Mörders schon nach einem Viertel der Seiten zu erraten ist. Das war mir zu einfach!

Ich habe gelesen, dass Massimo Carlotto mit seinen Kriminalromanen gern Kritik an der derzeitigen italienischen Gesellschaft übt. Falls dies auch hier sein Anliegen war, hat er sein Ziel ganz klar verfehlt. Ein Krimi, der weder Spannung, noch informative Sachverhalte liefert und diese Mängel noch nicht einmal durch starke Figuren und eine stimmungsvolle Atmosphäre ausgleichen kann, ist für mich als Leser nicht interessant. Vielleicht ist es einfach nicht von Vorteil, wenn zwei Autoren an einem Buch schreiben! Mir hat das Buch jedenfalls kein Lesevergnügen bereitet und ich werde bestimmt nicht wieder etwas von Carlotto/Videtta lesen!
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am 8. August 2012
Ein Dorf im Nordosten Italiens, wo eher Industrien als Zitronen blühen, ist der
Schauplatz von Massimo Carlottos neuestem Roman, den er diesmal zusammen mit
Marco Videtta geschrieben hat.

Francesco Visentin ist der einzige Sohn einer wohlhabenden Anwaltsfamilie und
selbst Rechtsanwalt. Wenige Tage bevor er heiraten will, findet er seine Braut
Giovanna in der Badewanne ihres Hauses tot auf.

Schnell ist klar, dass es sich um Mord handelt. Zu dumm nur, wenn man zur
Tatzeit kein Alibi hat und so vom Bräutigam plötzlich zum Hauptverdächtigen
wird. Doch Francesco macht sich auf die Suche nach dem wahren Mörder und stößt
hierbei auf eine böse Überraschung nach der anderen...

Wo die Zitronen blühen ist die Geschichte vom Aufstieg und Fall dreier Familien
und deren Erben: Francesco, Giovanna sowie Filippo, Giovannas Ex-Verlobtem.

Einerseits ist dieser Kriminalroman ein typischer Carlotto: wie immer geht es um
menschliche Abgründe, Sex und Drogen, Gewalt und Korruption, aber auch um die
Macht der Familie. Anders als sonst, ist der Ich-Erzähler Francesco hier jedoch
das Opfer und nicht der Täter.

Die Sprache ist düster, die Sätze kurz und knackig, das Buchcover gut gelungen.
Der Wiedererkennungswert zu Carlottos letztem Roman "Die dunkle Unermesslichkeit
des Todes" - meinem bisherigen Favoriten - ist unverkennbar.

"Wo die Zitronen blühen" ist ein kleines Meisterwerk, auch wenn dem geübten
Krimi-Leser schnell klar sein sollte, wer der Mörder ist. Sehr empfehlenswert!
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TOP 500 REZENSENTam 19. März 2012
...befindet sich in Norditalien und nichts ist dort so, wie es scheint. Korruption, Bestechung, Übervorteilung, Betrug gegen die eigene, engste Verwandtschaft und weitere, verbrecherische Aktivitäten sind dort gang und gäbe - nun kommt auch noch Mord hinzu.

Im Zentrum des Romans steht Francesco, der junge, reiche, attraktive und ein wenig naive Anwalt aus bester Familie, dem alle Türen weit geöffnet sind und der sich auf seine bevorstehende Hochzeit mit der schönen Giovanna freut. Leider findet er seine Braut nach seinem Junggesellenabend tot auf - ermordet, wie sich herausstellt. Bei der Aufdeckung dieses Verbrechens bröckelt die Fassade, um letztendlich komplett zusammenzubrechen. Freunde, Nachbarn, die Familie - niemandem kann er mehr trauen, er kann nicht wissen, wer in die Fänge mafiöser Netzwerke verstrickt ist ... im Verlauf des Romans verliert Francesco seine Unschuld.

Versprach die Leseprobe einen Pageturner, konnte das Buch das rasante Tempo, den Spannungsaufbau nicht ganz halten. Zu absehbar waren teilweise die Entwicklungen, zu wenig komplex die Figuren abgesehen von Francesco.

Geeignet ist dieses Buch für den Urlaub, einen Sonntagnachmittag - eben zum Relaxen. Der Leser kann für ein paar Stunden in eine unterhaltsame Geschichte mit spannenden Elementen eintauchen, aber mehr auch nicht.
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am 10. Februar 2012
Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch.

Francesco, ein junger Anwalt aus gutbürgerlichem Haus, findet kurz vor seiner Hochzeit seine Verlobte tot in der Badewanne und gerät zunächst selbst ins Fadenkreuz der Ermittlungen. Nachdem er seine Unschuld beweisen kann, forscht er selbst nach und macht sich auf die Suche nach dem tatsächlichen Mörder. Dabei wird er von Carla, der besten Freundin seiner Verlobten, unterstützt. Die Entdeckungen der beiden drohen ein ganzes Dorf in den Ruin zu stürzen...

Leider konnte das Buch nicht ganz das halten, was mir der Klappentext versprach. Obwohl (zum Glück) nur recht kurz, zog sich der Roman teilweise wie Kaugummi in die Länge. Die ständigen Sprünge in der Handlung sowie der Wechsel der Erzählperspektiven, machten ein Verständnis nicht eben leicht. Dennoch schafften die Autoren es teilweise zu überraschen - auch wenn man recht schnell auf den wahren Mörder kam, blieben doch die Hintergründe dafür lange ein Geheimnis. Das, was für mich einen tollen Krimi ausmacht: atemlose Spannung, mitfiebern, dieses kribbelnde Gefühl, habe ich jedoch in diesem Buch vergeblich gesucht. Alle Figuren bleiben blass, man baut keine Beziehung zu ihnen auf und fühlt auch nicht mit. Beinahe gleichgültig wird deren Ableben zur Kenntnis genommen. So war mein vorherrschendes Gefühl am Ende des Buches auch eine Art Erleichterung "es geschafft zu haben". Sorry, aber einen spannenden Krimi stelle ich mir anders vor!
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am 15. Juli 2011
Kurz vor der Hochzeit wird die Braut des jungen Anwalts Francesco Visentin ermordet und nimmt das Geheimnis um eine schandvolle Affäre mit ins Grab. Der gehörnte Bräutigam gerät zunächst selbst in Verdacht, wird aber bald entlastet, nicht zuletzt dank des Ansehens seiner Familie und der Intervention seines Vaters.

Im Verlauf eigener Ermittlungen Francescos wird so manches persönliche oder familiäre Geheimnis der Dorfbewohner gelüftet und der Kreis der potentiellen Mordverdächtigen ausgedehnt. Dennoch konnte man Täter und Motiv leider recht schnell ausmachen bzw. erahnen.

Der Roman ist einfach gestrickt und kann inhaltlich nicht wirklich punkten: Ein bisschen Giftmüll-Mafia und Lokalkolorit hier, ein bisschen Familientragödie und Ödipus-Komplex da. Jedes dieser Themen wurde in der Literatur schon ausgiebig - und weitaus spannender - behandelt.

Die Figuren sind nicht sehr tiefgründig entwickelt, was aufgrund der Kürze des Romans nicht anders zu erwarten war. Das stört allerdings nicht allzu sehr, da die Figuren vorrangig durch die vielen Geheimnisse wirken, die sie zu bewahren versuchen.

Erzählweise und Dialoge sind salopp, einfach und flüssig zu lesen.

Mein Fazit: Nichts für Freunde ausgefeilter Figurenentwicklungen und intelligent verwobener Handlungsstränge - eher ein Buch für zwischendurch, das man in einem Rutsch durchliest und schnell wieder vergisst. Dank der Erzählweise durchaus unterhaltsam und kurzweilig.
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Italienische Krimis haben oft einen politischen Kontext, hier bei diesem Buch ist es nicht anders.
Eine Familie im Nordosten Italiens, der Stadtname wird nicht genannt, irgendwo zwischen Padua und Mestre. Der Vater und Patriarch ist ein erfolgreicher Anwalt und überall angesehen, der Sohn Francesco steht kurz vor der Hochzeit und muß sich als Anwalt mit eigener Kanzlei beweisen, bevor er in die Kanzlei des Vaters einsteigen darf.
Eine Woche vor der Hochzeit wird die Braut tot aufgefunden, offensichtlich ermordert. Der erste Verdacht richtet sich gegen den Sohn, der Vater verhindert eine Verhaftung des Sohnes.
Francesco macht sich nun eigenständig auf die Suche nach Motiv und Mörder, und kommt einem Umweltskandal auf die Schliche.

Bis hierhin ist das Buch gut und flüssig geschrieben, auch durchaus spannend. Doch ab der zweiten Hälfte flacht die Geschichte ziemlich ab. Die Autoren packen zuviel Gesellschaftskritik hinein, der Krimiplot wird schnell vorhersehbar und gegen Ende lächerlich, die sonstigen Nebenhandlungen in den reichen Familien des Ortes passen nicht recht zusammen.

Das Buch beschreibt eine Realität, welche sich hier nicht oft in der Presse findet und dem normalen Tourist auch nicht erschliesst. Viele norditalienische Familienbetriebe sind in den letzten 15 Jahren nach Rumänien ( ähnlichen Sprache) übersiedelt, vor allem Textilbetriebe. In Italien gingen deshalb Jobs verloren, die Firmen verweisen auf den Kostendruck und die Konkurrenz aus Asien, tatsächlich geht es aber vor allem um Gewinnmaximierung.
Die bessere Gesellschaft Norditaliens distanziert sich nach aussen hin zwar immer von der Mafia, die Autoren wollen mit dem Buch aber klar machen, daß diese Trennung de facto nicht existiert.
Gier nach Geltung, Macht und Geld sind die dunklen Triebe, welche die italienische Gesellschaft wie ein neuralgisches Netz durchziehen.
Hier Kritik zu üben in Romanform finde ich spannend und nachvollziehbar, nur gibt es soviele bessere Beispiele in der italienischen Krimiliteratur, "Wo die Zitronen blühen" verliert im Vergleich deutlich.

Fazit: das Buch ist gut und flüssig geschrieben, zumindest habe ich mich nicht gelangweilt. Ein klare Linie fehlt leider und es finden sich zuviele Nebengeschichten, aus denen man locker noch fünf weitere Bücher schreiben könnte.
Kann man gelesen haben, muß man aber nicht.
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am 12. Mai 2011
Der Klappentext verspricht ja eine Handlung mit viel Krimi um den Tod von Giovanna, tiefen Abgründen des Familienlebens und auch noch die kriminelle Kehrseite des Kapitalismus... Es sollte also spannend werden!

Leider fand ich auch, dass zu viel hineingepackt werden sollte auf die doch sehr überschaubare Seitenanzahl. Und trotz des geringen Umfangs kann ich jetzt schon einen Tag nach dem Fertiglesen des Buches nicht mehr sagen, wer nun genau was warum gemacht hat (bis auf den Mord, der von der Auflösung her nicht wirklich überraschend war), denn hier hätten vielleicht einfach ein oder zwei ausschweifendere Schilderungen dem Buch und dem Wiedererkennungswert von diversen Personen gut getan.

Ich hatte zudem auf mehr Krimi gehofft, aber das Hauptthema war dann doch die Familientragödie, die sehr schwarz-weiß gezeichnet war (gut situierte Familie, böser Dorftrottel, aber hinter jeder Tür steckt doch ein dunkles Geheimnis).

Der Schreibstil an sich war eben sehr distanziert, so dass ich zu keiner der Personen Sympathien oder Antipathien aufgebaut habe und auch nicht wirklich mit Francesco oder Carla gelitten habe, wenn im Buch Tränen geflossen sind. Die gesamte Geschichte kam mir eher so vor wie eine mehr oder weniger seichte Vorabend-Soap, die nebenbei läuft, aber auf die keiner so richtig achtet.
Schade, denn ich hatte mehr erwartet, aber für zwischendurch einfach ein leichtes Buch, das aber auch so schnell wieder vergessen ist, wie es durchgelesen ist.
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Giovanna Barovier, eine junge, attraktive und erfolgreiche Anwältin in der Kanzlei von Antonio Visentin, wird tot in ihrer Badewanne aufgefunden. Die polizeilichen Ermittlungen führen schnell zu dem Ergebnis, das sie ermordert wurde. Der Umstand wird dadurch kompliziert, dass Giovanna mit Antonios Sohn Francesco verlobt war und kurz vor der Hochzeit stand. Als sich herausstellt, dass Giovanna offenbar eine Affäre mit einem anderen, unbekannten Mann hatte, wird Francesco plötzlich zum Hauptverdächtigen. Und dann taucht plötzlich Giovannas Vater wieder auf, der jahrelang verschwunden war, nachdem er eine lange Haftstrafe abgesessen hat, weil er angeblich seine eigene Firma in brand gesteckt hat, um die Versicherung zu kassieren. Dabei ist eine Familie ums Leben gekommen. Nun ist Alvise Barovier Francescos letzt Hoffnung, um seine Unschuld zu beweisen und den wahren Täter zu entlarven. Dabei kommen sie einer perfiden Verschwörung auf die Spur '

Massimo Carlotto ist Spezialist für realitätsnahe, minimalistische Krimis, die die Abgründe menschlicher Seelen ausloten. 'Wo die Zitronen blühen' ist eine Gemeinschaftsarbeit mit Marco Videtta und entführt den Leser in die traditionsbewussten Verhältnisse eines italienischen Ortes. Was als 'normaler' Kriminalfall seinen Anfang nimmt, wird im Handlungsverlauf zu einem düsteren Intrigenspiel, in dem jeder Charakter sein eigenes Süppchen kocht. Führender Protagonist ist der Ich-Erzähler Francesco Visentin, der alles daran setzt seine Unschuld zu beweisen und zugleich versucht die Affäre seiner Verlobten zu entschuldigen. Liebe, Leid, Schmerz und Hoffnung werden zur Antriebsfeder des jungen Advokaten, der sich mit der besten Freundin und dem Vater seiner Verlobten verbündet, um die finsteren Machenschaften korrupter Männer aufzudecken, die auch am Tod von Giovanna nicht ganz unschuldig zu sein scheinen. Das Buch nimmt den Leser sofort für sich ein und der minimalistische, spröde Schreibstil der beiden Autoren wirkt zunächst etwas kalt und beschreibend. Dadurch werden die emotionalen Ausbrüche und die Gewaltaten umso krasser herausgestellt. Der Roman wagt einen Blick hinter die hochanständige Fassade einer auf Traditionen und Ehre fußenden Gesellschaft, die durch Habgier, Geltungssucht und Korruption unterwandert wurde. So wie Francesco, der lediglich temporär als Ich-Erzähler fungiert, wird der Leser zum stillen Beobachter, der dem Außenseiter über die Schulter sieht und zu begreifen versucht, was für perfide Spielchen und Intrigen im Verborgenen inszeniert werden. 'Wo die Zitronen blühen' ist kein typischer Krimi, in dem der Ermittler den Mörder zu entlarven sucht, sondern eine harte, brutale Gesellschaftsstudie, die schonungslos und packend zugleich ist.
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