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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein 'monströses' Buch
Herman Melvilles Buch "Moby Dick" wurde erst nach seinem Tod ein Bestseller. Zu außergewöhnlich war dieser Roman für die zeitgenössische Leserschaft. Melvilles Stil fand erst im zwanzigsten eine weite Verbreitung in der literarischen Welt. In die Geschichte vom rachsüchtigen Kapitän Ahab und dessen Suche nach dem weißen Wal Moby Dick,...
Veröffentlicht am 8. Januar 2012 von Ein Kunde.

versus
3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gesellschaftskritik etwas zu langatmig
Hab ich mich nun schwer getan mit diesem Klassiker. Die seitenweisen Beschreibungen der Physiognomie des Wales hat einfach nicht enden wollen. Aber ich habe Ehrgeiz und mich durchgekämpft.

Die Geschichte um das Walfangschiff "Pequod" und dessen besessenen Kapitän Ahab ist spannend und Gesellschaftskritik zugleich. Auch wenn sich mir das nicht sofort...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2011 von Anke Przybilla


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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein 'monströses' Buch, 8. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Moby-Dick (Taschenbuch)
Herman Melvilles Buch "Moby Dick" wurde erst nach seinem Tod ein Bestseller. Zu außergewöhnlich war dieser Roman für die zeitgenössische Leserschaft. Melvilles Stil fand erst im zwanzigsten eine weite Verbreitung in der literarischen Welt. In die Geschichte vom rachsüchtigen Kapitän Ahab und dessen Suche nach dem weißen Wal Moby Dick, der ihm das Bein abriss, werden immer wieder einzelne Ausführungen über die Waljagd und das Walfanggeschäft oder die Lebensgeschichten einzelner Nebenpersonen einmontiert oder die Handlung mit philosophischen Betrachtungen unterbrochen, sowie ein Kapitel in Dramenform eingestreut. Ähnlich wie in "Berlin Alexanderplatz" werden Handlungen ab und zu aus der Sicht und den Gedanken handelnder Personen und nicht durch den Erzähler - abwechselnd der Matrose Ismael sowie stellenweise ein auktorialer Erzähler - berichtet.
Dieser Erzählstil ist für einen unvorbereiteten Leser etwas irritierend, weshalb dies auch ermüdend sein kann. Für einen Leser des 19. Jahrhunderts war dieser Roman jedoch zu abwegig. Einer der Hauptkritikpunkte zur Zeit der Veröffentlichung des Romans war auch, dass Melville keinen moralischen Unterschied zwischen der christlichen Lehre und den heidnischen Ritualen Quiquegs macht, was die damaligen Leser empörte.
Kurz gesagt: Der Roman war einfach seiner Zeit weit voraus.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen DER Roman über den Wal, 19. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Moby-Dick (Taschenbuch)
"Moby Dick" gilt als einer der bedeutendsten und einflussreichsten Romane der Literaturgeschichte. Rein technisch gesehen ist Melvilles Roman vergleichsweise behäbig und eigenwillig aufgebaut. Denn die wortgewaltig und spannend erzählte Geschichte wird immer wieder durch einzelne Kapitel unterbrochen, in denen sich Melville losgelöst vom Erzählfluss teils halb-wissenschaftlich, teils philosophisch der Anatomie des Wals, seiner Lebensweise und dem Walfang widmet.

Für diesen durchaus seltsamen Aufbau wird der Leser jedoch mehr als entschädigt. Denn die eigentliche Geschichte von Ishmael und der zusammengewürfelten, um den dämonischen Kapitän Ahab gescharten Besatzung der "Pequod"ist an Spannung und Dramatik nicht zu überbieten. Auf der Suche nach Moby Dick, dem diabolischen Pottwal und verhassten Gegenspieler Kapitän Ahabs, dem er einst ein Bein abriss, entwickelt sich über die Weltmeere hinweg eine verhängnisvolle Odyssee, deren Triebfeder allein die Rachepläne Ahabs sind...

Ich habe bislang kaum einen Roman gelesen, in dem sich Spannung und Handlung so kraftvoll und konsequent aufbauen. Melville gelingt es bereits auf den ersten Seiten, den Leser in seinen Bann zu schlagen. Mehr als beeindruckend ist nicht zuletzt die geradezu shakespearesche Wortgewalt Melvilles. Daher die Höchstpunktzahl von fünf Sternen!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Moby Dick - Melvilles Hauptwerk über Walfang, Wale und eigene Erfahrungen, 11. Juli 2011
Von 
Josephine Sterner "Bücher-Liebhaberin" (Hérimoncourt, Frankreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Moby-Dick (Taschenbuch)
Der finstere Kapitän Ahab hat nur noch ein Bein. Der weiße Pottwal "Moby Dick" hat es ihm zuvor abgerissen und zerfleischt. Dafür möchte sich Ahab an diesem Wal rächen. Er sticht in See für 3 Jahre und nimmt eine Mannschaft von Walfängern mit, darunter auch Ismael, der die Erlebnisse niederschreibt. "Moby Dick" rückt immer näher, der Kampf um das Überleben beginnt und der mächtigere gewinnt.

"Moby Dick" ist der Klassiker unter allen Abenteuerromanen. Hat man das Buch nicht gelesen, so wird man zumindest schon einmal vom sagenumwobenen und gefürchteten weißen Wal "Moby Dick" gehört haben. Melville widmete dieses Werk seinem Freund Nathaniel Hawthorne. Das Buch ist in der Ich-Erzählung aus der Sicht des Matrosen Ismael geschrieben, der froh ist kein Kapitän zu sein, aber der dennoch auf Walfang gehen möchte gemeinsam mit anderen düsteren und schrägen Gestalten. Die Handlung ist nicht unbedingt besonders, denn sie beschränkt sich nur auf das Erzählen der Seefahrten, des Walfangs und Seemannsgarn, betrachtet man jedoch nur die Geschichte, ist es natürlich etwas sehr abenteuerreiches, das auch Kinder beeindruckt. Ich denke es gibt spannendere Bücher in diesem Genre als die von Melville, doch seine Intention persönliche Erfahrungen in diesem Werk zu verarbeiten, finde ich bemerkens- und lesenswert.

~Bücher-Liebhaberin~
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5.0 von 5 Sternen Klasse Buch. Mehr gibts nicht zu sagen, 29. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Moby-Dick: Roman (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Der Inhalt muss an dieser Stelle wohl nicht diskutiert werden. Die Übersetzung von Friedhelm Rathjen ist meiner Meinung nach die beste, die es zu finden gibt.
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5.0 von 5 Sternen Love it!, 18. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Moby-Dick: Roman (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Da muss man sich durch kämpfen (wie Ahab ;)))
Was ich nicht wusste: Es gibt allerhand unterschiedliche Moby Dick ausgaben. Germerkt habe ich das, als ich das Buch auf dem Kindle weiterlesen wollte. Da gibt es diese hier nicht. Die Ausgabe ist für die, die in die Materie eintauchen wollen. Sie behandelt ungefähr jedes denkbare Thema rund um den Walfang und ist ein ganzes Stück länger als die anderen.
Aber es lohnt...
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gelungene Übersetzung, 13. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Moby-Dick (Taschenbuch)
Der Klassiker der amerikanischen Literatur. Die Übersetzung ist sehr gelungen, der Stil des Originals (vor allem Melvilles ausschweifender Schreibstil) wird sehr gut übernommen.

Der meiner Meinung nach wichtigste Tipp zu dem Buch: Auch mal was überspringen! Melville schrieb das Buch zu einer Zeit, in der die Walforschung noch in den Kinderschuhen steckte und sah es deshalb wohl auch als wissenschaftlichen Beitrag. Also mal die Anatomie des Wales auslassen, sonst läuft man Gefahr die Lust zu verlieren.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der weiße Wal und Ahab der Kapitän, 20. Dezember 2011
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Moby-Dick: Roman (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Hermann Melville bringt man immer mit Moby-Dick in Verbindung.

Inhalt und Gliederung:
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Das Buch ist in 130 Kapitel gegliedert. Danach folgen die Anhänge, editorischen Notizen, Materialien, Nachbemerkungen des Übersetzers, Daten zu Leben und Werk des Autors und Bemerkungen aus Kindlers Literatur Lexikon.
Bevor es mit dem ersten Kapitel losgeht sind die Etymologie und Auszüge voran gestellt.

Etymologie:
Etymologie im Verständnis der modernen Sprachwissenschaft ist die Erklärung der Entstehung eines Wortes oder Morphems in einer gegebenen Gestalt und Bedeutung. Als sprachgeschichtlich (diachron) ausgerichtete Erklärungsweise ist sie Bestandteil der Historischen Sprachwissenschaft, ihre Ergebnisse werden gesammelt in etymologischen Wörterbüchern und werden als Zusatzinformation auch in Wörterbücher und Lexika anderer Art aufgenommen.

Wir haben es hier mit dem Genre Abenteuerroman zu tun, der der Epoche des Symbolismus zuzuordnen ist.
Der monumentale Roman verbindet Abenteuergeschichte, Walkunde und philosophische Reflexion. Die Hauptperson ist Ahab, ein Kapitän mit fanatischen Ansicht. Er hat es sich zur wahnwitzigen Aufgabe gemacht, den weißen Wal zu fangen und somit Rache zu nehmen. Er hat sein Bein im Kampf mit einem Wal seinerzeit verloren. Es beginnt, als er seine Crew zusammen hat, ein spannendes Seeabenteuer, welches nicht nur bildhaft und detailliert die Suche und Jagd nach Moby Dick, dem weißen Wal erzählt, sondern die Charaktere auf dem Schiff bestens einbindet und bildhaft erklärt. Ihre Beziehung zueinander und ihre Entwicklung im Zuge der Reise werden sehr schön beschrieben und bieten absolute Spannung. Diese Abenteuer auf See reißen mit. 'Pequod' heißt das Schiff, auf dem sie unterwegs sind. Man muss dazu sagen, dass die eigentliche Jagd auf Moby Dick nicht im Vordergrund der Handlung steht, sondern das 'Vorspiel' sozusagen. Erst in den letzten Kapiteln geht es um die Jagd und den Wal.

Ich habe den Film gesehen in seiner Neufassung vor einigen Wochen und kann nun vergleichen ' muss sagen, dass das Buch wesentlich intensiver ist, wesentlich mehr ins Detail geht und mich mehr mitgerissen hat wie der Film.

Sehr schön ist es, dass man die gesamte Reise auf dem Schiff mitmacht, ein Spannungsbogen zieht sich über das gesamte Buch hinweg und realistisch bildhaft beschrieben denkt man echt, dass man sich auf dem Schiff befindet. Der Charakter des fanatischen Kapitäns und alles was er damit anrichtet, die Charaktere der so unterschiedlichen Besatzungsmitglieder, als dies und die Arbeit und Traditionen auf einem solchen Schiff, werden sehr schön erzählt. Abenteuerlich und mitreißend kann man verfolgen, was während der langen Zeit auf dem Schiff alles passiert, vieles, was ungerecht ist und vieles, was natürlich mit dem Wal zusammenhängt'.

Kurze Leseprobe:
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Solchermaßen webten und webten wir vor uns hin, als ich aufschrak bei einem so seltsamen ton, so langgezogen und wild harmonisch und übernatürlich, dass mir das Knäuel des freien Willens aus der Hand fiel und ich dastand und nach den Wolken aufstarrte, aus welchen jene Stimme herabsank wie eine Flügelschwinge. Hochdroben in der Dwarssaling war jener verrückte Gay-Header, Tashtego. Sein Leib reckte sich begierig vor, seine Hand streckte sich hinaus wie ein Kommandostab, und in kurzen unvermittelten Abständen setzte er seine Schreie fort. Gawiß, der nämliche Ton war in ebenjenem Augenblick womöglich über alle meere zu hören, von Hunderten von Waljägerausgucken, welche ebenso hoch in die Luft postiert; doch nur aus wenigen dieser Lungen hätten jener vertraute Ruf in einem solch wundersamen Tonfall hervorgebracht werden können wie aus denen Tashtegos, des Indianers. '

Der Autor:
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Wen es nicht interessiert, bitte scrollen !!

Herman Melville (* 1. August 1819 in New York City als Herman Melvill; ' 28. September 1891 ebenda) war ein amerikanischer Schriftsteller, Dichter und Essayist. Melvilles Moby Dick gilt als einer der bedeutendsten Romane der Weltliteratur.

Herman Melville war das dritte von acht Kindern des von schottischen Einwanderern abstammenden Importkaufmannes Allan Melvill und der aus einer ursprünglich holländischen Patrizierfamilie stammenden Maria Gansevoort Melvill. Auch Allan Melvill kam aus einer angesehenen Familie. Als Geschäftsmann zeigte er jedoch wenig Begabung. Er verschuldete sich erheblich, um einen großbürgerlichen Lebensstil finanzieren zu können. Sein Unternehmen in New York City ging 1830 in Konkurs, woraufhin er die große Familie als Verkäufer in einem Pelzgeschäft in Albany finanziell über Wasser zu halten versuchte. 1831 musste Herman die Schule verlassen. Der Vater starb ein Jahr später seelisch und körperlich erschöpft. Die Mutter änderte nach seinem Tode den Familiennamen zu 'Melville'. Herman arbeitete als kaufmännische Hilfskraft in einer Bank, als Gehilfe auf der Farm seines Onkels und half im Pelzgeschäft seines Bruders aus.
1839 fuhr er kurzzeitig als Kabinenjunge auf einem Postschiff auf der Route New York ' Liverpool. Danach versuchte er sich als Lehrer einer Grundschule in New York, gab diese Stelle jedoch 1840 wieder auf und heuerte Anfang 1841 in Nantucket auf dem Walfänger Acushnet an. Die Bedingungen an Bord auf der Fangfahrt in den Pazifik erschienen Melville unzumutbar und er desertierte 1842 beim ersten Zwischenhalt auf der Insel Nukuhiva (Marquesas). Er entkam mit einem anderen Matrosen (Richard Tobbias Greene) und floh durch die Berge, um das Tal von Taipivai zu erreichen, wo sie von den Typees gefangen genommen wurden. Nach einigen Tagen gelang Melvilles Begleiter die Flucht aus der Gefangenschaft, während Melville, am Bein verletzt, vier Wochen lang das Leben der Typees beobachtete. Er floh aus Nukuhiva auf dem australischen Walfänger Lucy Ann und gelangte nach Tahiti (Gesellschaftsinseln). Dort wurde Melville aufgrund seiner Teilnahme an der Rebellion an Bord der Lucy Ann verhaftet, konnte aber aus einem Gefängnis nach Moorea fliehen. Danach heuerte er als Bootssteuerer auf dem Walfänger Charles and Henry aus Nantucket an und ließ sich im April 1843 auf Hawaii wieder abmustern. Im August des gleichen Jahres heuerte er in Honolulu auf der nordamerikanischen Fregatte United States als einfacher Matrose an und kehrte mit Zwischenaufenthalt in Peru im Oktober 1844 nach Boston zurück. Dort heiratete er am 4. August 1847 Elizabeth Shaw. Zwei Töchter und zwei Söhne hatten die beiden zusammen. Der ältere nahm sich mit 18 Jahren das Leben, der jüngere mit 35 Jahren.
1849 reiste Melville nach England, um seinem dortigen Verleger die Manuskripte von White Jacket zu überbringen. Dabei unternahm er Abstecher nach Paris und ins Rheinland. Im Februar 1850 kehrte nach New York zurück. Im gleichen Jahr erwarben die Melvilles mit dem Geld des Schwiegervaters Shaw einen kleinen Bauernhof in Arrowhead bei Pittsfield, Massachusetts, auf dem sie sich bis 1863 aufhielten. In dieser Zeit bestellte Melville den Hof, schrieb seine Bücher und hielt gelegentlich Vorträge über seine Erlebnisse im Pazifik.
Ab 1856 wurde Melville von schwerem Rheumatismus geplagt und von seiner Familie und dem Schwiegervater zu einer Erholungsreise gedrängt, die ihn nach England, wo er Nathaniel Hawthorne traf, ans Mittelmeer und ins Heilige Land und im Mai 1857 zurückführte.
1860 segelte er auf dem Klipper Meteor unter dem Kommando seines jüngeren Bruders Tom nach San Francisco. Obwohl er ursprünglich eine Weltreise geplant hatte, eilte er bald von dort mit einem Dampfer wieder zurück. 1863 verkaufte er den Hof in Pittsfield und siedelte nach New York über. In seinen letzten Lebensjahren konnte er ' obwohl bis zuletzt literarisch aktiv ' nicht mehr von der Schriftstellerei leben und nahm 1866 eine Stellung als Zollinspektor im Hafen an.

Quelle: wikipedia

Weitere Romane aus seiner Feder:

Bartleby, der Schreiber: Eine Geschichte aus der Wall Street
Die große Kunst, die Wahrheit zu sagen: Von Walen, Dichtern und anderen Herrlichkeiten Pierre oder Die Doppeldeutigkeiten

Meine zusammenfassende Meinung:
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Man kennt Moby Dick, es ist ein Buch, welches zu den Klassikern der Weltliteratur gehört, viele Verlage haben dieses Buch in ihrem Programm ' ich habe mich für die Ausgabe aus dem Fischer Taschenbuch Verlag entschieden, weil es hier einige für mich interessante Zugaben gibt, die mir sehr gut gefallen habe. Zum einen hat man die biografischen Daten des Autors im Buch, was ich immer sehr positiv empfinde, um da mal nachschauen und sich informieren zu können. Zum anderen finde ich die Bemerkungen aus Kindlers Literatur-Lexikon sehr wissenswert und habe mir aus diesem Grund auch schon einige Klassiker aus der Reihe FISCHER-KLASSIK zugelegt. Auch die Umschlaggestaltung übrigens sehr ansprechend.

Diese Bücher sind sehr ansprechend gestaltet, im Taschenbuchformat und somit auch erschwinglich.

Aber nun zu meiner zusammenfassenden Meinung zum Buch:

Ich habe das Buch, wie schon erwähnt, mit größerer Unterhaltung und größerem Interesse gelesen, wie ich den Film fand. Man steigt gleich spannend in die Handlung ein. Klassiker, so finde ich, sind nicht immer einfach und leicht zu lesen, hier hat man es aber mit einer eingängigen Schreibweise zu tun, die sich flüssig lesen lässt und vor allem die Charaktere sehr schön hervorhebt. Die Abenteuer auf See werden detailliert erzählt und bildhaft dargestellt, auch wenn es mal blutig zugeht.

Die Kapitel sind nicht allzu lang, sodass es sich auch aus der Sicht gut lesen lässt.

Die Geschichte des Unterwegsseins mit dem Schiff ' auf dem Schiff wird mittels zweier Sichtweisen und Ich-Erzählungen beschrieben. Es erzählen Ismael und Ahab. Ismael hat ein ganz anderes Motiv, auf dem Schiff zu sein, wie Ahab. Wer Ismael wirklich ist und was seine Vorgeschichte ist, erfährt man nicht, man kann nur zu Beginn lesen, dass er einfach aus Langeweile, um Trübsinn wegzublasen sozusagen, mal wieder zur See fahren möchte. Ismael ist auch zum Schluss der, der als Einziger dieses Abenteuer überleben kann.

Es gibt viel Tiefsinniges, was man zwischen den Zeilen lesen kann, und auch deshalb empfehle ich diesen Klassiker sehr, wenn man spannend unterhalten werden möchte und viel über die menschliche Seele lernen möchte. Die Abgründe des menschlichen Charakters und die vielen unterschiedlichen Beweggründe von bestimmten Handlungen werden vom Autor bestens analysiert. Diese tiefsinnigen Anspielungen werden oft in wunderschönen Zitaten wiedergegeben.

100 von 100 Punkten für diesen Klassiker.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gesellschaftskritik etwas zu langatmig, 11. Oktober 2011
Von 
Anke Przybilla "Leselöwin.blogspot.com" (Schönwalde) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Moby-Dick (Taschenbuch)
Hab ich mich nun schwer getan mit diesem Klassiker. Die seitenweisen Beschreibungen der Physiognomie des Wales hat einfach nicht enden wollen. Aber ich habe Ehrgeiz und mich durchgekämpft.

Die Geschichte um das Walfangschiff "Pequod" und dessen besessenen Kapitän Ahab ist spannend und Gesellschaftskritik zugleich. Auch wenn sich mir das nicht sofort erschlossen hat, so gibt das Nachwort dieser Ausgabe doch das Anliegen und die Hintergründe gut wieder.

Die Besatzung des Schiffes ist ein Mikrokosmos und ein Abbild - zumindest teilweise - der damaligen (erschienen 1851) bestehenden Gesellschaft. Und Ahab, die Führungsperson wird am Ende seinem Anspruch nicht gerecht. Er unterliegt dem weißem Wal, der ihm einst ein Bein abgebissen hatte und an dem er sich rächen wollte. Er hörte nicht auf die berechtigten Einwürfe seiner Mitfahrer und der Steuermänner. Verantwortungslos führt er die Männer nur aus Rache alle in den Tod.

Der Leser kann dies als Metapher für den Untergang der bourgoisen Gesellschaft und damit eine Begründung für den Zweifel am Führungsanspruch dieser Klasse verstehen. Am Ende ist und bleibt das Buch ein Abenteuerroman, der realistisch den Walfang und das raue Leben auf See erzählt. Melville selbst fand seine Berufung in diesem Beruf und weiß, wovon er schreibt.

Doch erhielt dieser Roman zum Zeitpunkt des Erscheinens weitgehend negative Kritiken. Seine vorherigen Bücher waren zwar große Erfolge, dieses wurde jedoch aufgrund seiner harschen Kritik abgelehnt. Erst später wurde die Bedeutung des Romans erkannt und vielen ist "Moby Dick" durch den Bezug zur RAF bekannt, die ihre Mission mit dem der "Pequod" verglich.

Trotz der Bedeutung des Buches habe ich nicht wirklich Zugang zu dem Werk gefunden. Viele Exkurse waren mir zu langatmig. Das mag auch an der doch ungewohnten Sprache liegen. Melvilles eingeflochteten philosophischen und naturwissenschaftlichen Gedanken waren mir leider zu sehr aus dem Zusammenhang des eigentlichen Geschehens gerissen.

Wer das Buch lesen will, sollte sich in jedem Fall viel Zeit lassen, um sich darauf einzulassen und sich mit den Hintergründen zu beschäftigen. Ich hab das leider erst im Nachhinein gemacht, dadurch ist mir vermutlich das ein oder andere Aha-Erlebnis verborgen geblieben.
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Klassiker - grandios erzählt, 2. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Moby-Dick (Taschenbuch)
Keine leichte Aufgabe, einen Klassiker wie Melvilles Moby Dick zu rezensieren. Angesichts des Stellenwertes dieses Buches für die Literatur traut man sich kaum, weniger als 5 Sterne zu vergeben und etwas anderes als Begeisterung zu äußern. Auch auf die Gefahr hin, das Buch in seiner ganzen Tragweite nicht verstanden zu haben: Moby Dick hat mich nicht vollends begeistert und ich vergebe 4 Sterne.
Die Handlung ist Allgemeinwissen und muss nicht lange erklärt werden: Der Erzähler der Geschichte, Ismael, heuert auf dem Walfänger Pequod an. Dem Kapitän des Schiffes, Ahab, geht es jedoch nicht um möglichst reiche Fänge und hohen Gewinn. Sein ganzes Streben ist allein darauf gerichtet, Moby Dick, den weißen Wal, zu finden und zu töten. Seit er im Kampf mit dem Tier sein Bein verloren hat, ist er von diesem Wunsch besessen. In seinem blinden Hass reißt er sein Schiff und seine Mannschaft mit in den Untergang.
Die Darstellung Kapitän Ahabs steht dabei im Zentrum des Buches und ist gleichzeitig Melvilles größte Leistung. Ob durch sein Handeln, in der Interaktion mit der Mannschaft oder in seinen Monologen: Der Wahn Ahabs tritt immer deutlicher zu Tage, gleichzeitig werden seine Beweggründe deutlich und als Leser nimmt man unweigerlich Anteil an seinem Schicksal. Für mich eine der besten Charakterbeschreibungen überhaupt.
Überhaupt ist Melville ein grandioser Erzähler. Seine Sprache ist kraftvoll, bildhaft und mitreißend. Allerdings unterbricht er seine Erzählung immer wieder, um wissenschaftliche oder sonstige Exkurse einzubauen. Nicht das diese Kapitel uninteressant wären. Im Gegenteil. So erfährt man alles über den Walfang im 19. Jahrhundert, das wissenschaftliche Bild von Walen damals, und noch vieles mehr. Meiner Meinung nach soll ein Roman jedoch in erster Linie intelligent unterhalten und nicht belehren. Eine moralische Botschaft lässt sich ohnehin wirkungsvoller durch die Handlung vermitteln. So ist Melvilles Beschreibung der beginnenden Freundschaft zwischen Ismael und Quiqueg ein eindrucksvolles Plädoyer für religiöse Toleranz.
Abschließend bleibt mir noch zu sagen, dass Moby Dick ein Buch ist, das zu lesen sich lohnt. Man darf allerdings keinen klassischen Roman erwarten.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Empfehlenswerte Literatur, 13. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Moby-Dick: Roman (Fischer Klassik) (Taschenbuch)
Preis und Lieferung waren wie versprochen.
Dieser Roman ist vermutlich ungekürzt und unverfälscht.
Er ist so, wie ich ihn von früher in Erinnerung habe. Allerdings muss man den Schreibstil von Melville mögen.
Als Klassiker gehört er ins Bücherregal.
Der Einband als Taschenbuch und die sehr dünnen Seiten sind ein Kompromiss, den man bei diesem Preis eingehen muss.
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Moby-Dick: Roman (Fischer Klassik)
Moby-Dick: Roman (Fischer Klassik) von Herman Melville (Taschenbuch - 7. Juli 2009)
EUR 12,50
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