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Ein türkischer Krimi, dessen Held in Instanbul einen Nachtklub für Transvestiten betreibt und sich selbst am liebsten a la Audrey Hepburn aufbrezelt? Das klang zwar etwas schräg, aber gleichzeitig erfrischend neu und interessant - also habe ich zugegriffen und "Die Prophetenmorde" dann auch innerhalb von eineinhalb Tagen durchgelesen. Was aber leider ausschließlich daran lag, dass die Geschichte mit 233 Seiten vergleichsweise kurz ausgefallen ist. Meine in das Buch gesetzen Hoffnungen haben sich nämlich nicht erfüllt.
Die erste große Enttäuschung ist, dass die Beschreibung des Transvestiten-Milieus und die Charakterisierung der sogenannten "Mädchen" größtenteils oberflächlich und klischeehaft bleibt. Einzig die Hauptperson, den namenlosen Ich-Erzähler, lernt man wirklich gut kennen. Als sexy Transe, die einen gut gehenden Nachtklub mitbetreibt, tagsüber als hochbezahlter Computerspezialist arbeitet, nebenbei auch noch als genialer Hacker im Internet unterwegs ist und sich bestens in Aikido und Thai-Boxen auskennt, ist der jedoch etwas zu "süper" geraten, um noch als halbwegs realistischer Held durchzugehen. Die übrigen Mädchen, von denen die meisten für Geld zu allem bereit zu sein scheinen, fallen dagegen hauptsächlich durch zickige Unfreundlichkeit und mangelnde Intelligenz auf, was sie nicht gerade sympathisch macht.
Die zweite Enttäuschung ist der Kriminalfall selbst, der nur als absolut laienhaft konstruiert bezeichnet werden kann. Die anfänglichen Ermittlungen des Helden beruhen beinahe ausschließlich auf wilden Vermutungen, aber natürlich trifft er zufälligerweise sofort auf die richtigen Leute, die ihm prompt wichtige Indizien liefern, und bald darauf stürmt er schon praktisch allein und ungeschützt in die Höhle des Löwen, um den Mörder zu überführen. Dass er diese tollkühne (beziehungsweise hirnrissige) Aktion überlebt, hat er zum Schluss nur einem weiteren glücklichen Zufall zu verdanken.
Bei aller Kritik muss ich aber auch feststellen, dass nicht alles an Mehmet Somers Erstlingswerk schlecht ist. Der Mann kann durchaus schreiben und einige Szenen sind sehr gelungen; zum Beispiel das witzige Gespräch während einer Enthaarungsbehandlung zu den Klängen türkischer Pop-Hits oder die knappe aber lebendige Schilderung eines "Morgens danach" in einem Apartment am Bosporos - bezeichnenderweise alles Stellen, die in keinem direkten Bezug zur eigentlichen Hauptgeschichte, den Mord-Ermittlungen, stehen.
Trotzdem kann ich wegen der oben erwähnten Kritikpunkte nicht mehr als zwei Sternen vergeben. Aber es könnte sein, dass ich dem Autor beim nächsten Band eine zweite Chance gebe.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. März 2010
Ich hatte mir ehrlich gesagt ein wenig mehr Spannung versprochen, aber wenn man davon mal absieht und sich mehr auf die "Mädels" konzentriert, dann hat das Buch durchaus sehr viel Lesenswertes!!

Ich denke ich werde noch weitere Bücher aus der Serie lesen und bin gespannt was den Damen noch so passiert!! Mich haben sie jedenfalls um den Finger gewickelt!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. August 2009
Ich habe das Buch im Urlaub an der türkischen Mittelmeerküste gelesen. Es hat mich richtig gut unterhalten. Die Handlung ist in keinem Fall so dicht wie bei Elizabeth George o.ä., zielt aber wahrscheinlich auch gar nicht in diese Richtung. Es zeigt im Trubel seiner vollkommen banalen und überzeichneten Handlung, vor allem eine Menge über die grossen und spannenden kulturellen Differenzen in diesem Land. Die Handlung bedient gnadenlos alle Klischees, ist aber immer respektvoll und ganz schön schräg. Wenn man so etwas erwartet, wird man nicht enttäuscht, wer einen Krimi lesen möchte, der bis zur letzten Seite nicht verrät wer der Mörder ist, der ist hier ganz falsch.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. Juli 2009
Schon wieder ein Mord im Rotlichtviertel: wieder eine Prostituierte, wieder ein Transvestit. Und wieder trägt die Tote den Namen eines Propheten. Irgendetwas ist faul in Istanbul. So faul, dass die Heldin einschreiten muss und die Ermittlungen in die manikürten Hände nimmt. Sie, Nachtclubbesitzerin, Femme fatale - und: ein Mann mit Kampfsportlizenz. Sie hat ein schnelles Mundwerk, die nötigen Kontakte und vor allem Durchsetzungsfähigkeit. Beste Voraussetzungen, den bestialischen Mörder zu überführen und gleich noch mit einer Menge Vorurteile über Transvestiten aufzuräumen. Ein rasanter Thriller, der ganz nebenbei eine Menge über die heutige Türkei verrät.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juli 2009
Dieses 2003 im türkischen Original als erster Teil einer (noch nicht vollständig) übersetzten Serie erschienene Buch, ist ein komplett banaler und Klichee-überladener Krimi, der sich mit der schrill-exotischen Kulisse des Transvestiten-Millieus Istanbuls umgibt.
Um es kurz zu machen: Das Buch ist sprachlich stolprig (was bestimmt zu einem guten Teil der wohl billigen Übersetzung geschuldet ist, wie an den nicht wenigen Grammatikfehlern zu erkennen ist) und erzaehlerisch laienhaft und blass. Die (erzählende) Hauptperson, ein transsexueller Hobbydetektiv, ist nicht nur ein genialer Computerhacker, der sich mit seinen Fähigkeiten das nötige Kleingeld verdient um auch noch nachts als Clubmanager arbeiten zu können, sondern auch noch ein Meister des Aikidos, welches dann aber im entscheidenden Augenblick nicht zum Einsatz kommt (einer der großen Überraschungen des Buches...). Die Schilderungen der Computerkünste hingegen, die einen nicht unbeträchtlichen Teil des Buches ausmachen, wären allerdings wohl nicht mal für ein Drehbuch für "MacGyver" durchgegangen...
Warum habe ich das Buch dennoch gelesen? Nun ja, zum ersten war ich gerade eine Woche in Istanbul, und konnte mir einige der beschriebenen Orte gut vorstellen. Was das Buch aber, wenn überhaupt, interessant macht, ist die wohl relativ überzeugende Beschreibung des transsexuellen Prostituierten-Milleus in Istanbul. Und zu guter Letzt ist ja seit "Pulp Fiction" bekannt, dass übersteigerte Banalität ihr Komisches haben kann (was sich vor allem der Leserin offenbaren wird, die bis zum Ende durchhält) ...
Fazit: Als Reiselektüre auf einer langen Busfahrt durch die Türkei erträglich, muss man aber keinesfalls gelesen haben.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. September 2009
der klappentext zu diesem buch, ebenso die rezension in einer zeitschrift, waren vielversprechend - die enttäuschung dafür um so größer.
eine banale story im transenmilieu die eigentlich nur so vor sich hinplätschert und weder spannende noch humorvolle highlights bietet. ein buch, das ich nach dem lesen weggeschmissen habe - und das passiert bei mir extrem selten, da ich bücher - die mir nicht aufhebenswert erscheinen - sonst verschenke. fazit: verschwendetes geld in meinen augen.
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