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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für ein wundervoller Roman
Es ist die Geschichte eines jungen Mannes aus der Provinz, der nach Paris kommt und es dort zu nichts bringt, weder in der Liebe noch in der Politik noch im Beruf. Dieser Frédéric Moreau taumelt durch das vor- und nachrevolutionäre Geschehen der 48er Jahre in der Hauptstadt - getrieben von einer großen, sich nie erfüllenden Liebe zu Madame...
Vor 23 Monaten von Tom Kadi veröffentlicht

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Druckfehler en masse
Die Bewertung betrifft die Fischer Klassik Taschenbuchausgabe 2010, denn in dieser wimmelt es von Druckfehlern. Dutzendemal z.B. steht mitten im Satz ein Punkt; oft fehlen mehrere Buchstaben innerhalb eines Wortes. Ein Armutszeugnis verlegerischer Arbeit und Betrug am Käufer. Der Roman selbst ist natürlich großartig: also eine andere Ausgabe wählen.
Vor 15 Monaten von adice veröffentlicht


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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was für ein wundervoller Roman, 9. Mai 2012
Von 
Tom Kadi (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Die Erziehung der Gefühle: Geschichte eines jungen Mannes (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Es ist die Geschichte eines jungen Mannes aus der Provinz, der nach Paris kommt und es dort zu nichts bringt, weder in der Liebe noch in der Politik noch im Beruf. Dieser Frédéric Moreau taumelt durch das vor- und nachrevolutionäre Geschehen der 48er Jahre in der Hauptstadt - getrieben von einer großen, sich nie erfüllenden Liebe zu Madame Arnoux zu einer verheirateten Frau. Flaubert nutzt diese Gestalt und die anderen Hauptfiguren des Buches, den armen Schulfreund Moreaus, seine Mätresse, den Gatten der von ihm Geliebten, ein junges Provinz-Mädchen, das Moreau liebt, eine Bankiersfrau, die Moreau fast heiratet, um ein Tableau der gesellschaftlichen Verhältnisse in Paris zu malen. Das ist mit so großer Stilsicherheit gestaltet, dass es ein riesiges Vergnügen ist, diesen Roman zu lesen. Wie es Flaubert gelingt, bei all seinen Hauptakteuren ein Gefühl von Ambivalenz beim Leser hvorzurufen: Moreau ist nicht nur ein junger Hohlkopf sondern auch ein mitfühlender Mensch, Monsieur Arnoux ist nicht nur ein Bankrotteur und Schürzenjäger, sondern auch ein liebender Ehemann usw. Gegenüber diesen Hauptfiguren sind die Nebengestalten geschickt auf erkennbare Haupteigenschaften (z.B. Senechal als hartherziger Revolutionär) konzentriert. Flaubert schildert die Feste und die Strassenschlachten, die revolutionären Versammlungen und die Zusammentreffen der Bourgoisie mit einem realistischden Pessimismus. Dazwischen finden sich ungemein komisch groteske Passagen - etwa die Stelle, in der zwei "Helden" durch einen übertrieben aktiven Sekundanten, in ein nicht mehr gewünschtes Duell getrieben werden; eine satirische Antwort auf die ernsthafte Behandlung desselben Sujets im Eugen Onegin von Puschkin. Und schließlicnh die Sprache Flauberts! Hier findet man eine der schönsten Naturbeschreibungen der Weltliteratur an der Stelle, wo Moreau mit seiner Mätresse sich vor der Revolution nach Fontainebleau in Sicherheit bringt (S. 391).

Ein Wort zu den Übersetzungen: Von denen, die mir bekannt sind, ist die hier vorliegende die sprachlich schönste, die auch am textgenauesten ist. Dafür ein Beispiel an einer auch sprachlich wunderschönen Stelle:

"Sie wurde schließlich ihrer Rolle untreu, denn sie wurde seriös und stellte vor dem Schlafengehen stets ein wenig Melancholie zur Schau, so wie an den Türen einer Kneipe Zypressen stehen. (S. 469)

Bei Insel überträgt Paul Wiegler, wie folgt: "Sie log sich in ihre Rolle hinein; denn sie wurde ernst und zeigte sogar, bevor sie mit ihm schlief, ein bißchen Melancholie, so wie düstre Zypressen an der Tür einer Weinschenke stehen." Davon dass sie "sich in eine Rolle hineinlog" oder "mit ihm schlief" steht bei Flaubert nichts, das ist Interpretation des Übersetzers - eine Schwäche, der Wiegler an zahlreichen anderen Stellen ebenfalls erliegt.

Ein bisschen altbacken kommt Rheinhardt daher, bei ihm heißt es: "Schließlich aber wurde sie ihrer Rolle untreu, denn sie wurde ernst und ließ sogar vor dem Schlafengehen immer ein bißchen Schwermut merken, die dann wie Zypressen wor der Tür einer Schenke wirkte."
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Druckfehler en masse, 7. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Erziehung der Gefühle: Geschichte eines jungen Mannes (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Die Bewertung betrifft die Fischer Klassik Taschenbuchausgabe 2010, denn in dieser wimmelt es von Druckfehlern. Dutzendemal z.B. steht mitten im Satz ein Punkt; oft fehlen mehrere Buchstaben innerhalb eines Wortes. Ein Armutszeugnis verlegerischer Arbeit und Betrug am Käufer. Der Roman selbst ist natürlich großartig: also eine andere Ausgabe wählen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen 2012 hat das Buch immernoch Druckfehler en masse, 26. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Erziehung der Gefühle: Geschichte eines jungen Mannes (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Ich habe das Buch 2012 gekauft. Es hat immernoch Druckfehler en masse. Unbefriedigend.
Kaufen Sie lieber die französische Version und beißen sie sich durch. Es ist nicht allzu schwieriges Französisch.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Geheimtipp unter den Flaubertschen Werken, 21. Dezember 2013
Von 
Josephine Sterner "Bücher-Liebhaberin" (Hérimoncourt, Frankreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Erziehung der Gefühle: Geschichte eines jungen Mannes (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Frédéric Moreau, junger Student der Rechte, zieht nach Paris und lernt dort Frau Arnoux kennen und lieben. Doch Frau Arnoux ist bereits mit einem Kunsthändler verheiratet und bald muss Frédéric einsehen, dass die Liaison wohl keine Chance hat. Dennoch gibt er nicht ganz nach, vergnügt sich derweil nur mit anderen Damen der Gesellschaft, darunter mit einer Kurtisane. Er kann sich mit niemandem austauschen außer mit seinem gleichgesinnten Freunde Deslauriers. Alles was Frédéric zu bleiben scheint sind finanzielle Niederlagen, politische Enttäuschungen und unerwiderte Liebe...

Die Erziehung des Herzens (manchmal trägt der Roman auch den Titel "Die Erziehung der Gefühle") kann durchaus als Geheimtipp unter den Flaubertschen Werken gelten und als wohl zweitstärkstes Werk dieses Autors nebst Madame Bovary: Sitten der Provinz gewertet werden. Es ist ein durch und durch sentimentaler Roman, der jedoch zugleich Stärke beweist und nicht nur von enttäuschter Liebe lapidar erzählt, sondern auch damalig aktuelle politische Ereignisse wie die Februarrevolution 1848 thematisiert. Zu dieser desillusionierten Generation zählte sich Flaubert ebenfalls, und da lässt der Autor auch keine eigenen Erfahrungen aus, um sie in seinem Romane mit einzubauen. Der Titel des Romans kann durchaus ironisch verstanden werden, denn es geht nicht, wie man zunächst annimmt, um die Erziehung der Gefühle Frédérics insofern, dass er seine Liebeserfahrungen positiv (also auch sexuell) erweitern könnte, sondern um die Zurechtweisung, Richtigstellung, frontale Tatsachenkonfrontation innerhalb seiner Gefühlswelt. Ich finde dieses Werk durchaus lesbar und erträglich, zumal manche Werke Flauberts sich langwierig und scheinbar langweilig, unnötig in die Länge ziehen. Durch die Vielfalt an behandelten Themen in diesem Romane aber bleibt der Lesegenuss erhalten.

~Bücher-Liebhaberin~
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5.0 von 5 Sternen Der Geheimtipp unter den Flaubertschen Werken, 21. Dezember 2013
Von 
Josephine Sterner "Bücher-Liebhaberin" (Hérimoncourt, Frankreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Frédéric Moreau, junger Student der Rechte, zieht nach Paris und lernt dort Frau Arnoux kennen und lieben. Doch Frau Arnoux ist bereits mit einem Kunsthändler verheiratet und bald muss Frédéric einsehen, dass die Liaison wohl keine Chance hat. Dennoch gibt er nicht ganz nach, vergnügt sich derweil nur mit anderen Damen der Gesellschaft, darunter mit einer Kurtisane. Er kann sich mit niemandem austauschen außer mit seinem gleichgesinnten Freunde Deslauriers. Alles was Frédéric zu bleiben scheint sind finanzielle Niederlagen, politische Enttäuschungen und unerwiderte Liebe...

Die Erziehung des Herzens (manchmal trägt der Roman auch den Titel "Die Erziehung der Gefühle") kann durchaus als Geheimtipp unter den Flaubertschen Werken gelten und als wohl zweitstärkstes Werk dieses Autors nebst Madame Bovary: Sitten der Provinz gewertet werden. Es ist ein durch und durch sentimentaler Roman, der jedoch zugleich Stärke beweist und nicht nur von enttäuschter Liebe lapidar erzählt, sondern auch damalig aktuelle politische Ereignisse wie die Februarrevolution 1848 thematisiert. Zu dieser desillusionierten Generation zählte sich Flaubert ebenfalls, und da lässt der Autor auch keine eigenen Erfahrungen aus, um sie in seinem Romane mit einzubauen. Der Titel des Romans kann durchaus ironisch verstanden werden, denn es geht nicht, wie man zunächst annimmt, um die Erziehung der Gefühle Frédérics insofern, dass er seine Liebeserfahrungen positiv (also auch sexuell) erweitern könnte, sondern um die Zurechtweisung, Richtigstellung, frontale Tatsachenkonfrontation innerhalb seiner Gefühlswelt. Ich finde dieses Werk durchaus lesbar und erträglich, zumal manche Werke Flauberts sich langwierig und scheinbar langweilig, unnötig in die Länge ziehen. Durch die Vielfalt an behandelten Themen in diesem Romane aber bleibt der Lesegenuss erhalten.

~Bücher-Liebhaberin~
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5.0 von 5 Sternen Der Geheimtipp unter den Flaubertschen Werken, 21. Dezember 2013
Von 
Josephine Sterner "Bücher-Liebhaberin" (Hérimoncourt, Frankreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Frédéric Moreau, junger Student der Rechte, zieht nach Paris und lernt dort Frau Arnoux kennen und lieben. Doch Frau Arnoux ist bereits mit einem Kunsthändler verheiratet und bald muss Frédéric einsehen, dass die Liaison wohl keine Chance hat. Dennoch gibt er nicht ganz nach, vergnügt sich derweil nur mit anderen Damen der Gesellschaft, darunter mit einer Kurtisane. Er kann sich mit niemandem austauschen außer mit seinem gleichgesinnten Freunde Deslauriers. Alles was Frédéric zu bleiben scheint sind finanzielle Niederlagen, politische Enttäuschungen und unerwiderte Liebe...

Die Erziehung des Herzens (manchmal trägt der Roman auch den Titel "Die Erziehung der Gefühle") kann durchaus als Geheimtipp unter den Flaubertschen Werken gelten und als wohl zweitstärkstes Werk dieses Autors nebst Madame Bovary: Sitten der Provinz gewertet werden. Es ist ein durch und durch sentimentaler Roman, der jedoch zugleich Stärke beweist und nicht nur von enttäuschter Liebe lapidar erzählt, sondern auch damalig aktuelle politische Ereignisse wie die Februarrevolution 1848 thematisiert. Zu dieser desillusionierten Generation zählte sich Flaubert ebenfalls, und da lässt der Autor auch keine eigenen Erfahrungen aus, um sie in seinem Romane mit einzubauen. Der Titel des Romans kann durchaus ironisch verstanden werden, denn es geht nicht, wie man zunächst annimmt, um die Erziehung der Gefühle Frédérics insofern, dass er seine Liebeserfahrungen positiv (also auch sexuell) erweitern könnte, sondern um die Zurechtweisung, Richtigstellung, frontale Tatsachenkonfrontation innerhalb seiner Gefühlswelt. Ich finde dieses Werk durchaus lesbar und erträglich, zumal manche Werke Flauberts sich langwierig und scheinbar langweilig, unnötig in die Länge ziehen. Durch die Vielfalt an behandelten Themen in diesem Romane aber bleibt der Lesegenuss erhalten.

~Bücher-Liebhaberin~
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Die Erziehung der Gefühle: Geschichte eines jungen Mannes (Fischer Klassik)
Die Erziehung der Gefühle: Geschichte eines jungen Mannes (Fischer Klassik) von Gustave Flaubert (Taschenbuch - 1. März 2010)
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